AT8795B - Verfahren zur Gewinnung hochverdaulicher Futtermittel aus Stroh. Rauhfutter aller Art, Reisig, Holz und Holzabfällen. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung hochverdaulicher Futtermittel aus Stroh. Rauhfutter aller Art, Reisig, Holz und Holzabfällen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> So hergestelltes Futter ist zwar sehr verdaulich. wird aber von den Thieren nur in kleinen Mengen gefressen und ist deshalb praktisch ohne Wort. Das Verfahren bedurfte deshalb der Abänderung, welche nach langen Versuchen zum Resultat führte. Die Methode, welche brauchbares Futter liefert, besteht darin, dass das Stroh etc. unter einem Druck von 4-6 Atm. mit einer zur völligen Aufschliessung ungenügenden Menge von Natronlauge erhitzt wird. Der Process beginnt mit. der Sprengung der Holzsubstanz, daneben entwickeln sich organische Säuren, Ameisensäure, Essigsäure etc., wodurch das freie Alkali, je nach der Höhe des Druckes, der Zeitdauer des Erhitzens0 und der Wassermenge grösstentheils oder vollständig neutralisiert wird. Auch kann der Process bis zur Erzielung saurer Reaction geführt werden. Das so zubereitete Futter ist zum unmittelbaren Consum fertig. Eine Abscheidung einzelner Bestandtheile findet nicht statt. Jedoch ist ein nachträgliches Trocknen zwecks besserer Conservierung nicht ausgeschlossen. Das Stroh ist nun in Halm und Knoten weich, hat einen angenehmen Geruch, wird begierig gefressen und ist zu ca. zoo der organischen Substanz, also etwa ebenso hoch, wie Wiescnheu oder Klee, verdaulich. Werden z. B. 100 kg Haferstroh mit 4 Ätznatron, welches in 200 1 Wasser gelöst ist, 6 Stunden auf 4-5 Atm. Druck erhitzt, so ergibt sich ein Product, welches zu 61% der organischen Substanz verdaulich ist. Dasselbe hat sich in einem drei Monat lang durchgeführten Mastversuch seinem Nährstoffgehalt entsprechend gut bewährt. An Stelle des reinen Atznatrons lässt sich auch bereits benutzte Kochlauge der nach dem Natronverfahren oder dem Sulfatverfahren arbeitenden Papierfabriken benutzen. Die EMI2.1 Auch kann in allen hier in Betracht kommenden Futtermitteln die Holzsubstanz mit schwefeliger Säure oder der S1l1fitlauge der Papierfabriken in ihre Bestandtheile zerlegt worden. Die Verwendung bereits benutzter Kochlauge bietet ebenfalls Vorteile. Ein Ausführugnsbeispiel hiezu ist das folgende : Stroh und ähnliche Substanzen werden in geschlossenem Kessel unter den nöthigen, EMI2.2 Kesselinhalt freie und an Basen gebundene, schwefelige Säure. Wie aber schon erwähnt, wird in vorliegendem Vorfahren mit einer zur völligen Lösung der Incrusten ungenügenden Menge von schwefliger Säure gearbeitet. Es kann deshalb - im Gegensatz zu der Methode der Sulfit-Cellulosefabriken - die sämmtliche freie schwefelige Säure durch die incrustierenden Stoffe gebunden werden. Sie ist dort bekanntlich in Form einer festeren organischen Verbindung vorhanden. Beim weiteren Verlauf des l'rocesses treten nun organische Säuren auf, welche allmählich auch die an Basen gebundene sch wefelige Säure in Freiheit setzen und zur Action auf noch vorhandene in- crustiorendo Stoffe bringen, so dass schliesslich die Masse weder freie, noch an Basen gebundene schwefelige Säure in nachweisbarer Menge enthält : Bei dieser Ausuhrungsform haben sich bis jetzt folgende Mischungen als günstig bewährt : EMI2.3 auf je 1 leg Stroh 2 l Sulfitablauge. Die dabei benutzten Laugen sind die in den Sulfit-Cellulosefabriken bei normalem Betriebe gewonnenen. Die Leitung des Aufschluss- processes mit Sulfitlauge erfordert etwas grössere Aufmerksamkeit als die Arbeit mit Natron. Der Grund liegt zum Theil wohl in der Art der benutzten Apparate, zum. Theil EMI2.4 menge abhängig ist. Die angegebene Methode ist das vorläufige Product solcher Erfahrungen. Das so zubereitete, feuchte Futter sieht dem des Natronverfahrens ähnlich. Das Stroh etc. ist ebenfalls weich und lässt sich durch Zerdrücken in Fasern trennen. Die 'Farbe ist heller, die Reaction stärker sauer. Mit etwas Kleeheu oder mit Ölkuchen flengt, wurde es an Hammeln gefüttert, EMI2.5 wenig ein Auslaugen oder sonst eine Abtrennung wesentlicher Bestandtheile. 'Das Product ist vielmehr nach der Aufschliessung unmittelbar gefüttert worden.
Claims (1)
- PATENT-AN8PRÜCBE : 1. Verfahren zur Herstellung hochverdanlicher Futtermittel aus Stroh, Rauhfuttcr aller Art, Reisig, Holz und Ilolzabfällen, darin bestehend, dass diese Stoffe unter Druck mit einer zu ihrer völligen Aufschliessung ungenüenden Menge einer wässerigen Flüssig- keit, welche entweder Rasen, wie Kali, Natron, Kalk in beliebiger Combination oder freie schwefelige Säure oder schwefelig saure Salze enthält, erhitzt werden, wobei die Uesammt- masse das. Futtermittel bildet.2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von gebrauchten Kochlaugen der nach dem Natron- (und Sulfat-) Verfahren arbeitenden Papierfabriken mit oder ohne Zusatz von Xtzkalk. EMI3.1 die Benutzung von gebrauchten Kochlaugen der nach dem Sulfitverfahren arbeitenden Papierfabriken.
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