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Es sind Auslegerkrane bekannt, bei welchen das Hubseil, über einen am Ende des Auslegers gelagerten Hebel geführt ist, der durch ein Zugorgan mit dem Krangestell in Verbindung steht, wobei der Hebel mit einer Kurve'ausgestattet ist, auf der sich das nach dem Krangestell gehende Zugorgan aufwickelt, wenn der Ausleger hereingeholt wird. Siehe z. B. D. R. P. Nr. 236723 (Wylie).
Bei diesen Kranen wird durch entsprechende Ausbildung der Kurve erreicht, dass die Last beim Hereinholen des Auslegers sich in einer bestimmten Bahn, z, B. also in einer vollkommen wagrechten Linie bewegt wird, so dass sie beim Hereinholen nicht auch noch gleichzeitig gehoben zu werden braucht.
Um nun derartige Auslegerkrane für beiderseitige Ausschwenkung hauptsächlich als Schiffskrane zum beiderseitigen Auslegen von Booten u. dgl. über die Bordwand des Schiffes verwenden zu können, wird an den Auslegern gemäss der Erfindung eine Einrichtung vorgesehen, welche dem Wesen nach darin besteht, dass auf der den Lasthebel tragenden Welle zwei Kurvenscheiben befestigt sind, über die Verankerungsseile laufen, die mit einem ihrer Enden an diesen Scheiben und mit dem anderen Ende an dem Kranfundament befestigt sind.
Diese Kurvenscheiben bewirken beim Auslegen und Einholen des Kranes eine Verdrehung des Lastenhebels in dem Sinne, dass die Last eine annähernd horizontale Bahn beschreibt und ein Verschwenken des Kranes nach beiden Seiten von der Mittellage möglich ist, wobei die Schwenkbewegung des Kranauslegers dadurch bewirkt wird, dass auf der Welle des Lastenhebels zwei weitere Kurvenscheiben sitzen, die von einer Windentrommel betätigt werden, indem ein um die Trommel geschlungenes Seil mit je einem seiner Enden an die Kurvenscheibe befestigt ist,
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform eines Schiffskranes gemäss der Erfindung dargestellt.
Die Fig. i und zeigen die End-und Seitenansicht einer Gesamtanordnung des Schiffskranes, der aus einem Paar von symmetrisch angeordneten Kranauslegern und zugehörigen Kopfstücken mit entsprechenden Kurventeilen besteht, so dass jedes Ende des zwischen den beiden Auslegern hängenden Bootes von je einem Krane getragen wird, Fig. g und 4 seigen die Kurven des Kopfstückes, welche übereinander angeordnet sind, der Deutlichkeit halber jedoch nebeneinander dargestellt sind.
Fig. 5 und 6 zeigen schematisch den Kran in der Mittelstellung, Fig. 7 und S denselben in der nach links ausgelegten Stellung und Fig. 9 und 10 denselben in nach rechts ausgelegter Lage. Bei diesen Phasenstellungen ist stets die Anordnung getroffen, dass in je zwei Fig. 5, 6,7, 8 und 9, 10 die Vorder-und Rückseite des Kranes nebeneinander dargestellt ist, um die Bewegung des Kopfstückes besser deutlich zu machen.
In den Fig. 1, 2, 3, 4 und 5 bis 10 der Zeichnungen bezeichnen i die Kranausleger, die um die Zapfen c in einer Vertikalebene nach beiden Seiten verschwenkbar sind und auf ihren oberen Enden Lager tragen, in welchen eine horizontale Welle b gelagert ist. Auf der Welle b sind zwei in der Ruhelage nach abwärts hängende Hebelarme l festgekeilt, an deren unteren Enden Rollen p, q, Fig. i, vorgesehen sind, zwischen welchen hindurch die freien Enden des zum Auslegen des Bootes dienenden Hubseiles t herabhängen, Letzteres
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läuft über die Rollen I, s, s'zu einer am Kranfundament befestigten WIndenvorrichtung w, Fig.
2, Ausserhalb der Lager am oberen Ende der Ausleger sind auf der durchgehenden Welle b (vorteilhaft Rohrwelle) besondere Kopfstücke h aufgekeilt, welche, wie insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, auf beiden Seiten entsprechende einander zugekehrte
Kurvenstücke g, k und g', k'besitzen, die zu Seil-bzw. Kettenführungen ausgebildet und hintereinander angeordnet sind.
Die Kurvenstücke k, k' (siehe Fig. 3 bis 4) dienen in bekannter Weise zum Aufwickeln der Verankerungsorgane e, f bei der Bewegung des Auslegers nach rechts oder links, um den Lastenhebel bzw. das Boot während des Auslegens in einer wagrechten Linie zu tragen, während die Kurvenstücke g, g' (siehe Fig. 3, 4 und 5 bis 10) dazu dienen, um bei Betätigung der Verschwenkungswelle e', f'durch die Trommel d die Verschwenkung des Auslegers nach rechts oder links zu bewirken. Die Verankerungsseile oder-ketten e f sind mit ihren Enden einerseits an zwei Fixpunkten x, y am Kranfundament verankert (siehe Fig. 5 bis 10), andrerseits an dem Kurvenstücke k, k' (siehe Fig. 3 und 4 bei I, II) befestigt.
Das über zwei Rollen a und c zu einer Winde d gehende Zug-bzw. Betätigungsseil e', f'ist an den Kurvenstücken g, g'bei 1 und 2 befestigt und lauft über eine Windentrommel d.
Das Verschwenken des Kranauslegers aus der Mittellage nach rechts oder links wird durch Betätigung der Winde d in-der entsprechenden Drehrichtung bewirkt, wobei die . Kurvenscheiben k, k'eine entsprechende Verdrehung erfahren, bei welcher sowohl die Verankerungsseile e, f, als auch die Betätigungsseile e', f'auf den betreffenden Kurvenseiten k, k'bzw. g, g'einerseits aufgewickelt, andrerseits abgewickelt werden.
Wird beispielsweise der Ausleger i durch entsprechende Drehung der Winde d aus der Mittellage in die in den Fig. 7 und 8 gezeichnete linke Lage gebracht bzw. gegen Punkt y des Krangestelles geneigt, so wird hierbei das Verankerungsseil sich von dem Kurvenstück k' abwickeln und das Stück f des Verankerungsseiles auf das Kurvenstück aufwickeln.
Ebenso wird das Seilstück e'des Betätigungsseiles bei der Drehung der Kopfstücke sich auf das Kurvenstück g'aufwickeln und das Seilstück f'von dem Kurvenstücke g'abwickeln. Da sich mit, den Kopfstücken h während ihrer Verdrehung gleichzeitig die Hebel l nach auswärts bewegen, so wird das an den Hubseilen t hängende Boot gleichfalls nach auswärts geschwenkt, wobei dasselbe in bekannter Weise während der Ausschwenkung in einer wagrechten Linie bewegt wird.
Die Kurvenstücke sind derart geformt, dass während der Ausschwenkung des Auslegers sowohl die Verankerungsseile e, f als auch die Betätigungsseile c', l'bei jeder Stellung des Auslegers i vollkommen straff erhalten werden,