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Druckplatte für Modeldruckmaschinen.
Vorliegende Erfindung betrifft Druckplatten für Modeldruckmaschinen, die haupts ächlich zum Aufdrucken von Farben auf Wachstuch, Linoleum und ähnliche Stoffe geeignet ist.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die die Arbeitsfläche der Druckplatte bildenden Stifte nebst der ebenen Druckfläche noch konkave Seitenflächen besitzen, welche Farbe aufnehmen, Es wird dadurch erreicht, dass jeder Stift von eckigen, zumeist im wesentlichen quadratischen Querschnitt auf dem vorbereiteten Stoff einen kreisrunden Abdruck erzeugt.
In der Zeichnung ist Fig. i eine Druntersicht zweier Model gemäss der Erfindung.
Fig. 2 ein lotrechter Schnitt hiervon, Fig. 3 eine vergrösserte Druntersicht eines Teiles eines Models, Fig.. 4 eine vergrösserte Seitenansicht hiervon. Fig. 5, 6 und 7 veranschaulichen das Auftragen von Farbe auf die Stifte und die Übertragung der Farbe auf die Oberfläche des Wachstuches oder eines anderen Stoffes. Fig. 8 zeigt in der Draufsicht die Endflächen der Stifte und die von ihnen erzeugten Abdrücke. Fig. 9 ist. eine Schauansicht eines Teiles eines Models. Fig. 10 veranschaulicht. einen Teil einer bedruckten Fläche und Fig. 11, 12 und 13 zeigen Abänderungen der Stifte.
Zum Bedrucken von Wachstuch benutzte man bisher gewöhnlich Model, die aus einer Anzahl untereinauder paralleler, in Abständen voneinander angeordneter Rippen bestehen ; das Muster wird durch Ausschneiden von Teilen der Rippen gebildet, so dass der vom Model auf dem Wachstuch erzeugte Abdruck aus einer Anzahl von langen und kurzen Strichen besteht. Nach der Erfindung hingegen wird das Muster aus kreisrunden Farbflecken gebildet, welche gleichmässig über die Oberfläche verteilt sind und einander berühren, Bei besserer Ware dieser Art ist es nämlich wünschenswert, dass möglichst viel Grund bedeckt ist und es ist ausserdem wesentlich, dass die Abdrücke der Stifte möglichst gleichmässig sind und das Muster nicht unterbrochen ist.
Die Stifte 2, 2 sind in einem Stück mit der Metallplatte 1 hergestellt, die in geeigneter Weise an einem Block 3 befestigt ist. Eine Anzahl solcher nebeneinander angeordneter Platten bildet den Model. Gegenwärtig pflegt man fünf solcher Stifte auf den Zentimeter Länge unterzubringen, wobei die Zwischenräume zwischen den Stiften der Stärke der Stifte gleich sind. Jeder Stift hat zweckmässig kreuzförmigen Querschnitt, wie in Fig. 3, 8 und 9 gezeigt, doch kann der Stift auch vierseitig mit konkaven Seiten im Querschnitt sein, wie Fig. n zeigt oder er kann die in Fig. T2 gezeigte Querschnittsgestalt aufweisen, wo an jeder Seite ein vierseitiger Ausschnitt angebracht ist. In manchen Fällen können auch Stifte von der aus Fig. 12 ersichtlichen Gestalt benutzt werden.
Zwecks Verstärkung der Stifte werden sie gegen ihre an der Platte befestigten Enden hin dicker gemacht, wie die Zeichnung zeigt.
Wird Farbe von einer Walze 5, die in einem Farbtrog eines Farbwerkes von der gewöhnlichen Art läuft, auf die Enden der Stifte aufgetragen, wie Fig. 5 zeigt, so bleibt sie nicht nur an der Endfläche des Stiftes haften, sondern zieht sich auch an den Seitenflächen der Stifte hinauf, wie bei x angedeutet, so dass, wenn das Farbwerk zurückgeht und der Model auf den Stoff herabbewegt wird, die Farbe an den Enden der Stifte auf die Stoffoberfläche y übertragen wird (Fig. 6).
Wird-dann der Model abgehoben (Fig, 7), so breitet
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sich die von jedem Stift auf den Stoff zurückgelassene Farbe zu einem kreisförmigen Farbfleck aus, wie in Fig. 8 in punktierten Linien angedeutet, der die benachbarten Farbflecke berührt, wodurch die auf Fig. 10 ersichtliche Anordnung der Farbflecke erzielt wird.
Bei Mehrfarbendruck werden die Muster so gewählt, dass eine Farbe gegenüber der anderen eine bestimmte Lage einnimmt und der ganze Grund bedeckt wird. In manchen Fällen jedoch, wo eine beschränkte Zahl von Farben benutzt wird und auch der Grund eine bestimmte Farbe hat, können die Farbflecke auf diesem Grund Umrisse bilden. Wenn auch eine Tischdecke o. dgl. dieser Art gut aussehen kann, so ist sie doch nicht so dauerhaft wie eine solche, bei welcher die ganze Fläche bedruckt worden ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Druckplatte für Modeldruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die die Arbeitsfläche derselben bildenden Stifte nebst der ebenen Druckfläche noch konkave Seitenflächen besitzen, welche Farbe aufnehmen.