DE322240C - Aus Stiften zusammengesetzter Druckblock zum Bedrucken von Wachstuch, Linoleum und aehnlichen Flaechengebilden - Google Patents
Aus Stiften zusammengesetzter Druckblock zum Bedrucken von Wachstuch, Linoleum und aehnlichen FlaechengebildenInfo
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Description
Zum Bedrucken von Wachstuch u. dgl. sind aus einzelnen Stiften bestehende Druckplatten
benutzt worden, .die durch eine Farbwalze oder in einem Farbenbehälter eingefärbt werden.
Ferner sind von unten nach oben wirkende Druckplatten bekannt, bei denen dem Muster
entsprechende Stifte auf ihrer Oberseite mit A'ertiefungen zur Aufnahme der Farbe versehen
sind. Diese Vertiefungen können aber nur flach sein, da sich sonst in ihnen beim
Einfüllen der Farbe leicht Luftblasen bilden wurden, die das Muster beeinträchtigen
müssen.
Der Druckblock nach der vorliegenden Erfindung ist in bekannter Weise aus Stiften
zusammengesetzt, die ihre Einzelbilder abdrucken. Das Neue soll darin bestehen, daß
die Druckstifte an ihren Längsseiten Vertie-
!o fungen zur Aufnahme der Farbe haben. Die
Druckstifte werden zweckmäßig nach der Druckfläche zu verjüngt.
Wenn die untere Fläche dieser Druckstifte mittels einer in einen Farbbehälter auslaufenden
Walze eingefärbt wird, wird d'ie Farbe nicht nur die unteren Flächen der Stifte bedecken,
sondern auch zwischen die Stifte hineintreten und die unteren Teile der an den Längsseiten der Druckstifte vorgesehenen
Vertiefungen anfüllen. Wird der Druckblock dann auf den zu bedruckende Stoff gepreßt,
so wird beim Abheben des Druckblockes auch die in die Vertiefungen der Längsseiten der
Stifte eingedrungene Farbe auf dem Stoff zurückbleiben und die Farbe wird in Form von
runden Tupfen auf dem Stoff erscheinen.
Zum Bedrucken von Wachstuch u. dgl. wird in der Regel ein Druckblock verwendet, welcher
mit einer Reihe paralleler Rippen versehen ist, die in bestimmtem Abstand voneinander
entfernt sind; das Muster wird 'dadurch gebildet, daß ein Teil dieser Rippen weggeschnitten wird, so daß die Farbschicht,
welche durch den Druckblock auf die Oberfläche des Wachstuches übertragen wird, aus
einer Reihe kurzer und langer Linien besteht.
Mit dem Druckblock gemäß der Erfindung wird dagegen das Muster dadurch gebildet,
daß eine Reihe kreisförmiger Farbtupfen gleichmäßig über die Oberfläche verteilt wird,
und die Stifte werden hierzu in der Weise angeordnet, daß die von den einzelnen Stiften
erzeugten Farbtupfen im wesentlichen einander berühren, da es bei den besseren Arten
dieses Stoffes erwünscht ist, eine möglichst große Oberfläche des Grundstoffes mit dem
Muster zu bedecken und da es ferner von Bedeutung ist, daß 'der Auftrag der Farbe gleichförmig
ist und der ununterbrochene Zusammenhang des Musters gewahrt bleibt.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in verschiedenen Ausführungsbeispielen
dargestellt.
Fig. ι ist eine Draufsicht zweier Abschnitte
eines Druckblockes.
Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt hierzu.
Fig. 3 ist eine vergrößerte Draufsicht eines Abschnittes des Druckblockes.
Fig. 4 ist eine vergrößerte Seitenansicht hierzu.
Fig. 5 bis 7 veranschaulichen in Teilansicht die Art des Aufbringens der Farbe auf die
Stifte des Druckblockes und die Übertragung der Farbe auf die Oberfläche dies zu ihrer
Aufnahme vorbereiteten Druckstückes.
Fig. 8 veranschaulicht in Draufsicht die Stifte und den Umfang der von ihnen abgegebenen
Farbtupfen.
Fig. 9 ist eine schaubildliche Ansicht eines Abschnittes des Druckblockes mit seinen Stiften.
ίο Fig. io ist die Teilansicht einer bedruckten
Oberfläche zur Kennzeichnung dter Farbübertragungen.
Fig. Ii bis 13 stellen Abänderungen der
Stifte dar.
Die Metallplatte 1 (Fig. 1), mit der die
Stifte 2 aus einem Stück bestehen, ist an dem Block 3 in geeigneter Weise befestigt. Eine
Anzahl dieser Platten I, die nebeneinander angeordnet sind, bilden den Druckblock.
Zweckmäßig wird auf 25 qmm ungefähr ein Dutzend derartiger Stifte 2 vorgesehen, deren
gegenseitiger Zwischenraum gleich groß mit ihrer Breite ist.
Jeder Stift 2 ist vorzugsweise von kreuz-
förmigem Querschnitt (Fig. 3, 8, 9), obwohl er auch mit vier Hohlbogenseiten (Fig. 11)
ausgebildet oder mit rechteckigen Aussparungen (Fig. 12) an jeder Seite versehen sein
kann. Bei solcher Gestaltung der Stifte 2 haftet die Farbe, welche auf die-Enden dter
Stifte 2 (Fig. 5) gebracht ist, besser an ihren Seiten, als wenn sie flach wären.
Aus Festigkeitsgründen verjüngen sich die Stifte 2, welche aus einer Art Letternmetall
bestehen, von oben nach unten. Für die Herstellung dieser Stiftplatte wird eine Patrize
verwendet, welche die genaue Gestalt dter Stifte 2 erhält. Mit dieser Patrize werden Eindrücke
in einen Holzblock aus vorzugsweise amerikanischer Schwarzlinde dadurch erzeugt,
daß die Patrize geheizt und! in den Holzblock zur Bildung einer Aushöhlung von bestimmter Tiefe hineingedrückt wird. Die
einzelnen Aushöhlungen werden in einem bestimmten Abstand voneinander hergestellt,
welcher jeweils von der besonderen Art des zu erzeugenden Musters abhängt. Alsdann
wird unter Benutzung des Holzblockes als Form ein Abguß gemacht. Vorstehendes Ver-
fahren bildet eine vergleichsweise billige Art zur Herstellung von Druckplatten, welche von
bestimmter Größe erzeugt und nebeneinander über die genannte Oberfläche des Druckblockes
(Fig. 1) angeordnet werden können.
Das vollständige Muster ergibt sich bei Herstellung der Eindrücke in den die Form
bildenden Holzblöcken in der Weise, dkß die Eindrücke des einen Blockes in bestimmter
Beziehung zu den Eindrücken eines anderen Blockes stehen. Infolgedessen wird, wenn die
Platten mittels dieser Blöcke gegossen und auf ihren bezüglichen Druckstöcken befestigt
sind, das eine Muster mit dem anderen übereinstimmen. Wenn die Druckblöcke zum Drucken verschiedener Farben benutzt werden,
steht die eine Farbe in bestimmter Beziehung zur anderen.
Ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen, kann unter Umständen der Stift
auch die in Fig. 13 dargestellte Gestalt erhalten.
Die Enden der Stifte 2 (Fig. 4 bis 7) werden mittels einer Walze 5 (Fig. 5) eingefärbt,
welche in dem Behafter eines gebräuchlichen Farbwagens drehbar ist. Die Farbe wird nicht
nur auf die untere Grundfläche der Stifte, sondern auch auf ihre Seitenflächen gebracht,
wie in Fig. 5 bei χ veranschaulicht. Nach Zurückziehung des Wagens wird durch Senken
des Druckblockes in die Arbeitsstellung die an den Enden der Stifte 2 befindliche
Farbe auf die Oberfläche y des Stoffes (Fig. 6) übertragen, und nach Hebung der
Stifte 2 zur Rühelage (Fig. 7) wird1 die Farbe
auf der Fläche^ in Form von runden Färbtupfen erscheinen, wie in Fig. 8 punktiert
dargestellt. Durch Berührung jedes Farbtupfens mit den benachbarten wird eine gute
.Oberflächenwirkung (Fig. 10) erzielt.
Für voneinander unterschiedliche Farben werden. die Muster derart gebildet, daß je
eine Farbe in bestimmter Beziehung zur anderen steht, um den Grundstoff vollständig
zu bedrucken; aber unter Umständen, wenn nämlich eine begrenzte Anzahl von Farben
verwendet wird und die Grundschicht aus einer gewissen Farbe besteht, können die
Farbtupfen auf diesem Grund Umrißmuster bilden. Obwohl ein Stoff dieser Art eine gefällige
Wirkung ausüben kann, wird er doch 10c nicht so schnell abgenutzt wie ein Stoff,
dessen gemusterte Oberfläche mit Farbe bedeckt ist.
Claims (2)
- -Ansprüche:ι. Aus Stiften zusammengesetzter Druckblock zum Bedrucken von Wachstuch, Linoleum und ähnlichen Flächengebilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstifte an ihren Längsseiten Vertiefungen zur Aufnahme der Farbe haben.
- 2. Druckblock nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stifte sich nach der Druckfläche zu verjüngen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE322240T | 1917-02-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE322240C true DE322240C (de) | 1920-06-23 |
Family
ID=6166069
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917322240D Expired DE322240C (de) | 1917-02-06 | 1917-02-06 | Aus Stiften zusammengesetzter Druckblock zum Bedrucken von Wachstuch, Linoleum und aehnlichen Flaechengebilden |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE322240C (de) |
-
1917
- 1917-02-06 DE DE1917322240D patent/DE322240C/de not_active Expired
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