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Schloss für Handfeuerwaffen.
Die Erfindung betrifft eine Neuerung an einem Schloss für Handfeuerwaffen u. dgl. und bezweckt hauptsächlich, das Einsetzen des Schlosses ohne Verschlusskopf in die Hülse des Gewehres zu verhüten.
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gekommen. Fig. 1 bis 7 zeigen die einzelnen Teile desselben getrennt und Fig. 8 bis 10 die Stellung derselben während des Zusammensetzen des Schlosses.
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und davor ein stärkeres flaches Linksgewinde F, das jedoch nicht bis zum Zapfen durchgeschnitten ist. Die hintere Fläche des Überganges zum Zapfen ist vollkommen eben und zeigt keine Lücke für den Gewindeauslauf. An zwei gegenüberliegenden Seiten ist der Gewindeteil bis auf den Kern flach abgeschnitten. Das Schlösschen b (Fig. 3) hat eine entsprechende Bohrung für den Zapfen bezw. entsprechende Gewinde F für den Gewindeteil des Schlagbolzens.
Für den nicht durchgeschnittenen Gewindeteil ist eine Ausdrehung hinter dem Gewinde vorgesehen.
Der Vt'rschlusskopf c (Fig. 1) dient zum Zusammensetzen des Schlosses. Er trägt die bekannten Fiilirungnasen A, B, die beim Einsetzen des Schlosses in das Gehäuse zur Führung dienen und ein Drehen des Verschlusskopfes im Gehäuse verhüten. Der Ver- schlusskopf c wird über den Schlagbolzen a gesteckt, und zwar derart, dass ein Ansatz D desselben in einen Kanal C eingreift.
Durch Drehen des Verschlusskopfes c wird der Schlagbolzen a mit seinem Gewindeteil in das Schlösschen b eingeschraubt und dadurch dieses derart befestigt, dass die beim Schlagbolzen erwähnte hintere Fläche des Gewindes sich so fest an die Ausdrehung im Schlösschen anlegt, gewissermassen ansaugt, bis kein Spielraum in den Gewindegängen von Schlagbolzen und Schlösschen vorhanden ist, beide Teile vielmehr wie zu einem Stücke verbunden sind, wodurch die Schlagkraft erhöht wird. Der Verschlusskopf c trägt ausserdem einen Ansatz. 1, der in eine entsprechende Längsnut X der Kammer (Fig. 4) eingeschoben werden kann. Diese Nut endigt in einer zur Kammer konzentrischen Nut 7Y, in der der Ansatz J bei der Drehung des Verschlusskopfes c geführt wird.
Die konzentrische Nut H führt jedoch nicht ganz herum, sondern nur soweit, dass der Verschlusskopf um 2700 gedreht werden kann. In dieser Stellung steht der Gewindeteil des Schlagbolzens genau mit den Gewinden des Schlösschens zum Eingriff bereit und kann ohne weiteres die Drehung ausgeführt werden. Die Kammer d hat ferner in
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einen Ansatz f mit schraubenförmiger Seitenfläche, die gegen einen entsprechenden Gang in der Hülse wirkt und beim Aufrichten der Kammer das Spannen des Schlösschen zur Folge hat. Die Sicherung g (Fig. 5), die Schlagbolzenfeder h (Fig. 6) und der Auszieher i (Fig. 7) haben die bekannte Form.
Das Zusammensetzen des Schlosses erfolgt in folgender Weise :
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kopf c, der vorher mit dem Auszieher i in bekannter Weise versehen wurde, auf den vorderen Teil des Schlagbolzens so aufgesetzt, dass der Ansatz D in die Nut f eingreift. Dann wird der Schlagbolzen mitsamt dem Versehlusskopf in die Kammer d eingeführt und
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leI'Nut N der Kammer gleitet ; sobald er gegen das Ende derselben stösst, wird der Verachlusskopf c so weit als möglich, d. h. um 2700 rechts herum gedreht ; dabei gleitet der Ansatz 1 in der Nut H. Auf das Schraubengewinde E des Schlagbolzens, das hinten ans der Kammer hervorragt, wird sodann das Schlösschen b gesetzt.
Dieses ist vorher mit der Sicherung g werbehen worden, indem deren Zapfen in die Bohrung 0 eingesteckt wurde.
Das Aufsetzen des Schlösschens erfolgt so, dass seine Nase G in die entsprechende Aussparing L der Kammer (siehe auch Fig. 3 und 4) eingreift. Diese Stellung ist in Fig. 8 veranschaulicht, aus der zu ersehen ist, dass das Schraubengewinde E des Schlagbolzens mit dem des Schlösschens noch nicht in Eingriff gekommen ist, die Gewinde sich aber zum Eingriff bereit gegenüberstehen.
Wird dann der Verschlusskopf um 900 zurück, also nach links, gedreht, so wird dadurch auch gleichzeitig der Schlagbolzen gedreht, wobei sein Schraubengewinde E in das Schraubengewinde des Schlösschens eintritt (Fig. 9). Es ist also jetzt der Schlagbolzen a durch den Verschlusskopf c mit dem Schlösschen b fest verbunden worden.
Dann wird die Kammer d mit der linken Hand so gefasst, dass der Daumen derselben gegen die Führungswarzen A des Verschlusskopfes c drückt und es wird das Schlösschen unter gleichzeitiger Drehung um 900 nach rechts herum zurückgezogen. Hiebei wird gleichzeitig der Schlagbolzen und der Vorschlosskopf um 900 zurück-, also links herumgedreht ; dabei wird das Schloss gespannt und es legt sich der Ansatz G in eine Aussparung k der Kammer ein (siehe Fig. 10). In diesem gespannten Zustand decken sich die Ansätze B des Verschlusskopfes mit den Ansätzen e und der Ansatz A mit f und es kann jetzt das Schloss in bekannter Weise in die Hülse eingeschoben werden, wobei die Ansätze des Verschlusskopfes und der Kammer sowie die Führungsnase I des Schlösschens die Führung bewirken.
Nach der Einführung wird dann in bekannter Weise die Kammer rechts herum gelegt und das Schloss wird dadurch, dass sich der Abzugsstollen gegen die Führungsnase 1 des Schlösschens drückt, gespannt gehalten.
Wie leicht einzusehen, ist es nicht möglich, das Schloss ohne den Verschlusskopf zusammenzusetzen und in die Hülse einzuschieben, denn durch den Verschlusskopf werden erst die Teile zusammengehalten, indem durch Drehen desselben die Schraubenverbindung zwischen dem Schlagbolzen und dem Schlösschen hergestellt wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine grössere Masse vorhanden ist, welche das Entzünden der Patrone bewirkt. Es bildet nämlich der Schlagbolzen mit dem Schlösschen einen Teil, der natürlich bedeutend schwerer ist, als wenn der Schlagbolzen allein vorschnellen würde. Infolgedessen hat auch der Schlagbolzen mehr Schlagkraft.
Vorne in der Kammer befindet sich parallel zur Nut H eine zweite kleinere Nut 111 (Fig. 4). In diese springt der Auszieher i, der an und für sich etwas federnd ist, ein, wenn der Verscblusskopf die in Fig. 10 dargestellte Stellung hat, also das Schloss gespannt ist, so dass es eingeführt werden kann. Hiedurch wird der Verschlusskopf in seiner Lage festgehalten, so dass er sich nicht von selbst verdrehen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schloss für Handfeuerwaffen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der Schlagbolzen und das Schlösschen mit Schraubengewinde versehen und durch Drehen des Verschlusskopfes miteinander verschraubt werden, so dass das Zusammensetzen des Schlosses ohne Verschlusskopf unmöglich ist.