<Desc/Clms Page number 1>
Sicherheitsriegel für alle Arten Verschlüsse.
Ordnet man an einem Riege : verschlusse zwei Daumen symmetrisch zur Schaftachse derart an, dass sie nur in entgegengesetzten Richtungen zur Erreichung analoger Stellungen und voneinander unabhängig drehbar sind, so erlangt man dadurch volle Sicherheit gegen jedes Selbstöffnen. Denn diejenigen zufälligen Kräfte, welche entriegelnd wirken könnten, müssten zunächst als Vorbereitung die Daumen entgegengesetzt zu drehen imstande sein, was nicht vorkommen kann, worauf erst der Schaft zurückziehbar würde. Durch das Zurückdrehen bloss eines Daumens, was leicht auftreten könnte, soll eben der Schaft noch nicht frei werden.
Wie nun die konstruktive Lösung beispielsweise erfolgen kann, ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung, welche allgemein auf alle Verschlüsse mit Riegeln oder analogen Elementen (z. B. Schnalle mit drehbarem oder lose einsetzbarem Dorne, Kettenschliesse) leicht anwendbar ist.
Die Fig. i zeigt in Ansicht, die Fig. 2, 3 und 4 im Längsschnitte eine beispielsweise Ausführungsform des Sicherheitsriegels mit der Bestimmung als Türriegel.
Es wird angenommen, dass der Sicherheitsriegel 1 (Fig. I) ganz aus den Führungslagern 10 und 11 entfernt sei und ausgespreizte Daumen 2 aufweise. Nun werde beabsichtigt, die Verriegelung und Entriegelung der zu verschliessenden Teile 16 und 17 auszuführen.
Sobald der Riegel 1 durch Festhalten eines Knopfes 12 in das Führungslager 11 eingeführt und in der Richtung gegen das Lager 10 gedrückt wird, gelangen infolge des auftretenden Wiederstandes der Führungen die beidcn Daumen 2 aus der Stellung nach Fig. 2, welche z. B. durch eine zweiarmige Feder 9, die an einer Welle 8 festsitzt, in der ausgespreizten Lage (Fig. 2) erhalten werden und in Schlitzlagern 4 mittels der Zapfen 3 verschiebbar sind, durch Gleiten in den Schlitzlagern 4 und Drehen um die Zapfen 3 gleichzeitig zum Anliegen an äussere Rasten 6 (Fig. 3), so dass der Sicherheitsriegel 1 durch das Lager 11 hindurchgleiten kann.
Die beiden Daumen schnellen und gleiten sodann infolge Wirkung der *Feder 9 wieder in die gespreizte Lage zurück, so dass sich bei weiterem Verschieben des Riegelschaftes der ganze Vorgang bei den Lagern 13 und 10 wiederholt und der Riegel schliesslich die Stellung nach Fig. i einnimmt. Die Verriegelung ist somit vollendet, nachdem ein Zurückziehen ohne vorheriges Drehen der Daumen ausgeschlossen ist ; ebenso ist ein Weiterdrehen der beiden Daumen gegen die Riegelspitze zu über die ausgespreizte Lage hinweg verhindert.
Die Entriegelung, also das Durchziehen des Riegels 1 durch das Führungslager 10 (Fig. i), kann nur durch eine bewusste Handlung erfolgen, damit die verlangte Sicherheit der Verriegelung erreicht wird. Zu diesem Behufe werden die beiden ausgespreizten Daumen mittels zweier Finger einer Hand ganz zusammengedrückt und daraufhin in innere Rasten 7 verschoben, wo sie infolge Federwirkung festgepresst werden (Fig. 4). Es ist somit der Riegel 1 zum Durchziehen durch die Lager 10 bzw. 11 und 13 vorbereitet.
Es kann aber auch vor dem Führungslager 11 die Verschiebung unterbrochen und die Festhaltung der Daumen 2 na-h Fig. 4 durch deren Zurückziehen mittels einer Hand aufgehoben werden, so dass der Riegel mit den beiden nunmehr ausgespreizten Daumen neuerdings gegen die Lager 10 und 13 bewegt und eine Verriegelung bewirkt werden kann,
<Desc/Clms Page number 2>
Es lässt sich aber auch mittels einer einfachen Auslösevorrichtung das Verschieben der Daumen und dadurch ihr Herausschnellen aus den inneren Rasten 7 bewirken. Nach Fig. I wird dies beispielsweise durch das Führungslager 13 mit zwei Auslösezähnen 14 und zwei Gleitrinnen 15 erreicht. Die Zähne 14 und die Rinnen 15 besitzen die gleiche Breite wie die Schlitzlager 4, jedoch eine geringere Tiefe als diese.
Sobald die Daumen 2 in den inneren Rasten 7 versorgt sind und der Riegel 1 durch das Lager 10 hindurchgezogen ist, gelangen, die Daumen 2 auch unter das Lager 13, so dass schliesslich die Auslösezähne 14 an die Führungszapfen 3 anstossen. Durch das weitere Herausziehen, welches damit beendigt wird, werden die beiden Daumen 2 aus der Lage gemäss Fig. 4 herausgleiten, worauf sie sich infolge der Feder 9 soweit ausspreizen werden, als es das Führungslager 13 zulässt, Damit ist jene Lage der Daumen erreicht, welche für eine neuerliche, selbsttätige Verriegelung notwendig ist ;
denn während der nunmehr folgenden, abermaligen Verriegelungsbewegung werden die teilweise oder ganz ausgespreizten Daumen 2 durch die Führungen 13 und 10 immer wieder in die Lagen (Fig. 3) gebracht, so dass ohne weiteres die Lagen nach Fig. 2 eingenommen werden, womit die Verriegelung vollendet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Sicherheitsriegel für alle Arten Verschlüsse, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Ausnehmung (5) eines Riegelschaftes (1) symmetrisch zu dessen Längsachse zwei unter Federdruck stehende, ausgespreizte, entgegengesetzt und unabhängig voneinander drehsowie verschiebbare Daumen (2) o. dgl, angebracht sind, welche beim Zurückziehen des Riegels zum sperrenden Anschlag an einer Führung (10) o. dgl. kommen und die zwecks Lösens des Verschlusses derart umgelegt werden müssen, dass sie entweder an Rasthöckern (6) anliegen oder zwischen ihnen (bei 7) festgehalten werden, so dass der Riegel aus seiner Führung (10) herausgezogen werden kann.