AT70275B - Leibbinde. - Google Patents

Leibbinde.

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AT70275B
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Keup Katharina
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  Leibblnde. 



   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Leibbinde, welche derart eingerichtet ist, dass sie einesteils die unteren Organe, beispielsweise den Magen und anliegende Teile, sowie die Geschlechtsteile nach oben halten und dadurch das Entstehen von Hängebauch, Gebärmuttervorfall und dgl. verhindern kann und andererseits durch geeignete Gestaltung ihrem Abrutschen vom Körper entgegenwirkt, ein Vorteil, welcher beispielsweise für Magenleidende sowie für Frauen vor und nach der Schwangerschaft und für starke Personen beiderlei Geschlechtes von Wichtigkeit ist.

   Die Binde ist ferner derart gestaltet, dass durch ihre Anwendung bei schwangeren Frauen die vor und nach dem Ausstossen der Plazenta bei vielen Frauen nach der   Niederkunft   auftretenden übermässigen Uterusblutungen durch einfache mechanische Mittel ohne die Anwendung besonderer Medikamente verhindert oder doch sehr wesentlich eingeschränkt werden können.

   Dieser Erfolg wird einesteils dadurch erreicht, dass die   Leibbinde   derart eingerichtet ist, dass sie durch eine, gegebenenfalls auch aus zwei Teilen anzufertigende, beliebig mit einem zwieteiligen, gegebenenfalls verstellbaren Gurt zu   verbindende Überklappe,   den unteren Teil des Leibes nach aufwärts drückt sowie anderenteils dadurch, dass an der Binde auf die unteren Leibesteile einwirkende Vorrichtungen befestigt werden können, welche sowohl durch die   Uberklappc   als auch durch die Gestaltung des darunterliegenden zweiteiligen Gurts befestigt und in ihrer Lage erhalten werden können.

   Die Seitenlappen des zweiteiligen Gurts können dabei in einer zweckmässigen, besonders für Entbindungen geeigneten Ausführungsform durch ein   hufeisenförlig 'H  
Polster oder Kissen verbunden werden, welches einesteils die Wirkung der Überklappe unterstitzt und andererseits für   Entbindumgszwecke   von besonderer medizinischer Bedeutung ist. 



     Der Erfidungsgegenstand   ist in einer beispielsweisen   Ausführung   auf der   Zeichnung   veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 eine schaubildliche Darstellung der Binde mit 
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 oder Polster allein darstellt. 



   Die Binde selbst besteht beispielsweise aus   Zeug   oder Anderem geeigneten Stoff. der 111 
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 der Binde, wie auch zur Anbringung von besonderen zur Einwirkung auf die Geschlechtsorgane oder andere Körperteile dienenden Vorrichtungen, wie beispielsweise von Suspensorien, Bandagen, Nabeldruckkissen oder des in Fig. 4 dargestellten Kissens a dienen können und je nach der Verwendungsart auf der   Innen-oder Aussenseite   der Binde mittels der   Osender Haken m oder dgl.   befestigt werden können.

   In Fig. 1 ist auf der Innenseite der Binde das Kissen oder Polster a befestigt, während in Fig. 2 und 3 durch die Ösen oder Haken o oder dgl.   beispielsweise Schnüre   p 
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 Dabei können die Enden der beiden   Seiteuklappen d, d'des   gurtartigen Teiles auch beispielsweise ganz oder teilweise übereinandergelegt werden.

   Auf der die   Seitenklappen d, d'enthaltenden   Seite des gurtartigen Teiles ist eine   tiberklappe   oder ein   Aussengurt/angebracht, welcher ge-   gebenenfalls auch zweiteilig sein kann und entweder direkt oder unter   Vermittlung   von dehnbaren Gurten,   Gummigurten   oder dgl. oder unter Vermittlung von Schnallen, gegebenenfalls abnehmbar an dem gurtartigen Teil der Binde, am besten in der Nähe des   Rückenpolsters   h befestigt sein kann. Diese Überklappe f kann mittels Schnallen e oder ähnlicher Vorrichtungen geschlossen und über oder unter den Seitenklappen d, d'befestigt   werden.

   Man kann   auch um sowohl die   tberklappe   oder den Aussengurt als auch den inneren gurtartigen Teil ausdehnungfähig zu gestalten, die beispielsweise zur   Verbindung   der   Innenklappen   d, d'mit dem übrigen Teil der Binde dienenden   Gununigurte   durch Schnallen oder Schlaufen am gurtartigen Teil hindurchgehen lassen und mit der Überklappe verbinden, so dass durch eine Verschiebung der   Oberklappe   auch der innere gürtelartige Teil der Binde auf verschiedene   Körpenunfänge   eingestellt wird. Wenn man der Überklappe oder dem   Aussengurt l eine solche   Höhe gibt, dass 
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 nach oben gehalten. 



   Wenn man die Binde mit   zurückgeschlagenem   Aussengurt oder zurückgeschlagener Über- 
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 durch Verziehen unerwünschte oder   gefährliche   Lagenveränderungen der an den inneren Seiten-   klappen   befestigten, auf die Geschlechtsteile oder unteren Körperteile einwirkenden Vorrichtungen hervorruft. Als solche auf den Körper einwirkende Vorrichtung ist beispielsweise ein hufeisenförmiges Kissen oder Polster a benutzt, welches mit Knöpfen, Haken oder dgl.   w   versehen ist, damit es gegebenenfalls in Ösen, Haken oder dgl. o der inneren Seitenklappen d, d'eingehängt werden kann. Dieses Kissen kann dazu benutzt werden, um nach der Geburt durch allmähliches   Horahbewegen bzw.

   Andrücken zangenartig   den Uterus oder dessen Seitenwände zusammenzudrücken und dadurch das Zusammenziehen des Uterus zwecks Ausstossens der Plazenta und zwecks Verhinderung bzw. Stillens der Blutung ohne besondere Arzneimittel zu bewirken. Bei der Benutzung dieses Kissens sind die inneren Seitenklappen d,   d'   (Fig. 1) beispielsweise derart gespreizt.

   dass sie eine winkelförmige Öffnung freilassen, die der Öffnung des hufeisenförmigen 
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   unterstützt,     {längen,   und es wird hiedurch auch verhindert, dass irgend welche seitliche Zerrungen eintreten   können.   Die   Überklappe   kann gewünschtenfalls hiebei ebenfalls angelegt werden, um den Druck zu   unterstützen.   
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   oder der Aussengurt/* angelegt werden.   Nach dem Abnehmen des Kissens   a,   welches auch, wie sich gezeigt hat, eine sehr günstige Einwirkung auf das Urinieren ausübt, kann   man   bei der An- 
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 andere Teile der Binde können noch mit Versteifungeinlagen g versehen sein. 



   Das Rückenpolster und die Anbringung gleich hober innerer Seitenklappen verhindert auch, dass der dem   Rücken   anliegende Teil der Binde sich zusammenrollt, ohne dass es dazu besonderer Versteifungstangen bedarf. Wird das Kissen a nach Entbindungen bei sehr lang 
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 zu losen. die auch bei Spreizen der Binde diese festhält und deren Abrutschen verhindert. 



     PATENT APRÜCHE   : 
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AT70275D 1913-07-01 1914-04-01 Leibbinde. AT70275B (de)

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DE70275X 1913-07-01

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Publication Number Publication Date
AT70275B true AT70275B (de) 1915-10-25

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ID=5635364

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AT70275D AT70275B (de) 1913-07-01 1914-04-01 Leibbinde.

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