AT8419B - Verfahren zur Darstellung von Alkalicyanamid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Alkalicyanamid.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Oesterreichische PATENTSCHRIFT Nr. 8419. 



  CLASSE 75 : SODA UND DIE ÜBRIGE CHEMISCHE GROSSINDUSTRIE. 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 



   Cyanamid und dessen Verbindungen gehörten lange Zeit zu den schwer zugänglichen Körpern. Erst vor kurzem ist durch die   Patente von Frank & Caro   ein Weg bekannt geworden, durch Einwirkung von Luftstickstoff auf Erdalkalicarbide bei höherer Temperatur ein cyanamidhaltiges Gemisch darzustellen, aus dem sich wässerige Lösungen von Cyanamid gewinnen lassen. 
 EMI1.3 
 in Betracht kommt. Die ihr zugrunde liegende Reaction hat mit der im Nachfolgenden beschriebenen Darstellung von Cyanamid   aus Amid   und Cyanid die auf einer ganz anderen Reaction   beruht,   nichts gemein. 



   Nachstehend ist nun ein Verfahren beschrieben, auf dem sich in trockenem Wege und in einer Operation z. B. das Dinatriumcyanamid gewinnen lässt. Das Verfahren beruht auf der Einwirkung von Natriumamid auf Cyannatrium, wobei sich unter Wasserstoffaustritt Dinatriumcyanamid bildet, gemäss folgender Reactionsgleichung : 
 EMI1.4 
 



   Natriumamid schmilzt bei ca.   12 {) O ('.   In etwas über den Schmelzpunkt erhitztes Natrium- amid lässt sich Cyannatrium eintragen, ohne dass eine chemische Reaction eintritt, das   @ Cyanid löst sich im Amid unerändert   auf. Steigert man dagegen die Temperatur des
Gemisches bis gegen   4000 C., so   beginnt langsame Wasserstoffentwicklung. und in der
Schmelze ist jetzt Cyanamid nachweisbar.. Geht man mit der Temperatur über 400    C.   hinaus, so tritt gegen 4400 C.   plötzlich   Wasserstoffentwicklung mit explosionsartiger
Heftigkeit auf, und bei richtigem   Mischungsverhältnis   besteht der Tiegelinhalt dann aus fast reinem Dinatriumcyanamid.

   Infolge der grossen Reactionsgeschwindigkeit bei ca. 4400 C. ist der eben beschriebene Weg zur Darstellung grösserer   Quantitäten   des Dinatriumcyanamids nicht geeignet. Hierfür stehen folgende beide Wege offen :
1. Man trägt in geschmolzenes Cyanid langsam Amid ein, entweder geschmolzen oder fest. Je nach dem Tempo, mit dem das Amid eingetragen wird, entwickelt sich dann mehr oder weniger heftig Wasserstoff, der sich entzündet und mit langsamer Flamme aus dem
Tiegel herausbrennt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



      Man verfährt   in der Weise, dass man auf geschmolzenes Cyanid Amid im Ent-   stehungszustande   einwirken lässt. Eine gewogene Menge Cyaid wird eingeschmolzen, auf einer Temperatur nur wenig über seinem Schmelzpunkt erhalten, darauf die berechnete Menge   Natrium zugeführt, auf 49 Theile Cyanid 23 Theile Natrium und nunmehr Ammoniak eingeleitet. Das Metall wird durch a Ammoniak in Amid übergeführt, das sofort im Momente seines Entstehens mit dem Cyanid in Reaction tritt.   



   Bei allen angeführten Reactionen kann das Natrium ganz oder theilweise durch ein anderes Alkalimetall oder eine Legierung desselben ersetzt werden. So erhält man aus   Cyankalium   und Kaliumamid das Dikaliumcyanamid, aus Cyankalium und Natriumamid das Katiumnatriumcyanamid. Dieselbe Verbindung erhält man aus Cyannatrium und Kaliumamid. 



   Aus den so dargestellten Dialkalicyanamidverbindungen können auf bekannte Weise reines Cyanamid und dessen Verbindungen dargestellt werden, die wieder ebenso, wie die Dialkalicyanamidverbindungen als Ausgangsmaterial zur Synthese anderer stickstoffhaltiger Körper dienen können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Darstellung von   Alkalicyanamid,   dadurch gekennzeichnet, dass das Amid eines Alkalimetalles mit dem Cyanid desselben oder eines anderen Alkalimetalles   zur Reaction gebracbt   wird, wobei sich ein Dialkalicyanamid bildet, entsprechend der Formel : 
 EMI2.1 


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