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Gesunkene Schiffe oder andere Gegenstände werden bisher meist mittels auf Schiffen aufgestellter Hebezeuge gehoben. Dieses Verfahren kann nur zur Anwendung kommen, wenn verhältnismässig leichte Gegenstände zu bergen sind. Ein anderes sehr kostspieliges Verfahren besteht darin, mit Wasser gefüllte Behälter zu versenken, mit dem gesunkenen Gegenstand zu kuppeln, dann das Wasser aus den Behältern durch verdichtete Luft zu verdrängen und durch den Auftrieb der Behälter den gesunkenen Gegenstand zu heben. An Stelle mit Wasser gefüllter Behälter werden auch Ballons verwendet, die unter Wasser versenkt und dann mit Azetylen, Luft oder dgl. gefüllt werden.
Nach der Erfindung erfolgt das Heben gesunkener Schiffe oder anderer Gegenstände mittels für sich schwimmfähiger Körper, die durch Versenken mit Hilfe einer Belastungsvorrichtung an den gesunkenen Gegenstand gebracht und mit diesem unmittelbar oder mittels eines Seiles verbunden werden, das an dem gesunkenen Gegenstand befestigt wird. Nach Entfernen der Belastungsvorricbtung wird der Auftrieb der schwimmfähigen Körper zum Heben des Gegenstandes benutzt. Mehrere Schwimmkörper werden übereinander oder nebeneinander angeordnet und miteinander derart verbunden, dass sie eine Auftriebseinheit bilden.
Es ist vorteilhaft, nur Schwimmkörper zu verwenden, die billig und leicht zu beschaffen sind und den grössten Auftrieb besitzen, wie 01- oder Petroleum fässer, Caissons, Luftsäcke, Eisen-und BIechgefässe.
Die Vorrichtung zum Versenken der Schwimmkörper besteht aus einem die Schwimmkörper umschliessenden Behälter, der durch Auflegen von Belastungsgewichten versenkbar ist. Der Behälter trägt zu diesem Zweck einen Flansch oder dgl.. auf den die ringförmig ausgebildeten Gewichte aufgereiht werden.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Vorrichtung nach der Erfindung in mehreren Aus- führungsbeispielen, und zwar stellen dar :
Fig. 1 und 2 je ein Ausführungsbeispiel von Auftriebseinheiten,
Fig. 3 die Vorrichtung zum Versenken der Schwimmk rper,
Fig. 4 die Versenkvorrichtung mit einer Auftriebseinheit und
Fig. 5 und 6 die mit dem gesunkenen Schiff zu verbindenden Hubseile der Auftriebs-
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Bei den veranschaulichten Ausführungsbeispielen sind als Schwimmkörper Fässer a ver- wendet. die übereinander angeordnet und mittels Ketten b (Fig. 1), Stangen c (Fig. 2), Kabel oder anderer Verbindungsmittel zu Auftriebseinheiten verbunden sind. Ein Haken d oder dgl. ist am Ende der Kette b oder des Stangengerüstes vorgesehen.
An dem Haken d hängt ein Flaschenzug, an dem der zu bergende- Gegenstand. befestigt wird.
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Schwimmkörper an dem Seil die gewünschte Stellung erreicht hat und von seinem Belastungsgewicht freigegeben ist, wird das Seil zwischen den beiden durch die Feder 0'gegeneinander gedrückten Platten m, n festgeklemmt, wodurch der Schwimmkörper an dem Seil in der angenommenen Stellung festgehalten wird.
Nach der in der Fig. 6 veranschaulichten Ausführung wird das mit dem gesunkenen Gegenstand verbundene Seil i in der gezeichneten Weise unter fortwahrender Riciitungsiändetung um die in einer Reihe angeordneten Rollen l geführt. Die Rollen lagern an zwei scherenartig miteinander verbundenen, zweiarmige Hebel bildenden Lagerarmen p, q, und zwar abwechselnd immer eine Rolle auf dem Arm p und eine Rolle auf dem Arm q. Eine Druckfeder r drückt die Lagerarme p, q und hiedurch die Rollen l auseinander, so dass das Förderseil t zwischen den Rollen frei durchlaufen kann.
Mit den oberen Armen der Hebel p und q sind die die Schwimmkörper umschliessenden Ketten b fest verbunden.
Wird der Schwimmkörper durch das Belastungsgewicht versenkt, dann werden die Ketten b schlaff und die Lagerarme p, q werden durch die Feder r auseinander gedrückt, so dass der Schwimmkörper nebst denRollen l an dem Seil i abwärts sich bewegen kann. Sobald der Schwimmkörper die gewünschte Stellung an dem Seil i angenommen hat und von seinem Belastunggewicht freigegeben ist, ziehen die Ketten b die Lagerarme p, q und somit die Rollen 1 gegeneinander, wodurch der Schwimmkörper an dem Seil festgehalten wird.
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1. Verfahren zum Heben gesunkener Schiffe oder anderer Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass für sich schwimmfähige Körper durch Versenken mittels einer Belastungsvorrichtung an die Stelle des gesunkenen Gegenstandes gebracht werden und dass nach Eilt- fernen der Belastungsvorrichtung der Auftrieb dieser Körper zum Heben des Gegenstandes benutzt wird.