<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Antrieb von Haupt-und Vorsignalen im durchlaufenden, aus einem Planeten- getriebe nebst Stellscheibe bestehenden Drahtzug.
Die Drahtleitungen zum Bedienen der Haupt-und Vorsignale werden am zweckmässigsten aus einem durchlaufenden Drahtzug, d. h. aus einem zwischen Stellhebel und Vorsignal
EMI1.1
die Betriebssicherheit hergestellt. Es soll durch die vorgenannte an sich bekannte Anordnung und durch entsprechende Konstruktion des IIauptsignalantriebs bezweckt werden, dass bei
Drahtbruch das Haupt-bzw. Vorsignal jeweils zwangläufig ein der Betriebssicherheit ent- sprechendes Signalbild zeigt. Vorliegender Antrieb erfüllt obengenannte Bedingungen, so dass beim Bruch der Leitung zwischen Stellhebel und Hauptsignale beide Signale auf "Halt'stehen bleiben bzw. auf.. Halt"zurückfallen, wenn der Drahthruch während der Fahrtstellung erfolgt (siehe Fig. 3).
Bei einem Drahtbruch zwischen Haupt-und Vorsignal wird stets nur das Vorsignal zwangsläufig auf Halt gebracht, das Hauptsignal aber nach vollendetem Reissweg der Leitung dasjenige Bild zeigen, das es vor dem Bruch der Leitung gezeigt hat (siehe Fig. 4 und 5). Im letzten Falle verbindet sich durch die entsprechende Konstruktion des Hauptsignalantriebs der gebrochene Drahtzug zwischen Stellhebel und Hauptsignal selbst wieder zu einem geschlossenen Drahtzug, so dass im Bedarfsfalle das letztgenannte Signal trotz dem Drahtbruche vom Zentralstellwerk aus allein weiter bedient werden kann, bis der Drahtzug zwischen Haupt-und Vorsignal wieder in Ordnung gebracht ist.
Fig. 1 stellt einen geschlossenen Drahtzug zwischen Stellhebel St und Vorsignal Va in Haltestellung, Fig. 2 einen solchen in Fahrstellung dar, in welchem das Hauptsignal A mit dem neuen Antrieb eingebaut ist, letzterer besteht aus einer bekannten Stellscheibe b zum Bewegen der Signalflügel und einem Planetengetriebe, das aus der Seilrolle c mit Innenverzahnung und der Seilrolle d mit Aussenverzahnung, zwischen welchem sich das Planetenrad e bewegt, zusammengesetzt ist.
Die Seilscheiben c und d sind der besseren Übersicht halber in zwei verschiedenen Grössen gezeichnet, die, wie aus der dargestellten Figur ersichtlich ist, mit einem Drahtstrang in entgegengesetzter Richtung umschlungen sind, wodurch bei Temperaturschwankungen beide Seilrollen c und d sich im entgegengesetzten Sinne drehen, wobei das Planetenrad e, dessen Achse mit der Stellscheibe b verbunden ist, durch die Zahnkränze der Seilrollen c und d um seine eigene Achse gedreht und dadurch eine Übertragung der Temperaturschwankungen auf die Stellscheibe b verhindert wird.
Das Planetenrad e bzw. die damit verbundene Stellscheibe b wird nur nach der einen oder anderen Richtung bewegt und die von der Stegscheibe b abhängigen. Signalflügel gestellt, wenn beide Seilrollen c und d im gleichen Sinne rechts oder links gedreht werden.
Die Stellscheibe b wird also in Bewegung gesetzt
I) wenn die Drahtleitung durch den Stellhebel St in der einen oder der anderen Richtung gezogen wird,
II) wenn ein Drahtbruch zwischen dem Stellhebel St und dem Ilauptsignal A eintritt.
Beide Seilrollen c und d drehen sich im entgegengesetzten Sinne, wobei die Stellscheibe b ihre Lage nicht \ erändert :
<Desc/Clms Page number 2>
I) bei Bewegung des Drahtes durch Temperaturschwankungen,
II) bei Drahtbruch zwischen dem Hauptsignal A und dem Vorsignal Va.
Das Wesen der Erfindung liegt nun darin, dass wie aus Fig. 6 und 6 a ersichtlich, beide gegeneinanderliegende Flächen der Seilrollen c und d des Antriebes mit je einer spiralförmigen Laufrinne f-g versehen sind, die im entgegengesetzten Sinne verlaufen ; in beiden Laufrinnen f-g liegt eine gemeinschaftliche Kugel A. Dieselbe hat den Zweck, bei Drahtbruch zwischen Hauptsignal A und Vorsignal Va beide Seilrollen c-d derart zu verbinden, dass sie wie eine einzige feste Doppelseilrolle wirken.
Der Vorgang ist folgender :
Fig. 6 zeigt ein Hauptsignal A in Haltestellung im normalen Zustande. Der Deutlichkeit halber sind die Laufrinne g-f der beiden Seilrollen c-d mit der zwischen beiden Laufrinnen gelagerten Kugel h besonders in Fig. 6 a dargestellt.
Wie aus Fig. 6a deutlich zu ersehen ist, ist die Kugel h derart zwischen den Lauf-
EMI2.1
zum Ausgleich der Drahtleitung bei Temperaturschwankungen erforderlich ist, bei letzterem Vorgang behält die Kugel A die dargestellte senkrechte Lage unter der Seilrollenachse bei.
Der Zwischenraum zwischen beiden Rollen c und d ist durch eine an der einen Rolle befindliche Überlappung x abgedeckt (Fig. 6a). Hierdurch wird das Eindringen von Staub und Nässe verhindert. Ferners ist hierdurch ein unbefugtes Eingreifen in den inneren Mechanismus zur Unmöglichkeit gemacht.
Sobald das Hauptsignal A in Fahrstellung gebracht ist (Fig. 2), entsteht die in Fig. 7 und 7 a dargestellte Lage. Bei diesem Vorgang nehmen die sich kreuzenden Lauf-
EMI2.2
Tritt nun nach Fig. i und 6 oder Fig. 2 und 7 zwischen Hauptsignal A und Vorsignal Va ein Drahtbruch ein. wodurch sich beide Seilrollen c-d mit den zugehörigen Laufrinnen g-f entgegengesetzt drehen, bis die beiden Enden gl-./ der Laufrinnen g-f an der Kugel li angelangt sind ;
dadurch werden beide Seilrollen c-d zu einer Doppelseilrolle vereinigt. wie in Fig. 8 und 8 a, Fig. 9 und 9 a dargestellt, somit ist auch die Drahtleitung zwischen Stellhebel St und Hauptsignal A geschlossen, das Vorsignal Va aber in jedem Falle durch die Bewegung des gebrochenen Drahtes zwangsweise in HaltsteIIung geblieben bzw. gebracht worden (siehe Fig. 4, 5).
Das Hauptsignal A (Fig. 8 bis 9) zeigt nach wie vor dem Drahtbruch dasselbe Signalbild, da sich der ganze Leitungskupplungsvorgang nur an den beiden Seilrollen c-d vollständig unabhängig von der Stellscheibe b abspielt. Nachdem sich derDrahtzug zwischen Stellhehel St und Hauptsignal A selbsttätig geschlossen hat. ist der Wärter in die Lage versetzt,
EMI2.3
Bedarf in Fahrt und Haltestellung zu bringen, wodurch die Aufrechterhaltung des Betriebes erleichtert wird.
PATEXT-AXRPRCCHE : i. Vorrichtung zum Antrieb von Haupt-und Vorsignalen in durchlaufenden, aus
EMI2.4
scheibe (b) festlaufen, so dass sie zusammen wie eine einzige Doppelseilrolle wirken, wodurch der gebrochene Drahtzug zwischen Stellhebel (St) und Hauptsignal (A) wieder geschlossen wird und infolgedessen bis zur Wiederherstellung des Vorsignaldrahtzuges das Hauptsignal (A) nach Bedarf vom Zentralstellwerk aus weiter bedient werden kann.
EMI2.5