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Leibblnde.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Leibbinde, welche derart eingerichtet ist, dass sie einesteils die unteren Organe, beispielsweise den Magen und anliegende Teile, sowie die Geschlechtsteile nach oben halten und dadurch das Entstehen von Hängebauch, Gebärmuttervorfall und dgl. verhindern kann und andererseits durch geeignete Gestaltung ihrem Abrutschen vom Körper entgegenwirkt, ein Vorteil, welcher beispielsweise für Magenleidende sowie für Frauen vor und nach der Schwangerschaft und für starke Personen beiderlei Geschlechtes von Wichtigkeit ist.
Die Binde ist ferner derart gestaltet, dass durch ihre Anwendung bei schwangeren Frauen die vor und nach dem Ausstossen der Plazenta bei vielen Frauen nach der Niederkunft auftretenden übermässigen Uterusblutungen durch einfache mechanische Mittel ohne die Anwendung besonderer Medikamente verhindert oder doch sehr wesentlich eingeschränkt werden können.
Dieser Erfolg wird einesteils dadurch erreicht, dass die Leibbinde derart eingerichtet ist, dass sie durch eine, gegebenenfalls auch aus zwei Teilen anzufertigende, beliebig mit einem zwieteiligen, gegebenenfalls verstellbaren Gurt zu verbindende Überklappe, den unteren Teil des Leibes nach aufwärts drückt sowie anderenteils dadurch, dass an der Binde auf die unteren Leibesteile einwirkende Vorrichtungen befestigt werden können, welche sowohl durch die Uberklappc als auch durch die Gestaltung des darunterliegenden zweiteiligen Gurts befestigt und in ihrer Lage erhalten werden können.
Die Seitenlappen des zweiteiligen Gurts können dabei in einer zweckmässigen, besonders für Entbindungen geeigneten Ausführungsform durch ein hufeisenförlig 'H
Polster oder Kissen verbunden werden, welches einesteils die Wirkung der Überklappe unterstitzt und andererseits für Entbindumgszwecke von besonderer medizinischer Bedeutung ist.
Der Erfidungsgegenstand ist in einer beispielsweisen Ausführung auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 eine schaubildliche Darstellung der Binde mit
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oder Polster allein darstellt.
Die Binde selbst besteht beispielsweise aus Zeug oder Anderem geeigneten Stoff. der 111
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der Binde, wie auch zur Anbringung von besonderen zur Einwirkung auf die Geschlechtsorgane oder andere Körperteile dienenden Vorrichtungen, wie beispielsweise von Suspensorien, Bandagen, Nabeldruckkissen oder des in Fig. 4 dargestellten Kissens a dienen können und je nach der Verwendungsart auf der Innen-oder Aussenseite der Binde mittels der Osender Haken m oder dgl. befestigt werden können.
In Fig. 1 ist auf der Innenseite der Binde das Kissen oder Polster a befestigt, während in Fig. 2 und 3 durch die Ösen oder Haken o oder dgl. beispielsweise Schnüre p
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Dabei können die Enden der beiden Seiteuklappen d, d'des gurtartigen Teiles auch beispielsweise ganz oder teilweise übereinandergelegt werden.
Auf der die Seitenklappen d, d'enthaltenden Seite des gurtartigen Teiles ist eine tiberklappe oder ein Aussengurt/angebracht, welcher ge- gebenenfalls auch zweiteilig sein kann und entweder direkt oder unter Vermittlung von dehnbaren Gurten, Gummigurten oder dgl. oder unter Vermittlung von Schnallen, gegebenenfalls abnehmbar an dem gurtartigen Teil der Binde, am besten in der Nähe des Rückenpolsters h befestigt sein kann. Diese Überklappe f kann mittels Schnallen e oder ähnlicher Vorrichtungen geschlossen und über oder unter den Seitenklappen d, d'befestigt werden.
Man kann auch um sowohl die tberklappe oder den Aussengurt als auch den inneren gurtartigen Teil ausdehnungfähig zu gestalten, die beispielsweise zur Verbindung der Innenklappen d, d'mit dem übrigen Teil der Binde dienenden Gununigurte durch Schnallen oder Schlaufen am gurtartigen Teil hindurchgehen lassen und mit der Überklappe verbinden, so dass durch eine Verschiebung der Oberklappe auch der innere gürtelartige Teil der Binde auf verschiedene Körpenunfänge eingestellt wird. Wenn man der Überklappe oder dem Aussengurt l eine solche Höhe gibt, dass
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nach oben gehalten.
Wenn man die Binde mit zurückgeschlagenem Aussengurt oder zurückgeschlagener Über-
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durch Verziehen unerwünschte oder gefährliche Lagenveränderungen der an den inneren Seiten- klappen befestigten, auf die Geschlechtsteile oder unteren Körperteile einwirkenden Vorrichtungen hervorruft. Als solche auf den Körper einwirkende Vorrichtung ist beispielsweise ein hufeisenförmiges Kissen oder Polster a benutzt, welches mit Knöpfen, Haken oder dgl. w versehen ist, damit es gegebenenfalls in Ösen, Haken oder dgl. o der inneren Seitenklappen d, d'eingehängt werden kann. Dieses Kissen kann dazu benutzt werden, um nach der Geburt durch allmähliches Horahbewegen bzw.
Andrücken zangenartig den Uterus oder dessen Seitenwände zusammenzudrücken und dadurch das Zusammenziehen des Uterus zwecks Ausstossens der Plazenta und zwecks Verhinderung bzw. Stillens der Blutung ohne besondere Arzneimittel zu bewirken. Bei der Benutzung dieses Kissens sind die inneren Seitenklappen d, d' (Fig. 1) beispielsweise derart gespreizt.
dass sie eine winkelförmige Öffnung freilassen, die der Öffnung des hufeisenförmigen
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unterstützt, {längen, und es wird hiedurch auch verhindert, dass irgend welche seitliche Zerrungen eintreten können. Die Überklappe kann gewünschtenfalls hiebei ebenfalls angelegt werden, um den Druck zu unterstützen.
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oder der Aussengurt/* angelegt werden. Nach dem Abnehmen des Kissens a, welches auch, wie sich gezeigt hat, eine sehr günstige Einwirkung auf das Urinieren ausübt, kann man bei der An-
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andere Teile der Binde können noch mit Versteifungeinlagen g versehen sein.
Das Rückenpolster und die Anbringung gleich hober innerer Seitenklappen verhindert auch, dass der dem Rücken anliegende Teil der Binde sich zusammenrollt, ohne dass es dazu besonderer Versteifungstangen bedarf. Wird das Kissen a nach Entbindungen bei sehr lang
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zu losen. die auch bei Spreizen der Binde diese festhält und deren Abrutschen verhindert.
PATENT APRÜCHE :
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