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Vorrichtung, um Maschinen mit kreisenden Zylindern vom Führersitz aus durch Zündung in
Gang setzen zu können.
In neuerer Zeit treten bei den Flugzeugmaschinen mit kreisendem Zylinderstern an Stelle der selbsttätigen Ansaugventil gesteuerte. Durch diese gesteuerten Saugventile wird es ermöglicht, dass die Zylinder auch bei Stillstand, sofern man die Maschine durch Ausschaltung der
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drehen Gas ansaugen können. Demgegenüber mussten die bisherigen Maschinen mit selbsttätigem Saugventil vom Propeller aus mit grosser Geschwindigkeit durchgedreht werden, damit das Gas angesaugt und gezündet wurde.
Dieses gefahrvolle. Anwerfen kann bei Maschinen mit gesteuerten Saugventilen dadurch beseitigt werden, dass man vom Führersitz aus mittels einer besonderen Anlasszündmaschine lediglich durch Zündung die Maschine in Gang setzt, ein Anlassverfahren, das bekanntlich bei den Flugmaschinen mit feststehenden Zylindern allgemein eingeführt ist.
Die Erfindung löst die Aufgabe, bei Maschinen mit kreisenden Zylindern das Anlassen, mittels einer besonderen Anlasszündvorrichtung zu ermöglichen. Diese Maschinen haben bekanntlich ungerade Zylinderzahl, damit die über zwei Umdrehungen verteilten betriebsmässigen Zündungen eines Arbeitsspiels gleiche Abstände erhalten können. obwohl die Verteilerscheibe mit der Geschwindigkeit der Zylinder und nicht mit der Steuerwellengeschwindigkeit umläuft.
Der Zylinderstern umfasst demnach meist sieben oder neun Zylinder, die beispielsweise im letzteren Falle nach der Reihenfolge 1. 3, 5, 7, 9, 2, 4, 6. 8, 1... gezündet werden, d. h. es erhalten nacheinander das erste, dritte, fünfte usw. Segment der mit der Geschwindigkeit des Zvlindersterns umlaufenden Verteilerscheibe den Zündstrom. Will man solchen Maschinen Anlasszündstrom zuführen, so ist zu beachten, dass der Anlasszündfunken erst nach Überschreitung des äusseren Totpunktes in den Zylinder gelangen darf und dass er vor der Öffnung des Auspuffventils abgeschaltet sein muss. Die Anlassmöglichkeit erstreckt sich demnach auf denjenigen Teil des Arbeitshubes, der ungefähr 100 nach dem äusseren Totpunkt beginnt und
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Wenn die Zylinder diesen Bereich durchlaufen, so befinden sie sich entweder im Arbeitshub oder im Ansaughub. derart, dass immer einem im Arbeitshub befindlichen Zylinder ein im
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hub. Würde man daher der mit dem Zylinderstern umlaufenden Verteilerscheibe innerhalb dieses Bereiches den Anlasszündstrom zuführen, so würde dieser nicht nur in solche Zylinder gelangen, die sich im Arbeitshub befinden, sondern auch in solche, die im Ansaughub sind. Der Anlass-
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Gemisches den Gang der umlaufenden Maschine unmöglich machen.
Die Erfindung löst diese Schwierigkeit.
Gegenstand der Erfindung ist eine Anlasszündung für Maschinen mit kreisenden Zylindern, bei welcher der mit der Geschwindigkeit des Zylindersterns umlaufenden Verteilerscheibe in demjenigen Abschnitt, den sie während der Anlassmöglichkeit der Zylinder durchläuft, der
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dieser Zündstrom durch einen Hilfsverteiler so gesteuert wird, dass die im Saughub befindlichen Zylinder, deren Verteilersegmente jeweils zwischen den im Arbeitshub befindlichen Zylindern liegen, von der Zuführung des Anlassstromes ausgeschlossen werden.
Die Segmente des Hilfsverteilers müssen so bemessen sein, dass die Ein-und Ausschaltung der im Arbeitshub befindlichen Zylinder frühzeitig genug beginnt, um das in der Nähe der betreffenden Zuleitung befindliche Segment eines Ansaugzylinders für die Anlassfunken, und zwar auch für die Krieehfunken, unerreichbar zu machen.
Der Anlasszündstrom kann dem betriebsmässigen Verteiler durch eine beliebige Anzahl von Zuleitungen, z. B. von Schleifkohlen oder Überschlagspitzen, zugeführt werden ; bevorzugt ist aber diejenige Zahl von Spitzen, bei welcher während des ganzen Anlassbereiches stets ein im Arbeitshub stehender Zylinder Anlassstrom erhält, denn in diesem Falle besteht eine un-
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in Stellungen stehen bleiben können, in welchen die Zuleitung keinen im Arbeitshub stehenden Zylinder erreichen kann. In diesem Fall ist es notwendig, durch Drehen am Propeller einen im Arbeitshub befindlichen Zylinder in diejenige Stellung zu bringen, in welcher sein VerteilerSegment auf die Zuleitung kommt.
Auch bei zwei Zuleitungen ist bei einer Neunzylindermaschine die Anlassmöglichkeit innerhalb des oben gekennzeichneten Anlassbereiches noch keine vollständige, erst mit drei Zuleitungen ist dieses Ziel erreicht.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsformen der Erfindung. Bei allen Ausführungsbeispielen ist eine Neunzylindermaschine angenommen. Die Fig. i bis 3 zeigen eine Einrichtung mit drei Stromzuführungen, wobei für die Hilfsverteiler abweichende Anordnungen getroffen sind. In der Fig. 4 ist die weniger vollkommene Einrichtung mit einer, in der Fig. 5 eine solche mit zwei Stromzuführungen angegeben.
Fig. 6 und 7 zeigen eine Ausführungsform, bei der die Verteilersegmente in drei konzentrischen Kreisbahnen auf der Verteilerscheibe angeordnet sind.
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Verbrennungsmaschine unausgesetzt in alle ihre im Arbeitshub stehende Zylinder Anlasszündstrom geleitet wird, so dass hei Fortsetzung der Erzeugung von Anlasszündstrom die Maschine sogar im Notfall eine Zeitlang mit Anlassstrom getrieben werden könnte.
Die Umdrehungszahl dieses Hilfsverteilers ist-eine sehr hohe. da er zweimal so schnell wie der Anker, also mal so schnell wie der Zylinderstern, umläuft. Dies ergibt ein nachteiliges Zahnrädergetriebe. Bevorzugt werden daher die in den Fig. 2 und 3 gezeigten Anordnungen, bei denen die Geschwindigkeit des Hilfsverteilers vermindert ist.
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Arm ex, eu wird hier mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Anker angetrieben. Er macht also während des Drehwinkels 80 der Verteilerscheibe einen Winkel von 1800. Nachdem der Spitze I durch die Spitze el der Zündstrom zugeführt war, erhält die Spitze 11 den Anlasszündstrom durch die Spitze e2, während die Spitze 1 stromlos ist.
Nachdem die Spitze das Segment 11 wieder verlassen hat. tritt die Spitze el auf das Segment III. Man sieht also, dass hier eine halbe
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Ausschluss der Ansaugzylinder dauernd Anlassstrom zuzuführen. Man könnte die Segmente I, I I, 111 auch aufeinanderfolgend auf dem Halhkreis der Verteilerscheihe anordnen und würde dabei die gleiche Stromverteilung erreichen.
Bei der Fig. 3 besteht das umlaufende Verteilerstück aus vier Spitzen, die sämtlich mit der Zuleitung des Anlassstromes verbunden sind. Dieses Verteilerstück läuft nur mit halber Ankergeschwindigkeit, also ill, mal so schnell als der Zylinderstern. Die Spitze el führt zunächst den Strom dem Segment 1 zu. Nachdem sie dieses Segment verlassen hat, leitet die Spitze e2 den Strom ins Segment Il und nachdem f auch dieses Segment verlassen hat, führt die Spitze e, den Strom in das Segment III. Bei weiterer Drehung erhält das Segment 1 Strom von der Spitze e" womit der Zylinder 3 mit Anlassstrom gespeist wird.
Mit der gleichen Wirkung könnte die Anordnung auch so getroffen sein. dass die Segmente 1. Il, 111 auf einem Viertelkreis untergebracht werden.
Die einfachste, aber auch unvollkommenste Ausführung ist in der Fig. 4 dargestellt) wo nur eine Zuleitung des Anlassstromes an die Verteilerscheibe angelegt ist. Der Anlassbereich ist also hier kleiner als bei den Fig. i bis 3. Pendelt die Maschine nicht so aus, dass gerade das Ver-
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am Propeller in diese Lage gedreht werden und erst dann kann der Flugzeugführer durch Kurbeln am Anlassmagnet vom Führersitz aus anlassen. Der Hilfsverteiler d besteht hier aus einem einzigen Segment I und der umlaufenden Spitze e, die mit vierfacher Ankergeschwindigkeit
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Verteilersegments 1 von der Spitze I die Spitze e auf Isolation kommt.
Bei der weiteren Drehung gelangt dann das Segment 1 unter die Spitze III. welche gleichzeitig durch die auf das Segment III des Hilfsverteilers tretende Spitze e wieder Anlassstrom erhält.
Der Hilfsverteiler wird zweckmässig an die Betriebszündmaschine angebaut.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 6 und 7 sind die Verteilersegmente in drei oder
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gabe der Zündfolge der zugehörigen Zylinder während eines. Arbeitsspiels der Maschine (zwei Umdrehungen) mit feststehenden Zuleitungen in Verbindung kommen, die der Verteilerscheibe in demjenigen Abschnitt gegenüberstehen, den sie während der Anlassmöglichkeit der Zylinder durchläuft. Diesen Zuleitungen wird der Anlassstrom durch einen Hilfsverteiler so gesteuert zugeführt, dass er nach Massgabe der Zündfolge in die Verteilersegmente gelangt. Dabei sind die Verteilersegmente in der folgenden Weise auf der Verteilerscheibe angeordnet :
Auf einem der konzentrischen Kreise liegt nur ein Verteilersegment 1 und auf jedem der
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maschine vier, bei der Siebenzylindermaschine drei Segmente).
Diese Segmente liegen im Winkelabstand der Zündfolge voneinander getrennt und der auf der Kreislinie verbleibende grössere Winkelabstand ist so gelegt. dass das erstgenannte Segment 1 auf einem Halbmesser liegt, der bei beiden Kreisbahnen innerhalb dieses grösseren Winkelbereiches fällt. Die beiden mit mehreren Segmenten 3, 5. 7,9 und 2. dz 6, 8 versehenen Segmentkreise sind so gegeneinander versetzt, dass.
Mitte Segment des einen auf Mitte Isolierung des anderen fällt.
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des Hilfsverteilers verbunden und diese Hilfsverteilersegmente sind gegenseitig so gelegt und , o lang bemessen. dass der Hilfsverteiler nach Massgabe der Dauer, in welcher die Kreisbahnen
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wird der Hilfsverteiler mit der halben Geschwindigkeit des Hauptverteilers bzw. des Zylindersternes angetrieben, so dass den Segmenten des Hilfsverteilers bei einem Arbeitsspiel der Maschine innerhalb einer Umdrehung des umlaufenden Verteilerstückes c der Anlassstrom zugeführt wird.
Der umlaufende Zylinderstern ist so gezeichnet, dass der Zylinder 1 gerade in der betriebsmässigen Frühzündstellung steht. Die Verteilerscheibe a ist mit dem Zylinderstern verbunden, was wieder durch die Welle b angedeutet ist. Auf der Verteilerscheibe sind die Segmente 1 bis 9, die mit den Zündkerzen der gleichnamigen Zylinder durch nicht gezeichnete Leitungen verbunden sind, auf drei konzentrischen Kreisen untergebracht. Die Segmente 3, 5, 7, 9 sind auf dem äusseren Kreis derart verteilt, dass sie voneinander den Winkelabstand der Zündfolge
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abstand von 1200 verbleibt. Die Segmente 2, 4, 6, 8 liegen auf dem inneren Kreis und sind so verteilt, dass jedes genau in der Mitte zwischen je zwei äussere Segmente fällt.
Das Segment 1 liegt auf dem mittleren Kreis, und zwar so, dass es den Winkelabstand der Zündfolge (goo) je von den beiden Segmenten 3 und 8 hat. In demjenigen Abschnitt, welchen die Zylinder während ihres Anlassbereiches durchlaufen, sind die drei Zuleitungen II, 1, 111 für den Anlasszündstrom über den Kreislinien der Segmente feststehend angeordnet. Sie beginnen ungefähr 12 bis 150 nach der äusseren Totlinie T und endigen so, dass sie von den zugehörigen Segmenten ungefähr bei dem Winkel von go0 nach der äusseren Totlinie wieder verlassen werden ; sie erstrecken sich also über den wirksamen Anlassbereich.
Die Zuleitungen lI, I, III sind zweckmässig als Metallstreifen ausgebildet, die mit ihrer gezahnten Unterfläche in einem für den Funkenüberschlag geeigneten Abstand von den zugehörigen Segmenten entfernt sind. Die betriebsmässigen Ver- teilerkohlen cl, cll, CIII sind in den konzentrischen Kreislinien auf dem Halbmesser Z der Frühzündung angeordnet und schleifen auf der Verteilerscheibe. Ihnen wird von der nicht gezeichneten Betriebszündmaschine der Zündstrom zugeführt. Die Zuleitungen II, I, III für den Anlass-
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zugsweise von einem Handkurbelanlassmagneten, zugeführt.
Die Hilfsverteilerspitze e wird von der Verteilerscheibe bzw. vom Zylinderstern mit der Übersetzung i : 2, also mit Steuerwellengeschwindigkeit angetrieben, was durch die Räder h, i angedeutet ist. Die drei Segmente 1I, I, III des Hilfsverteilers sind so lange gewählt, dass sie im Funkenbereiche der Anlassspitze f verbleiben,
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I, III sich befinden.
Der Zylinderstern der Maschine und die Verteilerscheibe sind in der Lage gezeichnet, in
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auspendelt, ein Hauptverteilersegment unter einer mit dem. An ! assmagnpt verbundenen Zuleitung stehen, so dass in jeder Lage angelassen werden kann.
Der Hilfsverteiler könnte auch mit zwei oder mehr Spitzen und mit verkürzten Segmenten
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könnte auch die Zahl der Zuleitungen zur Verteilerscheibe beschränkt und der Hilfsverteiler entsprechend vereinfacht sein, wenn man nämlich darauf verzichtet, den ganzen \nlassbereich auszunutzen.
Für Siebenzylindermaschinen ist die Anordnung in ganz entsprechender Weise wie bei Xeunzylindermaschinen ausführbar.
In jedem Falle wird zweckmässig die Betriebszündmaschine zum Antrieb des Hilfsverteilers benutzt.
PATENT-ANSPRÜCHE: i. Vorrichtung. um Maschinen mit kreisenden Zylindern, deren Zündverteiler mit der Geschwindigkeit des Zylindersternes umläuft, vom Führersitz aus durch Zündung in Gang setzen zu können, dadurch gekennzeichnet, dass der Verteilerscheibe in demjenigen Abschnitt, den sie während der Anlassmöglichkeit der Zylinder durchläuft, der Zündstrom einer besonderen
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strom durch einen Hilfsverteiler so gesteuert wird. dass die im Saughub befindlichen Zylinder von der Zuführung des Anlassstromes ausgeschlossen werden.