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Es sind photographische Apparate bekannt, welche ein Gelände in der Flugrichtung in kurzen Zeitintervallen auf einem durchlaufenden Filmband derart aufnehmen, dass die einzelnen Aufnahmen ein geschlossenes Bild des überflogenen Geländes darstellen. Die Breite des derart aufgenommenen Geländestreifens ist jedoch verhältnismässig gering, so dass es nur selten gelingt, mit einem solchen Apparat bei wiederholten Flügen mehrere zusammenhängende Streifen zu erlangen. Ausserdem ist infolge des kleinen Gesichtsfeldes des Apparates die Entfernung der einzelnen Streifen zu gering, so dass sehr viele Aufnahmen nötig wären, um ein grösseres Gebiet systematisch aufzunehmen. Es ist auch schon bekannt, aerogeodätische Aufnahmen mit mehreren Kameras gleichzeitig zu machen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung, welche die Aufnahmen sehr breiter Geländestreifen mittels einer oder mehrerer Kameras gestattet.
Die Erfindung betrifft die Vorbewegung des Filmbandes in einer Weise, welche die zuverlässige Herstellung der Aufnahmen ohne Störung durch die Film-oder Flugzeugbewegung und in Abhängigkeit von letzterer gestattet. Gemäss der Erfindung wird der knapp vor der Exposition zum Stillstand gebrachte Film durch automatisch gesteuerte Vakuumerzeugungsorgane auf seine Auflagefläche in jeder einzelnen Kammer aufeinanderfolgend angesaugt und glattgespannt. Das Anspannen eines Filmbandes durch Saugwirkung hat man für stabile photo- graphische Kopierapparate schon vorgeschlagen, aber die Verwendung einer solchen Einrichtung für Aufnahmeapparate zur Aufnahme breiter Geländestreifen ist neu.
Da ferner durch den sich abwickelnden Film die Gleichgewichtsverhältnisse in den Filmkammern gestört würden, wodurch letztere sich nach einer Seite hinneigen musste, so ist zur Behebung dieser Störung des ursprüng- lichen Gleichgewichtes ein automatisch gesteuertes Ausgleichsgewicht vorgesehen, und um auch zwecks ruhiger Vorbewegung und sicherer Spannung des Filmbandes die Wirkung der. im Flugzeug auftretenden beschleunigenden Kräfte und Erschütterungen zu mildern, zugleich jedoch auch zu dämpfen, sind bei der Vorrichtung Stoss-und Dämpfungspumpen vorgesehen Um schliesslich je nach Aufnahmehöhe und Fluggeschwindigkeit die Geschwindigkeit der Aufnahmefolge einstellen zu können, besitzt die Vorrichtung einen besonderen Reguliermechanismus und eine besondere Visiervorrichtung, die als Geschwindigkeitsmesser benutzt wird.
Einzelne Teile der Vorrichtung sind natürlich auch bei anderen Typen photographischer Apparate verwendbar.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Fig. i stellt die Aufnahmevorrichtung mit dem Reguliermechanismus im Längsschnitt bzw. Aufriss dar. Fig. 2 ist die zugehörige Oberansicht auf den Apparat. Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab die pneumatische Filmanpressvorrichtung, Fig. 4 eine Ausführungsform der mit Saugöffnungen ausgerüsteten Auflageplatte.
Fig. 5 zeigt den Bewegungsmechanismus der Vorrichtung in Oberansicht bzw. im Horizontalschnitt durch das Apparatgehäuse, Fig. 6 zeigt das Getriebe für die zum Vorziehen des Films dienende Walze, Fig. 7 veranschaulicht in Seitenansicht auf den Apparatkasten die Aufhängvorrichtung, Fig. 8 einen Schnitt durch den Stossdämpfer und Fig. 9 zeigt schematisch die Lage der Aufnahmeapparate und die Grösse des von ihnen bestrichenen Raumes, während Fig. 10 den Grundriss dieses Geländes darstellt.
Der Apparat besteht aus drei Teilen, und zwar befinden sich im oberen Teil zwei Filmkassetten und 2, im mittleren Teil befindet sich das Laufwerk und im unteren Teil sind die
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drei Dunkelkammern I, II und III, an welchen je ein Objektiv angebracht ist. Die mittlere Kamera 1I nimmt das Gelände senkrecht nach unten auf, während die Kameras I und III zu
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liegende Gelände aufnehmen ; die Aufnahmen der drei Kammern erfolgen auf demselben Film.
Zur Aufnahme des aufgewickelten, nicht exponierten Films dient die Filmkassette 1 ; von der Trommel 3 wird der Film zunächst zwecks Lichtabdichtung über die Dichtungsrolle 4, ferner über die Führungsrollen J bis 10 zur Gummiwalze 12 geführt, die das Vorziehen des Films bewirkt ; durch die beiden Walzen 11 und 13 wird der Film an einer grossen Umfangsfläche der Walze 12 angepresst. Zwischen den Rollen 7 und 10 wird der Film an den Kameras vorübergeführt und exponiert. Von der Gummiwalze wird er dann über die Dichtungsrolle 15 zur Aufwickeltrommel16 der Filmkassette 2 geführt ; an der Trommel 16 ist zum Antrieb eine Riemenscheibe 58 angebracht, welche von der an der Gummiwalze 12 befestigten Riemenscheibe 59 (Fig. 5) durch einen Riemen angetrieben wird.
Das zur Bewegung der einzelnen Teile der Vorrichtung dienende Laufwerk besteht aus folgenden Teilen :
Die Schnecke 21 steht in Verbindung mit dem Geschwindigkeitsregulator 25 durch die biegsame Welle 4, wobei der Geschwindigkeitsregulator beispielsweise durch 27 von einem Propeller die Antriebsbewegung erhält.
Von der Schnecke 21 wird das Schneckenrad 20 angetrieben (Fig. i und 5) ; das Schneckenrad 20 überträgt mittels Vorgelege 20', 18 (auf der Welle 19) auf das Zahnrad 14 auf der Achse 14' ; auf derselben Achse 14'sitzt fest die Gummiwalze 12
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sitzt als Kupplungsorgan zwischen diesem und der Transportgummiwalze 12 die Sperrklinke 42, welche in die Kerbe 60'einer Mitnehmerscheibe 60 einfallen kann, welche fest auf 14'sitzt, so dass letztere dann die Umdrehung des Übersetzungsrades 14 vollführt, wodurch gewährleistet ist, dass die Transportgummiwalze mitgenommen wird.
Die Transportgummiwalze 12 wird während einer Umdrehung des Zahnrades 18 dreimal umgedreht und der Film entsprechend transportiert und bei der vierten Umdrehung wird die zur Mitnahme der Gummiwalze 12 dienende Sperrklinke 42 durch den Stift 41, welcher an dem Zahnrad 18 befestigt ist, ausgelöst und verbleibt während einer Umdrehung des Übersetzungsrades 14 oder einer Vierteldrehung des Vorgelegerades 18 ausgeschaltet, und während dieser Zeit ist der Film arretiert, worauf dann die Sperrklinke 42 infolge einer Feder wieder in 60'einschnappt.
Zur Steuerung der Geschwindigkeit des Laufwerkes dient ein Reguliermechanismus, bestehend aus dem Scheibenpaar 26 und 29, welche Scheiben im Umfange gezahnt und durch
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getrieben. Diese besteht aus einer am Gehäuse des Apparates angebrachten Lupe 37 und einem Sprossenband 38, welches durch die Kegelräderpaare 39 und 40 mit der Hauptwelle 19 bewegt wird. Ferner wird von der Welle 19 über 14'die Vorrichtung zur Ausgleichung des durch den
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aus einem Laufgewicht 46, welches auf der Schraubenspindel 45 verschoben wird, die mittels des Kegelradgetriebes 43 von der Welle 14'in Drehung gesetzt ist.
Zum ebenen Spannen des Films auf seinen Auflageflächen 49, 50, 51, welche mit Löchern versehen oder porös sind, dient ein Saugapparat 61, welcher ein Vakuum erzeugt ; der Saugapparat ist durch ein Verteilerorgan 56 in Verbindung mit den Auflageflächen 49,50, 51 führenden Rohrleitungen (Fig. 3). Der Verteiler besitzt einen Drehschieber 57, welcher ebenfalls von der Hauptwelle 19 gesteuert wird, damit das Vakuum periodisch ein-oder ausgeschaltet werden kann. Die Saugbälge 61 werden von einer Welle 62 angetrieben, die ihre Drehung durch Schnurtrieb oder dgl. von einer Luftschraube 63 oder einer anderen Kraftquelle empfängt. Im unteren Balg 61', der als Reservoir dient, ist eine Feder 64 eingesetzt, welche die Balgwände auseinanderdrückt und im Reservoir ein Vakuum sichert.
Das Reservoir 61'ist im Untergestell angeordnet und durch die Leitung 65 mit dem Verteiler 56 verbunden. Von letzterem führen die Rohre 661 zur Auflagplatte 49, 66n zur Auflagfläche 50 und 66m zur Auflage 51.
Die Objektivverschlüsse werden betätigt durch einen Hebel 23 (Fig. i), welcher durch eine Stange mit dem Fallhebel 22 in Verbindung steht, der durch eine auf der Hauptwelle 19 angebrachte Xockenscheibe 1i verstellt und durch eine Feder an die Nockenscheibe angedrückt wird.
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