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Verfahren zum Entlüften elektrischer Glühlampen.
Den Gegenstand des Patentes Nr. 76896 bildet ein Verfahren zum Entlüften elektrischer Glühlampen und anderer Glasgefässe mittels eines mit dem Innern der in ihm eingebauten Lampen kommunizierenden Behälters. Zur Verbindung der Lampe mit dem Behälterinnern dienen kurze, an'den Lampen oder Gefässen angesetzte Pumpröhrchen, deren freie Enden nach der Entlüftung innerhalb des Behälters geschmolzen werden. Gemäss der Erfindung erfährt dieses Verfahren eine Verbesserung dadurch, dass die Enden der Pumpröhrchen so hoch-erhitzt werden, dass das Röhrchenglas in Fluss gerät, worauf die Röhrchenenden nach dem entlüften aus der Heizzone herausgebracht werden.
Dadurch wird in sehr sicherer Weise der Verschluss der Lampen unter Bildung einer abgerundeten, nicht leicht zu beschädigenden Spitze gewährleistet. Bei der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens kann unter oder neben dem Pumpröhrchen ein dieses engumschliessender Heizkörper oder ein kleines Gefäss zur Aufnahme einer Schmelzmasse vorgesehen sein, wobei gleichzeitig dafür Sorge'getragen wird, dass das Pumpröhrchen nach Verflüssigung seines Endes dem Heizkörper bzw. der Schmelzmasse gegenüber bewegt werden kann. Die Heizkörper bestehen am besten aus schraubenförmigen Heizdrähten ; sie können aber auch z. B. plattenförmig gestaltet sein.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt Fig. I im Längsschnitt und Fig. 2 im Grundriss'an der linken Seite den Einbau schraubenlinienförmiger Heizdrähte und an der rechten Seite den kleiner Gefässe.
Auf einer Grundplatte a. ist luftdicht der Behälter b aufgesetzt. In ihm ist die Glocke c befestigt, die von einer elektrischen Heizwicklung il umgeben wird. Diese erhält Strom über die durch die Wandung des Behälters b geführten Klemmen e. In die Grund-
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Schmelzmasse aufnehmenden Gefässe i ! vorgesehen sind. In letzteren sind die schraubenförmig gestalteten Heizdrähte m angeordnet. Die Stromzuführung zu den Kontaktklötzchen erfolgt durch die beiden Drähte n. Die Lampen sind in dem heb-und senkbaren Gestell o gelagert, das an drei Bolzen p geführt ist. Mittels der Stange q, durch die ein Riegel r reicht, ist das Gestell o aufgehängt. Die Stange q ist luftdicht durch die Glocken b und c hindurchgeführt, an deren Stelle auch eine einzige sorgfältig gearbeitete Glocke treten kann.
Bei der Durchführung des Verfahrens wird zunächst der Riegel r abgenommen und die beiden Glocken b und c längs der Stange q so hoch geschoben, dass das Gestell o frei wird und die Lampen eingesetzt werden, können. Die beiden Glocken b und c werden dann auf die Platte a aufgesetzt und das Gestell o durch Einschieben des Riegels r in die Stange q so festgehalten, dass die Enden der Pumpröhrchen die Heizkörper k bzw. die Schmelzmasse berühren oder sich in deren Nähe befinden. Mittels des Rohres f werden die Glocke c und die Glühlampen evakuiert. Gleichzeitig wird die Glocke c durch Strom, der an, den Klemmen e zugeleitet wird, erhitzt.
Nach genügend langer Dauer des Entlüftungsvorganges, die sich durch den Versuch für den einzelnen Fall leicht feststellen lässt, wird durch die Heizkörper k bzw. m Strom geschickt, erforderlichenfalls das Gestell o gesenkt und nach Flüssigwerden der Pumröhrchenenden angehoben. Damit findet das Verschliessen sowie die Bildung einer abgerundeten Pumpröhrchenspitze statt. Nach Abstellen der Heizströme und Beseitigung des vorhandenen Unterdruckes werden die beiden Glocken bund c' längs der Stange q hochgeschoben, so dass die fertigen Lampen abgenommen werden können.
Wenn bei jedem Arbeitsgange gleichzeitig viele Lampen entlüftet und verschlossen werden sollen, dann empfiehlt sich der Einbau besonderer elektrischer Heizkörper in den Behälter c oder das Gestell o derart, dass die Lampen rasch auf die gegen Schluss des Entlüftungvorganges erforderliche Höchsttemperatur gebracht werden können.
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