AT83512B - Einrichtung zum Übertragen von Konten bei der doppelten Buchführung. - Google Patents

Einrichtung zum Übertragen von Konten bei der doppelten Buchführung.

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AT83512B
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Alfried Hengstenberg
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Alfried Hengstenberg
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  Einrichtung zum Übertragen von Konten bei der doppelten   Buchführung.   



   Bei der doppelten Buchführung entstehen leicht fehlerhafte Buchungen dadurch, dass beim Übertragen der Konten der Grundbücher auf die Habenspalte des zu entlastenden und die Sollspalten des zu belastenden Hauptbuchkontos versehentlich statt ein und desselben Postens verschiedene Werte verbucht werden. Auch entstehen Fehlerquellen dadurch, dass bei der Übertragung auf das zweite Konto die Sollspalte mit der Habenspalte verwechselt, d. i. derselbe Posten zweimal auf die Haben-oder die Sollspalte übertragen wird. Das. Aufsuchen des Fehlers bedingt in solchen Fällen oft viel Arbeit und grossen Zeitverlust. 



   Gemäss der Erfindung sollen fehlerhafte Übertragungen dadurch möglichst oder ganz vermieden werden, dass einerseits die   Soll-,   andrerseits die Habenspalten des Hauptbuches bzw. der Hauptbücher derart verschiebbar neben-oder übereinander angeordnet werden, dass die für die Aufnahme des Soll-und des Habenpostens bestimmten Stellen der für die Übertragung in Betracht kommenden beiden Konten jeweils unmittelbar neben-bzw. übereinander gebracht werden.

   Es lässt sich so bei der Nebeneinanderanordnung die Buchung auf beiden Konten mit sehr viel geringerer Möglichkeit fehlerhafter Niederschrift bewirken als bei den üblichen Hauptbüchern, bei denen die verschiedenen Konten regelmässig auf verschiedenen Doppelblättern eingetragen werden und die Notwendigkeit des   Umblätterns   
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 die Habenseite der beiden jeweils in Betracht kommenden Konten ist bei Verwendung der neuen Einrichtung gänzlich ausgeschlossen, weil immer nur die sämtlichen Sollposten den sämtlichen Habenposten gegenüber gestellt werden. Die Einrichtung kann auch durch räumliche Verbindung mit der Schreibwalze einer Schreibmaschine so ausgebaut werden, dass statt des einfachen Schreibens bzw. Durchschreiben das Schreiben bzw. Durchschlagen mit der Maschine tritt.

   Zur leichteren Unterscheidung erhalten die Haben-und die Sollstreifen zweckmässig verschiedene Färbung. Es werden so bei der Übertragung vom Grundbuch auf das erste Hauptbuchkonto irrtümliche Gutschriften auf die Soll-bzw. Lastschriften auf die Habenstreifen leichter ausgeschlossen. 



   In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen dargestellt. 



   Fig. i und 2 zeigen in Seiten-und Vorderansicht die Nebeneinanderanordnung eines Sollstreifens s und eines Habenstreifens h. Auf den Sollstreifen werden unter Weglassung des hier wie auf dem Habenstreifen entbehrlichen Buchungstextes, an dessen Stelle für jeden Posten zweckmässig nur eine auf den entsprechenden Text des Grundbuches hinweisende Ziffer aufgenommen wird, untereinander sämtliche zu belastenden Konten mit ihren einzelnen Posten aufgetragen, Auf dem Habenstreifen sollen die sämtlichen zu entlastenden Konten mit allen Einzelposten Aufnahme finden.

   Jeder Streifen ist über die Walze w hinweg mit seinen Enden auf je eine Rolle   l'und 1'1 auf- bzw.   abwickelbar, so dass er durch Verdrehen der Rollen   l'und, 1   gegenüber dem anderen Streifen beliebig ein- 

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 gestellt werden kann, so nämlich, dass das besondere zu entlastende Konto bzw. dessen für die Aufnahme des zu übertragenden Postens jeweils neben das zu belastende Konto bzw. dessen für die Aufnahme des zu übertragenden Postens bestimmte, nächstoffene Zeile zu liegen kommt. Es werden dann innerhalb jedes der den beiden Konten zur Verfügung stehenden Streifenraumes von oben nach unten fortschreitend, die einzelnen Posten auf jeweils einen Streifen verbucht und auf den anderen übertragen.

   Die Walze w ist als Schreibwalze einer Schreibmaschine gedacht, deren Gestell die Rollen r,   r1     trägt.   Letztere werden zweckmässig mit Sperrvorrichtungen, Spannfedern o. dgl. ausgestattet, die die Streifen straff halten und die Rollen nach der Einstellung der Streifen in ihrer Lage sichern. 



   Fig. 3 und 4 stellen eine Übertragungseinrichtung dar, bei der die Soll-und die Habenstreifen (s und h) zwecks Durchschreiben bzw. Durchschlagens übereinander gebracht 
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 die in der Längsrichtung erforderliche Einstellung der beiden Streifen zueinander bewirken zu können. Dabei wird eine Sperrvorrichtung bekannter Art vorzusehen sein, die die nach 
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 ermöglicht. Zwischen den Streifen, die sich über der Schreibmaschinenwalze w bewegen und von denen beliebig der eine oder der andere die Decklage einnehmen kann, ist ein Kopierblatt k angeordnet, das das Durchschreiben bzw. Durchschlagen vom Streifen s auf 
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 Soll-und Habenstreifen bzw.

   Rollenpaare ausgebaut werden, was sich dann empfiehlt, wenn die Zahl der Konten, wie es bei umfänglicheren Geschäftsunternehmen der Fall ist, so gross wird, dass die Untereinanderbuchung der sämtlichen Konten auf je einem Soll-und einem Habenstreifen unübersichtlich bzw. die Höheneinstellung. zeitraubend wird. In solchen Fällen werden die gesamten Konten zweckmässig in mehrere Kontengruppen mit je einem   zugehörigen Haben-und Sollstreifen bzw.   je einem Rollenpaare aufgeteilt. Dies gilt entsprechend auch für alle anderen Ausführungsformen. Die Aufteilung in. Kontengruppen kann auch in der Weise geschehen, dass die Soll-und die Habenstreifen zur Aufnahme mehrerer nebeneinander liegender Kontenspalten entsprechend breiter gewählt werden. 



   Die eine Aufsicht zeigende Ausführungsform der Fig. 5 stellt eine zum Durchschreiben bestimmte Ausführungsform dar, bei der die Sollposten wie die Habenposten jeweils nicht unter-, sondern lediglich nebeneinander auf dem Soll-s bzw. Habenstreifen h angeordnet sind. Die gegenseitige Einstellung in   Höhen-und   in Seitenrichtung ist hier dadurch ermöglicht, dass die Sollpostenreihen (Habenpostenreihen) verschiebbar in einem flachen Rahmen R angeordnet sind, der seinerseits innnerhalb der Leisten L in Höhenrichtung über einer zur Aufnahme der Habenposten (Sollposten) bestimmten Unterlage U verstellbar ist. Zwischen dem Rahmen und der Unterlage wird ein Durchschreibblatt angeordnet. Bei grösserer Kontenzahl finden zweckmässig nebeneinander mehrere Vorrichtungen der beschriebenen Art Verwendung, deren jede eine Anzahl Konten aufnimmt. 



   Die Haben-bzw. Sollposten können schliesslich auch auf je einem oder mehreren endlosen Streifen niedergeschrieben werden, deren jeder auf einer Trommel aufgebracht wird, so dass bei der Höheneinstellung an die Stelle der Höhenverschiebung die einfache Verdrehung der Trommeln tritt, die dabei neben-oder übereinander (konzentrisch) bzw. aus der einen Lage in die andere verschiebbar angeordnet werden können. Eine Eimichtung solcher Art (mit konzentrischer Anordnung der Trommeln) zeigen die Fig. 6 und 7, und zwar wiederum in Verbindung mit einer Schreibmaschine (Schreibwalze w) und einem Kopierblatt k. Diese wird in einen auf dem   Schreibmaschinen- bzw. Schreibwalzengeste11 gl   befestigten Halter eingespannt. Die Trommeln sind drehbar an einem Gestell g angeordnet. 



   Das Durchschreibeblatt kann bei allen zum Durchschreiben bzw. Durchschlagen bestimmten Ausführungsformen entfallen, wenn der obere Streifen in an sich bekannter Weise auf der Rückseite mit einer das Durchschreiben gestattenden Farbschicht o. dgl. belegt wird. 



   Nach der Übertragung der gesamten Grundbuchposten eines bestimmten Geschäftszeitraums, über den die Konten abgeschlossen werden sollen, wird der Abschluss jedes Kontos in bekannter Weise bewirkt. Die Haben-und Sollstreifen werden als solche an
Stelle eines Hauptbuches in geeigneter Weise aufbewahrt, sie können zur Ermöglichung einer leichteren Übersicht, gegebenenfalls aber auch nach den Einzelkonten aufgeschnitten und kontoweise zusammengehörig nebeneinander auf einer Unterlage oder in ein Buch eingeklebt oder in ähnlicher Weise geordnet werden, wobei die richtige Gruppierung durch die Wahl verschiedener Farben für die Soll-und die Habenstreifen erleichtert wird,

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Einrichtung zum Übertragen der'Posten der zu entlastenden Konten auf die zu belastenden Konten bei der doppelten Buchführung, dadurch gekennzeichnet, dass die Habenposten (Habenstreifen) einerseits und die Sollposten (Sollstreifen) andrerseits derart verschiebbar neben-oder übereinander angeordnet wèrden, dass die für die Aufnahme des Soll-bzw. des Habenpostens bestimmten Stellen der in Betracht kommenden beiden Konten jeweils unmittelbar neben-oder übereinander liegen, so, dass die leichte Übertragung von dem einen auf das daneben liegende oder-mit Hilfe eines Durchschreibblattes o. dgl. - auf das darunter liegende Konto erfolgen kann.
    2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Haben-gegenüber den Sollstreifen dadurch erfolgt, dass die Streifen an den Enden auf Rollen bzw. abwickelbar angeordnet sind.
    3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-und Habenstreifen als endlose Streifen auf verdrehbaren Trommeln angeordnet sind.
    4. Einrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, dass die Habenstreifen (Sollstreifen) in einem flachen Rahmen angeo-dret sind, in dem sie insgesamt seitlich verschoben werden können und der selbst nach oben und unten gegenüber den unter ihm auf einer Unterlage angeordneten Sollstreifen (Habenstreifen) der zu belastenden (entlastenden) Konten verstellbar ist.
AT83512D 1918-02-18 1919-09-17 Einrichtung zum Übertragen von Konten bei der doppelten Buchführung. AT83512B (de)

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