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Schraubstifte mit im hohlen Vorderteile untergebrachter Minenkammer, deren Minenfassungshülse soweit zurückgeschraubt werden kann, dass die in der Minenkammer untergebrachten Bleiminen mit ihren Enden auf die längsgeschlitzte Fassungshülse rutschten, sind bekannt. Das Einführen des Minenendes in die Fassungshülse erfolgte dabei beim Vorschrauben der letzteren gegen das Stiftmundstück, wobei sich das Kopfende der Mine in dem Längskanale des an der Unterseite trichterförmig ausgehöilten Stiftmundstückes solange abstützte, bis das Minenende
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schiedene Nachteile.
Besitzt nämlich die Mine einen etwas grösseren als den normalen Durchmesser, oder kommt sie nicht zentrisch auf die Fassungshülse zu sitzen, so wird die Einsteck- öffnung der Minenfassungshülse beim Verschrauben am oberen Rande leicht verdrückt und beschädigt. Das Einführen der Mine in die Fassungshülse ist weiterhin dann in Frage gestellt, wenn die Bohrung des Stiftmundstückes etwas zu weit oder zu eng ist. In dem ersteren Falle findet die Mine in der Bohrung keinen Widerstand und wird nicht in die Fassung eingeschoben. während sie in letzterem Falle, ganz abgesehen von einer nachteiligen Wirkung auf die Stifteinrichtung, leicht abbricht.
Um nun diese Nachteile zu beseitigen, ist gemäss vorliegender Erfindung die in der Stifthülse verschraub- bzw. längsverschiebbare Minenfassungshülse klemmfutterartig ausgebildet und von einem um sie gelegten und mit ihr, als auch gegen sie verstellbaren Schieber derart beeinflusst, dass sie in den beiden Endstellungen auseinanderspreizt. Hiedurch kann einerseits in der hinteren Endstellung die Mine leicht in die vergrösserte Öffnung der Fassungshülse, von welcher sie später erfasst und gehalten wird, einrutschen und andererseits in der vorderen Endstellung bequem herausgenommen werden. Das Einschieben der Mine unter Abstützen in der Mundstückbohrung erübrigt sich dadurch und es ist weiterhin die Anwendung eines blonderen Ausstossstiftes zum Hinausschieben des Minenrestes aus der Fassung überflüssig.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand vergrössert in drei Ausführungsbeispielen.
Die erste Ausführungsform ist in den Fig. 1 bis 3 in Längsschnitten mit teilweiser Ansicht und im Querschnitt dargestellt.
1 ist die Stifthülse, deren vorderes Ende in an sich bekannter Weise als Minenkammer ausgebildet und durch den mit Längsdurchbohrung versehenen und an der Innenseite trichter-
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eingreift, die über das Führungsrohr 5 gesteckt ist. Die beiden Nasen greifen hintereinander liegend in die Gewindegänge ein, die sowohl am vorderen als auch am hinteren Hülsenende J
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schlossen.
Fig. 1 veranschaulicht die in der Stifthülse zurückgeschraubtf'Minenfassungshülsc und lässt auch gleichzeitig das Einfallen einer Bleimine erkennen, deren Einfalltiefe in dem Klemm-
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rohr 6. welchem der Wirkung der steileren Gewindegänge unterliegt, eine raschere Bewegung als die MinenfaKsungshülse 7 und schiebt sich, das Klemmfutterende 8 zusammenspannend,
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wiederum m die mit steilerer Steigung auslaufenden Gewindegänge und die Minenfassungshülse 7 schiebt sich mit ihrem Klemmfutterende 8, aus dem Schieberohr 6 tretend, rascher
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vor, wie diese selbst, wodurch die Öffnung des Klemmfutters eintritt und die gehaltene Mine freigegeben wird bzw. ausfallen kann (Fig. 2).
Die zweite Ausführungsform ist in den Fig. 4 bis 6 in Längsschnitten mit teilweiser Ansicht und im Querschnitt nach Linie 0-0 wiedergegeben. Dabei ist 1" die Stifthülse, deren vorderes Ende die Minenkammer trägt, die nach rückwärts durch das fest eingesetzte Querstück 10" und am vorderen Ende durch den aufschraubbaren Stiftkopf 2"begrenzt ist.
Das Querstück 10" ist gleichzeitig Halter für das mit Längsschlitz versehene Führungsrohr 5". In diesem lagert längsverschiebbar ein im Innern mit Anschlagbund 11" ausgestattetes Schieberohr 6", in welchem ein von rückwärts eingeführtes und unter Wirkung einer Druckfeder 9" stehendes Stängchen 7" verschiebbar liegt, auf dessen oberem Ende das klemmfutterartig ausgebildete Rohrstück 8" sitzt, welches als Minenhalter dient.
Sowohl das Stängehen 7", welches das Klemmfutter 8" trägt, als auch das ächiebcteihr 6"ist am Ende mit einer Nase besetzt, die durch den Längsschlitz des Führungsrohres 5"auswärts springt und in an sich bekannter Weise in das Innengewinde einer mit dem Drehkopfe 3" des Stiftes fest verbundenen Drehhülse 4" eingreift, die über das Führungsrohr 5"gesteckt ist. Die beiden Nasen greifen hintereinanderliegend in die Gewindegänge ein, die sowohl am vorderen als auch am hinteren Hülsenende 4" nicht ganz durchlaufen, sondern soweit vorher aussetzen, dass die beiden gegeneinander gedrückten Nasen noch vor dem vordersten bzw. hintersten Gewindegange Platz finden.
Dadurch gelangt das Schieberohr 6" gegenüber dem Klemmfutter 8" beim Vorschrauben und das Klemmfutter gegenüber dem
Schieberohr beim Zurückschrauben mit seiner Nase zuerst aus den Gewindegängen und wird von der Druckfeder 9"gegen einen Anschlag gedrückt und während des Weiterschraubens des anderen Teiles, dessen Nase noch in den Gewindegängen liegt und vorwärts bzw. rückwärts geführt wird, festgehalten, wodurch in beiden Fällen das Klemmfutter 8"aus der Schiebehülse heraustritt und sich öffnet bzw.
auffedert. Dasjenige der beiden verschiebbaren Teile, welches sich gegen den jeweils festgestellten Teil zuletzt hinbewegt, wird bei entgegengesetzter Drehung des Kopfstückes 3"zuerst in die Gewindegänge eintreten und von diesem mitgeführt werden, wodurch sich das Klemmfutter in das Schieberohr einzieht und schliesst. Beim Weiterschrauben des Stiftkopfes wird dann auch die Nase des anderen Stiftteiles in die Gewindegänge eingeführt und die beiden Nasen laufen parallel hintereinander. Dadurch bleibt das Klemmfutter solange geschlossen, als die Nasen in den Gewindegängen liegen und wird erst dann geöffnet, wenn die eine der beiden Nasen festgestellt ist, so dass sich die andere mit dem zugehörigen Stiftteil allein weiter schiebt.
Fig. 4 zeigt das in der Stifthülse zurückgeschraubte Minenklemmfutter 8", über welches sich das Schieberohr 6"unter Überwindung der Feder 9" herabgeschoben hat. Fig. 2
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ein Schiebe) ohr 6'und in diesem wiederum längsverschiebbar das Minenfassungsrohr 7', dessen @oberes Ende 8' klemmfutterartig ausgebildet ist und auseinanderfedert. Das Minenfassungsrohr 7' trägt am unteren Ende eine Nase und steckt selbstklemmend in dem mit Längsschlitz 12 aus-
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liegt, die nach auswärts springt und innerhalb des kurzen Schlitze--, 12'verschiebbar ist, welcher @ die grösste Verschiebung des Minenfassungsrohres in dem Schieberohre festlegt.
Die Nase des
Minenfassungsrohres 7' tritt auch durch den Längsschlitz des Führungsrohres 5'nach auswärts und greift in an sich bekannter Weise in das Innengewinde einer mit dem Drehkopfe J'des Stifte festverbundenen Drehhülse 4' ein, die auf dem Führungsrohre 5' steckt. Die gewindegänge
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@ Drehkopf 3' des Stiftes besitzt eine zentrische Bohrung, durch welche das nach rückwärts ver- längerte Ende des Schieberohres 6' durchtreten kann. Da die am Kopfe 'klemmfuttorartig
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Steht in der ersteren Stellung die Nase der Minenfassungshülse mit dem untersten Gewindegang der Schraubhülse 4'in Eingriff, so ist, wie Fig. 7 ausweist, die Elemmfutterhülsc in ihrer tiefsten Stellung und die Bleiminen können von der Kammer aus einfallen.
Das aus dem Drehkopfe 3'ragende Ende des Schieberohres 6'wird hierauf gemäss Fig. 8 einwärtsgedrückt, worauf sich die Hülse, gegenüber dem von den Gewindegängen festgehaltenen Minenrohre, vorschiebt und dadurch das Klemmfutter schliesst, so dass die Mine feststeckt. Das Aufwärtsschrauben der Mine gegen und durch den Stiftkopf kann nunmehr erfolgen. Dabei wird dann gleichzeitig das Schieberohr 6'soweit mit hochgeführt, bis es, wie es Fig. 9 erkennen lässt, mit seiner Brücke ? 7 gegen den feststehenden Anschlag 13 stösst, welcher in dem Rohrlängsschlitz
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der Rohrhülse 4'bzw. des Drehkopfes 3'die von den Gewindegängen fortbewegte Minenfassungshülse allein hochgleiten.
Dieselbe verschiebt sich dadurch innerhalb des Schieberohres 6', wodurch der Klemmfutterkopf 8' frei wird, nach oben hinaustritt und auseinander federt. Die Mine bzw. der Minenrest wird dadurch freigegeben. Wird das Minenfassungsrohr nunmehr wieder zurückgedreht, so nimmt dasselbe das Schieberohr mit zurück und führt es in die Stellung gemäss Fig. 7, in welcher wieder eine neue Mine in das geöffnet zurückgeführte Minenfassungsrohr einfallen kann, die dann durch Einwärtsdrücken des aus dem Drehkopfe 3'herausgetretenen Schieberohres 6'festgeklemmt wird.
Es ist natürlich selbstverständlich, dass man bei den Ausführungsformen gemäss Fig. 1 bis 3 und 4 bis 6, bei welchen sich die Klemmfutterhülse beim Zurückschrauben schliesst und geschlossen zurückgeführt wird, auch Minenstücke von aussen in das geöffnete Klemmfutter einsetzen kann. die dann beim Zurückschrauben festgespannt und mit eingezogen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schraubstift mit im hohlen Vorderteile untergebrachter Minenkammer, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Stifthülse verschraub- bzw. längsverschiebbare Minenfassungshülse
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sie verstellbaren Schieber derart gesteuert ist, dass sie einerseits in den beiden Endstellungen auseinanderspreizt und andererseits mindestens beim Vorwärtsschrauben geschlossen bleibt.