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Neuerungen an elektrischen Öfen.
Die Verwendung der elektrischen Ofen für chemische und metallurgische Procosse wurde eine vielseitigere sein, wenn nicht ein grosser Theil der chemischen Reactionen, die sich in demselben ausführen lassen, durch die Einwirkung der Elektroden beeinträchtigt werden würde.
Mag man mit dem Lichtbogen oder mit Widerstandserhitzung arbeiten, mögen die Elektroden aus Kohle oder aus Metallen bestehen, es lässt sich nicht vermeiden, dass die Elektroden oder der Widerstand mit den zu erhitzendon Substanzen in Berührung kommen, wodurch der Anlass zu unerwünschten Nebenreactionen gegeben ist.
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kann man verschiedene Wege einschlagen.
Arbeitet man mit dem Lichtbogen, so'kann man die Elektroden oder den Lichtbogen oder beide mit einem Material umhütien, welches durch die Hitze wenig leidet und an den chemischen Reactionen im Ofen nicht oder doch nicht in unerwünschter Weise
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geeigneter Masse geformten Rohr soweit umhüllen, dass die im Ofen bcnndlichen Massen nicht oder nur wenig mit den Elektroden in Berührung kommen. Dann geht die durch den Lichtbogen erzeugte Wärme auf das Rohr über und wird von diesem weiter an die zu erhitzenden Massen abgegeben. Oder man kann. falls die Elektroden vortical stehen, die untere mit einer mehr oder weniger hohes Schicht von Mg O bedecken, während man die
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Man kann auch die Elektroden selbst oder die zu erhitzenden Widerstände aus solchen, in hoher Hitze beständigen Materialien herstellen, wie Mg 0, Ca 0, Oxyden des Eisens, Chroms und anderer motalloxyden. Falls dieselben wie Mg 0 bei gewöhnlicher Temperatur den Strom nicht leiten, ist ein vorheriges Anwärmen auf irgendwelche Weise erforderlich, ähnlich wie bei der Nernst'schon Glühlampe.
Unter Anwendung des beschriebenen Principes lassen sich Öfen der verschiedenartigsten Constructionen für die verschiedenartigsten chemischen und metallurgischen Zwecke herstellen.
Um einen grösseren Ofenraum möglichst gleichmässig zu erhitzen, kann man, statt wie gewöhnlich einen einzigen Lichtbogen oder Widerstand, deren beliebig viele nach dem oben beschriebenen Princip in beliebiger Ordnung im Ofenraume anbringen. Man kann z. B. elektrische Öfen für metallurgische oder chemische Zwecke construieren, ähnlich den gewöhnlichen Flamm-oder Muffelöfen, oder auch Schachtöfen, indem man in der Herdsohle oder in den Wänden Vorrichtungen anbringt, um in der oben angegebenen Weise eine Erhitzung mittels Lichtbogen oder Widerstand vorzunehmen-also etwa in der Weise, dass man in der Herdsohle Röhren aus feuerbeständigem Material verlaufen lässt, in denen sich die zu erhitzenden Widerstände botinden.
Unter Umständen können die Wände oder die Hordsohle selbst als Erhitzungswiderstand fungieren.
Für manche Zwecke ist es vorteilhaft, wenn die Elektroden sammt der Umhüllung leicht ans dem Ofen entfernt werden können. Namentlich für Widerstandsöfen nach dem obigen Systeme lassen sich leicht die entsprechenden Vorrichtungen treffen. Man kann z. B. beiden Elektroden mit dem Widerstand zu einer festen Combination vereinigen, die, soweit nöthig, mit der schützenden Hülle von MgO etc. umgeben ist und die in dieser Form nach Belieben in den Ofen heruntergelassen oder aus ihm emporgezogen werden kann. Dabei können die Elektroden eine beliebige Stellung haben.
In gleicher Weise, wenn auch nicht so leicht, lassen sich bei Lichtbogenöfen die Elektroden mit der Schutzhülle zu einer beweglichen Combination verbinden.
Gegebenenfalls kann man auch die Schutzhülle für sich in dem Ofen anbringen oder dauernd befestigen, während nur die Elektroden für sich oder mit dem Widerstand zur einer festen Combination vereinigt sind.
Ein besondere Vortheil derartiger beeglicher Elektrodencombinationen liegt darin, dass sie gestatten, jedes beliebige Gefäss, sofern seine Wandungen nicht allzusehr durch die Hitze Noth leiden, als elektrischen Ofen zu benutzen.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Neuerungen an elektrischen Öfen für metallurgische und chemische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass man die Elektroden, den Lichtbogen, die Widerstände mit
Substanzen für sich oder in Mischung wie Thon, Thoncrdo, Magnesia, seltenen Erden,
Eisenoxyd umbüllt, wobei man eventuell die Elektroden oder den Widerstand oder beide unter sich oder auch mit der Schutzhülle zu einer festen Combination verbindet, die sich al, s Ganzes in den Ofen senken und wieder herausnehmen lässt, oder dass man die
Elektroden und Widerstände selbst aus Substanzen von der Zusammensetzung und den
Eigenschaften, wie oben angeführt, herstellt, welche zumeist Leiter zweiter Classe sind, und dicsctbon.
falls sie nicht im kalten, sondern nur im erwärmten Zustande den Strom ou leiten vermögen, vorher auf irgend einem geeigneten Wege in der nöthigen Weise erwarmt.
L'. Weitere Neuerung an elektrischen Ofen, gekennzeichnet dadurch, dass man die im
Anspruche 1 beschriebenen Heizvorrichtungen an verschiedenen Stellen des. Ofeninneren oder auch in den Wänden oder der Hordsohle anbringt oder endlich die Ofenwandungen ganz oder theilweise - eventuell nur die Herdsohle - aus Thon, Thonerde, Magnesia, seltenen Erden. Eenoxyd herstellt und sie in der Weise als Erhitzungswiderstände