AT88190B - Verfahren zur Herstellung von Tonerdesulfatverbindungen für die Zwecke der Papierfabrikation. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tonerdesulfatverbindungen für die Zwecke der Papierfabrikation.

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  Verfahren zur Herstellung von Tonerdesulfatverbindungen für die Zwecke der Papierfabrikation. 



   Bekanntlich stellt man Tonerdesulfat bzw. Alaune durch Verkochen von tonerdehaltigen Stoffen mit Schwefelsäure mit oder ohne Anwendung von Überdruck her. Die Schwefelsäure kann auch durch Lösungen von Alkalibisulfat ersetzt werden. 



   Um Rohsulfat bzw. Rohalaun auf letztere Weise herzustellen, ist es nötig in so starker Konzentration der Lösungen zu arbeiten, dass die Reaktionsmasse nach dem Fertigkochen beim Ablassen erstarrt (Alaunkuchen). Es ist schwierig, besonders beim Aufschliessen mit sauren schwefelsauren Salzen, in einer Operation Neutralkochungen zu erzielen. Man hat daher vorgeschlagen, nach dem Erstarren der sauren Masse durch Stehenlassen des Rohsulfatkuchens eine nachträgliche Umsetzung zwischen freier Schwefelsäure und dem Tonerdematerial zu erzielen. Auch durch sogenanntes Neutralkochen unter Zugabe von überschüssigem, besonders fein zerteiltem Kaolin pflegt man die vorhandene freie Schwefelsäure abzubinden. Im Reaktionsraum hat man dann stets eine grosse Menge unzersetzten Ton, der nur durch erneutes Calcinieren und Mahlen wieder reaktionsfähig zu machen ist. 



   Bei allen bekannten Aufschliessungen lässt man das Reaktionsgemisch zwecks Herstellung des Rohsulfats als Handelsware erstarren. Dies gilt auch für eine andere bekannte Arbeitsweise zur nachträglichen Abstumpfung der überschüssigen Säure, bei welcher man zu dem erstarrten Rohsulfat die der freien Säure äquivalente Menge Magnesia, Magnesiahydrat oder gemahlenen Magnesit zusetzt. Das Gemisch wird alsdann mit heissem Wasser ausgelaugt, damit die freie Säure neutralisiert wird. Die hierbei erhaltene klebrige Lauge wird dann auf   50   bis   g/)."Be   eingedampft und in bleierne Formen gegossen. 



   Im Gegensatz zu all diesen Methoden ist nun für die Zwecke der Papierfabrikation folgendes Verfahren als besonders wertvoll ermittelt worden : Man verkocht die tonerdehaltigen Materialien je nach der Beschaffenheit des Rohstoffes mit oder ohne Druck mit Schwefelsäure bzw. Bisulfatlösung im   Überschuss   und vermeidet das Erstarrenlassen, indem man unmittelbar nach dem Aufschluss mit Wasser verdünnt und die noch vorhandene freie Schwefelsäure mit bestimmten alkalischen Stoffen abbindet, die vorteilhaft in aufgeschwemmtem Zustande zugegeben werden. 



   In Betracht kommen hierfür die Verbindungen der Magnesia, welche als Sulfate gemeinsam mit schwefelsaurer Tonerde bei der Papierleimung von besonderem Werte sind. 



  Zweckmässig wählt man hierfür Magnesia, Magnesiahydrat, kohlensaure Magnesia, Magnesit, Dolomit usw. Auch Alkalien, Erdalkalien, Aluminat oder leicht lösliche Tonerdehydrate können mitbenutzt werden. In diesem Falle ist die Zugabe von Magnesiumverbindungen gleichfalls von erheblichem Wert. 



   Bei dieser Arbeitsweise ergeben sich für die Papierfabrikation wesentliche Ersparnisse an Material, Wärme und Zeit. Die Umsetzung erfolgt in der noch warmen Reaktionsmasse oder selbst in der Kälte in glatter Weise. Das zeitraubende Neutralkochen mit Kaolin wird erspart. Die tonerdehaltigen unzersetzten Rohstoffe werden als Füllstoffe für die Papierfabrikation nutzbar gemacht und sind bei Vermeidung des Erstarrenlassens in einer säureund sandfreien, schlammigen Form zu gewinnen, in welcher sie Grundwerke und Holländer-   messer nicht mehr angreifen.

   Die für die Leimung und Füllung des Papiers in der Reaktionsmasse fertig vorhandenen Stoffe lassen sich durch Absieben von allen gröberen Teilen   

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 befreien und ein Auflösen von käuflichen Produkten, wie Rohalaun, schwefelsaure Tonerde, Bittersalz usw. wird erspart,
Durch Vermeidung des Erstarrenlassens bleibt der tonerdehaltige Schlamm in feinster Zerteilung erhalten und ist von grosser Reaktionsfähigkeit in Verbindung mit der erhaltenen Sulfatlösung. 



   Wird zum Aufschluss der tonerdehaltigen Materialien Bisulfat verwendet so lässt sich durch eine der üblichen Methoden der unl sliche Rückstand leicht entfernen ; überschüssiges Natriumsulfat kann durch Auskristallisieren abgeschieden und durch Fällung seiner Lauge mit Kalk von Tonerde befreit, in reinem Zustande gewonnen werden, während die Kalkfällung zur Neutralisation von Kaolin-Aufschluss verwendet und so Natronalaunlösung von hohem Tonerdegehalt erzeugt werden kann. 



   In allen Fällen kommt es darauf an, dass ein Erstarrenlassen und Trocknen der Masse durch Verdünnung mit Wasser vermieden wird und dass das fertige Produkt gleich in flüssiger Form zur Papierleimung, Wasserklärung usw. verwendet wird. 



   Wendet man z. B. 100 Teile gebrannten Kaolin von etwa   23%   Tonerdegehalt und 300 Teile Natriumbisulfat des Handels von etwa   32%   Gehalt an Monohydrat zur Verkochung an, so wird man beispielsweise nach beendeter Aufschlussarbeit noch etwa 30 bis 40 Teile gemahlenen Magnesit des Handels oder eine entsprechende Menge gebrannten Magnetit zur Neutralisation zuzusetzen haben. 



   Man verdünnt dann die noch heisse Reaktionsmasse mit Wasser und lässt die in 
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 durch ein feines Sieb laufen. Die so gereinigte Reaktionsmasse wird gemeinsam mit den suspendierten Füllstoffen oder nach Absetzenlassen derselben getrennt von diesen zum Leimen von Papier benutzt. In diesem Falle bildet der Füllstoffschlamm ein wertvolles und die Holländergarnituren nicht mehr angreifendes   Papierleimungs-und   Füllmittel. 



   Bei der beschriebenen Arbeitsweise der Kochung und Neutralisation in einem Arbeitsgang, d. h. ohne Erstarrenlassen, wird eine bessere, weil vollkommenere Umsetzung erzielt, und es wird vermieden, dass Teile des Reaktionsproduktes, welche durch das Erstarrenlassen unlöslich oder schwer löslich werden, beim Verbrauch der Lösung verloren gehen. 



   Eine sehr wesentliche Erhöhung der Ausbeute wird ausserdem dadurch erreicht, dass man die tonerdehaltigen Materialien mit bedeutendem Überschuss an Schwefelsäure und Bisulfat verkocht, wodurch die Ausnutzung der reaktionsfähigen Tonerde sich bei einmaliger 
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 Salzen sind dann freilich beträchtlicher, aber das sich bildende Magnesiumsulfat kommt bei der Papierleimung in Verbindung mit Tonerdesulfat vorteilhaft zur Geltung. 



    PATRNT-ANSPRÜCHE :     I.   Verfahren zur Herstellung von Tonerdesulfatverbindungen für die Zwecke der Papierfabrikation auf nassem Wege durch Einwirkung von Schwefelsäure oder sauren schwefelsauren Salzen der Alkalien insbesondere Natriumbisulfat auf tonerdehaltige Stoffe, dadurch gekennzeichnet ; dass das noch flüssige Reaktionsgemisch mit kaustischer oder kohlensaurer Magnesia oder diese Stoffe enthaltenden Mineralien in demselben Arbeitsgang neutralisiert und ohne Trocknung oder Erstarrenlassen als Fällungsmittel bei der Papierleimung benutzt wird. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Tonerdesulfatverbindungen für die Zwecke der Papierfabrikation auf nassem Wege durch Einwirkung von Schwefelsäure oder sauren schwefelsauren Salzen der Alkalien insbesondere Natriumbisulfat auf tonerdehaltige Stoffe, dadurch gekennzeichnet. dass das noch flüssige Reaktionsgemisch unter Mitverwendung von Magnesiaverbindungen mit anderen geeigneten Verbindungen der Erdalkalien oder Tonerdeverbindungen wie Aluminaten, leichtlöslichen Tonerdehydraten u. dgl. in demselben Arbeitsgang neutralisiert und ohne Trocknung oder Erstarrenlassen als Fällungsmittel bei der Papierleimung benutzt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT88190D 1917-08-10 1918-06-08 Verfahren zur Herstellung von Tonerdesulfatverbindungen für die Zwecke der Papierfabrikation. AT88190B (de)

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