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Mehrfachsehmelzsicherung.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an elektrischen Mehrfachschmelzsicherungen und besonders auf Sicherungen derjenigen Art, bei welcher die Sicherungen wahlweise einschaltbar sind, so dass nach Durchschmelzen einer Sicherung durch Drehung eines Schaltkörpers eine neue Sicherung eingeschaltet werden kann.
Durch die Erfindung wird eine billige, einfache und leicht zu handhabende Mehrfachsicherungspatrone geschaffen, welche das Ansehen einer gewöhnlichen einfachen Sicherungpatrone hat und in der gewöhnlichen Art zwischen die Patronenhalteklammern des betreffenden Stromkreises eingeschaltet werden kann, aber so eingerichtet ist, dass ihre Endkappen durch einen einfachen Handgriff wahlweise mit jeder einzelnen von mehreren im Innern des Gehäuses angebrachten Sicherungen nacheinander verbunden werden können, bis alle Sicherungen verbraucht sind',. Nach einem ferneren Merkmal der Erfindung sind im Gehäuse der neuen Patrone Mittel vorgesehen, um für jedes einzelne Sicherungselement eine getrennte Kammer oder Abteilung von genügender Geräumigkeit zu schaffen,
um jedes Sicherungselement vollständig einzeln einzuschliessen und mit der üblichen pulverförmigen Füllmasse zu umgeben, die bei Sicherungspatronen gebraucht wird, um die beim Durchschmelzen der Sicherung auftretenden metallischen Dämpfe zu absorbieren und wobei die Sicherungselemente einzeln in einer feuchtigkeitsdichten Kammer eingeschlossen sind.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Fig. i ist eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 ein Längsschnitt zum Teil in Ansicht, Fig. 3 ein Längsschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2, Fig. 4 ein Querschnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2, Fig. 5 ein Querschnitt nach Linie 5-5 der Fig. 2, Fig. 6 ein Querschnitt nach Linie 6-6 der Fig. 2. Alle diese Schnitte sind in Richtung des Pfeiles x gesehen. Fig. 7 ist ein Querschnitt nach Linie 7-8 der Fig. s in Richtung des Pfeiles y gesehen. Fig. 8 ein Querschnitt nach Linie 7-8 der Fig. 2 in Richtung des
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der Fig. n, Fig. 15 ein Querschnitt nach Linie 6-6 der Fig. n, alle diese Schnitte sind in Richtung des Pfeiles x gesehen.
Fig. I6 ist ein Querschnitt nach Linie 7-8 der Fig. li in Richtung des Pfeiles x gesehen, Fig. 17 ein Schnitt nach Linie 7-8 der Fig. Ir in Richtung des Pfeiles y gesehen, Fig. I8 ein Längsschnitt nach Linie 9-9 der Fig. I4 in Richtung des Pfeiles z gesehen, Fig. 19 ein teilweiser Längsschnitt durch eine etwas abgeänderte Ausführungsform der neuen Sicherungsvorrichtung, Fig. 20 ein Querschnitt nach Linie 11-11 der Fig. I9 in Richtung des Pfeiles a gesehen, Fig. 2I ein Längsschnitt durch eine fernere Ausführungsform, Fig. 22 ein Querschnitt nach Linie 13-13 der Fig. 21.
Das röhrenförmige Gehäuse 1 besteht aus Isoliermaterial. Ein Ende desselben ist durch eine feste metallische Endkappe 2 geschlossen, die über die äussere Oberfläche des Gehäuses 1 geschoben ist und unbeweglich in dieser Stellung festgehalten ist, beispielsweise durch Befestigungsstifte 3, welche quer durch die Kappe in den Körper des Gehäuses 1 eingeführt
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sind. Das andere Ende des röhrenförmigen Gehäuses-Z ist durch eine bewegliche metallische Kappe 4 abgeschlossen, die über das Gehäuse 1 hinweggeschoben ist und mit ihn derartig verbunden ist, dass sie auf dem Gehäuse sowohl verschoben wie gedreht werden kann.
Die Mittel für die Befestigung dieser beweglichen Kappe 4 bestehen in einem einwärts umgebogenen Ringansatz 5 am Rande der Kappe 4, welcher in eine ringförmige Aussparung 6 im äusseren Umfange des Gehäuses eingreift. Die Aussparung wird am äusseren Ende durch einen Ringansatz 7 begrenzt, welcher als Anschlag für die Umbiegung 5 der beweglichen Kappe 4 dient und die Auswärtsschiebung der Kappe begrenzt. Statt dessen können natürlich auch Anschläge anderer Art Verwendung finden,
In dem Gehäuse ist ein Trennblock 8 vorgesehen, der aus geeignetem Isoliermaterial besteht. Er ist in gewissem Abstand von demjenigen Ende des Gehäuses gehalten, auf welchem die bewegliche metallische Kappe 4 sitzt. Dieser Trennblock ist an seinem Umfang mit vertieften Sitzen 9 versehen, die voneinander gleichen Abstand besitzen.
Von dem Boden jedes dieser Sitze 9 ragt eine Ankerbüchse oder ein Block 10 vor, dessen Oberfläche mit dem Umfange des Trennblockes bündig liegt. Dieser Trennblock ist in der richtigen Lage in Gehäuse 1 mittels der Befestigungsstifte 11 festgehalten, welche durch das Gehäuse 1 in den Körper des Trennblockes 8 eingetrieben sind.
Die Innenseiten des Gehäuses 1 sind mit längsgerichteten Kanälen oder Nuten 12 in gleichem Abstande voneinander versehen. Der Trennblock 8 besitzt ferner radial angeordnete
Schlitze oder Einschnitte 13, die sich vom Umfang des Blockes einwärts erstrecken. Diese
Schlitze 13 stehen in einer Flucht mit den Kanälen oder Nuten 12 im Gehäuse 1.
In dem Gehäuse sind ferner mehrere winkelförmige oder L-förmige Trennglieder 14 aus Isolierfiber oder sonstigen geeigneten Material untergebracht, welche eine gewisse Starrheit besitzen. Sie sind Scheitel an Scheitel gelegt, so dass sie in der Längsachse des Gehäuses 1 zusammenstossen. Auf diese Weise liegen je zwei Seiten zweier benachbarten Trennwände aneinander, während die freien Seitenkanten in einer Flucht liegen.
Jedes Paar in einer
Flucht befindlicher Seitenkanten der Trennwände liegt in einem Kanal oder einer Nut 12 des Gehäuses 1, so dass die Trennglieder dadurch in der richtigen Lage im Gehäuse 1 fest- gehalten sind und der Innenraum des Gehäuses in mehrere getrennte Längskammern 15 unterteilt wird, deren innere Enden durch den Trennblock 8 abgeschlossen sind, gegen welchen die inneren Enden der Trennglieder sich legen. Die Trennglieder 14 sind ferner an den Enden, welche an den Trennblock 8 angrenzen, mit Ansätzen 16 von geringerer Breite versehen, welche durch die Schlitze oder Einschnitte-M des Trennblockes hindurchragen und ein wenig über die Aussenseite des letzteren vorragen, aber ein gewisses Stück vor der
Stirnwand der beweglichen Endkappe 4 in deren Normalstellung aufhören.
Das andere oder äussere Ende der Trennglieder 14 endigt ein Stück vor der Stirnwand der festen End- kappe 2. Diese äusseren Enden der Trennkörper 14 sind der Mitte ausgeschnitten und nehmen dort einen Tragsitz 77 auf,
Mehrere Kontaktplatten 18 sind in den Vertiefungen 9 des Trennblockes 8 angeordnet, und jede von ihnen ist mit einer Öffnung 19 versehen, die in ihrem Umriss demjenigen der
Ankerbüchsen oder Blöcke 10 entspricht, die von den Sitzen 9 aufwärts ragen. Die Öffnungen 19 umfassen die Ankerbüchsen, wodurch die Kontaktplatten 18 in ihrer Stellung zum Trenn- block unbeweglich gesichert werden. Die hinteren Enden der Kontaktplatten. M ragen über die Aussenseite des Trennblockes 8 hinaus- und zwischen die Ansätze 16.
Auf diese
Weise bilden sie Kontaktteile 20 ausserhalb der Sicherungskammern oder Abteilungen 15.
Diese Kontaktteile werden gegen gegenseitigen Kurzschluss durch die Ansätze 16 geschützt.
Die vorderen Enden der Kontaktplatten 18 treten je in die entsprechenden Sicherungs- kammern oder Abteilungen 15 ein und sind hier mit einem Ansatz oder einer Zunge 21 versehen, die leicht nach der Mitte der zugehörigen Sicherungskammer 15 hin ab- gebogen ist.
In der Vertiefung 17 an den äusseren Enden der Trennglieder 14 ist der Haltekopf eines Kontaktpfostens 23 angeordnet, dessen Ende durch Nietung o. dgl. mechanisch und elektrisch mit der Stirnwand 24 der festen Endkappe 2 verbunden ist.
Ein Ende jedes der Schmelzdrähte 25 ist durch Lötung o. dgl. mit einer Zunge 21 verbunden. Dann läuft der Schmelzdraht durch eine Sicherungskammer oder Abteilung 15 der Länge nach hindurch, geht über den Haltekopf 22 und ist dann am Kontaktpfosten 23 mittels einer Schlinge 26 oder in sonstiger Art befestigt. Werden Schlingen 26 als Befestigung benutzt, dann kann ihre Befestigung und ein guter Stromübergang durch Überzug mit Lötmetall ge-
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kamm er 15 eingeschlossen und hat dauernde elektrische Verbindung mit der festen Kappe 2. Um die einzelnen Schmelzdrähte wahlweise oder nacheinander in den zu sichernden Stromkreir ein- zuschalten, ist ein etwas federnder Kontaktfinger vorgesehen, . der mit seinem Fuss 28 an der Innenseite der Endwand 29 der beweglichen Kappe 4 befestigt ist.
Das freie Ende
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dieses Fingers kann wahlweise mit dem Kontaktteil 20 irgendeiner der Kontaktplatten 18 zur elektrisch leitenden Berührung gebracht werden, wenn die bewegliche Kappe in ihre Normalstellung auf dem Gehäuse 1 einwärts geschoben wird.
Das Gehäuse 1 kann auf der Aussenseite neben der beweglichen Kappe 4. mit geeigneten Teilungen oder Marken 30 versehen sein, welche die Stellung der Kontaktplatten 18 anzeigen, und ebenso kann die Aussenfläche der beweglichen Kappe mit einer Marke 31 versehen sein, welche die Stellung des Kontaktfinger 27 anzeigt, Auf diese Weise kann durch wahlweise Einstellung der Marke 31 auf eine der Marken 30 der Kontaktfinger 27 in elektrischen Kontakt mit jeder beliebigen der Kontaktplatten 18 gebracht werden, so dass der Schmelzdraht dieser Kontaktplatte mit der beweglichen Kappe 4 elektrisch verbunden und in den Stromkreis eingeschaltet wird.
Wenn auf diese Weise einer der Schmelzdrähte in den Stromkreis Zwischen die Kappe 2 und 4 eingeschaltet ist, so kann die Sicherungspatrone zwecks Benutzung in den elektrischen Stromkreis eingeschaltet werden, indem man die Kappen 2 und 4 zwischen die gewöhnlichen federnden Aufnahmeklemmen des Stromkreises in üblicher Art einsetzt, so dass der Strom von der festen Kappe 2 durch den Schmelzdraht und dann zurück zum Netz durch die bewegliche Kappe 4 verläuft oder umgekehrt.
Wenn der jeweils eingestellte Schmelzdraht durchgebrannt ist, so wird die Patrone aus den Klammern herausgenommen und die bewegliche Kappe 4 bis zum Anschlag auswärts verschoben. Dadurch kommt der Kontaktfinger 27 ausser Eingriff mit der Kontaktplatte 18 des durchgebrannten Schmelzdrahtes (siehe die punktierte Stellung der Teile 4 und 27 in Fig. 3). Durch. diese Bewegung kommt auch der Kontaktfinger 27 jenseits der Enden der Ansätze 16 zu stehen. Infolgedessen kann nunmehr die Kappe 4 eine Teildrehung um das Ende des Gehäuses 1 ausführen, wedurch der Kontaktfinger 27 der nächsten Kontaktplatte 18 gegenüber zu stehen kommt.
Alsdann wird die Kappe 4 wieder in ihre ursprüngliche Stellung einwärts geschoben, was den Finger 27 in leitende Berührung mit der nächsten Kontaktplatte bringt und dadurch einen neuen Sicherungsdraht zwischen die Kappen 2 und 4 einschaltet. Die Patrone kann alsdann wieder in den Stromkreis eingesetzt werden und so fort, bis alle Sicherungsdrähte durchgebrannt sind.
Statt der gezeichneten vier Schmelzdrähte und Sicherungskammern kann auch jede beliebige andere Anzahl Verwendung finden. Auch ist die Anordnung und Ausführung der Trennglieder 14 eine beliebige.
Jede der Abteilungen 15 sowohl wie der den Kontaktpfosten 23 umhüllende Raum kann mit geeignetem Pulver oder sonstigem Material ausgefüllt werden, wie es bei Sicherungspatronen vielfach verwendet wird, um die beim Durchbrennen einer Sicherung sich entwickelnden Dämpfe zu absorbieren. In der Zeichnung ist diese Füllung deutlichkeitshalber weggelassen. Die Anordnung der Schmelzdrähte in den Kammern 15 ist derart, dass das Füllpulver vor den Schmelzdraht sowohl wie die Ansätze 21 vollständig umhüllen kann. Jede einzelne Kammer enthält eine genügende Menge von Füllpulver, die für den Bedarf eines einzelnen Schmelzdrahtes ausreicht.
Da die Gesamtmasse des Füllpulvers durch die Trennglieder 14 unterteilt ist, so wird dadurch jede Trennung des Pulvers in feinere und gröbere Teilchen unter dem Einflusse von Erschütterungen u. dgl. praktisch verhindert und es werden die dadurch sonst zu befürchtenden Nachteile vermieden.
Bei der neuen Ausführung ist jeder Draht für sich in seine Kammer gegen Feuchtigkeit gesichert eingeschlossen, was'wesentlich ist, da eine gute Wirkung der Sicherung nur in trockenem Zustand gewährleistet ist, während bei feuchten Zustand leicht schädliche Nebenschlüsse oder Kurzschlüsse auftreten. In dieser Richtung wirkt es auch sehr günstig, dass die vom Strom beim Durchfliessen des jeweils eingeschalteten Schmelzdrahtes entwickelte Wärme sich durch Leitung und Strahlung den umgebenden nicht eingeschalteten Drähten mitteilt und diese trocken zu halten hilft.
Bei der Ausführung nach den Fig. IO bis I8 ist ein Ende des zylindrischen Isoliergehäuses 1 durch eine ortsfeste metallische Kappe 2 abgeschlossen, die beispielsweise durch eine Bördelung 3 festgehalten ist, die in eine Ringnut 4 des Gehäuses 1 eingreift. Das gegenüberliegende Ende des Gehäuses 1 ist durch eine bewegliche Kappe 5 abgeschlossen, welche das Gehäuse übergreift und mit ihn sowohl drehbar wie längsverschiebbar verbunden ist. Zu diesem Zweck greift die Kappe 5 mit einer einwärts gerichteten Bördelung 6 in eine ringförmige Aussparung 7 des Gehäuses 1. Letztere-bildet einen Anschlag 8, gegen welchen bei der Auswärtsbewegung der Kappe 5 die Bördelung 6 anstösst und dadurch die Bewegung begrenzt.
Ein Pflock oder Kontaktstiftträger. 9 aus Isoliermaterial ist in der beweglichen Kappe 5 benachbarte Ende des Gehäuses 1 eingeschoben. Das äussere Ende 10 dieses Pflockes 9 ragt ein wenig über das Ende des Gehäuses 1 hinaus, wodurch ein Ringraum 11 zwischen dem Ende 10 und den Seiten der beweglichen Kappe 5 geschaffen wird, Der Pflock 9 ist
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unverschiebbar gegen das Gehäuse 1, beispielsweise durch Befestigungsstifte 12 festgehalten, welche durch die Seiten des Gehäuses 1 in den Pflock eingetrieben sind.
Vorzugsweise sind die Innenseiten des Gehäuses 1 mit längsgerichteten Kanälen oder
Nuten 13 im gleichen gegenseitigen Abstande versehen. Das innere Ende des Pflockes 9 besitzt Quernuten 14, die vorteilhaft X-förmig sind und deren äussere Enden in Flucht mit den Kanälen oder Nuten 13 stehen.
Ein Trennglied 15 aus Isoliermaterial besitzt vorzugsweise X-förmigen Querschnitt.
Die Seitenkanten dieses Trenngliedes sind in die Nuten 13 eingesetzt und das innere Ende des Trenngliedes ragt in die X-förmigen Nuten 14 im. Pflock 9 schwalbenschwanzförmig hinein. Auf diese Weise wird das Trennglied unbeweglich zum Gehäuse 1 festgehalten und teilt das letztere in mehrere der Länge nach verlaufende selbständige Sicherungskammern 16,' deren innere Enden durch den Pflock 9 abgeschlossen werden, gegen welchen das innere
Ende des Trenngliedes abschliesst. Das äussere Ende des Trenngliedes 15 endet vorteilhaft kurz vor der Endwand der festen Kappe 2 und ist am Treffpunkt seiner Arme ausgespart, um einen Sitz 17 aufzunehmen.
Kontaktstifte 18 sind der Länge nach durch den Pflock 9 hindurchgeführt und in ihn eingebettet, so dass sie voneinander isoliert sind. Diese Kontaktstifte verlaufen parallel zu- einander durch die entsprechenden Viertel des Pflockes, und zwar so, dass ihre inneren
Enden 19 in die entsprechenden Sicherungskammern 16 hineinragen. Das äussere Ende des
Pflockes 9 weist eine Mehrheit versenkter Kammern 20 auf, in welche die äusseren Enden der Kontaktstifte 18, die Kontaktstöpsel 21 vorragen, so dass sie die Mitte der Kammern 20 einnehmen. Die Stöpsel 21 der Stifte 18 sind in der üblichen Art zwecks Erzielung einer
Federung mit Schlitzen 22 versehen.
In dem Sitz 17 am äusseren Ende des Trenngliedes 15 ist der Haltekopf 23 eines
Kontaktpfostens 24 untergebracht, der mit der Kappe 2 durch Vernietung o. dgl. mechanisch und elektrisch verbunden ist.
Mehrere Schmelzdrähte 25 sind vorgesehen, von denen je ein Ende am inneren Ende 19 je eines Kontaktstiftes 18 befestigt ist, beispielsweise dadurch, dass das Ende des Drahtes in eine längs und einwärts gerichtete Bohrung im Ende 19 des Kontaktstiftes 18 eingesetzt und eingelötet ist. Der Schmelzdraht ist dann durch eine Sicherungskammer 16 der Länge nach hindurchgeführt, über den Haltekopf 23 geleitet und dann in der weiter oben be- schriebenen Art am Pfosten 14 befestigt. Auch hier liegt wieder jeder Sicherungsdraht für sich getrennt in seiner eigenen Kammer und steht in ständiger Verbindung mit der festen Kappe 2.
Zwecks wahlweiser Einschaltung der einzelnen Schmelzdrähte zwischen die Kappen ist eine Kontaktbüchse 27 mit längsgerichteten Einführungsöffnung 28 vorgesehen. Diese Büchse ist mechanisch und elektrisch mit der beweglichen Kappe 5 verbunden und ragt gegen den
Block 9 und die von ihm getragenen Kontaktstifte 18 vor,
An der Innenseite der Kappe 5 ist eine Isolierscheibe 29 befestigt, die bei 30 (Fig. I6) ausgespart ist, so dass sie den Körper der einwärts ragenden Kontaktbüchse 27 umfasst.
Diese Scheibe 29 ist in der Kappe 5 beispielsweise durch einwärts gedrückte Zungen oder
Haltelappen 31 festgehalten, die aus dem Körper der Kappe herausgedrückt sind und die
Seitenkanten der Isolierplatte 29 erfassen. Die Kontaktbüchse 27 kann wahlweise mit dem geschlitzten Kontaktstöpsel 21 jedes der Kontaktstifte 18 zum Eingriff gebracht werden, indem man die Büchse mittels der Kappe in eine Kammer oder Öffnung 20 einführt.
Hierbei tritt der Stöpsel 21 in die Öffnung 28 der Kontaktbüchse, wobei infolge der
Federung der Stöpsel ein guter Kontakt gesichert ist. Hierbei deckt die Isolier- scheibe 29 alle die übrigen Kammern 20 ab, in welchen die übrigen Kontaktstöpsel 21 sich befinden. Die letzteren sind also vollständig abgeschlossen und gegen die Möglichkeit von
Kurzschlüssen mit anderen Teilen und gegen das unerwünschte Überspringen des Stromes von ihnen zur Kappe 5 gesichert. Wenn die Kappe 5 in die beschriebene Wirkungslage einwärts verschoben wird, so treten die zum Festhalten der Isolierplatte 20 dienenden
Ansätze 31 in den Ringraum 11 zwischen dem vorstehendem Ende 10 des Pflockes 9 und der Wand der Kappe 5.
Das Gehäuse 1 kann aussen neben der beweglichen Kappe 5 mit geeigneten Teilungen oder Marken 32 versehen sein, welche die Stellung der entsprechenden Sicherungselemente 25 und ihrer Kontaktstöpsel 21 bezeichnen. Ebenso kann die Aussenfläche der beweglichen
Kappe 5 eine geeignete Marke 33 tragen, welche die Stellung der Kontaktbüchse 27 be- zeichnet, so dass durch wahlweise Einstellung der Marke 33 auf eine der Marken 32 die
Kontaktbüchse 27 in elektrischen Kontakt mit jedwedem Kontaktglied 21 gebracht werden kann, indem man die Kappe 5 auswärts zieht, dreht und wieder einwärts drückt.
Wenn auf diese Weise einer der Schmelzdrähte 25 zwischen die Kappen 2 und 5 elektrisch eingeschaltet ist, so kann die Patrone wieder in der üblichen Art in die Leistung eingesetzt werden.
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Auch* hier wieder kann die Patrone, wie vorstehend angedeutet, mit Füllmasse ausgefüllt werden.
Die Ausführungsform nach Fig. I9 und 20 unterscheidet sich von den bisher beschriebenen hauptsächlich in der Ausführung des Pflockes 9 und seiner Anordnung zum Gehäuse 1 und der beweglichen Kappe 5. Hierbei ist der Hauptteil des Pflockes 9 im Durchmesser ungefähr auf das Mass des Gehäuses 1 verdickt, während sein inneres Ende 34 einen geringeren Durchmesser besitzt, so dass es in das Gehäuse 1 hineinpasst, wo es durch die Stifte 35 festgehalten wird. Die ringförmige Aussparung 7 und der Anschlag 8 am Ende des Pflockes 9 dienen dazu, in Verbindung mit dem Falz 6 der Kappe 5 deren Bewegung wie oben zu begrenzen. Im übrigen gleicht die Ausführung den bisher beschriebenen.
Bei der Ausführung nach Fig. 21 und 22 ist auf dem Gehäuse 36 an einem Ende
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eines Schmelzdrahtes 40 verbunden, deren je einer in jeder Kammer 38 vorgesehen ist. Die inneren Enden der Kammern sind durch einen die Kontakte tragenden Teil 41 des Gehäuses 36 abgeschlossen. Durch diesen Teil ragen Kontaktstifte 42 in die einzelnen Kammern vS und sind dort mit den einzelnen Schmelzdrähten verbunden. Das äussere Ende des Gehäuses 36 weist die Kammern oder Öffnungen 43 auf, in welchen die Kontaktstöpsel 44 der Kontaktstifte 42 angeordnet sind. Eine bewegliche Kappe 45 ist auf diesem Ende des Gehäuses 36 angebracht. Letztere besitzt eine ringförmige Aussparung 46 und einen Anschlag 47, um in Verbindung mit einem Falz der Kappe 45 die Bewegung der Kappe zu begrenzen.
Letzteres trägt die Kontaktbüchse 49, die ähnlich wie vorher beschieben wahlweise zum Kontakt mit den Kontaktstöpseln 44 gebracht werden kann. Eine Isolierscheibe 50 ist auf der Innenseite der Stirnwand der Kappe angebracht. Im übrigen
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PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vielfachschmelzsicherungspatrone mit Kontaktkappen, dadurch gekennzeichnet, dass eine der letzteren beweglich ist und als Wahlschalter'für die wahlweise Einschaltung mehrerer in der Patrone untergebrachter Schmelzsicherungen dient.