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Es sind bereits Badeofenbatterien bekannt, bei denen das Ventilgehäuse eine durch ein
Kaltwasser-und ein Warmwasserventil gegen den Abfluss bzw. gegen den Ofen zu sperrende, mit dem Kaltwasserzufluss verbundene Kammer enthält. Bei diesen bekannten Konstruktionen bestand aber das Bestreben, die beiden Ventile mit ihren wagrechten Spindeln parallel zueinander anzuordnen, und hierdurch ergab sich ein Gehäuse, dessen drei Kammern im Wesen der Quer- richtung nach ausgedehnt und als mehr oder minder lange und verhältnismässig enge, komplizierte
Querkanäle ausgebildet waren, die aus giessereitechnischen Gründen als nachteilig empfunden werden.
Die Kompliziertheit dieser Kanäle hat zur Folge, dass die für dieselben erforderlichen
Kerne trotz sorgfältigster Herstellung beim Guss oft brechen und der Durchgang mit Metall ausgefüllt wird, was dann beim Gebrauch zur Explosion des Badeofens führen kann. Die grosse Ausdehnung dieser Kanäle in der Querrichtung ergibt sich aus der Notwendigkeit, die beiden symmetrisch zur Längsachse des Gehäuses angeordneten Ventile, die zu beiden Seiten des Ablaufstutzens liegen, so weit voneinander entfernt zu halten, dass die Handhabung ihrer Griffe nicht beeinträchtigt wird.
Es gibt auch Batteriekonstruktionen, bei denen die auf beiden Seiten des Ablaufstutzens liegenden Ventilspindeln schräg zur Mittellinie angeordnet sind, wodurch wohl ein Näherrücken der Ventilsitze im Innern des Gehäuses erreicht wird, ohne dass aber im Wesen daran etwas geändert werden würde, dass die Kanäle immer noch eine gewisse Ausdehnung in der Querrichtung haben und immer noch Kanäle bleiben, so dass also die erwähnten Nachteile auch hier bestehen und mit viel Ausschuss bei der Erzeugung des Gehäuses gerechnet werden muss.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Badeofenbatterie, deren Gehäuse so ausgebildet ist, dass von Kanälen überhaupt nicht mehr gesprochen werden kann, da die drei Kammern im Innern des Gehäuses nur durch zwei einfache Zwischenwände gebildet sind. Diese Kammern haben bei reichlich bemessenen Durchgängen eine solche Gestalt, dass die Erzeugung des auch in seiner äusseren Form sehr einfachen Gehäuses nicht schwieriger ist, als die eines gewöhnlichen Ventilgehäuses. Ein Vergiessen der wasserführenden Räume mit Metall ist dabei unmöglich und infolgedessen eine Ofenexplosion beim Gebrauch ausgeschlossen.
Die vorteilhafte Gestalt des Gehäuses ist dadurch erreicht, dass statt des bisher üblichen
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wand den Sitz für das Warmwasserventil trägt, während in der gemeinsamen Wand der beiden Formstücke das Kaltwasserventil sitzt. Hierbei wird von der symmetrischen Anordnung der Ventile zu beiden Seiten des Abflusses abgegangen und das eine Ventil in der Längsrichtung und das andere in der Querrichtung angeordnet, so dass die Handhabung der Ventile nicht beeinträchtigt wild. Das Gehäuse erhält bei Vermeidung enger komplizierter Kanäle eine gedrungene Gestalt und hat auch ein beträchtlich geringeres Gewicht als die Gehäuse der bisher bekannt gewordenen Badeofenbatterien.
Eine solche Badeofenbatterie nach der Erfindung ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i einen lotrechten Schnitt, Fig. 2 einen wagrechten Schnitt, Fig. 3 eine Seitenansicht, Fig. 4 eine Draufsicht und Fig. 5 eine Vorderansicht der Batterie.
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Das Ventilgehäuse besteht, wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen ist. aus einem doppelkugeligen Gussstück 1, 2, das durch zwei Scheidewände 3 und 4 in drei Räume 5, 6 und 7 unterteilt ist. Die Scheidewand 4 ist eine einfache Querwand an der Einschnürung des Gehäuses und die Scheidewand 3 ist ähnlich gestaltet, wie die eines Durchgangventils, da ja der Gehäuseteil 1 tatsächlich auch nichts anderes ist als ein gewöhnliches Durchgangventil.
Die Scheidewand 3 trägt den Sitz des Warmwasserventils 8, nämlich des Ventils, das den Zufluss des kalten Frischwassers regelt ; dieses strömt durch den Stutzen 9 in die Kammer 6 ein und von da durch die Kammer J und durch dieÖffnung10 zumO'fen. Die Scheidewand 4 trägt den Sitz für das Kaltwasserventil, das die Strömung des der Kammer 6 zufliessenden Frischwassers zur Kammer 7 und damit zu den an dieser angeschlossenen Ablaufstutzen 12 regelt.
Die beiden Ventile 8 und 11 stehen also aufeinander senkrecht, indem die Spindel des
Warmwasserventils 8 quer gerichtet und die des Kaltwasserventils längsgerichtet ist.
In die Kammer 7 mündet von oben her die vom Ofen kommende Warmwasserleitung 13, von der auch die Steigleitung zur Brause abzweigt, in die das Wasser in bekannter Weise dann hineingedrängt wird, wenn das in dem Ablaufstutzen 12 eingeschaltete Absperrorgan 14 ge- schlossen wird.
Die Wirkung der Badeofenbatterie ist bekanntlich die, dass bei geschlossenem Warmwasser- ventil 8 und geöffnetem Kaltwasserventil 11 das der Kammer 6 zuströmende Frischwasser in die Kammer 7 und von hier zum Abfluss 12 läuft, während bei geschlossenem Kaltwasserventil 11, und geöffnetem Warmwasserventil 8 das der Kammer 6 zuströmende Frischwasser in die Kammer 5- läuft und von hier durch den Stutzen 10 in den Ofen geleitet wird, von dem es im erwärmten
Zustand durch die Rückleitung 13 in die Kammer 7 und weiter in den Ablauf 12 oder zur Brause (bei abgesperrtem Ablauf) gelangt.
Durch Einstellung verschiedener Durchgangsquerschnitte an den Ventilen 8 und 11 können verschiedene Mischungen zwischen kaltem und warmem Wasser in der Kammer 7, welche gleichzeitig als Mischraum dient und damit verschiedene Temperaturen des ausfliessenden Wassers erreicht werden.
Wie die in den Fig. i und 2 dargestellten Schnitte des Gehäuses zeigen, sind enge langgestreckte oder gar gewundene Kanäle gänzlich vermieden, und die Kammern 5, 6 und 7 sind vom giessereitechnischen Standpunkte von so einfacher Gestalt, dass die Erzeugung keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Das ganze Gehäuse ist trotz reichlicher Querschnittsbemessung für den Wasserdurchtritt von gedrungener Form und von geringem Gewicht. Da keine engen und gewundenen Kanäle vorhanden sind, ist auch die für Reparatur-und Reinigungszwecke nötige Zugänglichkeit gewährleistet. Die Handgriffe der beiden Ventile 8 und li sind so weit voneinander entfernt, dass sie ungestört gehandhabt werden können, ohne dass dabei die Übersichtlichkeit beeinträchtigt wäre.
Die doppelkugelige Form des Batteriekörpers ist nicht nur vom Schönheitsstandpunkt vorteilhaft, sondern trägt auch zur Gewichtsverminderung bei. da die Scheidewand 4 an der Einschnürungsstelle mehr oder minder nur so gross zu sein braucht, als dies der Ventilsitz erfordert.