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Schiffsfenster.
Die Erfindung betrifft die seitlichen Fenster, Lichtpforten oder Luken von Schiffen, bei denen ein Fensterrahmen, ein drehbarer Glasrahmen oder Fenster und ein Druckring vorhanden sind, der mit dem festen Rahmen durch Schrauben und Muttern so verbunden ist, dass er nach dem festen Rahmen hin und von ihm fortbewegt werden kann. Der Druckrahmen stellt hierbei einen wasserdichten Abschluss her, wenn der Glasrahmen sich in Schliessstellung befindet.
Die Erfindung besteht darin, dass die Schrauben oder Bolzen und ebenso die Muttern mit unterbrochenem Schraubengewinde versehen sind, zum Zwecke. das Fenster schnell öffnen und schliessen zu können. Ferner sind Stifte und Schlitze vorgesehen, um die Muttern oder Bolzen so zueinander zu halten und zu führen, dass die gewindelosen Stellen der Muttern den stehengebliebenen Teilen der Schraubengewinde der Bolzen entsprechen.
Hierdurch kann der Druckring als Ganzes frei hin und her geschoben werden, wobei Federn o. dgl. zwischen Druckring und Muttern dazu dienen, e ; nen gegenseitigen Eingriff der unterbrochenen Schraubengewinde mit den Muttergewinden zeitweiiig zu verhindern.
Gemäss einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die Muttern an dem festen Rahmen vernietet und die Schrauben mit Griffen oder Bügeln und verjüngten Teilen in der Nähe dieser Griffe versehen, um die geschlitzen oder gelochten Lappen des Druckringes aufzunehmen.
Fig. i zeigt in Aufriss ein seitliches Schiffsfenster, Fig. 2 einen seitlichen Querschnitt des geschlossenen Fensters nach der Linie 11-11 in Fig. i, Fig. 3 eine Seitenansicht des geöffneten Fensters mit teilweisem Schnitt, Fig. 4 einen Querschnitt durch eine Schraubenmutter in grösserem Massstabe, Fig. einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform,
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eines Fensters in ovaler Form, Fig. 8 einen Querschnitt nach der Linie rIII-T'111 in Fig. 7 und Fig. 9 im Einzelnen den linken Teil der Fig. 8, wobei jedoch die Mutter niedergedrückt ist.
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und parallel zur Bolzenachse verlaufende Schlitze c in jedem Bolzen vorhanden (Fig. 3 und 4).
Zweckmässig sind die beiden oder die drei dem festen Rahmen a zunächst liegenden letzten Gänge des Gewindes jedes Bolzens b nicht unterbrochen, so dass, wenn der Druckring d sich dem festen Rahmen nähert, eine ausreichende Gewindefläche verbleibt, um den Druckring ohne Gefährdung des Gewindes festzuziehen. Der Glasrahmen ist bei f und g an dem festen Rahmen drehbar gelagert und hat einen ringförmigen, abgerundeten Flansch h, der sich gegen einen Gummiring r legen kann, welcher in bekannter Weise in eine Ringnut des Druckringes d eingelegt und breit genug ist, um auch mit einem Ringflansch k des festen Rahmens a in Berührung treten zu können ; sta t dessen kann aber auch eine andere wasserdicht schliessende Packung vorgesehen sein.
Der Druckring ist mit einem Griff l auf jeder Seite versehen und hat einen durchlochten oder geschlitzten Lappen 1Jl. für jeden der am festen Rahmen a angebrachten Schraubenbolzen b, und zwar sind die Lochungen oder Einschnitte so bemessen, doss sie
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Gewinde mit einander gegenüberliegend angeordneten Längsschlitzen oder Nuten hat entsprechend der Form der Schrauben b (Fig.
4), und wenn ein Deckel p benutzt wird, so ist auch dieser für jede Mutter mit je einem geschlitzten Lappen q versehen, und die Muttern o sind lang genug und haben einen hinreichend grossen Aussendurchmesser, dass sie Anschlagschultern für den Deckel oder Laden p bilden können, damit ein dichter Abschluss zwischen einem Packungsring r des Ladens und einem Ringwulst an der Innenseite des Druckringes d in an sich bekannter Weise erzielt werden kann.
Die Muttern o haben zweckmässig nur an einem Ende Gewinde, im übrigen ist ihre Bohrung 01 glatt und von grösserem Durchmesser (Fig. 3 unten). Um die Muttern o leicht auf den Schrauben b in Stellung halten zu können, so dass die Gewindeteile der Muttern in den entsprechenden Schlitzen oder Nuten der Bolzen liegen, sind die Löcher der Lappen 1Jt des Druckringes d mit kleinen Aussparungen s versehen, und der verjüngte Teil it jeder Mutter hat einen kleinen Vorsprung oder Zapfen , der in eine dieser kleinen Aussparungen eingreifen kann, während eine Schraubenfeder K,
die den verjüngten Teil
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jeder Mutter umgibt und einerseits an dem Lappen M des Druckringcs d und andrerseits an der Schulter am Ende des verjüngten Teiles der Mutter anliegt, die unerwünschte Entfernung der Mutter vom Druckring verhindert, andrerseits dagegen gestattet, dass die Mutter frei auf der Schraube gedreht wird. wenn ein Druck auf die Flügelmuttern ausgeübt wird, so dass die Zapfen t aus den Einschnitten s heraustreten ; während die Zapfen t in den Aussparungen s liegen, sind die Schrauben b und die Muttern o nicht in Gewindeeingriff miteinander, und der Druckring d kann dann zusammen mit seinen Muttern o auf den Schrauhenbolzen verschoben werden, die hierbei lediglich als Führung dienen.
Wenn der Druckring d gegen den festen Rahmen a angelegt ist. werden die Muttern o
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mit den Ringflanschen kund h der Rahmen a und e zu bringen und einen wasserdichten Abschluss zu erzielen.
Soll das Fenster geöffnet und schräg zu dem festen Rahmen verriegelt werden, so werden die Muttern o zurückgeschraubt, bis ihre Zapfen t in die Aussparungen s der Lappen m des Druckringes d hineingleiten, dann wird der Druckring bei den Griffen 1 erfasst und soweit wie nötig nach dem Innern des Schiffes gezogen, wobei die Muttern auf den Bolzen b gleiten, die dann nicht im Gewindeeingriff mit den Muttern stehen ; hierauf wird der Glasrahmen e um seine Zapfen fund g bis zu dem gewünschten Winkel geschwungen, der Druckring d verschoben, bis sein Innenumfang mit zwei Stellen des Aussenumfangs des Glasrahmens in Berührung tritt, von denen eine in Fig. 3 mit j bezeichnet ist, zwei einander gegenüberliegende Muttern, z.
B. die obere und die untere, wenn der Glasrahmen um senkrechte Zapfen drehbar ist, werden verschoben. bis ihre Zapfen t aus den Aussparungen s heraustreten, und dann werden die Muttern um 1800 gedreht oder
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Offenbar braucht der Druckring den Glasrahmen nicht zu berühren, wenn der Rahmen a mit dem üblichen unter Federdruck stehenden Riegel v versehen ist (Fig. i), der in eine beliebige der am Aussenumfang des Glasrahmens vorgesehenen kreisförmigen Vertiefungen einschnappen kann.
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wird (Fig. g), der aussen einen Einschnitt os zum Ansetzen eines Schraubenziehers hat.
Zwei oder mehrere der Muttern o und Schrauben b können in der beschriebenen Weise
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rahmen e und der Druckring a ! gelockert und nach innen gezogen, dann wird das Fenster zum Teil gedreht und der Aussenumfang des Glasrahmens gegen die Innenkante des inneren Umfanges des festen Rahmens a geklemmt.
Gemäss Fig. 6 sind die mit Innengewinde versehenen Hülsen oder Muttern w mit unterbrochenem Gewinde an dem festen Rahmen a vernietet, können aber auch mit ihm in einem Stück gefertigt sein. Die gleichfalls mit unterbrochenem Gewinde versehenen Schrauben x haben Flügelköpfe y und einen verjüngten Teil z, auf dem der Druckring J freibeweglich gelagert ist und der einen dem oben erwähnten Zapfen t entsprechenden Zapfen 1 hat sowie eine Feder 2, während die gelochten Lappen des Druckringes mit je einer Aussparung 3 versehen sind, so dass der Zapfen 1, die Aussparung 3 und die Feder 2 in gleicher Weise wirken können wie der Zapfen t. die Aussparung s und die Feder u gemäss Fig. 2 und 3.
Auch bei der Ausführung nach Fig. 6 hat der Druckring Handgriffe, um ihn hin und her bewegen zu können. Bei dieser Ausführungsform sind jedoch keine Vorkehrungen getroffen, um das vollständige Abziehen der Bolzen x von den Gewindehülsen oder Muttern w zu verhindern, doch könnten für diesen Zweck ähnliche Mittel benutzt
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Die Ausführungsform nach Fig. 7 und 8 hat grosse Ähnlichkeit mit derjenigen nach Fig. i und 4, nur sind in diesem Falle die Gewinde in den Muttern 4 kürzer, und die
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glatte Bohrung der Mutter ist exzentrisch zur Mutterachse.
Um zu verhindern, dass jede Mutter 4 durch unberechtigte Personen abgenommen wird, ist das Ende der zugehörigen am festen Rahmen 7 angebrachten Schraube 6 mit einem Vorsprung 8 versehen, der vierkantig oder auch anders gestaltet sein kann und über den eine mit entsprechender Aussparung 9 versehene Kappe 10. greift, die exzentrisch an der Schraube 6 durch eine kleine Schraube 11 befestigt ist, die mittels Schraubenziehers eingezogen ist, der durch ein Loch 12 in den hohlen Kopf der Mutter 4 eingeführt werden kann.
Wie zuvor beschrieben
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durch einem Vorsprung gleich dem Zapfen t in Fig. 3 und eine entsprechende Ausnehmung s im Druckring, oder aber die Mutter hat einen mit ihr verschraubten Bund 13 mit einem rechteckigen Zahn 14, der in eine Aussparung 15 im Lappen 16 des Druckringes 17 eingreifen kann. dessen Kante. wie rechts in Fig. 8 angegeben ist, einen umgestülpten Rand 18 hat, damit man einen guten Griff für die Finger enthält. Fig. 9 zeigt die Stellung der Teile, die sie einnehmen, wenn die Mutter 4 niedergedrückt ist, um den Zahn 14 aus der Aussparung 15 zu entfernen.
Wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen sind Schraubenfedern it zwischen Schultern der Muttern und dem gelochten Lappen des Druckringes 17 eingelegt, um zu verhindern, dass die Muttern unversehens gedreht werden. wenn der Druckring gegenüber dem festen Rahmen 7 verschoben wird.
PATENT-AXSPRÜCHE : i. Schiffsfenster oder Lichtpforte mit drehbarer Scheibe und Druckring für wasserdichten Abschluss, dessen Druckring als Ganzes mittels Muttern und Bolzen gegen den festen Rahmen oder von ihm fort bewegt werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Muttern und Bolzen mit unterbrochenem Gewinde versehen sind, und die Unterbrechungen auf dem einen Teil der Schraubenverbindung den stehengebliebenen Gewindeteilen auf dem anderen Teile entsprechen, so dass, wenn die stehengebliebenen Gewindeteile des einen Schraubenverbindungsteiles den Unterbrechungen oder Längsschlitzen zwischen den Gewindeteilen auf dem anderen Schraubenverbindungsteile gegenüber stehen, der Druckring schnell von dem festen Rahmen fortbewegt und ebenso schnell zurückgeführt werden kann.