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Sehiesssehartenabschluss an Panzertürmen.
Die Erfindung betrifft den Abschluss von Schiessscharten an Panzrtürmen, Kasematten und anderen ähnlichen Verteidigungsbauten. Sie hat den Zweck, zu vermeiden, dass das Auftreffen eines Geschosses in der Nähe der Schiessscharte eine Formänderung bewirken kann, die die Dichtheit der Schiessscharte beeinträchtigt, oder dass eine gewisse Verschiebung der Kuppel hinderlich sein und die Erhöhungsbewegung des Geschützrohres unmöglich machen und gleichzeitig die Dichtheit des Verschlusses zerstören könnte. Zu diesem Zweck sind der Erfindung gemäss der Schartenabschluss und sein Lager von der Kuppel vollständig unabhängig, so dass sich diese um ein verhältnismässig grosses Mass verschieben kann, ohne der guten Wirksamkeit des Abschlusses zu schaden.
In der Zeichnung ist in Vergleich mit dem bisher gebräuchlichen Abschlusse die den Gegenstand der Erfindung bildende Bauart in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Die Fig. i und 2 zeigen die bekannte Anordnung einerseits mit einer Kuppel aus Schmiedestahl, andrerseits mit einer solchen aus Guss stahl. Fig. g zeigt einen Abschluss samt hohlkugelförmigem Lager gemäss der Erfindung bei einer Kuppel aus Schmiedestahl. Fig. 4 zeigt in Ansicht und Fig. 5 in grösserem Massstabe im Schnitt das Lager des Abschlusses nach
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Fig. 7 und 8 zeigen in der Draufsicht bzw. in Seitenansicht das Lager des Abschlusses bei der in Fig. 6 gezeigten Konstruktion.
Wie aus den Fig. i und 2 ersichtlich, wurde bisher das kugelförmige Lager 2 des
Schiessschartenabschlusses 3 in der Kuppel des Turmes angeordnet, selbst wenn diese aus
Gussstahl besteht (Fig. 2) oder noch in der Kuppel 1 und in einem Teil 4, der mittels Schrauben an der Kuppel befestigt ist, wenn diese aus Metall hergestellt ist (Fig. i). Im al ! gemeinen ist der Verschluss 3 elastisch und lässt eine gewisse'Formänderung des Kugellagers zu, eine Formänderung, die beispielsweise durch das Auftreffen eines Sprenggeschosses in der Nähe der Schiessscharte hervorgerufen werden kann. Eine ähnliche Formänderung beeinträchtigt, ohne die Erhöhungsbewegung des Geschützrohres zu verhindern, die Dichtheit der Schiessscharte.
Andrerseits kann eine gewisse Verschiebung der Kuppel die Erhöhungsbewegung des Geschützrohres behindern und selbst unmöglich machen und gleichzeitig die Dichtheit des Abschlusses aufheben.
Wie aus den Fig. 3 und 6 ersichtlich, wird der Erfindung gemäss zur Vermeidung dieser Übelstände ein kugelförmiges Lager 5 angeordnet, das in einem von der Kuppel vollkommen unabhängigen Teil 6 vorgesehen und an der Lafette 7 befestigt ist (Fig. 3) oder einen Teil von ihr bildet (Fig. 6). Zwischen der Aussenwandung dieses Teiles 6 und der Kuppel 1 ist ein Spielraum 8 vorgesehen, wie dies insbesondere in Fig. 5 ersichtlich ist, Die Grösse, die man diesem Spielraum gibt, entspricht dem Höchstmass der Verschiebung, das die Kuppel 1 erfahren kann, bevor sie mit dem Schiessschartenteil 6 in Berührung kommt ;
dadurch, dass man diesen Spielraum grösser macht als das Höchstmass der Verschiebung, welches die übrigen Bauteile, insbesondere der obere Teil 12 der Rollbahn, zulassen, erzielt man, dass die Schiessscharte gegen die Wirkungen eines Anpralles besser gesichert ist als die üb : igen Bauteile. Überdies können die örtlichen Formänderungen des
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Kuppelmetalls am Rand der Schiessscharte weit grösser sein als jene, welche die bisher gebräuchlichen, in den Fig. I und 2 dargestellten Bauarten zulassen, ohne die Leichtigkeit des Zielens oder die Dichtheit der Schiessschartenfuge zu beeinträchtigen.
Man erzielt auf die Art, dass sich die Kuppel um ein verhältnismässig grosses Mass verschieben kann, ohne die ordnungsmässige Wirksamkeit des Schiessschartenabschlusses zu behindern, und weiter, dass bedeutende örtliche Formänderungen in der Umgebung der Schiessscharte ohne Einfluss auf die Wirkungsweise des Abschlusses und auf die Dichtheit bleiben.
Um zu verhindern, dass die aus der Rohrmündung kommenden Gase oder jene, die sich bei der Explosion eines Sprenggeschosses in der Nähe der Schiessscharte entwickeln, durch den Spielraum 8 hindurch in das Innere der Kuppel gelangen, ist zwischen dieser und dem Schiessächartenteil 6 ein Ring 9 a. us geschmeidigem Stoff angebracht (Fig. 5). Die
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PATENT-ANSPRÜCHE : i. Schiessschartenabschluss an Panzertürmen und anderen Verteidigungsbauten, dadurch gekennzeichnet, dass das kugelförmige Lager des Schiessschartenabschlusses in einem von der Turmkuppel unabhängigen Teil vorgesehen ist, der in ihr mit einem so grossen Spielraum angebracht Ist,, dass die nachteiligen Folgen des'Aufschlagens eines Geschosses in der Nähe der Schiessscharte in bezug auf die Leichtigkeit des Zielens und der Dichtheit
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