AT87942B - Verfahren zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen. - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen. Durch das Stammpatent Nr. 78416 ist ein Verfahren geschützt, das die Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen dadurch regelt, dass in dieses Gemisch ein Luft-oder Dampfstrom in der Weise eingeblasen wird, dass das Ende der Einblaseperiode umso mehr dem Zündzeitpunkt des Gemisches genähert wird, je kürzer die Verbrennungsdauer des Gemisches sein soll. Wie die zugehörige Patentschrift ausführlich darlegt, wird durch diese Einblasung eine Durchwirbelung des Luft-Brennstoffgemisches bewirkt und dadurch dessen Zündgeschwindigkeit erhöht. Diese Zündbeschleunigung ist natürlich umso stärker, je kräftiger diese Durchwirbelung erfolgt, also je näher das Ende der Einblaseperiode an den Zündzeitpunkt des Gemisches heranrückt. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass die Menge des einzublasenden Mittels nicht beliebig verändert werden kann. Ist diese Menge zu gering, so erfolgt auch nur eine geringe Durchwirbelung des Gemisches und daher auch nur eine geringe Zündbeschleunigung. Ist diese Menge zu gross, so tritt eine allzu starke Verdünnung des Luft-Brennstoffgemisches ein und die nachherige Verbrennung erfolgt trotz der starken Durchwirbelung des Gemisches nur träge. Diese EMI1.1 hinsichtlich seines Mischungsverhältnisses erst durch die Einblasung des Luft-oder Dampfstromes wenigstens angenähert auf jene Zusammensetzung gebracht wird, die bei der Verbrennung die grösste Druck-bzw. Temperatursteigerung hervorbringt und somit die günstigsten. Betriebsverhältnisse gewährleistet. Durch Versuche konnte beispielsweise festgestellt werden, dass der Arbeitsprozess eines Benzinmotors dann am günstigsten verläuft, wenn das zur Zündung gelangende Gemisch nicht wesentlich von jener Zusammensetzung abweicht, die seiner chemischen Verbrennung entspricht. Die Herstellung eines solchen Gemisches kann nun in weiterer Ausbildung des durch das Stammpatent geschützten Verfahrens durch eine entsprechende Abstimmung in der Zusammensetzung des im Arbeitszylinder angesaugten Gemisches und während der Einblaseperiode zugeführten Einblasemittels bewirkt werden. Lässt man beispielsweise im Arbeitszylinder ein übersättigtes Gemisch ansaugen, so kann während des Verdichtungshubes eine grosse Luftmenge eingeblasen werden. Der Wirbelzustand des Gemisches wird also erheblich vergrössert, ohne dass die geschilderten Nachteile einer übermässigen Verdünnung des Gemisches in den Kauf genommen werden müssen. Es unterliegt aber auch keinem Anstand, die Einblasemenge und damit auch den Wirbelzustand im Arbeitszylinder noch weiter dadurch zu verändern, dass der Einblaseluft brennbare Dämpfe oder Gase beigemischt werden. Dann wird beispielsweise die Einblasemenge noch erheblich gesteigert werden können, wenn in das brennstoffreiche Gemisch des Arbeitszylinders ein brennstoffarmes Einblasemittel eingeführt wird. Theoretisch unbegrenzt wird die Menge des Einblasemittels dann, wenn sowohl das im Arbeitszylinder angesaugte, als auch das während des Verdichtungshubes eingeblasene Gemisch das richtige Mischungsverhältnis aufweist, also die günstigsten Betriebsverhältnisse gewährleistet. Schliesslich kann der Arbeitsprozess auch so durchgeführt werden, dass im Arbeitszylinder ein brennstoffarmes Gemisch angesaugt wird, EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> so weit verbessert wird, dass dann wenigstens angenähert das erwähnte günstigste Mischungs- verhältnis erhalten wird. In jedem Falle wird durch die während des Verdichtungshubes erfolgende Einblasung die in der Patentschrift des Stammpatentes Xr. 78416 ausführlich beschriebene Durchwirbelung des Gemisches bewirkt und durch die vorstehend geschilderte Abstimmung in der Zusammen- setzung des Mischungsverhältnisses die Regelung der Verbrennungsdauer verbessert. Da aber auch die bei sonst gleichen Zylinderabmessungen zur Entflammung gebrachte Gemischmenge EMI2.1 stufung der Menge des Einblasemittels ohne erhebliche Einbusse an Wirkungsgrad innerhalb weiter Grenzen regulieren. Die übrige Durchführung des geschilderten Verfahrens sowie dessen Anwendung auf Wärmekraftmaschinen weist selbstverständlich gegenüber den Ausführungen nach dem Stammpatente keine. Änderungen auf. So kann beispielsweise auch beim vorliegenden Verfahren das Einblasemittel durch die Auspuffgase vorgewärmt werden, was sich insbesonders dann zweckmässig erweist, wenn es sich um die Einblasung von Dämpfen handelt. Ebenso bedarf es keiner ausführlichen Begründung, dass das angegebene Verfahren weder auf eine bestimmte Art und Beschaffenheit des Brennstoffes noch auf einen bestimmten Arbeitsprozess der Wärmekraftmaschine beschränkt ist. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur Regelung der Verbrennungsdauer von Luft-Brennstoffgemischen nach Patent Xr. 78-iso, dadurch gekennzeichnet, dass das Luft-Brennstoffgemisch erst durch die Ein- EMI2.2 gebracht wird, das die grösste Druck-bzw. Temperatursteigerung hervorbringt.
Claims (1)
- 2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i auf Wärmekraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass im Arbeitszylinder ein für den üblichen Betrieb mit Brennstoff übersättigtes Gemisch angesaugt wird, dessen richtiges Mischungsverhältnis durch Einblasung von Luft oder verdünnten Luft-Brennstoffgemischen während des Verdichtungshubes hergestellt wird.3. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i auf Wärmekraftmaschinen, dadurch EMI2.3 dichtungshubes eingeblasene Luft-Brennstoffgemisch das richtige Mischungsverhältnis aufweist, wodurch die grösste Druck-bzw. Temperatursteigerung hervorgebracht wird.4. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch i auf Wärmekraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass im Arbeitszylinder ein brennstoffarmes Gemisch angesaugt wird, dessen richtiges Mischungsverhältnis durch Einblasung eines brennstoffreichen Luft-Dampfgemisches während des Verdichtungshubes hergestellt wird.
Applications Claiming Priority (2)
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| AT78416T | 1915-08-22 | ||
| AT87942T | 1917-08-10 |
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1917
- 1917-08-10 AT AT87942D patent/AT87942B/de active
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