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Einrichtung zur Einstellung des Spationformblattes in Typengiess-und Setzmaschinen.
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Füllstücke gegossen werden können. Bei diesen Maschinen wird die Einstellung des Spatienformblattes von der Maternanpressvorrichtung aus geregelt, deren Hub durch Verwendung von Spezial-oder Leermatern im Maternrahmen beim Guss einer Spatie verändert wird.
Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art tragen die Teile der Maternanpressvorrichtung Teile der Einstellvorrichtung für das Spatienformblatt. Da diese Teile der Einstellvorrichtung ein verhältnismässig grosses Gewicht besitzen, so wird hierdurch die genaue Funktion der Anpressvorrichtung beeinträchtigt ; mit Rücksicht auf die kurze Zeit, die für die Einstellbewegung der Formblätter zur Verfügung steht, ist jedoch insbesondere jede Verzögerung ein wesentlicher Nachteil, da dadurch leicht ein Anpressen der Mater eintreten kann, bevor das Spatienformblatt eingestellt ist.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist in erster Linie, diese Nachteile zu vermeiden und die Einstelleinrichtung derart auszugestalten, dass dies wohl von der-Maternanpressvor- richtung überwacht wird, jedoch der von dieser Vorrichtung getragene oder betätigte Teil der Einstellvorrichtung einen geringst möglichen Widerstand bietet, während die anderen Teile der Einstellvorrichtung entweder fest gelagert sind oder durch Teile getragen werden, deren Bewegung durch die Belastung nicht nachteilig beeinflusst wird.
Erfindungsgemäss wird der Antrieb des Spatienformblattes vom Antriebshebel der Maternanpressvorrichtung abgeleitet, und zwar erfolgt die Bewegungsübertragung mittels eines Zwischengliedes, dessen Einstellung von der Maternanpressvorrichtung überwacht wird, so dass diese letztere nur eine verhältnismässig geringe Kraft auf die Einstellvorrichtung für das Spatienformblatt zu übertragen hat.
Das Zwischenglied hinwieder wirkt auf einen Schwinghebel ein, durch welchen, je nach seiner Einstellung, das Spatienformblatt in der einen oder anderen Richtung zwangläufig verschoben wird. Zweckmässig werden zwei Schwinghebel verwendet, wobei das Zwischenglied, entsprechend seiner Stellung, entweder den einen oder den anderen betätigt.
Das Zwischenglied ist auf einem Fortsatz des Antriebhebels der Maternanpressvorrichtung angeordnet und hat so geringes Gewicht, dass zu seiner Einstellung eine verhältnismässig sehr kleine Kraft genügt, während bei der Bewegungsübertragung die das Zwischenglied tragenden Teile zur Wirkung gelangen, Das Zwischenglied wird in der einen Stellung durch eine Feder gehalten und durch einen Fortsatz an der Maternanpressvorrichtung in die andere Stellung geschwenkt, wenn eine Leermater über der Giessform eingestellt ist.
In der Zeichnung ist eine bespielsweise Ausführungsform der Einrichtung dargestellt.
Fig. i zeigt den zugehörigen Teil der ganzen Maschine im Aufriss ; die Fig. 2 und 3 stellen die entsprechende Seitenansicht bzw. den Grundriss dar. Fig. 4 und 5 entsprechen Fig. 3 und zeigen die Betätigung der Schwinghebel durch das Zwischenglied. Fig. 6 zeigt einen Schnitt und insbesondere die Formblätter.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung ist beispielsweise in Anordnung an einer Typengiess-und Setzmaschine gemäss der österreichischen Patentschrift Nr. I2597 dargestellt und zwar ergänzt durch die Formblattausgestaltung, beispielsweise gemäss der
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nur kurz angeführt.
1 ist die Giessform mit dem Hauptformblatt 2 und dem Spatienformblatt 3 (Fig. 6) ; 4 ist der Maternrahmen und 6 das Querhaupt, welches das Rahmengestell trägt. 7 (Fig. I) ist der Matern'ahmenhebel und 8 der Zentrierdorn, mittels dessen die Mater fein eingestellt und auf die Form gepresst wird. Der. Antriebshebel 9 ist durch eine Stange 10 mit dem Hebel 7 und mittels eines beweglichen Kopfes. 11. und einer Druckfeder 12 (Fig. 2) mit dem Zentrierdorn 8 verbunden ; 13 ist ein Träger für die Einrichtung und 14 (Fig. 6) ein Schlitten, der einen Querzapfen 15 zur Betätigung des Hauptformblattes trägt.
An einem Fortsatz oder Arm A des Antriebshebels 9 ist ein Zwischenglied B angebracht, das von dem Arm A auf-und abwärts bewegt wird und gegenüber dem Arm A in horizontaler Richtung beweglich ist. Dieses Zwischenglied hat sehr geringes Gewicht, besitzt die Form eines zweiarmigen Hebels und ist bei b am Arm A horizontal verschwenkbar befestigt (Fig. 3) j die Feder B hält das Zwischenglied normal in einer bestimmten Stellung fest.
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bereits seine Endstellung erreicht hat. Wie Fig. i zeigt, ist der Arm A bei a mit dem Antriebshebel in solcher Weise verbunden, dass sich der Winkel zwischen A und 9 ändern kann.
Ein über den Hebel 9 greifender Fortsatz Al des Armes A trägt einen Stellknopf A2, der sich auf den Hebel 9 stützt. Zwischen dem Arm A und dem Hebel 9 ist feiner eine Feder A3 eingesetzt.
Am äusseren Ende des Armes A ist eine Schulter A4 (Fig. 5) ausgebildet, die als Stütze für das Zwischenglied B dient, das daher sehr leicht konstruiert werden kann, so dass es durch eine geringe Kraft eingestellt werden kann.
Am Gestell sind zwei Hebel C, Cl (Fig. 2, 4, 5) derart schwingbar bei c bzw. ci angebracht, dass ihre oberen Enden in der Bahn des äusseren Armes des Zwischengliedes B liegen, so dass'je nach der Einstellung des Zwischengliedes durch dasselbe der eine oder der andere Hebel betätigt wird, wenn das Zwischenglied nach abwärts bewegt wird. Die Einstellung des Zwischengliedes erfolgt durch einen einfachen Fortsatz D (Fig. 6) am Kopfe D'des Zentrierdornes, der auf den inneren Arm des Zwischengliedes wirkt.
Beim Giessen von Typen werden über der Giessform, wie bekannt, Matern eingestellt, die ein'Zentrierloch besitzen, in welches beim Anpressen der Mater an die Form der Zentrierdorn eintritt. Dabei bewegt sich derselbe so weit nach abwärts, dass der Fortsatz D immer tiefer steht als das Zwischenglied B. Das Zwischenglied wird daher nicht verstellt und wird von seiner Feder festgehalten. Wird das Zwischenglied in dieser Stellung durch den Arm A nach abwärts bewegt, so trifft es auf den Hebel C und verschwenkt denselben. Dabei wird Hebel E (Fig. i und 4) derart betätigt, dass er das Spatienformblatt soweit zurückzieht wie das Hauptformblatt, so dass die Form für die Type richtig eingestellt ist.
Beim Giessen von Spatien wird eine Leermater ohne Zentrierloch über der Giessform eingestellt. Die Abwärtsbewegung des Zentrierdornes kommt daher früher zu Ende und der Fortsatz D gelangt in Eingriff mit dem Zwischenglied B, das bei der Abwärtsbewegung
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