AT71688B - Mehrteiliges Schützenwehr. - Google Patents

Mehrteiliges Schützenwehr.

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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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  Mehrteiliges Schützenwehr. 



     Schützenwehre   für grosse Stauhöhen müssen in der Regel mehrteilig in der Weise   ausgeführt   werden, dass der obere Wehrteil versenkt werden kann. Hiebei ist es aus praktischen Gründen ratsam, den oberen Teil in der Strömungsrichtung hinter den unteren zu legen, weil sonst bei umgekehrter Anordnung die Gefahr bestünde, dass die über den vorderen oberen Tell fallenden   Eisbtiieke   den unteren hinteren Teil beschädigen würden (siehe Fig. 1). Man   wbn deshalb   in der Regel die in Fig. 2 schematisch dargestellte Anordnung. Befinden sich dabei beide Schützen in der Staulage, so sind unter Vernachlässigung des horizontalen Wasserdruckes nachstehende hydrostatische Verhältnisse vorhanden. 



   Entsprechend der Lage des Sohlendichtungsbalkens erhält der untere   Schützentell   (siehe Fig 2) den Auftrieb A, der durch die einfach schraffierte Fläche dargestellt ist. 



  Diesem Auftrieb wirkt das Wassergewicht W entgegen. welches die Auflast auf die Schütze darstellt und der kreuzweise schraffierten Fläche entspricht. Die Grösse des Auftriebes A und der Auflast kann durch die Lage des   Sohlendichtungsba1kens beeinssusst   werden und man legt diesen nun vorteilhafterweise so an. dass der Auftrieb die Auflast um das Eigengewicht des unteren Schützenteils   übersteigt. Dadurch wird   das Anheben der unteren Schütze mit geringstem Kraftaufwand   ermöglicht.   Es hat sich nun aber gezeigt, 
 EMI1.1 
 untere Schütze bis zu einer gewissen Spaltweite hochgezogen hat (stehe Fig. 3). In dieser
Stellung legt sich der unter der Schütze durchfliessende Wasserstrahl nicht mehr an die untero Wand der Schütze an, sondern die Strahl form ist etwa, wie in Fig. 3 dargestellt. 



   Der Auftrieb geht infolgedessen plötzlich verloren, während aus dem gleichen Grunde die
Auflast   W wesentlich grösser   wird, wie die kreuzweise schraffierte Fläche in Fig. 3 er- kennen lässt. Schon hiedurch wird die   erforderliche Hubkraft plötzlich wesentlich   erhöht ; es kommt aber dann ferner noch hinzu. dass in dem Raum zwischen der Schützenunter- kaute und dem Durchflussstrahl infolge der saugenden Wirkung des letzteren die Luft stark verdünnt wird. Hiedurch entsteht eine ahwärtsgerichtete Saug- oder Zugwirkung auf die   Schütze   (durch die Pfeile in Fig. 3 angedeutet), welche eine weitere, unter Um- ständen sehr   erhebliche   Vergrösserung der Hubkraft   bedingt.   



   Der Zweck vorliegender Erfindung ist nun der, den starken Wechsel in der er-   forderlichen Hubkraft   nach Möglichkeit zu beseitigen und den erforderlichen Grösstwert auf ein Minimum herabzusetzen. Erreicht wird dies dadurch, dass man den wagerechten   Abschluss, welchor zur Herstellung   einer wasserabschliessenden Verbindung zwischen dem oberen und dem unteren Teil der Stauvorrichtung erforderlich ist, möglichst schmal macht. 



  Dem naheliegenden Gedanken, die Anordnung zu diesem Zweck so zu treffen, wie in
Fig. 4 angedeutet, begegnen deshalb Schwierigkeiten, weil bei dieser Anordnung Sinkstoffe und im Falle des Aufziehen der   Unterschl1tze   bei Eisgang die nach unten gerissenen
Eisbrocken sich im Fachwerk des unteren Schützenteils fangen und dieses beschädigen würden. 



  Um diesen Missstand zu vermeiden und trotzdem eine geringere Abschlussbreite zu 
 EMI1.2 
 schematisch veranschaulicht ist. Das Kennzeichen dieser Anordnung besteht darin, dass die Haupt-Tragkonstruktion der unteren Schütze nicht die Höhe der unteren Stauwand in 

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Claims (1)

  1. Anspruch nimmt ; die Stauwand kragt vielmehr aber die Tragkonstruktion nach oben um die Hohe des oberen Schützenteils a vor. Wie aus der Figur ohneweiters ersichtlich ist, kann infolgedessen die obere Schütze unmittelbar über die Tragkonstruktion der unteren gelegt werden, wodurch man eine schmale Dichtungsleiste erzielt. Fig. 6 und 7 zeigen schematisch zwei Ausführungsformen der Erfindung.
    In Fig. 6 ist a der obere Teil des Stauwehres. Er besteht aus einer Fachwerk konstruktion, welche nach der Oberwasserseite zu die Blechhaut b als Stauwand trägt Der Unterteil der Schütze besteht gleichfalls aus einer Fachwerkkonstruktion, welche sich in der Hauptsache aus dem oberen Querriegel c, dem unteren Querriegel d und geeigneten Vertikal-und Diagonalversteifungen zusammensetzt. An der Oberwasserseite dieser Fachwerkkonstruktion sind die Kragträger f angebracht, welche ihrerseits wieder die Blechhaut g tragen.
    Der Sohlendichtungsbalken i kann nach dem unteren wasserseitigen Rand der Stauwand gelegt sein, so dass wieder beim Anheben ein gewisser Auftrieb und eine Auflast vor11aoden sind ; auch die Saugwirkung tritt wieder auf ; infolge des wesentlich verringerten Abstandes x zwischen der oberen und unteren Blechhaut werden jedoch alle diese Kräfte nunmehr viel geringer. Sie lassen sich fast ganz vermeiden, wenn man die EMI2.1 träger f legt, wie in Fig 7 und 8 dargestellt.
    Aus der eigenartigen Anordnung der beiden Wehrteile ergibt sich die Möglichkeit, für die obere Schütze eine besondere Führung im Mauerwerk zu ersparen und die beiden vertikalen Randträger der unteren Schütze als Führungen für die obere auszubilden, wie in Fig. 9 schematisch veranschaulicht ist. Diese Figur zeigt einen Teil des Grundrisses EMI2.2 in punktierten Linien angedeutet. Es ist ersichtlich, dass sich letztere im Randträger l der unteren Schütze führt.
    Das Heben und Senken der beiden Schützenteile kann durch voneinander getrennte Huborgane und Winden geschehen oder mittels eines einzigen Windwerks, das beim Senken der oberen Schütze unter den normalen Stauspiegel nur auf diese obere Schütze EMI2.3 beim Heben der oberen Schütze über den Stauspiegel die untere Schütze mitnimmt.
    PATENT ANSPRÜCHE : 1. Schützenwehr für grosse Stauhöhen, weiches aus mehreren übereinanderliegenden und für sich in lotrechter Richtung verschiebbaren Teilen besteht. dadurch gekennzeichnet0 dass der oherste Querriegel (c) der Tragkonstruktion des Unterteils um die Hohe des oberen Schützen teils (a) tiefer liegt, als die Oberkante des am unteren Schützenteil befestigten Stückes (g) der Stauwand, so dass beim Senken des oberen oder Anheben des unteren EMI2.4
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