AT76998B - Schaltungsanordnung zur Verhinderung des Eindringens von Rufwechselströmen in die Fernhörer von Telephonanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung zur Verhinderung des Eindringens von Rufwechselströmen in die Fernhörer von Telephonanlagen.

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AT76998B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltungsanordnung zur Verhinderung des Eindringens von   Rufwechselströmen   in die
Fernhörer von Telephonanlagen. 



   Im   Fernspmchbetrieb   ist das Eindringen von   Rufwechaelatrömen   in die an das Ohr gehaltenen Fernhörer eine Quelle andauernder Klagen. Die bisher zur Vermeidung dieser   Un-     zutriiglicbkeit   vorgeschlagenen Einrichtungen haben sich wohl für Zentralumschaltstellen als geeignet erwiesen, waren jedoch für die Anwendung in einzelnen Teilnahmerstationen nicht brauchbar, da diese Einrichtungen entweder nach ihrem Ansprechen besonders zurückgestellt werden mussten oder einen dauernden Antrieb erforderten. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Anordnung, die es gestattet, auch in einzelnen Teilnehmerstationen die Fernhörer   vollkommen   selbsttätig gegen das Eindringen von Ruf-   wechselströmen zu schützen, ohne   eine dauernde Überwachung zu erfordern. Zu diesem Zweck 
 EMI1.1 
 bekannter Weise als Maximalausschalter auf den Stromkreis des   Fernl10rers   wirkt, parallel zu den in der Fernleitung selbst liegenden Teilen der   Sende-und Empfangsapparate   der Sprechstelle geschaltet. Diese Teile sind z. B. bei Sprechstellen mit   Ortsmikrophonhattene   der Hörer und die sekundäre   Wicklung   der Induktionsspule, bei Zentralbatterieschaltung das Mikrophon und die   Primärwicklung   der Induktionsspule.

   Der Stromkreis des Fernhörers bleibt also während 
 EMI1.2 
 hören des   Werhselstromflusses   aber übt der Magnet keine Wirkung mehr auf seinen Anker aus und die Unterbrechung des   Fernhörerstromkreises   wird alsdann wieder aufgehoben. 



   Die Unterbrechungsvorrichtung wird dabei vorteilhaft als ein   Wechselstromrelais     ener   
 EMI1.3 
 einander bewegliche Kontaktorgane von verschiedener Schwingungsdauer aufreben. Diese Kontaktorgane werden während der Erregung des Unterbrechermagneten durch dessen zweckmässig aus einer fest eingespannten Membran mit hoher Eigenschwingungszahl bestehenden Anker derart in Bewegung versetzt, dass stets mindestens eines der   Kontaktorgane ausser Be-   rührung mit seiner Kontaktstelle an dem Magnetanker ist.

   Diese Ausgestaltung der Unterbrechungsstelle erfüllt einerseits die Bedingung, dass der Stromkreis des Fernhörers schon bei einem sehr kleinen Augenblickswert der   Stromstärke   der ersten   ansteigenden Wechaelstrom-   weHe   plötzlich unterbrochen wird, und sichert anderseits   die   Aufrechthalt, nug   der Unter-   brechung während   der ganzen Dauer des schädlichen Stromflusses. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung in Fig. 1 in ihrer Anwendung   bei ener Fernsprech-   stelle mit   Mtkrophonortsbattcrie   und Induktoranruf und in Fig. 2 in ihrer Anwendung bei einer Fernsprechstelle für Zentralbatteriebetrieb beispielsweise dargestellt. Fig.

   3 ist die schematische Wiedergabe einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der   Unterbrechungsvorrichtung.   
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
   Leitungen a und b Rufwechselströme gesandt werden und der Hörer 9 vom Haken abgenommen ist, durchfliesst die erste ankommende Welle des Wechselstromes während ihres Anwachsens   zunächst gleichzeitig den   Fernhörer   g und die Magnetwicklung i Sobald aber die augenblickliche
Stromstärke der Wechselstromwelle einen gewissen Wert erreicht hat, wird der Stromkreis des   Fernhòrers 9 sn   der Stelle k unterbrochen und somit der weitere   Durchfluss   des Wechselstromes durch die   Fernhörerwicklung   verhindert. 



   Bei der in Fig. 2 dargestellten   Femsprechstelle   für Zentralbatteriebetrieb liegt der Unter- brechungsmagnet i parallel zum Mikrophon e und zu der Primärwicklung der Induktionsspule A
Die Vorginge sind dieselben wie bei der Anordnung nach Fig. 1, wie denn die Ausführung und
Schaltung der eigentlichen Fernsprechstelle überhaupt ohne Belang für die Anwendung der
Erfindung ist. 



   Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, wirkt das in der Leitung 8, t liegende   Magnetsystem i auf   eine als Magnetanker dienende, fest eingespannte Membran l. Diese trägt eine leichte Brücke m, auf der zwei oder mehrere stromleitende Kontaktstücke n, o isoliert angebracht sind. Auf jedem der Kontaktstücke n, o liegen zwei schwingbare Hämmer p auf und sämtliche Hämmer der Unterbreebungsvorrichtung sind mit der einen Teil des Femhörerstromkreises bildenden Leitung q und r sowie untereinander derart verbunden, dass die Berührungsstellen der Hämmer p mit den Kontaktstücken n, o hintereinandergeschaltete Kontaktstellen bilden. 



   Jeder der Hämmer p, an deren Stelle natürlich   aúch   anders ausgebildete, schwingbare Kontaktorgane   treten können, besitzt   eine von den andern Hämmern abweichende Schwingungdauer, was beispielsweise durch verschieden grosse Masse der Hämmer, verschiedene Federbelastungen usw. erreicht werden kann. 



   Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende : Der gewöhnliche Sprechstrom vermag beim Durchfliessen der Wicklung des Magneten t keinerlei Wirkung auf dessen Anker l   auszuüben. Rufwechselstrom   dagegen erregt den Magneten i, so dass dieser je nach der Polarität der ersten einlaufenden Wechselstromwelle die Membran      entweder anzieht oder abstösst. Dabei wird alsdann infolge der Massenträgheit der Hämmer p deren Berührung mit den   Kontalet-   stücken n, o aufgehoben, so dass der   Wechselatromnuss   in der Leitung q, r und damit auch durch den Fernhörer   g   unterbrochen wird.

   Infolge der   geringen Eigenschwingungszeit   der Membran l tritt diese   Unterbrechung schon im Anfang   der ersten   Wechselstromwelle   ein, so dass im Fernhörer kein stärkeres   Geräusch   zustandekommen kann. Bei dem weiteren Flusse des Wechselstromes durch die   Ankerwickluni i wird die   Membran ! dauernd schwingen und die Hämmer p bei ihrem jedesmaligen Auftreffen auf die Kontaktstücke n, o sofort wieder zurückwerfen.

   Da die Hämmer nun aber verschiedene   Schwinsungsdaner   besitzen, so werden ihre Berührungen mit den Kontaktstücken n. o zu verschiedenen Zeiten stattfinden bzw. in verschieden grossen Zwischenräumen anfeinanderfolgen und man kann die Eigenschwingungszeiten der Hämmer derart abstimmen, dass die   Unterbrechungszeiten   an den einzelnen Kontaktstellen sich überdecken, wodurch für den Stromkreis q, r des   Fernhörers   eine dauernde Unterbrechung zustande-   ! < ummt, solange   der Wechselstrom über den Magneten i fliesst. 



    PATENT. ANSPRÜCHE :  
1 Schaltungsanordnung zur Verhinderung des Eindringens von Rufwechselströmen in die Fernhörer von Telephonanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein nur auf Refwechselstrom insprefhender Elektromagnet (i), der in an sich bekannter Weise als Maximalausschalter auf 
 EMI2.2 
 sehpitet ist.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterbrechungsvorrh htung für den Stromkreis des Fernhörers als Wechselstromrelais jener bekannten Art ausgebildet ist, bei der auf dem Anker (l, Fig. 3) hintereinandergeschaltete, unabhängig von- einander beweghare Kontaktorgane (p) mit verschiedener Schwingungsdauer aufruhen.
AT76998D 1915-12-18 1916-12-12 Schaltungsanordnung zur Verhinderung des Eindringens von Rufwechselströmen in die Fernhörer von Telephonanlagen. AT76998B (de)

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