DE597633C - Geschoss fuer glatte Rohre - Google Patents

Geschoss fuer glatte Rohre

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DE597633C
DE597633C DE1930597633D DE597633DD DE597633C DE 597633 C DE597633 C DE 597633C DE 1930597633 D DE1930597633 D DE 1930597633D DE 597633D D DE597633D D DE 597633DD DE 597633 C DE597633 C DE 597633C
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KARL BURGSMUELLER JR
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B10/00Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
    • F42B10/02Stabilising arrangements
    • F42B10/26Stabilising arrangements using spin
    • F42B10/28Stabilising arrangements using spin induced by gas action

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Geschoß für glatte Rohre Die zur Erzeugung des Dralles verfeuerter Geschosse erforderlichen Züge im Gewehrlauf sind einerseits in der Herstellung teuer und andererseits nicht genügend drallbildend.
  • Es sind daher Geschosse mit auf der Geschoßoberfläche eingelassenen oder im Geschoßkdrper eingearbeiteten Nuten oder Kanälen hergestellt bzw. vorgeschlagen worden. Aber alle diese Versuche haben keine befriedigenden Schießergebnisse gezeitigt. Der Grund liegt in der falschen Anordnung und Ausbildung der Nuten oder Kanäle.
  • Die Anordnung von unter einer beliebigexi Neigung auf die ganze Länge des Geschosses gerade verlaufender Nuten oder Kanäle von gleichbleibendem Querschnitt ist ungenügend, da die Explosionskraft der Pulvergase keine genügende Angriffsfläche findet. Auf .die ganze Länge sich verjüngende Nuten oder Kanäle sind zwar schon richtiger; sie bewirken aber keine Leistungssteigerung der explodierenden Pulvergase, da in. ganzer Kanallänge gleiche Druckverhältnisse herrschen. Nur der auf das abgebogene Kanalstück wirkende Reaktionsdruck bewirkt einen, allerdings nicht genügenden Drall.
  • Weiterhin ist bei den bekanntgewordenen Anordnungen mit parallelen Kanalwandungen der Nachteil vorhanden, :daß die Gasmoleküle nach dem Aufprallen auf die Kanalkrümmung von dort auf die gegenüberliegende Wand treffen und dem Drall entgegenwirken.
  • Auch die flache und breite Ausgestaltung der Kanäle beiden bekanntgewordenen Konstruktionen ist unzureichend; da - hierbei die Einwirkung der Pulvergase auf die Kanalkrümmung nur so lange währt, wie das Geschoß im Laufe sitzt; sobald die Geschoßspitze aus dem Lauf etwas herausragt, können die Gase ohne Wirkung verpuffen. Daher ist es fehlerhaft, die Krümmung, d. h. die Arbeitsfläche der Kanäle auf die bzw. den abgekrümmten. Teil der Geschoßoberfläche zu verlegen, da hierdurch die Gas.: bereits beim Auftreffen. auf die Kanalkrümmung in den Lauf frei austreten können und erheblich an Energie einbüßen.
  • Alle bisherigen Konstruktionen und Vorschläge weisen ferner den Nachteil auf, daß ein großer Teil des Geschoßquerschnittes auf die Kanäle entfiel, wodurch das Gewicht des Geschosses und damit die Schießleistung kleiner wurde. Diese großen Kanalquerschnitte (bis zu 2o % des Geschoßquerschnittes) schienen den früheren Konstrukteuren erforderlich, um eine genügende Schießleistung zu erzielen. Diese erwartete Wirkung trat aber bei den entsprechend hergerichteten Geschossen nicht ein; die Geschoßgeschwindigkeit wurde nicht größer, und die Rasanz wurde sogar schlechter, jedenfalls keineswegs günstiger als bei glatten Mantelgeschossen, die aus mit Zügen versehenen Läufen abgefeuert werden.
  • Ganz besonders machteilig ist weiterhin bei allen bisher bekanntgewordenen Kanalgeschoßkonstruktionen die Wahl des Geschoßdurchmessers gleich derjenigen des Laufes. Diese Maßnahme sollte eine Minderung des Reibungsverlustes zwischen Geschoßmantel und -lauf auf ein Mindestmaß bewirken. Dabei wurde aber übersehen, daß eine wirksam Ausnutzung der Pulverexplosion nur dann möglich ist, wenn die Gasentwicklung in einem im Volumen möglichst gleichbleibenden und dichten Raum erfolgen kann. Ein int Laufe leicht rutschendes Geschoß kann naturgemäß dieser Voraussetzung nicht- genügen: Die Folge ist, daß das Geschoß bereits den Lauf verlassen hat, bevor es der vollen Wirkung der Pulverexplosion ausgesetzt war. Die eigentliche Explosionsleistung geht verloren.
  • Diese und noch mehr Nachteile haben bisher die Einführung von Geschossen mit eingelassenen Kanälen oder Nuten in die Praxis nicht ermöglichen lassen, trotzdem hierfür ein großes Bedürfnis besteht.
  • Die Erfindung vermeidet nicht nur die geschilderten Nachteile, sondern stellt darüber hinaus eine Geschoßkonstruktion dar, die gegenüber den bisher bekanntgewordenen oder vorgeschlagenen Geschossen zur Verfeuerung im gezogenen und nichtgezogenen Lauf erheblich günstigere Schießleistungen ermöglicht.
  • Das erfindungsgemäße Geschoß ist für glatte Rohre bestimmt und mit im Mantel oder im Innern angeordneten, Drall erzeugenden, mit einer Einschnürung versehernen Nuten oder Kanälen in der Weise ausgebildet, daß der Mündungsraum hinter der Einschnürung derart erweitert ist, daß der aus der Einschnürung .tretende Gasstrahl die seitliche Wandung nur an einer begrenzten Stelle, d. h. die Prallfläche, berührt. Diese Prallfläche ist unter einem solchen Winkel zur Strahlrichtung anzuordnen, daß der Gasstrahl in einer zur Laufachse tunlichst wenig geneigten schraubenförmigen Bahn aus dem. Geschosse .geworfen wird. Es ist ferner erfindungsgemäß empfehlenswert, dem Kopfe des Geschosses einen gegenüber dem G-eschoßkerndurchmesser mindestens um die doppelte Kanaltiefe kleineren Durchmesser zu geben.
  • In- der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise und schematisch dargestellt, und es bedeuten Abb. r eine Ansicht des Geschosses von der Kanalseite aus gesehen und Abb. z einen Ausschnitt der Geschoßwandung.
  • Der Geschoßkörper r besitzt auf seinem Umfange in ungefähr axialer Richtung Kanäle oder Nuten s (die Kanäle können auch im Innern des Geschosses verlaufen), die bis über den Geschoßschwerpunkt hinaus parallel oder höchstens leicht geneigt zur Längsachse des Geschosses verlaufen. Hieran schließt sich eine Einschnürung 3 an. Die weitere Führung des Kanals ist nicht düsenartig, sondern erfolgt nach den Regeln der Stoßtheorie unter Berücksichtigung der Schießerfordernisse.
  • Die große Kurvatur q, d. i. die eigentliche 2rra]lfläche 9, der Kanalwandung besitzt eine solche Form, daß die auftreffenden Gasmoleküle `nach dem Aufprall entsprechend ihrem Einfallwinkel unter gleichem oder ungefähr gleichem Ausfallswinkel ungehindert aus dem Kanal. austreten können; üs darf also hernach keine Berührung der Kanalbegrenzungswandungen 6 erfolgen, wie in Abb. z dargestellt (strichpunktierte Linien) ist.
  • Bei der durch das Eindringen der Pulvergase in die Geschoßkanäle a zu erzeugenden Drallbildung wird gemäß der Erfindung die Stoßwirkung benutzt. Zu diesem Zwecke ist einerseits die Einschnürung 3 und andererseits die obengenannte besondere Ausbildung der ,großen und kleinen Kurvaturen q. und 5 vorgesehen. Unter .einer Momentan- oder Stoßkraft versteht man bekanntlich eine außerordentlich große Kraft, die in einer außerordentlich kurzen Zeit wirkt. Sie wird gemessen durch die Änderung des Impulses, d. h. der Bewegungsgröße, die sie an von ihr betroffenen Maßepunkten hervorbringt und die ,gleich dem Antriebe der Stoßkraft ist. Da gegenüber den Stoßkräften die Wirkungen endlicher (stetiger) Kräfte, z. B. Reibung, vernachlässigt werden können, stellt die Erweiterung des - Kanals z hinter der Einschnürung 3 (bedingt durch die Notwendigkeit des freien ungehinderten Austritts der Gase) keine Verlustquelle dar.
  • Durch den Fortfall einer der Kurvenwand q. gegenüberliegenden Kanalwand können die Gase nach Verlassen der Kurvatur 4. keine schädlichen Rückwirkungen ausüben. In der Zeichnung ist lediglich ein kurzer, beliebig ausbildbarer Auslauf 5 vorgesehen, z. B. eine Abrundung.
  • Wichtig ist bei dem Erfindungsgegenstande weiterhin., daß die große Kunratur q. den Kanalausgang überdeckt, so daß durch den Luftgegendruck die Gase nicht an .der freien Entwicklung bzw. dem freien Austritte nach verrichteter Arbeit gehindert werden.
  • Das Geschoß besitzt ferner Rippen o. dgl. 7, die in beliebiger Zahl ganz oder teilweise um das Geschoß herumlaufen. Zwischen den Rippen kann in bekannter Weise ein Schmiermittel eingefügt werden. Die Rippen. besitzen einen etwas größeren Durchmesser als der Lauf. Das Maß der Verdickung richtet sich naturgemäß nach dem Geschoßmaterial und der Oberflächenausbildung des Geschosses und der Rippen. So empfiehlt sich beispielsweise für Weichblei etwa i/. mm Vergrößerung des Durchmessers (bei Kaliber 16) gegenüber dem Laufdurchmesser. Hierdurch ist eine volle Gasentwicklung gewährleistet, bevor das Geschoß den Lauf verläßt, und es ist daher ein Höchstmaß an Schießleistung und Rasanz gegeben. Da dieser Vorteil gegenüber den bekannten Konstruktionen ganz besonders deutlich ist, besteht umgekehrt die Möglichkeit, bei Beibehaltung bisheriger Schießleistungen die Pulverlademenge gegenüber Geschossen gleicher Leistung bekannter Konstruktion zu verringeni.
  • So haben praktische Versuche weiterhin gezeigt, daß bei der erfindungsgemäßen, d. h. richtigen Ausbildung der Kanalführungen 2, 3, 4 und 5 der Gesamtquerschnitt der ,Kanäle nur etwa 4 % des Geschoßquerschnittes zu sein braucht. Infolge dieser Kanalausbildung tritt kaum merklich ein Gegengasdruck vor das noch im Laufe befindliche abgefeuerte Geschoß.
  • In Anbetracht der höchstmöglichen Ausnutzung der Pulverexplosion bei der erfindungsgemäßen Kanalkonstruktion wird an der Fläche 9 der großen Kanalkurvatur 4 (d. i. die Fläche, gegen die die explodierten Pulvergase aufprallen) eine außerordentlich hohe Temperatur erzeugt, die das Geschoßmaterial, besonders wenn dies aus Weichblei mit einer Schmelztemperatur von etwa 33o° besteht, zum Schmelzen bringt. Hierdurch wäre ein Verbleien oder sonstiges Verschmieren des Laufes io bedingt. Daher -wird die gefährdete Stelle 9, die umgebende Nachbarschaft oder auch das ganze Geschoß mit einem sch-ver schmelzbaren Metallüberzug versehen, z. B. Kupfer, Chrom. Dieses Überziehen kann beispielsweise galvanisch .erfolgen. Das Verbleien. läßt sich auch durch Zusatz von z. B. Antimon zum Blei vermeiden.
  • Zum Zwecke einer einfachen Herstellung des Geschosses, besonders wenn es sich um gezogenes Material handelt und Fräs- o. dgl. Arbeit aus Kostenersparnisgründen vermieden werden soll, wird die Einschnürung 3 nicht bereits bei der Herstellung selbst vorgesehen, sondern beim Abfeuern des Geschosses herbeigeführt, indem das in der Ebene der zu schaffenden Einschnürung gelegene Material entsprechend verdickt vorgesehen ist, so daß beim Durchpressen oder -drehen des Geschosses durch den Lauf diese Materialverdickung ausweicht und selbsttätig die Einschnürung 3 bildet.

Claims (3)

  1. PATEITANSPRLCHE: i. Geschoß für glatte Rohre, das im Mantel oder im Innern Drall erzeugende, mit einer Einschnürung versehene Nuten oder Kanäle aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mündungsraum hinter der Einschnürung derart erweitert ist, daß der aus der Einschnürung tretende Gasstrahl die seitliche Wandung nur an einer begrenzten Stelle (Prall$äche) berührt.
  2. 2. Geschoß nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Prallfläche unter einem solchen Winkel zur Strahhzchtung angeordnet ist, daß der Gasstrahl in einer zur Laufachse tunlichst wenig geneigten (schraubenförmigen) Bahn aus dem Geschoß geworfen wird.
  3. 3. Geschoß nach Anspruch i oder i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf des Geschosses einen mindestens um die doppelte Kanaltiefe kleineren Durchmesser besitzt als der Geschoßkern.
DE1930597633D 1930-11-11 1930-11-11 Geschoss fuer glatte Rohre Expired DE597633C (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2766691A (en) * 1952-02-28 1956-10-16 Robert M Ramey Impulse means for rotating ammunition projectiles at low speeds
US2793592A (en) * 1952-02-28 1957-05-28 William J Kroeger Reaction means for rotating ammunition projectiles at low speeds
FR2396949A1 (fr) * 1977-07-09 1979-02-02 Ballmann Josef Projectile destine a etre notamment tire dans un canon lisse
DE102007052939B3 (de) * 2007-11-02 2009-01-29 Jallcom Holdings Ltd. Munition zum Verschießen aus einem glatten Rohr
DE102007052938B3 (de) * 2007-11-02 2009-04-16 Jallcom Holdings Ltd. Geschoss mit einen Drall erzeugenden Strömungskanälen

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WO2009056082A1 (de) 2007-11-02 2009-05-07 Jallcom Holdings Ltd. Munition zum verschliessen aus einem glatten rohr
WO2009056081A1 (de) 2007-11-02 2009-05-07 Jallcom Holdings Ltd. Geschoss mit einen drall erzeugenden strömungskanälen

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