AT80492B - Verfahren und Ofen zur trockenen Destillation oderVerfahren und Ofen zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen. zum Trocknen von organischen Stoffen. - Google Patents

Verfahren und Ofen zur trockenen Destillation oderVerfahren und Ofen zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen. zum Trocknen von organischen Stoffen.

Info

Publication number
AT80492B
AT80492B AT80492DA AT80492B AT 80492 B AT80492 B AT 80492B AT 80492D A AT80492D A AT 80492DA AT 80492 B AT80492 B AT 80492B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gases
distillation
rooms
drying
oven
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Cellulosa Aktiebolaget Cellulo
Gunnar Fredrik Magnuson Gunnar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cellulosa Aktiebolaget Cellulo, Gunnar Fredrik Magnuson Gunnar filed Critical Cellulosa Aktiebolaget Cellulo
Application granted granted Critical
Publication of AT80492B publication Critical patent/AT80492B/de

Links

Landscapes

  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Ofen zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen, wie z. B. Holz o. dgl., und zwar entweder allein oder in Mischung mit anderen Stoffen, wie z. n. laugen der   Zellulosefabrjken   oder ähnlichen Massen, sowie einen Ofen zur.   Ausführung   dieses Verfahrens. 



   Bei trockener Destillation von Holz o. dgl. erfolgt bekanntlich die Wärmeübertragung von der Wärmequelle auf das   Destil1ationsgut   hauptsächlich durch Zirkulation der beim Prozesse 
 EMI1.1 
 fläche der Heizkörper und einer gewissen Menge Gut, welches auf einmal destilliert werden soll, die Intensität der Zirkulation von dem Temperaturunterschied zwischen der Heizfläche und dem Gute abhängig ist, so folgt hiervon, dass die Leistungsfähigkeit eines gegebenen Ofens von der Erhitzung der Heizkörper mittels der durch sie hindurchströmenden Feuergase abhängig ist. Abgesehen davon, ob die erreichte Temperatur der zirkulierenden Gase für den Destillation- prozess an sich erforderlich ist, muss man also zum Erzielen der rein mechanischen Wirkung, nämlich die Zirkulation, die Gase in unnötig hohem Grade überhitzen.

   Da aber Überhitzung überhaupt für alle organischen Verbindungen   höherer   Zusammensetzung schädlich ist, so ist 
 EMI1.2 
 Gase unabhängig machen zu können, weil man dadurch erzielt, dass die Gase nur eben auf die für den Destillationsprozess zweckdienlichste Temperatur erhitzt werden müssen. 



   Es ist auch versucht worden, die Zirkulation in Kohlungsöfen mittels mechaniseber Hilfe zu verbessern, indem man vorgeschlagen hat, die Gase mittels Sauggebläse aus dem oberen Teil der Kohlungsretorte zu saugen und sie wieder unten in die Retorte einzulassen. Diese Anordnung leidet aber an dem Xachteil, dass das Gebläse der oben erwähnten, natürlichen Zirkulation entgegenwirkt. 



   Der Zweck des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens ist nun, diese Übel- stände zu beseitigen. Das Verfahren kennzeichnet sich in der Hauptsache dadurch, dass die beim Prozesse gebildeten Gase mittels besonderer Anordnungen, wie z, B. Gebläsen. Injektoren oder anderen ähnlichen Vorrichtungen, zwangsläufig dazu gebracht werden. an dem Destillationsoder Trocknungsgut in der Hauptrichtung von oben und nach unten vorbeiströmen. Hierdurch wird der wesentliche Vorteil erzielt, dass die natürliche Zirkulation und die, mittels dieser besonderen Anoidnungen   herbeigeführte   einander helfen, was zur Folge hat, dass die trockene Destillation möglichst schnell und ausgiebig ausgeführt werden kann, ohne dass irgendwelche Überhitzung der zirkulierenden Gase stattzufinden braucht.

   Um eine möglichst gute Wärme- ökonomie zu erzielen, werden hierbei die von dem Gute abgekühlten Gase beim Vorbeiströmen an den Heizkörpern in Gegenstrom gegen die Feuergase in den Heizkörpern geleitet. 



   In der Zeichnung ist als Beispiel ein zur Ausführung dieses Verfahrens geeigneter Trockendestillationsofen dargestellt. Fig. i zeigt den Ofen in Querschnitt und Fig. 2 in Längsschnitt, während Fig. 3 und 4, und zwar beide in senkrechtem Schnitt, Einzelheiten darstellen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In einer mittleren   Wärmekammer   1 sind Heizkörper 2 angeordnet. Diese bestehen hei der dargestellten Ausführungsform aus einem einzigen. in Wellenform gebogenen Rohre, durch welches die Feuergase in der von den   Pfeilen- ? angegebenen   Richtung von dem einen Ende der Kammer nach dem anderen strömen. Die Destillationsgase strömen durch die Kammer 1 in der 
 EMI2.1 
 in die Druckkammer 6 befördert, welche oberhalb der Kammer 1 und der zu beiden Seiten von dieser liegenden Destillations- oder Trocknungsräume 7 angebracht ist. Diese letzteren stehen durch die   Öffnungen   8 mit der Druckkammer in Verbindung, aus welcher die Gase somit in den oberen Teil der Räume 1 hineingepresst werden.

   In diese Räume wird das trocken zu destillierende Gut beispielsweise auf Wagen 9   eingeführt.   Durch geeignete Konstruktion dieser Wagen werden die Gase gezwungen. sich   gleichförmig zu verteilen   und am Gute in der Richtung von oben und nach unten   vorbeiströmen, wobei   sie einen Teil ihrer   Wärme   an das Gut abgehen. Unter den Wagen sind im Boden der Räume 7 Kanäle 10 angeordnet, durch welche die Gase nach dem einen, in Fig. 2 linken Ende des Ofens geleitet werden, wo sie durch die   Verbindungskanäle 77   in die Wärmekammer 1 zurückgeleitet werden. Die   Verbindung der Räume 7 mit   den Gassammelkanälen 10 kann. z. B. mittels verstellbarer Lücken, regelbar angeordnet werden. 



   Die   Wärmekammer   1 ist durch   ihre   Anbringung in der Mitte der Gesamtvorrichtung vor Wärmeverlusten   möglichst geschützt.   Da kein Raum, wo Saugung entstehen kann, an Aussenwände grenzt, so liegt keine Gefahr eines Einsaugens von Luft bei etwa entstehenden Undichtigkeiten vor. Durch geeignete Bemessung der Ausblaseöffnungen 8 der Druckkammer einerseits und der   Öffnungen zwischen   den Räumen 1 und den Kanälen 10 andrerseits kann eine gleich-   mässige Verteilung der   Gase über die ganze Gutmasse herbeigeführt werden.

   Dahurch, dass die Destillationsgase von niedrigerer Temperatur in dasjenige Ende der   Wärmekammer   1, welches demjenigen. wo die Feuergase eingeleitet werden, entgegengesetzt ist, einkommen, wird erzielt. dass die Wärmeübertragung nach dem Gegenstromprinzip stattfindet. Zu demselben Zwecke können zweckmässig zwischen den Buchten des Rohres 2 Abschirmbleche 13 angebracht werden. wie in Fig. 2 dargestellt ist. 



   Wenn das trocken zu destillierende Gut aus   Zelluloseablauge   besteht, so wird dasselbe zweckmässig auf in den Wagen 9 mit geringen,   gegenseitigen Zwischenräumen   angebrachte Platten 11 ausgebreitet. wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Um in diesem Falle die Gase gleichförmig durch das Gut zu leiten, kann man   zweckmässig an   den Seitenwänden der Ofenräume 
 EMI2.2 
 ragen. In dieser Weise werden Labyrinthdichtungen gebildet, welche verhindern, dass die Gase in wesentlichem Grade durch die unvermeidlichen Zwischenräume zwischen den Wagen únd den Wänden   hindurchströmen. Ähnliche Dichtungen können auch zwischen   den verschiedenen Wagen angeordnet werden. 



   Besteht dagegen das trocken zu destillierende Gut aus Holz, welches in die Wagen auf- 
 EMI2.3 
 Um die Gase zu hindern. den Weg durch die Zwischenräume zwischen den Wagenseiten und den Wänden zu nehmen. kann man in diesem Falle zweckmässig unten.   längs   den Seitenwänden der Kohlungsräume, Sandverschlüsse 16 anordnen. 



   Die   dargestellte Ausführungsform kann selbstverständlich   in verschiedener Weise abgeändert werden. ohne von dem Prinzip der Erfindung abzuweichen. 



   Wenn es sich z.   B.   um trockene Destillation von Zelluloseablaugen handelt, welche in Anwesenheit von überhitztem Wasserdampf stattfinden soll, so kann man entweder statt des Gebläses oder ausser ihm einen oder mehrere Injektoren verwenden, durch welche der überhitzte Wasserdampf eingeblasen wird und welche dabei eine Saug- und Druckwirkung auf die Destillationgase ausüben. Im letzteren Falle kann man dann während verschiedener Perioden des Prozesses den Ofen mit dem   Gehläse   allein oder mit den Injektoren allein oder mit beiden treiben.

   Für den Fall. dass Wasserdampf eingeblasen wird. soll dies zweckmässig in das kältere Ende der 
 EMI2.4 
 strömen an dem Gute zu erzielen, und das Überhitzen des Wasserdampfes kann vorteilhaft   durch   die von den Heizkörpern abziehenden Feuergase bewirkt werden. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATEXT-AXSPRf'CHE : EMI2.5 wie z. B. Holz o. d@l'., entweder allein oder in Mischune mit anderen Stoffen, wie z. B. Ablaugen der Zellulosefabriken oder ähnlicher Massen. wobei die Übertranung von Wärme von der Wärmequelle auf das Gut. welches trocken destilliert oder m-trocknet werden soll, hauptsächlich durch die Zirkulation der heim Prozesse gebildeten Gase erfolgt, dadurch gekennzeichnet. dass die Gase mittels besonderer Anordnungen, wie z. B. Gebläsen, Injektoren oder anderen ähnlichen Vorrichtungen, zwangsläufig dazu gehracht werden, an dem Destillations-oder Trocknungs- gute in der Hauptrichtung von oben und nach unten vorheizuströmen. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Verfahren nach Anspruch j. wobei als Wärmequelle Heizkörper verwendet werden, durch welche Feuergase leitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem Gute abgekühlten Gase beim Vorheiströmen an den Heizkörpern im Gegenstrom gegen die Feuergase in diesen geleitet werden.
    3. Ofen zur Ausfüh@ung des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkörper (2) in einer zwischen zwei Destillations- oder Trocknungsräumen 0') angebrachten Wärmekammer (1) angeordnet sind, welche sowohl oben als unten mit den genannten Räumen in Verbindung steht und dass in einer oder mehreren der die Wärmekammer (1) mit den Räumen (7) verbindenden Kanälen oder Kammern, Gebläse, Injektoren oder andere ähnliche Vorrichtungen (5) zum Herbeiführen der in den Ansprüchen i und 2 an- gegebenen Zirkulation der Gase angeordnet sind.
    4. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb der Destillations- räume (ï') und der Wärmekammer (1) eine Druckkammer angeordnet ist, aus welcher die Gase durch besondere Öffnungen (8) in den oberen Teil der Destillationsräume (7) eingepresst werden.
    5. Ofen nach Anspruch 3 und wobei das Gut in die DestiHationsräume auf Wagen en eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Wagen und den Wänden der Räume Labyrinthdichtungen oder Sandverschlüsse (16) angeordnet sind, wodurch die Gase verhindert werden, einen anderen Weg als den durch das Gut auf den Wagen zu nehmen.
    6. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (8), durch welche die Gase in die Destillationsräume (7) eingeführt oder aus denselben abgeleitet werden, so bemessen sind oder geregelt werden können, dass eine gleichförmige Verteilung der Gase in den Räumen erzielt wird.
AT80492D 1916-12-01 1917-01-09 Verfahren und Ofen zur trockenen Destillation oderVerfahren und Ofen zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen. zum Trocknen von organischen Stoffen. AT80492B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE80492X 1916-12-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT80492B true AT80492B (de) 1920-04-10

Family

ID=20273011

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT80492D AT80492B (de) 1916-12-01 1917-01-09 Verfahren und Ofen zur trockenen Destillation oderVerfahren und Ofen zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen. zum Trocknen von organischen Stoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT80492B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4228698C2 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Kondensationstrocknung
AT80492B (de) Verfahren und Ofen zur trockenen Destillation oderVerfahren und Ofen zur trockenen Destillation oder zum Trocknen von organischen Stoffen. zum Trocknen von organischen Stoffen.
DE2735075A1 (de) Vorrichtung zum trocknen einer kontinuierlich bewegten warenbahn
DE19513549A1 (de) Pelletieranlage
DE315497C (de)
EP3230671B2 (de) Trocknungsanlage mit einem trocknungsbereich
DE351216C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Trennung fluessiger von festen Stoffen
DE579524C (de) Verfahren und Einrichtung zum Eindampfen von Zellstoffablauge
DE464857C (de) Destillation von Braunkohlen u. dgl.
DE403632C (de) Trockentrommelanlage
DE359197C (de) Kanalmuffelofen zum Brennen oder Trocknen
DE2137279C3 (de) Durchlauftrockner zum zweistufigen Trocknen lackierter oder bedruckter Gegenstände
DE252571C (de)
AT117477B (de) Ofen zum ununterbrochenen Schwelen von vorgetrocknetem körnigem Brennstoff.
AT104526B (de) Förderbandkühlofen mit Muffelheizung.
DE427584C (de) Verfahren zum Trocknen von Kohle auf uebereinanderliegenden Heizflaechen
DE2421723C2 (de) Trocknungsvorrichtung
AT22776B (de) Trockenofen zur Tötung und Trocknung von Seidenspinnerpuppen und zur Ausreifung von Getreide.
DE526455C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Aufspeicherung und Wiedergewinnung der Waerme bei Trockenanlagen, durch welche das Trockengut fortlaufend hindurchgefuehrt wird
DE39937C (de) Trockenapparat
DE2849862A1 (de) Kombinierte konvektions- und strahlungs-anlage fuer mehrstufige vakuum-verdampfung
DE443272C (de) Verfahren zum Trocknen feuchten Guts
DE549821C (de) Vorwaermkammer fuer OEfen zum Roesten von Zinkblende
AT29324B (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Verkohlen.
DE2146883C3 (de) Heizeinrichtung für Backöfen