DE377990C - Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen

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DE377990C
DE377990C DEH69238D DEH0069238D DE377990C DE 377990 C DE377990 C DE 377990C DE H69238 D DEH69238 D DE H69238D DE H0069238 D DEH0069238 D DE H0069238D DE 377990 C DE377990 C DE 377990C
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permanganate
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chlorine
manganate
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    • C07B35/04Dehydrogenation
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Description

  • Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen. Als Mittel zur Oxydation organischer Verbindungen verwendet man häufig Chlor bzw. unterchlorige Säure, sei es in Form von fertigen Hypochloritlösungen, sei es dadurch, daß man in Lösungen von Alkalien Chlor einleitet usf. Dieses Verfahren besitzt gegenüber anderen Verfahren, wie beispielsweise der Oxydation mit Manganaten, Pernianganaten ti. dgl., den Vorzug der größeren Billigkeit. Für gewisse organische Verbindungen bleibt ihm aber der Erfolg versagt, beispielsweise gelingt eine Oxydation von Toluol zu Benzoesäure oder von -'#'aphthalin zu Phtalsäure mit Hypochlorit nicht. Weiter ist auch bei der Verwendung des Verfahrens mit einem Eintritt von Chlor in den organischen Komplex zu rechnen.
  • Es wurde nun gefunden, (laß die Oxydation von organischen Verbindungen, welche bisher init Hypochlorit nicht oder mir mangelhaft durchgeführt werden konnte, vorzügliche Ausheuten liefert, wenn man den Hypochlorit-1(Isungen geringe Mengen von Manganat oder Permanganat zusetzt, wobei die Reaktion zur Vermeidung der Bildung von Chlorat bis zum Schltisse in Gegenwart von freiem Alkali durchgeführt werden muß. Nach der ainerikanischen Patelitschrift9017o8 soll die Oxvdationswirkung von Hypochloriten dadurch erhöht werden, daß man zu der Lösung Mischtiii-en von Salzen von Metallen der Schwefel'wasserstoffgr-Lippe und Metallen der Schwefelaim-noniumgruppe, z. B. Kupfersulfat und Manganstilfat oder Kupferchlorid oder ,%faiiganchlorid, zugibt. Die Verwendung von Manganat oder Permanganat in Verbindung mit einem Metallsalz, Oxyd oder Hydroxvrl der Schwefelwasserstoffgruppe ist in der genannten Patentscbrift nicht erwähnt. Vollkommen neu ist auch der Zusatz von Man-,ganat oder Permanganat allein und das Arbeiten in alkalischer Lesung. Dieser Zusatz von Manganat oder Permanganat in Gegenwart von freiem Alkali hat einen grundsätzlichen, bisher nicht bekannten Unterschied im Verlauf der Reaktion zur Folge. Während die Beifügung des Salzgemisches gemäß dein Verfahren der amerikanischen Patentschrift 90I7o8 eine Erhöhung der Oxydationswirkung der Hypochloritlösung als solcher bedingt, wirkt auf den Zusatz -von -Manganat oder Permanganat in Gegenwart von freiem Alkali nach dem vorliegenden Verfahren das Oxvdationsmittel wie eine Lösung von reinein Pernianganat. Die mit dein Zusatz nach dein bekannten Verfahren versehene Hypochloritlösung mag gradtiell stärker wirken; sie erreicht aber die Wirkung des Permanganats nicht und kann dieses Oxvdationsinittel deshalb nicht ersetzen. Durch die vorliegende Erfindung wird also ein Ersatz für das teure Oxvdationsverfahren mit Manganat oder Perinanganat unter Bentitzung der Hypochlorit# als billige Sauerstoffquelle geschaffen. Die Hypochloritlösungen können aus Ätznatron Und Chlor, auch Chlorkalk und Natriumcarbonat oder auch durch Elektrolvse von Natriumchlorid erhalten werden. Es ist nicht nötig, von fertig gebildetem Natriumhypochlorit .;-,tisziig;chen; man kann nlit gleijl-iei-ii Erfolg den Oxydationsprozeß in der Weise ausführen, daß man Chlor in die oxN-dierende alkalische Li;sung oder Stispension der zu Oxv(lierenden Verbindungen bei Gegenwart von Manganat oder Pernianganat in der Kalte Oder in der Wärine einleitet. Wesentlich für (las gute Gelingen der Oxydation ist indessen, (laß dieselbe bis zum Schlusse in Gegenwart #-on freiem Alkali durchgeführt wird. An Stelle von Pernianganat kann nian auch das Schnielzprodtikt aus Mangansuperoxyd und Ätzkali verwenden. Schließlich kann man statt Hypochloriten Hypobromite benutzen. Beispiel i.
  • ioooTeile Natriumhypochloritliisung mit 75Teilen aktivem Chlor '. 2o Teile Ätznatron, -lo Teile Toltiol, jo Teile Permanganat werden in der Wärine mehrere Stunden innig verrührt bis zum vollkommenen Verschwinden der Chlorreaktion und bis zu der Reduktion des Permanganats züi Mang nstiperoxyd. Nach ga beendeter Oxvdation wird (las überschüssige Toluol mit ##zasserdanipf abgeblasen, die geringe Menge des Mangansuperoxyds abfiltriert. Aus der Uisung wird durch Konzentration und Ansäuern die Benzoesäure gewonnen. Das Produkt ist chlorfrei und die Ausbeute nahezu quantitativ.
  • Beispiel 2.
  • In ein Gemisch von ioooTeileii Wasser, 15o Teilen Ätznatron, io Teilen einer Schinelze aus -.\fanranstiperoxv(1 und Ätzkali, 2o Teilen Naphthalin mit oder ohne Lösungsmittel leitet man unter Rühren in der Wärine Chlor in raschem Strome ein. Die Temperatur richtet sich nach der Schnelligkeit, mit der (las Chlor eingeleitet wird. Nach dein Einleiten von etwa 8o Teilen Chlor wird noch einige Zeit weitergerührt, bis das Permanganat völlig reduziert ist. Man entfernt (las überschüssige Naphthalin auf bekannte Weise durch Abblasen mit Wasserdampf, filtriert vom ausgeschiedenen ' Mangansuperoxyd ab und gewinnt aus der Lösung die Plitalsäure durch Ansätiern. Die Ausbeute ist fast (juantitativ, das Produkt chlorfrei.
  • #-#uf ähnliche Weise kann man die Nitrot(iltiole zu den Nitrobenzoesäuren, in-Methox #.kresol zu i-n-.#lethoxvi)enzoesätire oxvclieren.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH -, \'erfahren zur Oxydation organischer Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, (laß Hy ochlorit- oder Hy obromitlösun-"en als solche oder im Bildungs7ustande mit einem Zusatz von geringen 'Mengen k# t# Manganat oder Permanganat als Oxvdationsmittel unter solchen Bedingungen verwendet werden, daß das -Manganat oder Permanganat nicht vor Beendigung der Reaktion reduziert wird und diese bis zum Schluß in Gegenwart von freiem Alkali durchgeführt wird.
DEH69238D 1915-11-12 1915-11-12 Verfahren zur Oxydation organischer Verbindungen Expired DE377990C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945147C (de) * 1945-03-29 1956-07-05 Riedel De Haeen Ag Verfahren zur Herstellung von Pyridin-2, 3-dicarbonsaeure
DE962788C (de) * 1953-10-06 1957-04-25 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE945147C (de) * 1945-03-29 1956-07-05 Riedel De Haeen Ag Verfahren zur Herstellung von Pyridin-2, 3-dicarbonsaeure
DE962788C (de) * 1953-10-06 1957-04-25 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren

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