AT6736B - Verfahren zum Gelb-, Roth-, Braun- und Schwarzfärben von Glas. - Google Patents

Verfahren zum Gelb-, Roth-, Braun- und Schwarzfärben von Glas.

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Nikolaus Meurer
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Gelb-, Roth-, Braun-und Schwarzfärben von Glas. 



   Zum Gelb-. Roth-,   bezw. Braunfärben insbesondere geringerer und   mittlerer Glassorten bedient man sich zur Zeit ausser Schwefel und Metallen, die nur für die feinsten   Gläser   Vorwendung finden, zweier verschiedener Mittel ; einmal wird Braunstein (Mangansuperoxyd) mit oder ohne Eisenzusatz (Hammerschlag) der Glasmasse zugesetzt und diese 
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   Erstere Methode ist die weitaus theuere; sie stellt sich doppelt so hoch, als wie die letztere, welcher Umstand in Grossbetrieben, wie z. B. bei der Flaschenfabrication von wesentlicher Bedeutung ist. 



   Das letztere Verfahren leidet dagegen an dem   Uebelstande,   dass die Arbeit des 
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 mischen wegen der bedeutenden Verschiedenheit des specifischen Gewichtes der beiden Körper überhaupt schlecht durchzuführen ist. Aus diesem Grunde wird diese Methode heut-   zutage mit verschwindend wenig Ausnahmen   nicht mehr in Anwendung gebracht. 



   Das vorliegende Verfahren hat nun ein   Braunfärbemittel   für Glas mittelst Kohlen- 
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 weit übertrifft, sondern auch die mit dem   Färbeverfahren   mittelst gepulverter Holzkohlen verbundenen Übelstände in keinerlei Weise teilt. 



     Ks besteht darin,   dass Braunkohlengries und zwar vornehmlich rheinischer, welcher 
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 jenige des   Manganoxydos drei-bis vierfach übertrifft. Während   z.   B.   zum Färben   weisser   oder halbweisser Gläser bisher dem Giasgemenge etwa im Durchschuitt ein Zehntel des 
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  Setzt man dagegen diesem eisenhaltigen Gemenge ein Zehntel bis ein Zwanzigstel der Braunkohle zu, so wird die Färbung so intensiv, dass sie fast schwarz bis zur   Undurch.   aichtigkeit   ers (hoint.   



    Statt dos Braunkohlenhzusatzes kann naturlich auch ein in scher Zusammensetzung ähnlicher und in der Verwesung stark vorgeschrittener Torf mit gleich gutem Erfolge zur   Färbung angewendet worden. 



   Damit übrigens die angegebenen Wirkungen gleichmässig zutage treten, erscheint en nach dol bisherigen Beobachtungen nothwendig, dass das Glasgemenge stets Soda enthält ; ist also die letztere an sich nicht schon in dem Gomengesatz vorhanden (wie z. B. bei den zur   Flaschenfabrication häufig   benutzten Sulfat- oder glaubersalzgemengen) so empfiehlt es sich, das   Gemenge   mit einem geringen Sodazuschlag zu versetzen ; ausserdem ist es angebracht, die Braunkohle vorher, etwas zu rösten, damit nicht allzu viel sich im Schmelz. hafen entwickelnde Braunkohlengase die Läuterung der Schmelzmasse unnöthig verlängern. 



   Statt dass man jedoch frische oder geröstete Braunkohle oder Torf dem Glassatzgemenge zwecks Färbung zusetzt, kann man auch die Asche derselben mit gleichem Erfolg anwenden, nur ist die   Farbekraft   der Asche nicht so stark, wie die der Braunkohle oder des Torfes, weshalb bedeutend grössere Gewichtszuschläge als wie diejenigen frischer oder gerösteter Braunkohle zu nehmen sind. um gleiche Farbennuancen zu erzielen.

   Dafür aber bringt die Anwendung der Braunkohlen- und Torfasche den Vortheil mit sich, dass wegen des Gehaltes derselben an Sulfaten und Carbonaton von Alkalien, das Glasgemenge eine wertvolle Vergrösserung der Flussmittel d. h. derjenigen Agentien erhält, welche den Fort-   schritt der Schmelze bedingen ; ausserdem   ist zu berücksichtigen, dass Braunkohlen-und   Torfascho   bisher gänzlich wortlos waren und nun eine wertvolle Anwendung finden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 geschmolzen wird.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass an Stelle der Braunkohle oder dos Torfes, dem Glassatzgemonge die Aschenrückständo dieser Materialien in genügender Quantität beigemengt werden.
AT6736D 1901-01-31 1901-01-31 Verfahren zum Gelb-, Roth-, Braun- und Schwarzfärben von Glas. AT6736B (de)

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