AT79112B - Verfahren zur Behandlung von Sulfitzellstoffablauge für die Gewinnung sowohl organischer als unorganischer Bestandteile derselben. - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von Sulfitzellstoffablauge für die Gewinnung sowohl organischer als unorganischer Bestandteile derselben.Info
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Description
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Verfahren zur Behandlung von Sulfitzellstoffablauge für die Gewinnung sowohl organischer als unerganischer Bestandteile derselben.
In der deutschen Patentschrift Nr. 266096 ist ein Verfahren beschrieben, nach welchem durch Erhitzen von Sulfitzellstoffablauge unter hohem Druck und durch Überführung der in der Lauge enthaltenen freien, gegebenenfalls gebundenen < SO in B03 eine Zersetzung der in der Lauge gelösten organischen und unorganischen Bestandteile herbeigeführt wird. Bei einer Untersuchung der chemischen Zusammensetzung solcher Laugen findet man, dass die organischen Substanzen der Lauge in zweierlei Weise und an zwei verschiedene Säuren gebunden sind. Es sind nämlich sowohl lignosulnnsaure als lignosulfonsaure Salze vorhanden.
Erstere sind schweflig- saure organische Salze, während letztere schwefelsaure organische Salze smd. Bei der Zersetzung solcher Laugen nach dem oben erwähnten Verfahren hat es sich erwiesen, dass die sulfinsauren Salze sich leicht zersetzen lassen, wogegen eine Zersetzung der sulfonsauren Salze schwierig zu erreichen ist.
Die erstgenannten Substanzen sind in einer Menge von ungefähr 75% der Trockensubstanz der Lauge vorhanden und die Ausbeute an Ligninsubstanz bei der Zersetzung ist nahezu proportional den genannten 75%.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, bei welchem die Ausbeute bei diesen Zersetzungen erhöht wird. Dies wird dadurch erreicht, dass die Lauge einer teilweisen Konzentration durch Eindampfung unterworfen wird, bevor die Lauge der Zersetzung unterworfen wird. Eine solche Arbeitsweise ist ohne gleichzeitige wesentliche Erhöhung der Kosten der Sulfitkohlendarstellung durchfÜhrbar. Bei der Zersetzung der Sulfitzellsteffablaugen hat sich nämlich gezeigt, dass eine grössere Wärmemenge frei wird, als auf praktische Weise für eine weiter fortgesetzte Zersetzung neuer Laugenmengen verwertet werden kann, wenn man mit mehreren in Reihe geschalteten Apparaten arbeitet. Diese überschüssige Wärme von einer Zersetzung kann nun dazu benutzt werden. den Gehalt an Trockensubstanz in einer neuen Quantität Lauge für eine weitere Zersetzung zu erhöhen, z.
B. durch die Verminderung des Wassergehaltes der Lauge, um z. B. 20% des Laugevolumens mittels Eindampfen, vorzugsweise im Vakuum.
Wird die Lauge sodann der üblichen Fällungsbehandlung unterworfen, so würde eine erhöhte
Ausbeute zu erwarten sein, welche den genannten 20% Eindampfung entspricht.
Es hat sich indessen gezeigt, dass für eine solche eingedampfte Lauge die Ausbeute erheblich höher wird, und zwar in dem erwähnten Falle nahezu um 40%. Dies lässt sich zum Teil dadurch erklären, dass beim Eindampfen der Lauge im Vakuum ein Teil der in der Lauge vorhandenen
Kalksalze als Sulfat und saures Suint ausfällt und teilweise freie schweflige Säure entweicht.
Da nun aber sowohl der Kalk als die schweflige Säure die bindenden Faktoren für die Kon- stitution der Lauge sind, lässt sich auch hiedurch erklären, dass, wenn die Menge dieser Faktoren vermindert werden, dann auch ein Teil der an sie gebundenen organischen Substanz leichter abzutrennen ist. Durch die Eindampfung werden auch die Viskosität und die kolloidalen Eigen- schaften der Lauge geändert, was auch dazu beiträgt, dass die Zersetzung mit besserem Erfolg und grösserer Ausbeute durchführbar ist.
PATEXT-A \SPRÜCHE :
1. Bei der Zersetzung von Sulfitzellstoffablauge durch Erhitzen unter hohem Druck und
EMI1.1
wird, so dass ein Teil der in der Lauge enthaltenen Kalksalze ausgefällt und schweflige Säure abgegeben wird.
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Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindampfung durch- EMI1.2 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.Apparat zur Gewinnung von Serum.Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zur Gewinnung von Serum und besteht aus einer in einem beispielsweise aus Glas bestehenden und mit einem Deckel, der metallisch sein kann, verschlossenen Behälter angeordnettn Vorrichtung zum Auspreisen des in den Behälter eingeführten Blutkuchens. Diese Vorrichtung wird von einer gelochten, senkrecht im Behälter verstellbaren Metallplatte gebildet, welche auf ihrer Unterseite mit Organen, beispielsweise mit Zähnen, Spiessen und dgl. ausgerüstet ist, um den Blutkuchen anzustechen, und ausser- EMI2.1 trifft und welche durch dessen Deckel hindurchgf steckt ist, um der gelochten Platte als Führung zu dienen und um sie feststellen m kennen mittels einer die Stange am Deckel festhaltenden Stellschraube.Im Deckel sind ausserdem Öffnungen vorgesehen zur Einführung des Blutes und zur Entnahme des Serums.Die Zeichnung stellt beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung dar, sowie eine Abänderung dieser Form.Fig. 1 ist ein Längsschnitt des Apparates.Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Deckel des Apparates.Fig. 3 ist die Darstellung einer Einzelheit und Fig. 4 bezieht sich auf die abgeänderte Form des Apparates.Nach Fig. 1 bis 3 ist a ein zylindrischen Glasbehälter, b ein metallener Deckel mit umgebogenem Rand b1. Dieser Deckel weist in seiner Mitte eine Führungshülse c mit Stellschraube d EMI2.2 nung i versehen, welche die Einführung eines gläsernen Proberohres zur Entnahme des Serums gestattet. EMI2.3 einer Stange X' (siehe die Unteransicht dieser Platte in Fig. 3) versehenen Metallplatte l. Diese 'Platte ist mit zwischen den Spitzen m angeordneten Löchern M versehen, welche bezwecken, dfs Durchsickern des Serums nach oben zu gestatten. Am oberen Ende der Stange k wird eine Metall- EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 lässt nun die Erstarrung der Masse vor sich gehen, worauf Schraube d gelöst wird, die Presse gesenkt wird und den Blutkuchen zusammenpresst.Teller s wird nun mit einem Gewicht belastet.Nach zwei bis drei Tagen Ruhe entnimmt man das Serum, welches durch die Löcher n auf die Oberfläche der Platte l gesickert ist, indem man vorher sorgfältig Öffnung t abgeflammt hat. Der Baumwollpfropf, der, wie oben gezeigt, die Öffnung i verschliesst, wird weggenommen und rasch durch ein sterilisiertes Baumwollbäuschchen ersetzt, unter dessen Schutz man durch die hoffnung l die Entnahmeröhre in den Behälter steckt. Nach Gewinnung des Serums zieht man die Entnahmeröhre langsam zurück, wobei darauf zu achten ist, dass das die Öffnung ; verschliessende Baumwollbäuscbchen nicht verschoben wird, weil es zum Abschluss der Öffnung dienen und verhindern soll, dass Keime in das Gefäss fallen.Nach einigem Hin-und Herbewegen des Blutkuchens belastet man die Presse mit schweren Gewichten und wartet die zweite Ausbeute an Serum ab, welche etwa 24 his 48 Stunden später und unter denselben Umständen stattfinden kann.Die gelochte Metallplatte der Presse, welche den Blutkuchen bearbeitet, kann auch mit Nesserklingen m1 start mit Spitzen m (siehe Fig. 4 mit der Unteransicht der Platte) versehen sein.Um die Ausbente an Serum noch zu vergrössern, kann man auf den Boden des Gefässes a eine der Platte l ähnliche Metallplatte mit nach aufwärts gerichteten Spitzen oder Messerklingen, welche beim Ausdrücken des Blutkuchens von unten in demselben eindringen, und zwar in der EMI3.2 EMI3.3 von aussen mittels abgedicl tet eingeführter Organe zu betätigende Pressvorrichtung, deren Press- organ zur Erleichterung der Abscheidung des Serums aus dt m nach Einfüllen von Blut in dem Behätte) sich bildenden Blutkuehen mit spitzen oder scharfen tii(sserartigen Vorragungen zum Einstechen bzw. Einschneiden in den gepressten Blutkuchen und mit Durchbrechungen, die ein Durchtreten des ausgepressten Serums und damit eine Trennung zwischen Serum und Blut- kuchen zulassen, versehen ist.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch geknnzeichnet, dass das mit spitzen oder scharfen Vorrr ungen und Durchbrechungen versehene Pressorgan aus einer verstellbaren Platte besteht, die an einer durch den Behälterdeckel abgedichtet nach aussen gehenden Stange befestigt ist, mittels dozen die Verschiebungen der Pressplatte hewirkt werden können und die durch eine Feststellvorrichtung, etwa eine Klemmschraube, in jeder Lage festgehalt n werden kann.3. Votrichtiing nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die EinführungsöSnung für das Blut mit einem umgebogenen Rohr versehen ist, dessen oberes Ende schnabelförmig abgeschnitten ist, um durch einen schützenden Vorsprung das Einfallen von Luftkeimen in den Behälter zu verhindern, und dessen unteres Ende nahe an die Gefässwand heranreicht, so dass das Blut gezwungen ist, der Wand entlang zu fliessen und so d : e Schaumbildung im Behälter zu verhindern.4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein biegsames Rohr aus KaRchuk oder dgl. dal s obere Ende der Führungshülse der Stange im Deckel mit einer am oberen Ende dieser Stange befestigten Scheibe verbindet, um einen sicheren Schutz gegen das Eindringen von Keimen während des Hebens und Senkens der Pressplatte zu bilden.5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das gegenüber dem beweglichen Pressorgan befindliche feststehende Pressorgan, etwa eine am Behälterboden be- festigte Platte. gleichfalls mit spitzen oder scharfen Vorragungen versehen ist, welche vorragungen vorzugsweise so angeordnet sind, dass sie den Zwischenräumen der Vorragungen des beweglichen Pressorganes gegenüberstehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO79112X | 1917-02-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT79112B true AT79112B (de) | 1919-11-10 |
Family
ID=19884788
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT79112D AT79112B (de) | 1917-02-03 | 1918-01-28 | Verfahren zur Behandlung von Sulfitzellstoffablauge für die Gewinnung sowohl organischer als unorganischer Bestandteile derselben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT79112B (de) |
-
1918
- 1918-01-28 AT AT79112D patent/AT79112B/de active
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