AT78813B - Verfahren zur Herstellung eines entfärbten, technisch kalkfreien Gerbstoffextraktes aus Sulfitzelluloseabfallauge. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines entfärbten, technisch kalkfreien Gerbstoffextraktes aus Sulfitzelluloseabfallauge.

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AT78813B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Merstellung eines entfärbten, technisch kalkfreien Gerbstoffextraktes aus Sulfitzelluloseabfallauge.   



   Bisher hat man sich vergeblich bemüht, aus Sulfitzelluloseabfallauge Gerbextiakte zu gewinnen, welche technisch frei von Kalk sind und eine nur schwache Färbung besitzen. 



   Das Verfahren, den Kalk mit Soda als kohlensauren Kalk auszufällen, entfernt zwar im wesentlichen den Kalk, es werden aber durch die starke alkalische Wirkung der Soda dunkle Gerbbrühen erhalten. Im Verlauf des Gerbprozesses tritt dann eine weitere starke Nachdunkelung ein, so dass das Leder, welches unter Zuhilfenahme derartig behandelter Gerbbrühen erhalten wird, im Schnitt sehr dunkel ist und eine brüchige Beschaffen-   heit   annimmt. Die Geringwertigkeit solchen Leders wird durch irgend welchen Bleichprozess bzw. sonstige Nachbehandlung nicht verhindert. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass die Verwendung von Natrium-bzw. Kaliumbicarbonat allein, oder in Verbindung mit Phosphorsäure bzw. mit Ammoniak und Phosphorsäure Gerbbrühen ergibt, welche fast frei von Kalk sind und denen nur noch eine schwache Färbung anhaftet. Die bei Benutzung dieser Gerbbrühen gewonnenen Leder sind von schönem, hellem Aussehen und Schnitt. Die Eigenschaften des   llrüchigseins   haben sie nicht. 



   Kommt es nicht darauf an, Gerbextrakte mit niederem Aschegehalt zu erzielen. so genügt die alleinige Verwendung von Natrium- bzw. Kaliumbicarbonat, um einen brauchbaren Gerbextrakt zu erhalten. Zur Erzeugung von   Gerbextrakt mit   niederem Aschegehalt. empfiehlt sich die zusätzliche Anwendung von   Phosphorsäure   bzw. von Ammoniak und Phosphorsäu re. 



   Ausführungsbeispiel 1. 



   Anwendung von Natrium-bzw. Kaliumbicarbonat allein. 



   Die zu reinigende Rohlauge wird auf ungefähr 60 bis 700 C erhitzt und die je nach dem   l (a1kgehalt   berechnete Menge Natrium-bzw. Kaliumbicarbonat eingestreut. Der Niederschlag wird durch Filtration von der   unruhe   befreit und die im Vakuum auf die gewünschte
Konzentration eingedickte Brühe gegebenenfalls noch einmal filtriert. 



   Analyse der gewonnenen   Gerbhrühe   : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> 51-lao <SEP> Wasser
<tb> 48'90 <SEP> 0 <SEP> Extrakt,
<tb> 29.4% <SEP> nicht <SEP> gerbende <SEP> Stoffe,
<tb> 19.5% <SEP> gerbende <SEP> Stoffe,
<tb> 9.9% <SEP> Asche,
<tb> Spuren <SEP> Kalk,
<tb> 2950 <SEP> bzw
<tb> 
 
Die Gerbbrühe ist fast   katkfrei,   zeigt geringe Entfärbung und höheren   Aschegehalt.   



   AusführungsbeispielII. 



  Anwendung von Natrium- bzw. Kaliumbicarbonat in Verbindung mit Phosphorsäure. 



   Die   zurainigende Rohlange   wird bis auf ungefähr 60 bis 70  C erhitzt und die je 
 EMI1.2 
 hinzu, filtriert, dampft im Vakuum bis zur gewünschten Konzentration ein und filtriert gegebenenfalls noch einmal. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



  Analyse der so gewonnenen Gerbbrübe : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 51.9% <SEP> Wasser,
<tb> 48-10/0 <SEP> Extrakt,
<tb> 29.4% <SEP> nichtgerbende <SEP> Stoffe,
<tb> 18.7% <SEP> gerbende <SEP> Stoffe,
<tb> 9.1% <SEP> Asche,
<tb> 0.0% <SEP> Kalk,
<tb> 29.0 <SEP> Be.
<tb> 
 



   Die Gerbbrühe ist kalkfrei, stark entfärbt, Aschegehalt ebenso hoch wie bei Nr. 1. 



   A u s f ü h r u n g s b e i s p i e l III. 



  Anwendung von Natrium-bzw. Kaliumbicarbonat in Verbindung mit Ammoniak und Phosphor- säure. 



   Die zu reinigende   Rohlange   wird bis zum Sieden erhitzt und die Hälfte des zuzusetzenden Alkalis in Form von Ammoniak hinzugegeben. Man lässt nun auf 60 bis 700 C erkalten und fügt : die zweite Hälfte in Form von Natrium-bzw. Kaliumbicarbonat hinzu. 



   Je nach Art und Gute der Rohlauge wird dann   Phosphorsäure   44  Be hinzugefügt, filtriert, bis zur   gewünschten   Konzentration im Vakuum eingedampft und gegebenenfalls noch einmal filtriert. 



   Analyse der so gewonnenen GerbbrUhe : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 54-60/0 <SEP> Wasser,
<tb> 45'40/0 <SEP> Extrakt,
<tb> 23-40/0 <SEP> nichtgerbende <SEP> Stoffe,
<tb> 22.0% <SEP> gerbende <SEP> Stoffe,
<tb> 5-70/0 <SEP> Asche,
<tb> 0-13"/. <SEP> Kalk,
<tb> 280 <SEP> Be.
<tb> 
 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung eines entfärbten, technisch kalkfreien Gerbstoffextraktes aus Sulfitzelluloseabfallauge, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fallung des Kalkes Natuumbicarbonat bzw. Kaliumbicarbonat allein oder in Verbindung mit Phosphorsäure bzw. mit Ammoniak und Phosphorsäure verwendet wird.
AT78813D 1914-04-06 1914-04-06 Verfahren zur Herstellung eines entfärbten, technisch kalkfreien Gerbstoffextraktes aus Sulfitzelluloseabfallauge. AT78813B (de)

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