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Bohrpflug.
Vorliegende Erfindung bezweckt 1. durch die Anordnung zweier geeigneter Motoren an einem Bohrpflug die bisherigen Kraftverluate, wie s : e bei den bekannten Bohrpflügen mit einem
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ermöglichen ; 2, ein richtig angepasstes, bei jeweils eintretenden Änderungen der Bodenbeschaffenheit sich stets selbsttätig regelndes Geschwindigkeitsverhältnis der Bohrer zu den Fahrrädern herzustellen.
Um die technischen Vorzüge des neuen Bohrpnuges gegenüber den bisher beaknnten Bohrpflügen zu erkennen, bedarf es nachstehender Erläuterung :
Von einem modernen Pfluge beansprucht man vorteilhafteste Bodenbearbeitung bei ge- ringstem Kraft- und Zeitverbrauch. Diese Forderungen soll der neue Bohrpflug erfiillen, der für die Bodenbearbeitung das Bohren zur Anwendung bringt, wobei die Wirkungsweise der Bohrer nicht dem veralteten Bohrsystem, sondern der modernen Schnettbohrart entspricht.
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zukommen.
Eine derartig starke Verringerung der Geschwindigkeit eines Motors ist gleich- bedeutend mit einer vollständigen Vernichtung der Arbeitsleistung; überdies ist es fraglich. ob bei diesen durch die Umlaufverringerung hervorgerufenen Kraftverlusten der Bohrpflug überhaupt noch von der Stelle käme.
Der Bohrpflug nach der Erfindung dagegen erzielt die Vorteile des modernen Schnell-
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ährenddes Pflügena nach dem Äussern hin zu beurteilen, um die richtigen Wechselräder einzustellen ; mithin entstanden auch Kraftvecluste, wenn z. B. die Wechselräder für schweren Boden eingestellt sind und auf leichten Boden kommen. Daraus ergibt sich, dass Wechseträder bei Bohrpnugen, wenn n'cht zweckwidrig, so zum mindesten hinderlich sind.
Beim Bohrpflug nach vorliegender Erfindung geht die Regelung des Geachwindigkeitsverhältnisses in der Weise vor sich, dass der Bohtermotor von etwa 1800 Umdrehungen mit dem Fahrmotor von etwa. 90 Umdrehungen mittels entsprechenden Übersetzungsgetriebes oder dgl. in zwangläufiger Verbindung steht. Infolgedessen sind bei grösserem Bodenwiderstand, der stellenweise ein langsameres Bohren verursacht, auch die Fahrräder zum langsameren Fahren gezwungen, wodurch stets das eingestellte richtige Geschwindigkeitsverhältnis der Bohrer zu den Fahrrädern eingehalten werdet muss.
Durch diese Regelung, die sich der jeweiligen Bodenbeschaffenheit auf jedem Millimeter der Vorwärtsbewegung selbsttätig anpasst, ist nicht nur ein bedeutender technischer Vorteil gegenüber den Bekannten Bohrpflugen, sondern auch eine weitere Kraftgewinnung erzielt ; denn sobald der Bodenwiderstand behoben ist, können die Motoren unmittelbar beim Eintritt leichten Bodens ihre ganze Kraft wieder ungehindert entfalten, ohne Prüfung des Bodens und ohne Ein-und Ausschaltung der Wechselräder. Da der Bohrermotor an und für sich stärker ist als der Fahrmotor, so ist infolge der zwangsläufigen Verbindung beider Motoren der Fahrmotor stets von den Umdrehungen des Bohrermotors abhängig.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird der schnell laufende Motor und die zugehörige Bohrereinrichtung nicht auf dem Fahrzeuge zwischen dessen beiden Tragachsen angebracht, sondern auf einem besonderen einachsigen Fahrgestell verlagert, das mit dem zweiachsigen Zugwagen gelenkig verbunden ist. Der ganze Bohrpflug ist dann dreiachsig, wobei aber die dritte nachlaufende Achse nur zum Tragen der eigentlichen Bohrmaschine, nicht aber zum Tragen des Selbstfahrers dient. Diese Anordnung mit nachlaufender, gelenkig verbundener Bohrmaschine hat gegenüber der Unterbringung der Bohrmaschine zwischen den beiden Tragachsen des Selbstfahrers eine Reihe für die Benutzung des Bohrpfluges und für die Wirtschaft- Ilchkelt des Betriebes wesentlicher Vorteile.
Liegt der Bohrmotor zwischen den Tragachsen des Selbstfahrers, 80 kommt auf diese das ganze Gewicht des Motors und der Bohreinrichtung
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Bohrmotor Schwingungen ein, die nur dann vermieden werden können, wenn die Bohrmaschine 11n Selbstfahrergestell abgefedert gelagert ist. Dann aber wird ein Teil des Bohrmaschinen-
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ständig gelagerter Bohrmaschine fallen diese Übelstände fort, und es arbeiten die Bohrer vollständig stossfrei, so dass Wellenbildung in die Bohrfurche nicht eintritt.
Bei nachlaufender, selbständig gelagerter Bohrmaschine erhalten die Räder des Selbst-
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doppelte Bohrfurchenhöhe im Durchmesser grösser sein. Liegt die Bohrmaschine aber zwischen den Fahrachsen des Selbstfahrers, so müssen die Räder der Hinterachse um die doppelte Bohr- furehenhöhe im Durchmesser grösser als die Räder der Vorderachse sein, was ungünstig auf den Fahrbetrieb einwirkt, abgesehen davon, dass der eben gebohrte Furchenboden den Widerstand für die Vorwärtsbewegung abgeben muss.
Die Gelenkigkeit des Anschlusses der Bohrmaschine geschieht in zwei zueinander senkrechten Ebenen, so dass die Bohrmaschine sich sowohl um eine senkrechte wie um eine wagerechte Drehachse gegenüber dem Selbstfahrer um die beim Betriebe erforderlichen Ausschläge drehen kann.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 bis 3 schematisch die Kupplung zwischen den Wellen des schnell laufenden Bohrermotors und des langsam laufenden Fahrmotors dargestellt. Die Motoren selbst sind nicht mit abgebildet. Fig. 4 zeigt einen Bohrpflug nach der Erfindung mit dreiachsiger Ausbildung, teils in Ansicht, teils im Schnitt. Fig. 5 ist eine Aufsicht auf die Bohr- maschine, Fig. 6 stellt eine Einzelheit dar.
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mit der Welle b, die zum langsam laufenden Fahrmotor führt, gekuppelt. Die Welle z steht durch ein Zwischenkettenrad w mittels Kette z1 mit der Fahrachse d des Selbstfahrers in Verbindung.
Der auf die Welle h1 arbeitende Bohrermotor läuft mit 1800 Umdrehungen und der auf die Welle bl arbeitende Fahrmotor mit 90 Umdrehungen um. Es besteht somit das Verhältnis 20 : 1.
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