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Krawatteneinlage.
In der Fabrikation von Krawatten, besonders solcher mit breiten Enden und aus ungefütterten Stoff hergestellten, ist es üblich, zwischen dem Stoff eine weiche Einlage aus Baumwollflanell o. dgl. einzulegen, die in dem mittleren Teil der Krawatte eingenäht wird und deren Zweck darin besteht, der Krawatte einen gewissen Halt und ein besseres Aussehen zu geben, wie auch um zu verhindern, dass sie sich zerknüllt oder zu einem zu kleinen Knoten zusammenbindet.
Die Flanelleinlage hat nun die Neigung sich zu zerknüllen bzw. zusammenzurollen, wodurch die Krawatte ihre flache Fasson verliert und die Notwendigkeit entsteht, solche Krawatten von Zeit zu Zeit zu bügeln, um ihr gutes Aussehen zu erhalten.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, die besagte Flanelleinlage durch eine Einlage aus Gummi oder gummiähnlichen Material zu ersetzen.
Der Erfindung gemäss wird beispielsweise ein geeignetes Stück Gummi zugeschnitten, diesem eine solche Länge gegeben, dass es von dem engen Mittelstück der Krawatte gegen die beiden Enden zu verläuft, am besten jedoch ohne die beiden Enden zu erreichen.
Das zur Verwendung gelangende Gummimaterial kann aus irgendeiner geeigneten Mischung zusammengesetzt sein. Gute Erfolge sind dadurch erzielt worden, dass Gummistücke passender Form aus einem geblauchten pneumatischen Schlauch geschnitten wurden.
Zugleich dürfte es aber einfacher sein, bei der He : stellung im grossen Massstabe, Einlagen passender Form und Grösse aus nicht vulkanisierten Platten einer geeigneten Gummimischung zu schneiden.
Die Einlagen werden dann in der üblichen Weise vulkanisiert und können alsdann einzeln zum Verkauf gelangen, oder vorzugsweise in die Krawatten eingenäht werden.
Es erübrigt sich, die Gestalt dieser Einlagen näher zu beschreiben, da sich ihre Form je nach der Fasson der Krawatte verändert und die mit der Fabrikation betrauten Fachleute werden in der Lage sein, die Einlagen, gemäss gegenwärtiger Erfindung, auf Grund ihrer Kenntnis der üblichen Flanelleinlagen herzustellen. Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass diese Gummieinlagen an keiner Stelle eingeschlagen werden brauchen.
Der für die Herstellung benötigte Gummi kann aus den allerverschiedensten Mischungen zusammengesetzt sein, vorausgesetzt, dass er sehr weich und schmiegsam ist. Der Koeffizient der Vulkanisierung und der Prozentsatz mineralischen Zusatzes darf jedoch nicht so hoch sein, dass der Gummi etwa hart werden könnte.
Eine geeignete Mischung wäre die, welche derjenigen gleichkommt, aus der die gewöhnlichen Pneumatikschläuche gemacht werden und die z. B. 80% Gummi enthalten. Es erübrigt sich, weitere Einzelheiten bezüglich der Zusammensetzung des erforderlichen Gummis zu geben, da, klarerweise, verschiedene Mischungen dem gewünschten Zwecke dienen können.
Die Einlagen können entweder in einer gleichmässigen Stärke ausgestanzt werden, oder aber sie können auch mit verstärkten Rändern versehen werden. In manchen Fällen wird sich ein besseres Resultat dadurch erzielen lassen, dass die Ränder dünner gehalten werden ; was von dem zu fütternden Stoff abhängt.
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Die Dehnbarkeit der im vorstehenden beschriebenen Gummieinlage, in ihrer Längsrichtung, ist jedoch, unter gewissen Umständen, ein Nachteil, da beim Ziehen der Krawatte während des Knotens, die Einlage sich streckt, um sich alsdann wieder zusammenzuziehen, so wie die Krawatte losgelassen wird, so dass sich die Krawatte leicht in ihrer Längsrichtung zusammenknüllt. Um diesen Nachteil vorzubeugen, wird vorteilhaft an die zur Ausfütterung dienenden Gummieinlage, ein oder mehrere dünne, schmale Streifen eines mehr oder weniger dehnlosen Stoffes, wie beispielsweise gewebtes Band o. dgl., aufgesetzt, wodurch ein Ziehen der Krawatte in der Längsrichtung keine nennenswerte Dehnung hervorrufen würde.
Ein schmales Band kann beispielsweise aufgeklebt oder auch über die Mitte der Einlage aufgenäht werden, oder zwei solcher Bänder können in gleicher Weise an den Bändern der Einlage befestigt werden ; oder es können auch ein oder mehrere solcher Bänder in geeigneter Weise in passenden Abständen an der Einlage oder in sonst geeigneter Weise angebracht werden, um eine Dehnung der Einlage in ihrer Längsrichtung zu verhüten.
Bei der Herstellung der Einlagen können diese mit Löcher versehen werden, um das Annähen der Einlagen in den Krawatten zu erleichtern.
Statt ein ganzes Gummistück kann es auch genügen zwei Einlagen, je eines in der Nähe eines jeden Krawattenendes, d. h. der beiden breiten Teile der nach unten zu breiter werdenden Krawatte, anzubringen. In diesem Falle wird keine Gummieinlage in dem dünnen, um den Hals gehenden Mittelstück eingelegt. Sollte es als wünschenswert erscheinen, so können diese Gummistreifen mittels einer Schnur o, dgl. durch den schmaleren Teil der Krawatte hindurch miteinander verbunden werden ; es können auch die der Länge nach, im vorstehenden erwähnten, auf die Einlage zu setzenden Bänder durch das Mittelstück gezogen werden, um hierdurch eine Verbindung herzustellen.
Des weiteren dürfte es unter Umständen'genügen, wenn nur eine einzige Einlage an dem den Knoten bildenden Teil der Krawatte angebracht wird. Die Einlage bzw. Einlagen können in der Krawatte entweder angenäht oder einfach eingeschoben werden.
Ferner können-die Einlagen auch aus Gummiwebstoffen hergestellt werden, doch sind solche aus einer Gummimischung, wie im vorstehenden dargelegt, vorzuziehen.
Im Falle die Krawatte aus dünnen oder sehr feinen Stoff hergestellt ist, besonders
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Die Farbe kann der Aussenseite ode-auch auf beiden Seiten der Einlage aufgetragen werden ; im letzteren Falle kann die Krawatte auf beiden Seiten getragen werden.
Die mittels der gegenwärtigen E. findung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass die Gummieinlage das Zerknüllen oder Zusammenrollen der Krawatte verhindert ; letztere somit ihre Fasson für eine weit längere Zeit beibehält.
Es ist ersichtlich, dass die Gummieinlage genügend stark sein muss, um diesen Zweck zu dienen, ohne sich zusammenrollen zu können, beispielsweise etwa r g MMK ; obwohl die
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oder einem ähnlichen Material besteht und lose in die Krawatte eingeschoben ist.