AT77617B - Verfahren zum Entfärben pflanzlicher Gerbextrakte. - Google Patents

Verfahren zum Entfärben pflanzlicher Gerbextrakte.

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  Verfahren zum Entfärben pflanzlicher Gerbextrakte. 



   Die zum Gerben des Leders   benutzten Auszüge aus ge ? bstoffhaltigen Pflanzenteilen   enthalten häufig, wie z. B. die aus Mangroverinde hergestellten Auszüge, rotbraune Farbstoffe, welche dem Leder eine seine Verwendung beeinträchtigende dunkle Färbung geben. 



   Es ist bereits bekannt, zur Herstellung klarer Lösungen Metalle wie Zink, Blei und Zinn oder deren Salze zu verwenden. Die Anwendung der Metalle hat aber den Nachteil, dass die Wirkung eine langsame und unvollständige ist, und dass das damit verbundene Arbeiten in saurer Lösung eine teilweise Ausfüllung sowohl der schwerlöslichen, wie eines Teiles der   leichtlöslicheu   Gerbstoffe zur Folge hat, wodurch die Ausbeute viel zu   wt1nachen   übrig lässt. Die Salze dieser Metalle bilden mit den organischen Stoffen starke Niederschläge von Salzen der Säuren, die zwar eine Klärung der GerbbrUhen zur Folge haben, die aber ebenfalls einen Teil der Gerbstoffe ausfällen und die Ausbeute dadurch vermindern.

   Man hat ferner versucht, mit Alkalikarbonat oder alkalisch reagierenden
Substanzen zu arbeiten, um die ausfällende Wirkung der Reinigungsmittel zu mildern. Die
Anwendung von Alkali bewirkte   aber häufig   ein Dunkelwerden der Brühen. So sind zwar diese Mittel geeignet, die Gerbbrühen zu reinigen und zu klären, ohne dass die Löslichkeit oine grössere Einbusse erleidet, aber es ist nicht gelungen, auf diese Weise helle, kalt- lösliche Gerbbrühen in guter Ausbeute zu erhalten, welche die Herstellung eines hellen 
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 Mengen von Alkalien durch Einwirkung von nachträglich zugesetzten Zinnoxydulsalzen eine bedeutende Aufhellung erfahren.

   Die Mengen Alkali, die dabei anzuwenden sind, richten sich nach der Art der Gerbstoffextrakto, die entfärbt werden sollen, und betragen ungefähr   0'5   bis   1'5 kf7.   Soda auf 1 kg. Zinnoxydulsalz. Dieses Verfahren nutzt hiebei einerseits die starke Reduktionskraft der Zinnoxydulsalze in Anwesenheit von Alkali, andererseits die Lackbildung der   Gerb-und Farbstoffe   mit Zinn aus. Geringe Mengen von Zinnsalz ermöglichen bereits die Entfärbung. 



   Das neue Verfahren bietet ferner noch den grossen Vorteil, dass hiebei kein Gerbstoffverlust stattfindet, wie zahlreiche Analysen bestätigt haben, da die sich bildenden Zinngerbstoffverbindungen bei Anwesenheit von geringen Mengen von Alkalien im Überschuss des Extraktes löslich sind. 



   Beispiele :
1. Entfärbung von Mangrove-Extrakt. 



   In   1000 Liter   Mangrove-Extrakt von   21 Bai.   werden   3 kg.   Soda eingerührt und nach erfolgter Mischung dann 5 bis 6   ky.   Zinnchlorür zugesetzt. Die Entfärbung erfolgt nach kurzem Erhitzen bis auf   900 C.   



   2. Entfärbung von Quebracho-Extrakt. 



   1000 Liter Quebracho-Extrakt von   21  B.   werden mit   3 ktj. Soda versetzt   und nach erfolgter Mischung derselben 4 bis 5 kg. Zinnchlorür zugefügt. Die Entfärbung erfolgt nach kurzem Erhitzen bis auf   90u C.   

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Claims (1)

  1. PATEXTAXSPRmi : Verfahren zum Entfärben pflanzlicher Gerbextrakte, dadurch gekennzeichnet, dass die Gerbextrakte nach dem Zusatze von geringen Alkalimengen mit Zinnoxydulsalzen im Verhältnisse von zirka 0.5 bis 1.5 Teilen Alkali zu 1 Teile Salze behandelt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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