AT80409B - Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. 
 EMI1.1 
 in Lösungen von Alkalien Chlor einleitet u. s. f. Dieses Verfahren besitzt gegenüber anderen
Verfahren, wie beispielsweise der Oxydation mit Manganaten, Permanganaten o. dgl., den Vorzug der grösseren Billigkeit. Für gewisse organische Verbindungen bleibt ihm aber der Erfolg versagt ; beispielsweise gelingt eine Oxydation von Toluol zu Benzoesäure oder von Naphtalin zu Phtalsäure mit Hypochlorit nicht. Weiter ist auch bei der Verwendung des Verfahrens mit einem Eintritt von Chlor in den organischen Komplex zu rechnen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Oxydation von organischen Verbindungen, welche bisher mit Hypochlorit nicht oder nur mangelhaft durchgeführt werden konnte, vorzügliche Ausbeuten liefert, wenn man den   Hypochloritlösungen   geringe Mengen von Manganat oder Permanganat zusetzt. Nach der amerikanischen Patentschrift Nr.   qoioS   soll die Oxydationswirkung von Hypochloriten dadurch erhöht werden. dass man zu der Lösung Mischungen von Salzen von Metallen der Schwefelwasserstoffgruppe und Metallen der Schwefelammoniumgruppe, z. B. Kupfersulfat und Mangansulfat oder Kupferchlorit oder Manganchlorid, zugibt. 



  Die Verwendung von Manganat oder   Permanganat in Verbindung mit   einem Metallsalz, Oxyd oder Hydroxyd der Schwefelwasserstoffgruppe ist in der genannten Patentschrift nicht erwähnt. Vollkommen neu ist auch der Zusatz von   Manganat   oder Permanganat allein. Dieser Zusatz hat einen grundsätzlichen, bisher nicht bekannten Unterschied im Verlauf der Reaktion zur Folge. Während die Beifügung des Salzgemisches gemäss dem Verfahren der amerikanischen Patentschrift Nr. 901708 eine Erhöhung der   Oxydationswirkung der Hypochloritlösung   als solcher bedingt, wirkt auf den Zusatz von Manganat oder Permanganat nach dem vorliegenden Verfahren das Oxydationsmittel wie eine Lösung von reinem Permanganat.

   Die mit dem Zusatz nach dem bekannten Verfahren versehene Hypochloritlösung mag graduell stärker wirken, sie erreicht aber die Wirkung des Permanganats nicht und kann dieses Oxydationsmittel deshalb nicht ersetzen. Durch die vorliegende Erfindung wird also ein Ersatz für das teure Oxydationsverfahren mit Manganat oder Permanganat unter der Benutzung der Hypochlorite als billige Sauerstoffquelle geschaffen. Die Hypochloritlösungen können aus   Atznatron   und Chlor, auch Chlorkalk und Natriumkarbonat oder auch durch Elektrolyse von Natriumchlorid erhalten werden.

   Es ist nicht nötig, von fertig gebildetem Natriumhypochlorit auszugehen, man kann mit gleichen Erfolg dem Oxydationsprozess in der Weise ausführen, dass man Chlor in die zu oxydierende, alkalische Lösung oder Suspension der zu oxydierende Verbindungen bei Gegenwart von Manganat oder Permanganat in der Kälte oder in der Wärme einleitet. Man kann den Oxydationsprozess auch in schwach alkalischer Lösung durchführen, indem man in dem Masse, wie das Chlor eingeleitet wird, auch das Alkali zugibt. An Stelle von Permanganat kann man auch das Schmelzprodukt aus Mangansuperoxyd und Ätzalkali verwenden. Schliesslich kann man statt Hypochlorite Hypobromite benutzen. 



     Bei s pie 1   : 1000 Teile   Natriumhypochloritlösung mit   Teilen aktivem Chlor, 20 Teile Ätznatron, 40 Teile   Tuluol.   10 Teile Permanganat werden in der Wärme mehrere Stunden innig verrührt bis zum vollkommenen Verschwinden der Chlorreaktion und bis zu der Reduktion 

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 des   Permanganats zu'Mangansuperoxyd. Xach   beendeter Oxydation wird das überschüssige Toluol mit Wasserdampf abgeblasen, die   geringe Menge des Mangansuperoxyds ahfiltriert.   Aus der Lösung wird durch Konzentration und Ansäuern die Benzoesäure gewonnen. Das Produkt ist chlorfrei und die Ausbeute nahezu quantitativ. 



   Beispiel 2 : In ein Gemisch von 1000 Teilen Wasser, 150 Teilen Ätznatron, 10 Teilen einer Schmelze aus Mangansuperoxyd und Ätzalkali, 20 Teilen Naphthalin mit oder ohne Lösungsmittel leitet man unter Rühren in der Wärme Chlor in raschem Strome ein. Die Temperatur richtet sich nach der Schnelligkeit, mit der das Chlor eingeleitet wird. Nach dem Einleiten von etwa 80 Teilen Chlor wird noch einige Zeit weiter gerührt, bis das Permanganat völlig reduziert ist. Man entfernt das überschüssige Naphtalin auf bekannte Weise durch Abblasen mit Wasserdampf, filtriert vom ausgeschiedenen Mangansuperoxyd ab und gewinnt aus der Lösung die Phtalsäure durch Ansäuern. Die Ausbeute ist fast quantitativ, das Produkt chlorfrei. 



   Auf ähnliche Weise kann man die Nitrotoluole zu den Nitrobenzoesäuren, m-Methoxykresol   zu m-Methoxybenzoesäure   oxydieren. 



     PATEXT-AXSPRt'CHE   :   1.   Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass Hypochlorit- oder Hypobromitlösungen als solche oder im Bildungszustande mit einem Zusatz von geringen Mengen Manganat oder Permanganat als Oxydationsmittel verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Besondere Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alkalische Manganat-oder Permanganatlösungen, welchen Chlor in dem Masse, wie es verbraucht wird, zugeleitet, wird, verwendet werden.
AT80409D 1915-11-11 1917-10-15 Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. AT80409B (de)

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