AT81174B - Verfahren zur Gewinnung des gebundenen StickstoffeVerfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennsts bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennstoffen. offen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung des gebundenen StickstoffeVerfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennsts bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennstoffen. offen.

Info

Publication number
AT81174B
AT81174B AT81174DA AT81174B AT 81174 B AT81174 B AT 81174B AT 81174D A AT81174D A AT 81174DA AT 81174 B AT81174 B AT 81174B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
recovery
degassing
nitrogen
bound nitrogen
nitrogenous
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Riedel Arthur Riedel
Original Assignee
Arthur Riedel Arthur Riedel
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Arthur Riedel Arthur Riedel filed Critical Arthur Riedel Arthur Riedel
Application granted granted Critical
Publication of AT81174B publication Critical patent/AT81174B/de

Links

Landscapes

  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes bei der Entgasung von stickstoffhaltigen
Brennstoffen. 



   Man hat bereits vorgeschlagen, zur Gewinnung von Chlorammonium Chloride und
Kohle zu erhitzen. Dort ist die Salmiakgewinnung Selbstzweck gewesen, während es sich hier um die Xebenproduktegewinnung bei der modernen Verkokung handelt. 



   Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um die zielbewusste Überführung des gesamten bei der Entgasung gewinnbaren Sticktoffes in die einheitliche Form von Chlorammonium. Der in der Kohle enthaltene Stickstoff kann in zwei Arten unterteilt werden. In einen solchen Teil, welcher leicht in gebundener Form ausgeschieden werden kann, in den sogenannten nicht fixen Stickstoff und in einen weiteren Teil, welcher erst bei der pyrogenen Zerstörung des Kokses frei wird. Dieser letztere Teil wird als fixer Stickstoff bezeichnet. Der gesamte Stickstoffgehalt zerfällt zu   annähernd   gleichen Teilen in den fixen und nicht fixen Stickstoff. Bei der vorliegenden Erfindung kann nur der nicht fixe Stickstoff gewonnen werden. Eine Möglichkeit, den fixen Stickstoff bei der Entgasung zu gewinnen, bietet die vorliegende Erfindung auch nicht.

   Dagegen gelingt es durch die vorliegende Erfindung, durch Umwandlung des Ammoniaks in   Chlorammonium   die Zersetzung der aus dem nicht freien Stickstoff entstehenden Stickstoffverbindungen zu freiem wertlosen Stickstoff zu verhindern. Hierdurch erklärt sich zum Teil die wesentliche Steigerung der Stickstoffausbeute. Wenn man nämlich die Entgasung in der bisher üblichen Weise betreibt, kann man nur 15% des Sticktoffes der Kohle gewinnen. 50% des Stickstoffes bleiben als fixer Stickstoff im Koks und   15% im   Teer. Aber der restliche Teil von ungefähr   1520% d, s   nicht fixen Stickstoffes kann bei dem vorliegenden Verfahren gewonnen werden, wenn man dafür Sorge   triigt, dass   man dem gewinnbaren Stickstoff äquivalente Mengen von   (londen der Beschickung   zusetzt.

   Von   besonderem Vorteil   ist es hierbei, Wasser oder Wasserdampf so zuzuführen, dass in jedem Zeitpunkt der Garungspuriode   Salzsäure und Ammoniakbildung einander äquivalent   sind. In jedem Falle aber hat die Gesamtmenge des   zugcfühiten Chlors   der Gesamtmenge des frei werdenden gehundenen Stickstoffes   der Ammen@akchleridbildung chemisch äquivalent   zu sein. 



   Um für einen   gegebenen Ofen und fü. tine bestimmte Kohlensorte und   Salzsäurequelle   dise äquivalent   zu   erproben, verfährt man   am einfachsten so, dass man während eines P.   obeversuches   dauernd Stickstoff und Chlorgehalt verfolgt. Ergibt sich beispielsweise, dass zu Anfang der   Garungszeit   die entweichenden Gase zu viel Salzsäure ent- 
 EMI1.1 
 Verhältnis eintritt, dann weiss man, dass man   entweder   einen Teil der Chloride durch schwerer zersetzliche Chloride ersetzen muss, (der   aher   die in der Kohle vorhandenen 
 EMI1.2 
 und gegen Schluss zu erhöhen htt. 



     D. e Feuchtigkeit   der Kohle, die   evcntue) ! noch erhöht werden   kann, kann man dadurch ausnutzen, dass   man sie durch Hydratwasser von wasserbindenden   Salzen in ihrer Wirkung   verstärkt,   ohne dass selbst die erhöhte Feuchtigkeit der Kohle bei der Anwärmung der Beschickung   sogleich als Djmpf ausgetrieben   wird. Durch den Zusatz der Chloride und durch die Regelung der Wasser- und Dampfzufuhr gelingt es, die beiden Bestandteile des Chlorammoniums derart zu enthinden, dass sie in jedem Zeitpunkt der Garungszcit einander 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 äquivalent sind. Dies ist von besonderer Bedeutung, da überschüssiges freies Ammoniak durch glühende Wandungen zersetzbar ist, und freie Salzsäure die   Apparatur gefährdet.   



   Nach dem Vorstehenden ist es also von besonderer Bedeutung, diejenige Wasser-   dampfkonzentration vorzuhalten,   die erforderlich ist, um aus den im Gesamtbetrag   äqui-   valent zugesetzten Chloriden in jedem Augenblicke   denjenigen Teilbetrag   von Salzsäure 
 EMI2.1 
 Ammoniak chemisch äquivalent ist. In diesem Falle kann man den gesamten nicht fixen Stickstoff aus der Kohle, soweit er überhaupt gewinnbar ist. restlos erhalten. Es kommt also nicht auf die gleichzeitige Zuführung, sondern auf die gleichzeitige Anwesenheit der Chloride und des Wasserdampfes an. 



   Das erste Erfordernis ist, dass die Gesamtmenge der Chloride der Gesamtmenge des freien Ammoniaks äquivalent sein muss. Das zweite Erfordernis ist. dass besonders hohe Ausbeuten erzielt werden, wenn ausserdem noch eine zweite   Bedingung c, füllt ist, dass   die SalzsäurekonzentrationderAmmoniakkonzentrationentsprechendvedäuft. 



   Gleichzeitig bietet die Gewinnung des gebundenen Stickstoffes in Form von Chlorammonium wesentliche Vorteile in bezug auf die Gewinnungsweise selbst. Es gelingt durch einfaches   Auswaschen   des Gases mit Wasser und Auskristallisieren der Lauge anstatt des gewohnten komplizierten Gemisches der   verschiedensten Stickstoffverbindungen   direkt ein reines   marktfähiges Chlorammonium   zu gewinnen unter Fortfall jegliehen Schwefelsäureaufwandes. 



   Ein weiterer Vorteil in   bc-zug auf   die   Apparatur besteht darin, dass bei der Gewinnung   des Stickstoffes in der einheitlichen Form des Chlorammoniums die Temperatur des Waschwassers bis zur Siedetemperatur gesteigert werden kann, während bei der Darstellung von   Ammoniakwasser   das Waschwasser eine bestimmte, sehr niedrige Temperatur nicht überschreiten darf und infolge dessen komplizierte Kühlvorrichtungen notwendig werden. Ein anderer Weg, den   Stickstoff gleich in fester   Form zu gewinnen, besteht darin, dass man den gebundenen Stickstoff als Teerverdickung durch zielbewusste Kondensation in einer Küblvorlagedirektgewinnt. 



     PATEX'i'-AXSPRÜCHE   :
1.   Verfahren   zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes als Nebenprodukt der Ent- 
 EMI2.2 
 in einheitlicher Form gewonnen wird.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Enthindung der Salzsäure durch Regelung der Dampfzufuhr entsprechend der Ammoniak- EMI2.3
AT81174D 1916-07-06 1916-07-06 Verfahren zur Gewinnung des gebundenen StickstoffeVerfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennsts bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennstoffen. offen. AT81174B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT81174T 1916-07-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT81174B true AT81174B (de) 1920-09-25

Family

ID=3602692

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT81174D AT81174B (de) 1916-07-06 1916-07-06 Verfahren zur Gewinnung des gebundenen StickstoffeVerfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennsts bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennstoffen. offen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT81174B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT81174B (de) Verfahren zur Gewinnung des gebundenen StickstoffeVerfahren zur Gewinnung des gebundenen Stickstoffes bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennsts bei der Entgasung von stickstoffhaltigen Brennstoffen. offen.
DE1163786B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung des in den Entsaeuererschwaden der Schwefelwasserstoffnasswaesche angereicherten freien Ammoniaks unter gleichzeitiger Verbrennung des Schwefelwasserstoffs
EP0277125B1 (de) VERFAHREN ZUR ENTFERNUNG VON FLüCHTIGEN INHALTSSTOFFEN AUS IN KOKEREIANLAGEN ANFALLENDEN WäSSERN
DE2537640A1 (de) Verfahren zum abtreiben von gebundenem ammoniak aus den waessrigen kondensaten und abwaessern der verschwelung und verkokung
DE300091C (de)
DE271421C (de)
DE304211C (de)
AT118401B (de) Verfahren zur Zerlegung von Rhodansalzen, insbesondere von Rhodanammonium.
DE298603C (de)
DE532293C (de) Verfahren zur Gewinnung von wertvollen Duengesalzen
DE675816C (de) Verarbeitung der bei der nassen Gasreinigung zusammen mit Ammoniumthiosulfatloesung getrennt anfallenden Rhodanlaugen
DE576158C (de) Verfahren zur Zerlegung von Rhodansalzen, insbesondere Rhodanammonium
DE2531898C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Regeneration einer Waschflüssigkeit
DE587585C (de) Verfahren zur Verwertung von reinem oder verduenntem Ammoniak
DE325756C (de) Verfahren zur Verwertung von Sulfitzellstoffablaugen
DE679483C (de) Verfahren zur nassen Entschwefelung von ammoniakhaltigen Kohlendestillationsgasen
DE1216267B (de) Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlendestillationsgasen in Form von Diammoniumphosphat
DE557619C (de) Herstellung von Soda, Chlorammon, Natronsalpeter und Salzsaeure aus Natriumchlorid
AT214416B (de) Verfahren zur Herstellung von Methylmercaptan
DE576162C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Entfernung von Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Cyanwasserstoff aus Gasen und Gewinnung von Ammonsulfat, Schwefel und Rhodanammon mit Hilfevon Ammonpolythionat und Ammonthiosulfat enthaltenden Waschlaugen
DE650483C (de) Verfahren zur Herstellung eines staubfreien, nicht aetzenden Kalkstickstoffs
DE854204C (de) Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus Kokereigas oder aehnlichen Gasen
DE690708C (de) Verfahren zur Herstellung von Kalksalpeter aus den Destillationsgasen fester Brennstoffe
DE393727C (de) Verfahren zur Entfernung von Schwefelverbindungen aus Gasen
DE815603C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff mittels Magnesiumbisulfitlauge