<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Behandlung von Rückständen der Petroleumdestillation.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung der Methode zur Herstellung von leicht siedenden Produkten aus den Rückständen der Petroleumdestillation, wie sie in der Patentschrift Nr. 71429 beschrieben ist und liezweckt, die Ausbeute an diesen niedrigsiedenden Produkten bedeutend zu erhöhen.
In den Zeichnungen ist ein zur Ausführung der vorliegenden Methode geeigneter Apparat dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt und veranschaulicht den ersten Destillierapparat mit Zubehörteilen und
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht des zweiten Destillierapparates.
Der in Fig. 1 gezeigte Apparat ist ähnlich dem in der genannten Patentschrift
EMI1.1
260 liegt, in den Destillierapparat oder die Blast'8 eingpfuhrt und durch die Feuerung 4 einer Temperatur von ungefähr 345 bis 454 C unterworfen. Die entwickelten Dämpfe werden mittels eines Rohres : durch einen Kondensator 6 geleitet, dessen Rohrschlange sich durch eine Rohrverlängerung 7 in einen die Kondensationsprodukte aufnehmenden Behälter 8 entleert. In dieser Rohr@erlängerung 7, also hinter dem Auslassende der Rohrschlange, ist ein Ventil 9 vorgesehen, das für gewöhnlich geschlossen ist, so dass sich sowohl in der Blase als auch im Kondensator ein dem oben angegebenen Ttmperaturintervall entsprechender Druck von 4 bis. 1 Atmosphären einstellt.
Das Ventil 9 wird bloss von Zeit zu Zeit kurz geöffnet, um die in der Rohrschlange
EMI1.2
Diese Behandlung, bei welcher sich die hochsiedenden Paraffinkohlenwasserstoffe des ursprünglichen Materiales in niedrigsiedende Glieder derselben Reihe umwandeln, wird
EMI1.3
Anwendung von Wasserdampf so weit als möglich destilliert, worauf das so erhaltene Destillat abermals der der Patentschrift Nr. 71429 zugrundeliegenden und oben beschriebenen Druckdostillation unterworfen wird.
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
Vakuumsicherheitsventil 16 von bekannter Bauart und Wirkungsweise. Ein Rohr 17 vorbindet den Dampfdom mit einer Kondensatorrohrachlange 18, die sich durch eine Verlängerung 19 in einen Behälter 20 ontleeren kann.
Die bei dieser unter Atmosphärendruck vorgenommenen Destillation entwickelten Dämpfe gehen durch das Rohr 17 und werden in dem Kondensator kondensiert. Die Kondensationsprodukte sammeln sich als gelbliche Flüssigkeit in dem Behälter 20 an.
Die Destillation wird fortgesetzt, bis der ursprüngliche Inhalt der Blase 12 in einen trockenen Zustand übergeführt worden ist, wobei ungefähr 950/0 der in die Blase ein) geführten Menge als Destillat gewonnen werden.
Die in dem Behälter 20 vorhandene Kondensationsflüssigkeit wird nun aus demselben abgeleitet und zur besonderen Behandlung in die Blase 3 oder in einen anderen diesem gleichen Apparat übergeführt und derselben Drnckdestillation unterworfen, wie der ursprünglich als Ausgangsmaterial gewonnene Petroleumrückstand. Das dabei sich ergebende Destillat ist ein leicht siedendes Produkt derselben Gruppe wie der Rückstand, aus welchem es
EMI2.1
in der Blase 3 zu behandeln, gleichzeitig mit einer neuen Charge des ursprünglichen Petroleumrückstandes der Druckdostillation zu unterwerfen. Hiebei werden ungefähr 631/20/0 des Inhaltes der Blase 3 in Gasolin verwandelt und ungefähr 1/20/0 entweicht in der Form von Gas, das als Brennstoff zum Erhitzen dieses Destillierapparates verwendet werden kann.
Es verbleibt etwas weniger als 35% der ursprünglichen Beschickung als in der
EMI2.2
können, während ungefähr 5% a) s trockener Rückstand oder Koks verbleiben.
Dieses letztere Destillat wird wieder in die Blase 3 eingeführt, um gleichzeitig mit einer für die erstmalige Behandlung eingebrachten Beschickung behandelt zu werden, und liefert
EMI2.3
kann das Verfahren endlos ausgeführt werden, indem jedesmal frische Beschickungen in dem Hochdruckdestillierapparat 3 hinzugefügt werden.
Durch dieses verbesserte Verfahren wird, abgesehen von zufälligen Verlusten, fast das ganze ursprüngliche schwersiedende Produkt in vorzüglielies Gasolin von derselben Paraffinreihe oder-gruppe, zu welcher der ursprüngliche Rückstand gehört, übergeführt.
Das hier als Gasolin bezeichnete, leicht siedende Produkt ist natürlich rohes Gasolin, das für den Verkauf zuerst mit starker Schwefelsäure behandelt und dann wieder destilliert werden muss, um das fertige geruchlose Gaso ! in zu liefern. Die Behandlung mit Schwefelsäure verursacht einen Verlust von ungefähr 11/2%, und be der Wiederdestillation bleibt der sogenannte Bodensatz zurück, der jedoch ebenfalls in die Blase 3 eingeführt und mit den darin behandelten Materialien gemischt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Behandeln der bei der Petroleumdestlllation sich ergebenden, flüssigen, aus Kohlenwasserstoffen der Paraffinreihe bestehenden Rückstände, deren Siedepunkt über 2600 C liegt, um daraus leichtsiedende Produkte derselben Reihe dadurch zu erhalten, dass die flüchtigen Bestandteile der genannten Flüssigkeit bei einer Temperatur von 343 bis 4540 C destilliert und die sich ergebenden Dämpfe in der Weise zur Kondensation gebracht werden, dass sie auf die Flüssigkeit, aus welcher sie entwickelt werden und wahrend ihrer Kondensation auf das Destilial. einen Druck von 4 bis 5 Atm. ausüben, dadurch gekennzeichnet,
dass aus dem Rückstande dieser Destillation bei Atmosphären- druck die flüchtigen Bestandteile überdestilliert und kondensiert und hierauf der erst- genannten Druckdestillation unterworfen werden.