DE464601C - Arbeitsverfahren fuer gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzuendung - Google Patents
Arbeitsverfahren fuer gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit SelbstzuendungInfo
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- DE464601C DE464601C DED44288D DED0044288D DE464601C DE 464601 C DE464601 C DE 464601C DE D44288 D DED44288 D DE D44288D DE D0044288 D DED0044288 D DE D0044288D DE 464601 C DE464601 C DE 464601C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B1/00—Engines characterised by fuel-air mixture compression
- F02B1/12—Engines characterised by fuel-air mixture compression with compression ignition
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)
Description
- Arbeitsverfahren für gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzündung Der Grund, warum gemischverdichtende Brennkraftinaschiiien mit Selbstzündung nicht verwendet werden konnten, liegt darin, daß bei Anwendung von Selbstzündung eine schlagartig wirkende Zündung der ganzen Ladung eintritt, so daß auf den Kolben und die damit verbundenen Konstruktionsteile schlagartige Kräfte ausgeübt werden, die das bekannte Klopfen verursachen, das zur schnellen Zerstörung der Maschine führt.
- Abgesehen von diesem Klopfen könnte man, wenn man das Klopfen in Kauf nehmen würde, einen solchen Motor mit niedrigen oder finit hohen Umdrehungszahlen laufen lassen, wenn man nur dafür sorgt, daß die Schlagzündung nicht vor dem Totpunkt eintritt.
- An sich ist also diese normale Zündung, d. h. die schlagartig wirkende Explosion des gesamten Zylinderinhalts, nicht an hohe Umdrehungszahlen gebunden, aber die Durchführung dieses normalen Zündungsverfahrens ist des erwähnten Klopfens wegen nicht möglich.
- Wenn man also mit Schlagzündung durch Erhöhung der Kompressionstemperatur bis zur Selbstzündung arbeiten will, so muß man zunächst das Klopfen verhindern, und hierfür zeigt die Anmeldung das Mittel, welches aber streng an die Anwendung hoher Umdrehungszahlen gebunden ist.
- Das Mittel besteht darin, daß die Gemischladung aus zwei oder mehreren Brennstoffen verschiedener Zündfähigkeit gebildet <<;irci, und daß mehr oder weniger scharf voileillander getrennte Schichten, deren Zündpunkte teils etwas über, teils unter der Verdichtungstemperatur liegen, in den Arbeitszylinder eingelagert werden; dieser kann einen einzigen oder getrennte Verbrennungsräume besitzen, in beiden Fällen ruft aber die zuerst sich entzündende Schicht schlagartig eine Verdichtung der übrigen Schichten hervor und bringt sie damit auch zur Zündung.
- Durch zweckentsprechende Ausbildung des Kompressionsraumes oder durch zweckentsprechende Einführung der beiden Gemischteilladungen muß dafür gesorgt werden, claß keine wesentliche Vermischung dieser Teilladungen eintritt.
- Wird jetzt eine solche verschiedenartig zusammengesetzte Gemischladung verdichtet, so wird in der leichter entzündbaren Teilladung wohl eine Schlagzündung eintreten, indessen wirkt der plötzlich entstehende Druck nicht unmittelbar auf den Kolben und ruft hier nicht das gefürchtete Klopfen hervor, sondern der plötzlich entstehende Druck komprimiert zunächst die andere Gemischteilladung und entzündet sie, so daß auch diese den ihrer Verbrennung entsprechenden Druck entwickeln kann.
- Die Zündung der ersten Gemischteilladung geht naturgemäß außerordentlich schnell vor sich. Aber auch die Druckentwicklung der zweiten, schwerer entflammbaren Gemiscbteilladung geht gegenüber einer normalen Zündung durch elektrischen Funken schneller vor :ich, da die von der Schlagzündung der leichter entzündbaren Gemischteilladung herrührende Flamme eine größere Ausdehnung hat als der Funken einer oder sogar mehrerer Zündkerzen. -Immerhin findet hier keine Schlagzündung statt, bei der der höchste Explosionsdruck augenblicklich entsteht, sondern immerhin eine, wenn auch verkürzte Entwicklung, während welcher der Kolben bzw. die Kurbel in den Totpunkt gelangen muß, da der höchste Druck im Totpunkt entwickelt sein muß.
- Es muß also die Kurbel eine hohe Winkelgeschwindigkeit haben, was bei Motoren mit beschränkten Hüben, wie sie für Wagen in Frage kommen, gleichbedeutend ist mit hoher Drehzahl.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel zur Erklärung des im Anspruch 2 gekennzeichneten Verfahrens dargestellt.
- Das Schema zeigt beispielsweise einen mit Einlaß- und Auslaßventil versehenen Arbeitszylinder ca, an den ein Zylinder b kleineren Durchmessers, der ebenfalls mit Einlaß- und Auslaßv entil versehen ist, anschließt. In den kleineren Zylinder wird das Gemisch, das durch die Kompressionstemperatur entflammt wird, eingeführt. In den größeren Zylinder dagegen wird das Gemisch eingeführt, dessen Zündungstemperatur höher ist, als die Kompressionstemperatur. Die Zündflamme wird durch den Zündkanal übergeleitet; damit keine Vermischung der in den beiden Zündräumen eingelagerten Gemischschichten eintritt, werden beide Schichten unter einheitlichem Kompressionsgradverdichtet. Dadurch, daß beide Räume besondere Einlaßventile besitzen, wird auch beim Laden einer Vermischung vorgebeugt. Die besonderen Auslaßventile in den beiden Räumen haben den Vorteil, daß verbrannte Gase immer restlos entfernt werden. Dadurch wird eine Qualitätsverminderung durch verbrannte Rückstände verhindert.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Arbeitsverfahren für gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzündung, dadurch gekennzeichnet, daß die Gemischladung aus Brennstoffen-verschiedener Zündfähigkeit hergestellt wird, die im Arbeitszylinder in Schichten eingelagert werden, wobei die Selbstzündungstemperaturen der einzelnen Schichten teils unter, teils über der durch die Verdichtung erzeugten Temperatur liegen.
- 2. Arbeitsverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenartig zusammengesetzten Gemische getrennt in Kammern eingeführt werden, die den Kompressionsraum bilden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED44288D DE464601C (de) | 1923-09-29 | 1923-09-29 | Arbeitsverfahren fuer gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzuendung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED44288D DE464601C (de) | 1923-09-29 | 1923-09-29 | Arbeitsverfahren fuer gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzuendung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE464601C true DE464601C (de) | 1930-08-30 |
Family
ID=7048214
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED44288D Expired DE464601C (de) | 1923-09-29 | 1923-09-29 | Arbeitsverfahren fuer gemischverdichtende Brennkraftmaschinen mit Selbstzuendung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE464601C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2514479A1 (de) * | 1974-04-03 | 1975-10-23 | Fuji Heavy Ind Ltd | Benzinmotor mit viertaktzuendung |
| US4011841A (en) * | 1974-03-05 | 1977-03-15 | Fuji Jukogyo Kabushiki Kaisha | Gasoline engine of four-cycle ignition type |
| WO1999040301A1 (de) * | 1998-02-07 | 1999-08-12 | Daimlerchrysler Ag | Verfahren zum betrieb eines im viertakt arbeitenden verbrennungsmotors |
-
1923
- 1923-09-29 DE DED44288D patent/DE464601C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4011841A (en) * | 1974-03-05 | 1977-03-15 | Fuji Jukogyo Kabushiki Kaisha | Gasoline engine of four-cycle ignition type |
| DE2514479A1 (de) * | 1974-04-03 | 1975-10-23 | Fuji Heavy Ind Ltd | Benzinmotor mit viertaktzuendung |
| WO1999040301A1 (de) * | 1998-02-07 | 1999-08-12 | Daimlerchrysler Ag | Verfahren zum betrieb eines im viertakt arbeitenden verbrennungsmotors |
| US6394064B1 (en) * | 1998-02-07 | 2002-05-28 | Daimlerchrysler Ag | Method for operating a four-stroke internal combustion engine |
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