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Die Erfindung betrifft eine Lernhilfe mit einem Gehäuse für beschriftbare Textkar- ten, die über eine seitliche Einschuböffnung in wenigstens ein Aufnahmefach des Gehäuses einschiebbar sind, das zumindest ein Sichtfenster für Textfelder der Textkarten aufweist.
Eine derartige bekannte Lernhilfe umfasst eine Aufnahmevorrichtung in Form eines Behälters, in dem die Textkarten aufeinanderliegend aufbewahrt werden und dabei einzeln aus dem Behälter entnehm- und wieder hineinsteckbar sind {DE 3 625 248 A1). Die Textfelder der jeweils vordersten in den Behälter eingeschobenen Text- karten sind über ein Sichtfenster zum Ablesen der Beschriftung sichtbar. Zusam- men mit den Textkarten ist wenigstens eine Trennkarte in den Behälter eingescho- ben. Zum Lernen von beispielsweise Vokabeln wird ein zu übersetzendes Wort im Textfeld durch das Sichtfenster abgelesen, übersetzt und nach einer Entnahme der vordersten Textkarte mit der Übersetzung auf der Rückseite der Textkarte vergli- chen. Wurde das Wort richtig übersetzt, wird die Karte hinter der Trennkarte in den Behälter eingeordnet und andernfalls vor der Trennkarte.
Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis alle Textkarten hinter der Trennwand zu liegen kommen. Von Nachteil ist dabei allerdings, dass die Problemwörter stets nur einmal während einer Abarbeitungsfolge auftauchen und somit verhältnismässig selten in Erinnerung gerufen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lernhilfe der eingangs geschilder- ten Art zu schaffen, die den vorgenannten Nachteil vermeidet und die besonders gut dazu geeignet ist Problemwörter zu lernen, in dem diese ohne grossen Blätter- aufwand aus den Textkarten beliebig oft abgefragt werden können.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die quer zur Einschubrichtung im
Aufnahmefach verschiebbar geführten Karteikarten im Bereich des Sichtfensters in einer gemeinsamen Fläche quer zur Einschubrichtung nebeneinandergereiht sind und dass das Aufnahmefach eine Höhe kleiner als die doppelte Dicke der Textkar- ten aufweist.
Mit der Erfindung wurde auf einfache Art die Möglichkeit geschaffen den Lernstoff möglichst übersichtlich zu plazieren, wodurch es möglich ist einzelne Fragen ohne grossen Suchaufwand beliebig oft abfragen zu können. Dadurch, dass die Höhe des
Aufnahmefaches kleiner ist als die doppelte Dicke der Textkarten ist, ist stets gewährleistet, dass die Textkarten nebeneinander zu liegen kommen und nicht übereinander verrutschen können, was gemäss der Erfindung vermieden werden soll, da ja die Textfelder aller in das Aufnahmefach eingeschobenen Textkarten, also eine Folge von zu lernenden Wörtern oder Inhalten, auf einen Blick erfasst werden können soll.
Die Textkarten sind deshalb quer zur Einschubrichtung im Aufnahmefach verschiebbar geführt, da Textkarten deren Fragen richtig beantwortet wurden aus dem Ausnahmefach entnommen und die drüber angeordneten Textkarten in einfacher Weise nach unten nachgeschoben werden können sollen, wonach neue Textkarten in die oberste Position des Aufnahmefaches einsetzbar sind. Dies führt dazu, dass sich die Problemfragen nach längerer Zeit im unteren Bereich des Aufnahmefaches ansammeln, die dann gezielt öfter wiederholt werden können. Die Lösung zur Frage ist entweder auf der Rückseite der Textkarte oder auf einem zweiten Textfeld der Textkarte an der Vorderseite aufgeschrieben.
Die erfindungsgemässe Lernhilfe kann insbesondere auch dazu verwendet werden, um seinen Wissensstand durch einen Dritten abfragen zu lassen, der bei richtig beantworteten Fragen die jeweiligen Karteikarten aus dem Aufnahmefach entfernt und gegebenenfalls nach einem Zusammenschieben der im Aufnahmefach verbleibenden Textkarten in Richtung Aufnahmefachunterseite neue Textkarten oben in das Aufnahmefach einschieben kann.
Ein ungewolltes Herausfallen der Textkarten aus dem Aufnahmefach kann auf besonders einfache Weise dadurch vermieden werden, dass das Aufnahmefach auf der der Einschuböffnung gegenüberliegenden Seite einen Klemmspalt für die
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Textkarten bildet. Dieser Klemmspalt soll zwar das ungewollte Herausfallen der
Textkarten verhindern, aber ein Verschieben der Textkarten quer zu ihrer Ein- schubrichtung gestatten. Um die Textkarten bei Bedarf möglichst einfach aus dem Aufnahmefach entnehmen bzw. in das Aufnahmefach einstecken zu können, wei- sen die Textkarten vorzugsweise einen über die Einschuböffnung des Gehäuses vorrangenden Handhabungsansatz auf.
Sind sowohl die Fragen als auch die Antworten auf die Textkartenvorderseite aufgeschrieben, so kann, um ein gleichzeitiges Lesen von Frage und Antwort zu vermeiden, das Gehäuse einen im Bereich des Sichtfensters des Aufnahmefaches vorgesehenen, wahlweise verstellbaren Abdeckschieber für vorgegebene Textfel- der der Textkarten aufweisen, mit welchem Abdeckschieber wahlweise die Textfel- der der Fragen bzw. die Textfelder der Antworten durch ein Verschieben des Ab- deckschiebers sichtbar geschaltet werden können.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles schema- tisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine erfindungsgemässe Lernhilfe in Vorderansicht, Fig. 2 die Lernhilfe aus Fig. 1 in einer Seitenansicht auf die Einschuböff- nung des Aufnahmefaches, Fig. 3 die Lernhilfe aus Fig. 1 in Seitenansicht mit einer Stütze, Fig. 4 drei Ausführungsbeispiele für Textkarten in Draufsicht und Fig. 5 und 6 eine Lernhilfe mit einem verstellbaren Abdeckschieber in Vorderan- sicht sowie in Untersicht und vergrössertem Massstab.
Eine erfindungsgemässe Lernhilfe 1 umfasst ein Gehäuse 2 für beschriftbare Text- karten 3, die über eine seitliche Einschuböffnung 4 in ein Aufnahmefach 5 des Gehäuses 2 einschiebbar sind. Das Gehäuse 2 weist an seiner Vorderseite ein Sichtfenster 8 für Textfelder 6 der Textkarten 3 auf. Die Textkarten 3 sind quer zu ihrer Einschubrichtung 7 im Aufnahmefach 5 verschiebbar geführt und im Bereich des Sichtfensters 8 in einer gemeinsamen Fläche quer zur Einschubrichtung 7 nebeneinandergereiht, wobei das Aufnahmefach 5 eine Höhe besitzt, die kleiner als die doppelte Dicke der Textkarten 3 ist.
Das Aufnahmefach 5 bildet auf der der
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Einschuböffnung 4 gegenüberliegenden Seite einen nicht näher dargestellten Klemmspalt für die Textkarten 3 aus, der ein Verschieben der Textkarten 3 quer zu ihrer Einschubrichtung 7 gestattet. Zur Vereinfachung der Handhabung der Text- karten 3 besitzen diese einen über die Einschuböffnung 4 des Gehäuses 2 vorra- genden Handhabungsansatz 9. Zur wahlweisen Freigabe verschiedener Textfelder 6 einer Textkarte 3 nimmt das Gehäuse 2 einen im Bereich des Sichtfensters 8 des Aufnahmefaches 5 vorgesehen, wahlweise verstellbaren Abdeckschieber 10 für vorgegebene Textfelder 6 der Textkarten 3 auf, wobei mit dem Abdeckschieber 10 wahlweise die Textfelder 6 der Fragen bzw.
Antworten durch ein Verschieben des Abdeckschiebersquer zur Einschubrichtung 7 der Textkarten 3 sichtbar geschaltet werden können. Um die Lernhilfe auf einem Schreibtisch vorteilhaft abstellen zu können, ist diese nach dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 an ihrer Rückseite mit einer ausklappbaren Stütze 11versehen.