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Röntgenuntersuchungs-und-behandlungsgerät.
Bei der therapeutischen Anwendung der Röntgenstrahlen sind schon vielfach Schädi- gungen von Kranken dadurch zustandegekommen. dass man bei der Bestrahlung das zwischen die Röntgenröhre und den Kranken zu schaltende Strahlenfilter versehentlich fortgelassen hat. Dieser Nachteil würde vermieden se'n, wenn man das St@ahlenfilter am Röhrenstativ fest anordnen würde. Doch dies ist in der Praxis nicht durchfühlbar, weil die Behandlung verschiedener Krankheiten und im Körper des Kranken verschieden tief liegender Krankheitsherde die Anwendung ve schiedener Strahlenfilter erheischt.
In den meisten Fällen muss von der festen Anordnung eines Strahlenfiters schen deshalb abgesehen werden, weit die Röhrenstative in der Regel nicht bl ( B für Röntgentherapie, sonde.-n auch für diagnostische Arbeiten ! renutzt u erden, bei denen entweder gar kein Filter oder ganz andere als bei Therapie zur Anwendung gegangen. Aus die em Grunde sind die Filter hei allen bisherigen Röntgenstativen leicht lösbar angeo@dnet.
Der genannte Nachteil ist der Erfindung gemäss vermieden durch eine beim Einfügen
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ein Strahlenfilter in den Strahlengang der Röntgenröhre eingesetzt ist.
In Fig. I ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, gemäss
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optische Anzeigevorrichtung einwirkt. In der Figur ist ein Röhrenaufnahmekasten B, von unten gesehen, veranschaulicht. Das zwischen die beiden Führungsleisten l eingeschobene
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strahlen Durchtritt gewährende Bodenöffnung o des Röhrenaufnahmekastens roch nicht vollständig verdeckt ist. Auf der. Aussenseite des Kastenbodens sind zwei federnd befestigte Kontakte c1 und C2 angeordnet. Diese beiden Kontakte sind unter Zwischenschaltung einer Signallampe L an die beiden Pole einer elektrischen Batterie b geschaltet. Zweckmässig sind die Batterie und die Lampe f. n dem beweglichen Röhrenaufnahmekasten B angeordnet.
Wird das Filter F in seine Endstellung gebracht, in der es durch den in die Kerbe A einspringenden federnden Anschlag A fixiert wird, so werden die beiden Kontakte ei und c2 durch das metallische Filter miteinander leitend verbunden und dadurch der Stromkreis der Lampe L geschlossen. Das Aufleuchten der Lampe dient somit ; < Is Anzeige dessen, dass das Strahlenfilter in den Röhremufnahmekasten eingesetzt ist.
Die Signallampe L kann auch am Röntgenstrahlengenerator oder in der Nähe der zu Betätigung dieses Apparates dienenden Schaltapparate angeordnet sein, wobei man als St. omquelle zur Speisung der Signallampe an Steile der Batterie b zweckmässig das zur Speisung des Röntgenstrahlengenerators dienende Netz wählt. Zweckmässig ist es, die zur Beleuchtung des Schalttisches oder der Schalttafel dienende Lampe als Signallampe zu verwenden. so dass die den Röntger apparat bedlienende Person durch das Dunkelsein der Lampe auf das Fehlen des Strahlenfilters aufmerksam gemacht wird. An Stelle der Lampe L
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oder geöffnet wird.
Um die dauerne, Tätigkeit des akustiscen Signalapparates während der Dauer der Bestrahlung zu ve hütes, werden zweckmässig in dessen Stromk@els zwei Schalter vorgesehen, von denen der eine s1 mit dem Hauptschalter des Röntgenapparates
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Stromkreis des Signalapparates an zwei Stehen geöffnet, und zwar an der Stelle des Kontaktpaares t'j und (2 und durch den in der Offenstellung befindlichen Schalter s1.
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Wird der Hauptschalter geschlossen, während der Betriebsschalter noch immer in der Stellng n aus" sich befindet, so befindet sich im Stromkreis der Anzeigevorrichtung nur mehr eine Unterbrechungsstelle, und zwar an der Stelle des Kontaktpanres fj .
Durch den Umstand, dass nach Schüessen des Hauptschalters das erwartete akustische Signal ausbleibt, wird die den Apparat bedienende Person auf das Fehlen des Strahlenfilters aufmerksam gemacht. Ordnet sie nunmehr das Filter an. so ertönt das akustische Signal.
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der Tätigkeit des akustischen Signaiapparates ein Ende gesetzt.
Es können auch an Stelle der beschriebenen Schaltung einje Rubestromschaltung und dementsprechend Kontakte gewählt werden, die sich so lange, als ein Strahlenfilter in den Röhrenaufnahmekasten nicht eingeschoben ist. beruhren und durch das Einschieben des Strahlenfilters voneinander getrennt werden, so dass dadurch der Stromkreis eines optischen (Signallampe o. dgl.) oder akustischen (Klinge-) Signalapparates geöffnet wird. Bei solcher Anordnung ird das den Röntgenapparat bedienende Personal durch die akustische Anzeige (Läuten der Klingel) oder die Anzeige des optischen. Apparates (Leuchten der Signallampe) auf das Fehlen des Strahlenfilters aufmerksam gemacht und zu dessen Einsetzen ermahnt.
Um bei Ruhestromschaltung die dauernde Tätigkeit des Signalapparates in den Arbeitspausen zu verhüten, wird der zur Betätigung des Signalapparates erforderliche Strom zweckmässig über den Hauptschalter oder den zur Inbetriebsetzung des Röntgenstrahlengenerators dienenden Schalter des Röntgenapparates geleitet, so dass die Anzeigevorrichtung nur dann, wenn der Hauptschalter geschlossen ist oder der Röntgenapparat in Betrieb gesetzt ist. in Tätigkeit treten kann. Es wird sodann die den Apparat bedienende Person immer erst bei Inbetriebsetzung des Röntgenapparates. also immer noch rechtzeitig auf das Fehlen des Strahlenfilters aufmerksam gemacht.
Bei Einrichtungen dieser Art können immer noch bei Nichtbeachtung der Signaleinrichtungen Fehlgriffe entstehen. Des ist vollständig vermieden, wenn die durch das Strahlenfilter betätigte Schalteinrichtung entweder auf einen Stromkreis der Röntgenröhre selbst oder eines des sie speisenden Röntgenstrahlengenerators so einwirkt, dass die Röntgenstrahlenerzeugung erst dann stattfinden kann. wenn die Schaltvorrichtung durch das Einschieben des Filters betätigt worden ist. Ein Ausführungsbeispiel solcheer Art ist in Fig. 2 veranschaulicht. An dem zur Aufnahme der Röntgenröhre R dienenden Behälter B ist ein federnd befestigter Kontakt t'j angeordnet.
Dieser und die eine metallische Führungsleiste l für das einzuschiebende Strahlenfilter F sind unter Zwischenschaltung der Wickelung w des Elektromagnetes M mit den beiden Polen der Stromquelle q verbunden.
Das Strahlenfilter trägt das Kontaktstück (2'das durch Vermittlung der metallischen Filtermasse mit der Führungsleiste/in leitender Verbindung steht. Ist das Filter F in die Endstellung eingeführt, so kommt der Kontakt c2 mit dem Kontakt ei in Berührung, was die Erregung des Elektromagnetes m zur Folge hat. Ist dieser erregt, so wird durch dessen Anker a das Kontaktpaar C und damit der Stromkreis der an das Netz n unter Zwischenschaltung des Hebelschalters h und des Unterbrechers a angeschlossenen Primärwicklung p
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und somit auch der Primärkreis des Induktors geöffnet.
Wird das Strahlenfilter F vor die Blendenöffnung bis in seine Endstellung eingeschoben. so wird der Magnet w erregt, dessen Anker a angezogen und der Kontakt C geschlossen. Nunmehr kann nach Schliessung des
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Hebelschalters A ! der Induktor i und damit die Röntgenröhre R in Tätigkeit gesetzt werden.
Um einen Überschlag von der Röntgenröhre und deren Zuleitungen zu Bestandteilen des primären Induktorkreises zu vermeiden, muss das Kontaktpaar gegen die Elektromagnetwicklung w genügend isoliert sein. Die Kontakte cl, C2 könnten auch unmittelbar zum Schliessen des primären Induktorkreises benutzt werden, wenn für deren genügende Isolierung gegen die Röntgenröhre und de en Zuleitungen gesorgt ist.
Eine einfachere und sehr betriebssichere Einrichtung erzielt man, wenn man den vom Strahlenfilter hetätigten Schalter unmittelhar in den Röhrenstromkreis verlegt. Eine solche Ausführung ist in Fig. 3 dargestellt, gemäss welcher der vom Filter betätigte Schalter als Hochspannungsschalter ausgebildet ist. Dieser besteht aus dem zweiarmigen Hebel d-i, der an dem am Röhrenaufnahmekasten B befestigten, aus Isoliermaterial gefertigten Lagerstück L um die Achse o drehbar angeordnet ist. Der Arm d ist aus leitendem Material, zweckmässig aus Draht, gefertigt, während der Arm t aus Isoliermaterial hergestellt ist.
Mit dem Arm i ist mittels des Scharniers c der Hebel h verbunden, dessen anderes Ende unter Einwirkung der Zugfeder f steht und innerhalb der in der Seitenwand des Röhrenbehälters B vorgesehenen
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Anschlagstück a samt dem Hebel h entgegen der Zugkraft der Feder und der zweiarmige Hebels d-i in die in der Zeichnung punktiert dargestellten Lagen gebracht. Von den beiden Hochspannungszuleitungen zur Röntgenröhre ist die eine unmittelbar an die Elektrode k der Röntgenröhre angeschlossen, während die Leitung L2 zur Drehachse o des zweiarmigen Hebel d-i geführt ist.
Solange kein Strahlenfilter eingeschoben ist, befindet sich der Hochspannungsschalter d in der in der Zeichnung durch ausgezogene Linien dargestellten
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generator in Tätigkeit gesetzt, so geht entweder gar keine Entladung durch die Röntgenröhre oder. wenn die Spannung genügend hoch ist, so treten vom Ende des Drahtes d Funken zur Elektrode A der Röntgenröhre über. Durch die Stromlosigkeit im Röhrenstromkreise oder durch das Funkengeräusch werden der Arzt und das Bedienungspersonal auf das Fehlen des Strahlenfilters aufmerksam gemacht. Der Betrieb der Röntgenröhre kann erst dann eingeleitet werden, wenn ein Strahlenfilter in den Röhrenbehälter eingeschoben und dadurch der Draht d an die Elektrode AK der Röntgenröhre AK angelegt ist.
Somit bietet diese Einrichtung auch eine Gewähr dafür, dass eine Bestrahlung ohne Strahlenfilter überhaupt nicht eingeleitet werden kann.
Der vom Filter betätigte Hochspannungsschalter wird zweckmässig auf derjenigen Seite des Röhrenbehälters angeordnet, auf welcher die Antikathode der Röntgenröhre zu liegen kommt. Es kann nämlich dann die Vorrichtung ohne Abänderung sowohl bei Ionen-
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Länge anpassen zu können, wird der Hochspannungsschalter d zweckmässig aus mehreren gegeneinander verschiebbaren Teilen zusammengesetzt, so dass seine Gesamtlänge veränderbar ist. So kann beispielsweise d aus mehreren tcleskopisch ausziehbaren Rohrstücken bestehen.
Es ist nicht erforderlich, dass die vom Filter betätigte Schaltvorrichtung unmittelbar auf den Primärkreis oder d, en Sekundärkreis des die Röntgenröhre speisenden Hochspannugstransformators oder Induktors einwirkt. So kann bei Induktorapparaten, die mit einem umlaufenden Unterbrecher versehen sind, die Einrichtung so getroffen werden, dass der Schalter gemäss Fig. 2 im Stromkreise des den Unterbrecher antreibenden Motors liegt.
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angeordnet sein. Bei Apparaten zum Betriebe von Röntgenröhren mit Glühkathode kann der Schalter in den Primärkreis des die Glühkathode speisenden Heiztransformators geschaltet sein.
Bei dieser Anordnung kann die Heizung der Glühkathode und somit die Erzeugung von Röntgenstrahlen nur dann stattfinden, wenn das Filter eingeschoben, der Schalter geschlossen und somit der Primärkreis des Heiztransformators geschlossen ist. Auch kann an Stelle eines durch das Filter beim Einschieben zu schliessenden Schalters ein Schalter vorgesehen sein, der bei Fehlen eines Filters unter Einwirkung irgendeiner Kraft geschlossen ist und durch das eingeschobene Filter geöffnet wird. Indem man durch den Schalter die Primärspule des Induktors oder Transformators oder den Unterbrecher kurz schliesst, wird es erreicht, dass die Röntgenstrahlenerzeugung immer erst nach Öffnen des Schalters, d. h. durch das Einschieben eines Strahlenfilters ermöglicht ist.
Es ist nicht erforderlich, dass das Strahlenfilter und der durch es zu betätigende Schalter an dem Röhrenhehälter selbst angeordnet wird. So können diese an einem am
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Röhrenbehälter angeordneten Träger oder an einem anderen Teile des Röntgenuntersuchtungs- gerätes, beispielsweise an dem zur Lagerung des Kranken dienenden Untersuchungstische oder einem längs dieses Tisches verschiebbaren Träger angeordnet sein. Die Erfindung lässt sich
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Kontektekonstruktivsinngemässanderssein.
PATEXT-AXSPRÜCHE :
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Einfügen eines Strahle@filters in die Bahn der Röntgenstrahlen selbsttätig in Wirkung tretende elektrische Schaltvorrichtung, die den Stromkreis einer akustischen oder optischen Anzeigevorrichtung oder irgendeinen die Tätigkeit der Röntgenröhre beeinflussenden Stromkreis der die Röntgenröhre speisenden Apparatur schliess oder öffnet.