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Nachgiebige Abdeckungfür plastische Werkstückunterlagen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Abdeckung für Werkstückunterlagen, die bei der Herstellung von geklebtem Schuhwerk, namentlich bei der Befestigung der Sohle auf dem unteren Rande des Schaftes, aber auch für andere Zwecke, benutzt werden können. Derartige plastische Werkstück unterlagen sind in verschiedener Ausführung und aus verschiedenen Stoffen im Gebrauch. Bei diesen Einrichtungen ist die Abdeckung, die als Widerlager für die Sohle dient, in der ganzen Ausdehnung nachgiebig und meist ebenso plastisch wie der Inhalt. Von solchen Werkstückunterlagen unterscheidet sich die Erfindung dadurch, dass bestimmte Teile der Abdeckung in gewissem Grade und in bestimmter Richtung versteift sind, jedoch eine federnde Nachgiebigkeit behalten.
Eine Versteifung, die aber die Anschmiegbarkeit der Abdeckung an die Fläche des Werkstückes nicht hindern darf, ist namentlich am Rande der Sohle wünschenswert, und zwar aus dem Grunde, weil dieser keine Stützung durch den Leisten erhält una bei freier Ausbreitung
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dies mit Hilfe von federnden Streifen oder Zungen, die in bestimmter Lage mit der Abdeckung derart verbunden sind, dass sie sich in geeigneter Weise durchbiegen und in ihrer Längsrichtung in gewissem Grade verschiebbar einstellen können. Diese Verbindung kann in beliebiger geeigneter Weise geschehen, und die Anbringung der federnden Versteifungsstreifen wird zweckmässig immer an solcher Stelle der Decke erfolgen, dass die obere Fläche in ihrer glatten Beschaffenheit nicht beeinträchtigt wird.
Auf der Zeichnung ist die nachgiebige Abdeckung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Abdeckung an einer gestrichelt dargestellten kastenförmigen Werkstuckunterlage und Fig. 2 ist der Grundriss der Abdeckung.
Die nachgiebige Abdeckung besteht aus einer Decke a aus Leder, Gummi oder anderem schmiegsamen Stoff, der in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 mit seinem Rande auf den oberen Kanten der Seitenwiinde einer'kastenförmigen Werkstückunterlage m in geeigneter Weise befestigt ist. Das Innere des Kastens kann mit Luft oder einer flüssigen, halbflüssigen oder körnigen Masse bekannter Zusammensetzung oder auch mit einer zusammenhängenden elastischen Masse gefüllt sein. Bei Anwendung von Druckluft oder dgl. kann in dem Kasten auch ein besonderer dichter Beutel vorgesehen sein.
Die Seitenwände der Werkstückunterlage können übrigens anders ausgeführt und von anderer Beschaffenheit sein.
Auf der unteren Fläche der Decke a sind eine Anzahl federnder Streifen oder Lamellen b, beispielsweise aus Stahl, Zellaloid oder anderem geeigneten Stoff strahlenförmig angeordnet und mit ihren äusseren Enden an der Decke, beispielsweise mittels Niete d, befestigt. Die inneren Enden der Lamellen b werden in dem. Ausführungsbeispiel zwischen einer ebenfalls an der Decke a befestigten Scheibe oder Rosette c und der
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einen gewesenWiderstttod, entgegensetzen und numentlich scharte Krümmungen verhindern.
Demzufolge wird durch die Anwendung de federnden Lamellen'nnd ihre besondere Verbindung mit der Decke der Vorteil erreicht, dass sich derjenige Teil der Decke, der beim Aufpressen des Schuhwerks über die Sohle herausragt, nicht wölbt oder ausbaucht und dabei den Rand der Sohle an'die Seiten des Schaftes druckt, vielmehr bleibt dieser vorstehende Teil der Decke ziemlich flach und infolgedessen erhält auch die an den Schaft geklebt Sohle die gewöhnliche flache oder mässg gewölbte Gestalt, die beim fertigen Schuh verlangt wird.
Diese Lamellen können an b, 31iebiger Stelle der Decke angebracht sein, weil dies jeweils die besondere Form ur. Grösse dar Sohle erfordert. In dem Ausfubrungsbeispiel nach Fig. 2 sind zwei Gruppen von Lamellen angewendet, die der Spitze und dem Fersenteil des Schuhes entspräche wobei die strahlenförmige Anordnung den Vorteil hat, dass die Lamellen an allen Stellen des Randes fast senkrecht zu dieses ! verlaufen und daher die günstigste Versteifung und Federung bieten. Selbstverständlich können derartige Lamellen auch an anderen geeigneten Stellen und in anderer Gruppierung benutzt werden.
Beispielsweise können die Lamellen zum Teil parallel quer über die Decke verlaufen, ferner lassen sich die dargestellten Gruppen von Lamellen aus einem einzigen Stück her- stellen, indem die Lamellenzungen durch radiale Einschnitte derart voneinander getrennt sind, dass sie nur an einem oder beiden Enden zusammenhängen. Ebenso kann ihre Verbindung mit der Decke anders ausgeführt sein, bei einer Decke aus mehreren Lagen, z. B. dadurch, dass die Zungen zwischen den Lagen in der Längsrichtung verschiebbar eingebettet und in bestimmter Stellung gesichert sind. Die Lamellen selbst können eben- falls in ihrer Gestalt in verschiedener Weise verändert und beispielsweise auch an ihrem mittleren Teil mit der Decke verbunden sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Nachgiebige Abdeckung für WerkstUckunterlageo, vorzugsweise zur Herstellung von geklebtem Schuhwerk oder dgL, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung stellen- weise durch federnde Streifen oder dgl. in nachgiebiger Weise versteift ist.