DE358299C - Verfahren zum Behandeln der bei der Petroleumdestillation sich ergebenden fluessigen Bestandteile der Paraffinreihe, deren Siedepunkt ueber 260íÒ liegt - Google Patents
Verfahren zum Behandeln der bei der Petroleumdestillation sich ergebenden fluessigen Bestandteile der Paraffinreihe, deren Siedepunkt ueber 260íÒ liegtInfo
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Description
- Verfahren zum Behandeln der bei der Petroleumdestillation sich ergebenden flüssigen Bestandteile der Paraffinreihe, deren Siedepunkt über 260° liegt. Die Erfindung bezieht sich auf-die Behandlung schwer siedender Petroleumrückstände und besonders der Heizöl- und Gasölrückstände der Paraffingruppe, um daraus ein leichter siedendes Produkt derselben Reihe und Asphalt zu erzielen.
- Infolge des wachsenden Bedarfs an Gasolin sind die Methoden verbessert worden, die dazu dienen, die Naphthas, deren Siedepunkt ungefähr zwischen 2¢° und i76° C liegt, aus rohem Petroleum zu destillieren. Dieses läBt die Leuchtöle, deren Siedepunkt ungefähr zwischen r76° und 2q.0° C liegt, und die Schmieröle und Wachse übrig und als Rückstand Heizöl und Gasöl. Es ist nun schon versucht worden, Gasolin aus diesem Rückstand zu gewinnen. Die .bisher angewandten Verfahren haben aber noch kein befriedigendes Ergebnis geliefert; so sind u. a. ähnliche Verfahren in den deutschen Patentschriften 37728 und 53552 beschrieben. Bei dem erstgenannten Verfahren steht das Kondensat nicht unter Druck, während bei dem Verfahren nach der zuletzt genannten Patentschrift das Mineralöl und das Destillat sich unter demselben Druck befinden. Im Gegensatz zu dem Verfahren nach Patent 53552 bei welchem komprimierte Gase zur Erzeugung des Druckes Anwendung finden, wird bei dem neuen Verfahren der Druck durch die beim Destillieren in dem geschlossenen System - Blase-Kühler@Vorlage - entwikkeltenGase und Dämpfe selbst erzeugt.
- Es ist bei der Herstellung eines leichter siedenden Produktes also schon bekannt gewesen, die zu behandelnde Flüssigkeit einer genügend hohen Temperatur zu unterwerfen, um die sogenannte trockene Destillation zu sichern, und z@var wurden die Dämpfe von der Destillierblase durch .ein Rohr und einen Kondensator geleitet, wobei zwischen Kondensator und Destillierblase ein belastetes Ventil eingeschaltet war. Durch dieses Verfahren hatte man zwar eine Wirkung erzielt, insofern, als der Siedepunkt der Flüssigkeit wesentlich erniedrigt war, das Ergebnis der Ausbeute konnte aber, wie erwähnt, nicht befriedigen.
- Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, nach dem die Destillate bedeutend reicher an leicht siedenden gasolin- und benzinartigen Bestandteilen sind als die nach bekannten Verfahren erhaltenen, die vorwiegend leuchtölartige Bestandteile enthalten. Das beruht im wesentlichen darauf, daß die leichten Naphthas in dem Destillat zurückgehalten werden, während sie bei bekannten. Verfahren größtenteils von den erzeugten Gasen mitgenommen werden, und auch darauf, do.ß Druck und Temperatur sich verhältnismäßig leicht regeln lassen. Versuche haben ergeben, daß sich hieraus eine erhebliche Erhöhung der Ausbeute an Motorbenzin ergibt, also ein qualitativer und quantitativer Fortschritt. Dieser allein beträgt gegenüber dem Ergebnis bei bekannten Verfahren mehr als 5o Prozent.
- In der Zeichnung ist -schematisch ein Destillierapparat mit Zubehörteilen zur Ausübung des Verfahrens nach vorliegender Erfindung dargestellt.
- Der kesselartige Behälter i liegt über der Feuerkammer und ist mit einem Sicherheitsventil 3, einem Druckmesser 4 und einem Thermometer 6 versehen. Eine Leitung 7 führt aus dem oberen Teile des Behälters i ansteigend nach dem Kondensator 8, so daß nicht verdampfte mitgerissene Teile der Flüssigkeit in den Behälter zurückfließen .können. Der Behälter des Kondensators ist mit einem Ablaßhahn 8' versehen. Die Kühlschlange 9 führt in einem Sammelbehälter io, der die Kondensationsprodukte aufnimmt. Hinter dem Ablaßende der Kühlschlange ist ein Abschlußventil i i eingebaut. Von dem Schlangenrohr 9 zweigt ein Rohr 1.2' ab, das ein Entlastungsventil 12 trägt.
- Das Ventil i i ist während des Betriebes geschlossen. Von dem in den Behälter i eingebrachten Ausgangsmaterial destillieren die flüchtigen Bestandteile über, und die Dämpfe gehen durch die Leitung 7 in die Schlange 9, in welcher sie verdichtet werden. Ist das Ventil i i geschlossen, so üben die Dämpfe einen Druck von ungefähr 4 bis 5 Atm, auf die in der Blase oder dem Destillierkessel i vorhandene Flüssigkeit aus, wodurch der ,Siedepunkt von 26o' .bis 315' C auf ungefähr 34o° bis 45o° .erhöht wird. Dieser Druck der Dämpfe und -die in ihnen enthaltene Hitze tragen wesentlich zur Umwandlung der schwersiedenden Teile der Paraffinreihe in leichter siedende Teile derselben Reihe bei. Das Ventil i i wird von Zeit zu Zeit geöffnet, um die Kondensationsprodukte nach dem Sammler io abzulassen.
- Die beschriebene Arbeitsweise kann fortgesetzt werden, bis der Boden -des Destillierapparates infolge des sich niederschlagenden Kohlenstoffes rotglühend wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Behandeln .der bei der Petroleumdestillation sich ergebenden flüssigen Bestandteile der Paraffinreihe, deren Siedepunkt über 26o° C liegt, da-.durch: ;gekennzeichnet, daß .die Flüssigkeit bei einer Temperatur von 34o° bis 45o° C destilliert wird, und ,die sieh ergebenden Dämpfe zur Kondensation gebracht werden in ,der Weise, daß diese Dämpfe auf .die Flüssigkeit, aus welcher sie entwickelt werden und während ihrer Kondensation auf das Destillat einen Druck von ungefähr .4 bis 5 Atm. ausüben, wodurch die flüssigen Bestandteile in einen niedrigen Siedepunkt besitzende .Produkte derselben Reihe übergeführt werden.
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