AT70794B - Fernsteuerung von Scheinwerfern von einem Fernrohre aus. - Google Patents

Fernsteuerung von Scheinwerfern von einem Fernrohre aus.

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AT70794B
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Fernsteuerung von Scheinwerfern von einem Fernrohre aus. 
 EMI1.1 
 den Horizont absuchen, so dreht man das Fernrohr   um   seine senkrechte Drehachse, wobei die Scheinwerfer die gleiche Drehung mitmachen und dadurch jeden Punkt des   Horizontes   ableuchten. 



   Diese bei Geschützen erfolgreich angewendete Art der Fernsteuerung hat jedoch, auf Scheinwerfer übertragen, zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt, obwohl die Aufgabe, Fernrohr und Scheinwerfer gleichsinnige Bewegungen machen zu lassen, technisch einwandfrei gelöst war. Deshalb haben   SIch   auch die Fernsteuerungen der Scheinwerfer nicht einführen können, trotz des starken Bedürfnisse dafür. 



   Der Grund für diesen   Misserfolg   für Scheinwerfersteuerungen lag, wie sich bei eingehender Untersuchung herausstellte, in den besonderen Eigenschaften des Scheinwerfers. 



  Es zeigte sich, dass die dem   Geschützbetriebe   entnommenen Fernsteuerungen vornehmlich aus zwei Gründen nicht zum Ziele führen. Die Mittelachse des   Scheinwerferlichtkegels   hält nämlich nicht beständig die gleiche Richtung ein, weil der   Licbtherd im Krater der   Kohle sowohl bei selbsttätiger Regelung, wie beim Nachstellen von Hand wandert, wodurch sich die Achse des Lichtbündels gegen die optische Achse des Scheinwerferspiegels verschiebt. Dadurch ist eine Unstimmigkeit zwischen Fernrohreinstellung und Richtung des Lichtkegels gegeben, auch wenn die optische Achse des Scheinworferspiegels durch die   Fernrohreinstellnng   richtig auf den Ziel punkt des Fernrohres gerichtet ist.

   Aber auch abgesehen von der durch den Abbrand der Kohlen hervorgerufenen Unsicherheit versagt die Fernsteuerung, weil die Mittelachse des Lichtkegels in der Regel nicht auf denjenigen Punkt gerichtet sein darf, auf den das Fernrohr gerichtet ist. Es ist nämlich zweckmässig, nicht die Mittelachse des   Lichtkegeis   auf den im Fernrohr zu beobachtenden Punkt zu richten, sondern ihn mit den Randstrahlen des Kegels zu beleuchten, weil dadurch die
Lichtwirkung für den Beobachter wesentlich erhöht wird. Andererseits muss je nach dem
Ort der zu beleuchtenden Gegenstande und nach der Stellung von Scheinwerfer und Fern- rohr zueinander bald der rechte, bald der, linke Rand des   Scheinwerferlielstkegels   zur Be- leuchtung herangezogen werden können. 



   Die Erfindung löst die Aufgabe, dem Beobachter im Fernrohr die Möglichkeit zu geben, die beschriebenen, dem Scheinwerferbetriebe eigentümlIchen   Umstände   auf einfache und schnelle Weise zu berücksichtigen, ohne dabeI die Vorteile der bekannten Fern- steuerungen aufzugeben und ohne die Steuerung irgendwie   verwickelt   zu machen. 



   Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass es dem Beobachter ermöglicht wird, die
Fernsteuerung im Betrieb zeitweise ganz auszuschalten, die Einstellung der Fornrohrachse alsdann zu verandern und dann die Bewegung des Scheinwerfers wieder von der des Fern- rohres abhängig zu   machen. Als Mitte) hiezu dienen am Fernrohrstand angebrachte   bzw. von da aus bedienbare   Kupplungseinriechtungen,   welche die Drehung des Fernrohres im Ver- hältnis zur Fernsteuerung unwirksam   machen.   



   Die Einrichtung wird in der Weise gehandhabt, dass, wenn bel eingeschalteter Fern- steuerung die Achsen des Fernrohres und des Scheinwerfers voneinander abgewichen sind 
 EMI1.2 
 beider Apparate gelöst wird. Nach Lösen der Kupplung oder der Kupplungen wird das Fernrohr für sich verstellt und alsdann die Fernsteuerung in einer solchen Stellung des Fernrohres zur Lichtkegelachse wieder eingerückt, dass eine für die Beobachtung günstige Beleuchtung erzielt wird. 



   Auch bei den für Geschütze angewendeten   Fernsteuerungen bat   man schon Kupplungen zwischen Fernrohr und Geschütz angeordnet. Diese Kupplungen sind aber nicht am Fern-   rohrstand,   sondern am Geschütz angeordnet, da sich ja die Einstellung des Geschützes nach dem vom Beobachter angegebenen und beschriebenen Ziel richten muss. Im übrigen dienen diese Kupplungen nicht dem Zweck, während des Betriebes die Fernsteuerung zeitweise auszuschalten, denn die Richtung der   Fernrohr- und Geschutzachsen brauchen,   einmal eingestellt, niemals geändert zu werden, sondern sie sollen nur die erstmalige Einstellung und nach Reparaturen ein einmaliges Ausrichten der Apparate ermöglichen. 

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   Besonders zweckmässig ist die Erfindung anzuwenden, wenn es sich um die Einstollung mehrerer Scheinwerfer handelt, die durch eine gemeinsame Fernsteuerung betätigt werden. Man stellt das Fernrohr nach Lösen der Kupplung zwischen einem beliebigen Scheinwerfer und dem Fernrohr auf die gewünschte Richtung ein. Hierauf stellt man das Fernrohr in gleicher Weise nach einem anderen Scheinwerfer ein und bringt somit den ersten Scheinwerfer in die gleiche Richtung wie den zweiten, weil ja der erste Scheinwerfer nach   Wied5reinrücken   seiner Kupplung am Fernrohr alle weiteren Bewegungen des Fernrohres mitmacht.

   Um das Fernrohr nach den anderen Scheinwerfern einzustellen, kann man es nach irgend einem Scheinwerfer richten und dabei die anderen Scheinwerfer alle Bewegungen des Fernrohres mitmachen lassen, oder es können von vornherein beliebig viele Scheinwerfer vom Fernrohr entkuppelt sein, so dass sie solange stillstehen, bis das Fernrohr auf den gewünschten Teil ihres Lichtkegels eingestellt ist. 



   Die Kupplung zwischen Fernrohr und Scheinwerfer kann beliebiger Art sein. Man kann am Fernrohrabstand mechanische Kupplung anordnen, die die Verbindung zwischen Fernrohr und dem der Übertragung zwischen Fernrohr und Scheinwerfer dienenden elektrischen Teil (Geber) oder auch zwischen dem Scheinwerfer und dessen elektrischen Teil (Empfänger) aufzuheben gestatten. Es ist aber auch möglich, die Verbindung zwischen
Fernrohr und Scheinwerfer elektrisch zu lösen, indem man in die   Stromzuftlbrungsleitung   die Steuerleitung oder in sonst eine geeignete Leitung eingebaute Ausschalter vom Fernrohrstand aus betätigt. Werden die senkrechten und wagerechten Bewegungen des Fernrohres getrennt auf den Scheinwerfer übertragen, so ist naturgemäss in jede Übertragungs- vorrichtung eine besondere Kupplung einzubauen. 



   In der Zeichnung sind als Ausführungsbeispiel mechanische Kupplungen dargestellt. 



   Es bedeutet a das Fernrohr, dessen horizontale Bewegung durch den Arm b auf das im Gehäuse   d   gelagerte Zahnrad c und von diesem auf das Zahnrad e übertragen wird. 



   Das letztere ist auf der Welle f lose drehbar. Die Drehung des Fernrohres in der
Vertikalebene wird durch die Stange g und durch einen Zahntrieb h auf die Welle   i   und von dieser durch die   Kegelräder     fund l   auf die Scheibe   ni   übertragen, in der eine
Welle   n     ! ose drehbar ist. Mit   den   Wellen j und n   sind die weiteren, zum Scheinwerfer führenden Übertragungsorgane der Steuerung, z. B. die Bürsten eines   Spannungsverteilers,   verbunden. Sowohl das Zahnrad e als auch die Scheibe   m   sind als Teile einer Reibung- kupplung ausgebildet, die bei o konische Flächen tragen.

   Gegen diese Flächen legen sich mit den   Wellen f bzw. ss durch Mitnehmerstifte ? verbundene,   aber vertikal verschiebbare konische Scheiben p. die durch Federn q gegen die konischen Flächen o gedrückt werden, so dass die Wellenbund n mit dem Fernrohr gekuppelt sind. 



   Das Entkuppeln wird durch Druck auf den Knopf r (Fig. 2 und 3) bewirkt, der den bei s am Gehäuse gelagerten,   U-förmigen   Hebel   t   herabgedrückt und dabei mittels   der am Hebe)   festen Knöpfe u die vertikal verschiebbaren, konischen Scheiben p entgegen dem Druck der Federn q von den Flächen o entfernt. Nach erfolgter Einstellung des
Fernrohres wird der Hebel t durch die am Gehäuse gelagerte Feder   11   nach oben ge- drückt. Die   nunmehr   entlasteten Federn q bewirken dann erneut die Kupplung zwischen dem Fernrohr und den   Wellen fund n. Dor   Deckel des Gehäuses d ist in der Fig 3 abgehoben gedacht. 



   PATENT-ANSPRÜCHE. 



   1. Fernsteuerung von Scheinwerfern von einem Fernrohr aus, dessen Bewegungen in wagerechter und senkrechter Richtung selbsttätig auf die Scheinwerfer übertragen werden, dadurch gekennzeichnet. dass die   zwangiäufige Übertragung   der beiden Bewegungen durch am Richtstande des Fernrohres angebrachte bzw. von dort aus bediente Kupplungen unterbrochen werden kann, zu dem Zweck, nur vom Fernrohrstand aus das Fernrohr und die wirksamen Strahlen des Scheinwerfers auf dasselbe Ziel einstellen zu können.

Claims (1)

  1. 2. Fernsteuerung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass die beiden zu einem EMI2.1
AT70794D 1913-05-31 1914-04-03 Fernsteuerung von Scheinwerfern von einem Fernrohre aus. AT70794B (de)

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AT70794B true AT70794B (de) 1915-12-27

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AT70794D AT70794B (de) 1913-05-31 1914-04-03 Fernsteuerung von Scheinwerfern von einem Fernrohre aus.

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