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Verfahren zur Herstellung eines Geweberandes auf einer Greiferschützen-Webmaschine
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fanges des jeweils eingetragenen Schussfadens und Fig. 6-8 verschiedene Ausführungsformen des Gewe- berandes.
Die der Herstellung des betreffenden Gewebes dienende Greiferschützen-Webmaschine ist zu bei- den Seiten mit mindestens je einer ortsfesten Schussspule ausgestattet, wovon der Einfachheit halber nur die Schussspule 1 der rechten Maschinenseite gezeigt ist.
Der Greiferschützen 2 ist zum wechselweisen Fangen der von den beiden Schussspulen zulaufen- den Schussfäden mit den beiden Fangnasen 4, 5 ausgestattet und besitzt im übrigen Mittel zum
Klemmen der Schussfadenanfänge sowie zum Abschneiden der Schussfadenenden. Ein derartiger Greifer- schützen ist allgemein bekannt, z. B. durch die deutsche Patentschrift Nr. 1024 423 und deshalb nur schematisch dargestellt.
Die mittels der üblichen Fachbildungseinrichtungen gesteuerten Kettenfäden bestehen aus den Rand-
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den 10 eingetragen. Bevor der nach rechts aus dem Fach auslaufende Greiferschützen 2 in den Be- reich der rechten Randkettenfäden 6, 7 gelangt, sind diese in eine unterhalb der Schützenlaufbahn befindliche Gleichstellung gebracht worden. Der Greiferschützen 2 geht folglich über sämtliche
Randkettenfäden 6, 7 hinweg, womit der Anfang 12 des Schussfadens aus dem Fach herausgeführt wird. Zumindest im Bereich genannter Randkettenfäden 6, 7 wird der Anfang 12 dieses Schussfa- dens 10 auch erst vom Greiferschützen 2 freigegeben. Dies geschieht in bekannter Weise durch Öffnen der Klemme des Greiferschützens 2.
Der aus dem Fach herausgeführte Anfang 12 des
Schussfadens 10 ist damit von der Einbindung in die Randkettenfäden 6, 7 ausgenommen, womit er frei über denselben liegt. Wie in Fig. 2 gezeigt, werden daraufhin die Randkettenfäden 6 zu den Kettenfäden 8 in das Hochfach gebracht, was das Anheben des Anfanges des Schussfadens nach sich zieht. Jetzt geschieht das Anschlagen dieses Schussfadens 10 und ausserdem wird das Fach, was die Kettenfäden 8, 9 betrifft, gewechselt. Im Hochfach sind nunmehr mit den Randkettenfäden 6 die Kettenfäden 9, so dass der Greiferschützen 2 den nächsten Schussfaden von der rechten Schussspule 1 eintragen kann. Hiezu fasst der Greiferschützen 2 den Faden 3 in bekannter Weise zwischen der rechten Gewebekante und der Schussspule 1.
In ebenfalls bekannter Weise wird der Faden 3 dabei zunächst in Form einer Schleife eingetragen, deren Länge der Breite des Geweberandes entspricht (Fig. 3). Durch die Schneideinrichtung des Greiferschützens 2 wird dann die Schleife ungefähr an ihrem Kopf durchschnitten. In der Klemme des Greiferschützens 2 verbleibt folglich nur noch der Anfang des neu einzutragenden Schussfadens 13, während das Ende 14 des vorher von der Schussspule 1 gelieferten Schussfadens 13a in das Fach eingezogen wird.
Der Greiferschützen 2 zieht schliesslich den Schussfaden 13 an seinem von ihm gehaltenen Anfang in das Fach der Kettenfäden 8, 9 ein (Fig. 4). Bevor der Greiferschützen 2 die Randkettenfäden der linken Seite erreicht, werden diese in der vorbeschriebenen Weise in eine unterhalb der Schützenlaufbahn befindliche Gleichstellung gebracht, so dass auch der Anfang des Schussfadens 13 im Bereich der linken Randkettenfäden aus dem Fach herausgeführt wird.
Die Anfänge 12 der Schussfäden werden an ihrer Austrittsseite aus dem Fach abgeschnitten, was unmittelbar nach jedem Schusseintrag geschieht. Gemäss Fig. 5 werden hiezu die Schussfadenanfänge 12 beispielsweise mittels eines Saugtrichters 15 aufgerichtet und gespannt, so dass sie sich einwandfrei einem nicht gezeigten Messer od. dgl. zum Abschneiden darbieten. Natürlich kann das Abschneiden der Schussfadenanfänge auch an ihrer Austrittsstelle aus der Ware erfolgen, was dann später
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möglich, mit denen die Randkettenfäden 6 zur gegebenen Zeit in die Ebene der Randkettenfäden 7 herabgedrückt werden. Möglich ist ferner, die Randkettenfäden 6,7 zum beschriebenen Zeitpunkt in eine über der Schützenlaufbahn befindliche Gleichstellung zu bringen.
Ein Problem stellt es auf Greiferschützen-Webmaschinen bekanntlich dar, das Zurückschnellen des jeweils eingetragenen Schussfadens zu verhindern, wenn der Greiferschützen dessen Anfang freigibt. Insbesondere gilt dies für elastisches Schussfadenmaterial. Es ist hiezu bekannt, den jeweils eingetragenen Schussfaden bis zum Ladenanschlag und Fachwechsel an seinem Anfang mittels einer gesonderten Klemme od. dgl. festzuhalten. Hiezu bieten sich bei der Erfindung die aus dem Fach herausgeführten Schussfadenanfänge in ihrer ganzen Länge an. Gegebenenfalls kann zu diesem Zwecke gleich das Mittel be-
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nutzt werden, das diese Schussfadenanfänge 12 zum Abschneiden aufrichtet und spannt, also die Saugdüse 15 (Fig. 5). Es geht aber auch an, eine übliche Klemme an jeder Maschinenseite anzusetzen.
Möglich ist es ferner, die Saugdüse 15 zusätzlich mit einer Klemme auszustattetn, in die der Schussfadenanfang 12 selbsttätig durch den Saugluftstrom eingezogen wird.
Wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht, sind die Schussfadenanfänge 12 alle zwischen dem letzten Kettenfaden 8 und dem ersten benachbarten Randkettenfaden 7 abgeschnitten. Dasselbe trifft natürlich am linken Geweberand für die Anfänge der Schussfäden 13 zu. Gemäss der Fig. 8 sind die Schussfadenanfänge von Schuss zu Schuss abwechselnd zwischen jeweils verschiedenen Randkettenfäden 6,7 herausgeführt und abgeschnitten. Nach Fig. 6 und 8 sind die Enden 14 der Schussfäden nur in die Randkettenfäden 6,7 eingebunden, während gemäss Fig. 7 die Enden 14 der Schussfäden auch in einige der Kettenfäden 8,9 mit eingebunden sind, die den Randkettenfäden 6,7 benachbart sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines Geweberandes auf einer Greiferschützen-Webmaschine, bei welchem das Ende z. B. jedes zweiten Schussfadens vom Warenrand her nach innen zurückgebogen und in die Randkettenfäden eingebunden wird und die dazwischen befindlichen andern Schussfäden hingegen mit ihrem Anfang vom Warenrand zurückstehen, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Eintragung der mit ihrem Anfang vom Warenrand zurückstehenden Schussfäden (10) in das Fach zumindest einige der Randkettenfäden an der Auslaufseite dieser Schussfäden in eine ausserhalb des Weges dieser Schussfäden befindliche Gleichstellung gebracht werden, so dass der Anfang (12) des Schussfadens zwischen diesen und den übrigen Kettenfäden aus dem Fach herausgeführt wird, und dass diese herausgeführten Anfänge (12)
der Schussfäden an ihrer Austrittsstelle aus dem Fach bzw. aus der Ware abgeschnitten werden.