AT65290B - Verfahren zur Erzeugung von Tafelglasplatten. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Tafelglasplatten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzeugung von Tafelglasplatten. Bei der bisherigen Tafolglaserzeugung konnten grössere Formate nur bei geringer Stärke in brauchbarer Beschaffenheit hergestellt werden. Die bisherigen Verfahren zur Verstärkung von Tafelglas waren nicht imstande. Glasscheiben von beträchtlicher Stärke zu erzeugen, welche einseitig noch die Eigentümlichkeit und das Aussehen des geblasenen Glases erkennen lassen. Durch das Verfahren gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 26458 soll eine Verstärkung von Tafelglasplatten herbeigeführt werden, und zwar dem Zwecke entsprechend nur eine minimale Verstärkung bei kleinen Formaten, wie sie für Rubinüberfangglas (Kathedralglas) gebraucht werden. Da dieses Verfahren nach der erwähnten Patentschrift auf dem Giesstisch vorgenommen wird, so hat es sich, wie die praktischen Versuche ergeben haben, als unbrauchbar erwiesen. Nach dem vorliegenden Verfahren können jedoch mit Leichtigkeit Tafelglasplatten b zu 5 mnt und weit darüber für jedes gewünschte Format in brauchbarer Beschaffenheit hergestellt werden. Nun ist zwar nach der britischen Patentschrift Nr. 5118 A. D. 1907 bekannt, zwei Glasplatten in der Weise aufeinander zu walzen, dass zunächst die eine Platte fertiggestellt und die für sich besonders fertiggestellte zweite Platte auf die auf ihrer Unterlage ruhende erste Platte angedrückt und mit letzterer vereinigt wird ; allein hier handelt es sich um zwei Gussplatton, welche auf dem Giesstisch a vereinigt werden sollen, zum Zwecke, Ornamente in das Innere der fertigen Platte einzuwalzen. Da eine Gussplatte an sich aber ohne jede Schwierigkeit bis zu jeder beliebigen Dicke ausgewalzt werden kann, so bietet dieses Verfahren keinen wesentlichen Vorteil, der nicht als solcher von vorn- herein hätte erkannt werden können ; auch zeigt die nach diesem Verfahren erzeugte ver- stärkte Platte auf keiner Seite den eigentümlichen Glanz des Tafelglases. Um die Erhaltung dieses Glanzes handelt es sich aber hauptsächlich bei dem vorliegenden neuen Verfahren neben der Hervorbringung genügender Stärke (bis zu 5 wm und darüber). In der Zeichnung ist eine zur Ausübung des neuen Verfahrens dienende Anlage als Beispiel dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Streckofen der neuen Bauart und Fig. 2 den zugehörigen Horizontalschnitt. Beim vorliegenden Verfahren erfolgt die Vereinigung der Tafel-und Gussplatte im Streckofen oder im Flammofen ; es tritt daher keine Abkühlung der Tafelglasplatte wie bei dem älteren Verfahren ein und alle'mit verbundenen Nachteile, wie Sprödigkeit, schwere Schneidbarkeit des Endproduktes, kommen in Fortfall. Auch braucht hier die Tafelglasplatte nicht erst aus dem Streckofen herausgefahren und auf den Giesstisch ge- bracht zu werden, wodurch eine bedeutende Zeitersparnis eintritt. Der ganze Werdegang des neuen Produktes vollzieht sich im Streck-oder Flammofen, so dass jede Spannung im Glase sowie die damit verbundene Sprödigkeit vermieden wird. In dem Tafolglasstreck-oder Flammofen a wird in üblicher Weise ein Glaszylinder b nach seinem Aufschneiden gestreckt bzw. zu einer Tafel c ausgeplättet. Über der Unter- lage d, auf der das Strecken der Tafel c bewerkstelligt wird, ist in dem Streckofen ein Satz von je zwei Doppelwalzen./'. g und A, !', welche sich ständig umdrehen und in be- kannter Weise gekühlt werden, vorgesehen. Die Unterlage d selbst muss ebenfalls durch <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 Auswalzen geeigneten Temperatur mittels einer Kelle 1 in der Weise aufgebracht, dass bei der Drehung der Walzen f, g, A, i die Glaamasse von den Walzen mitgenommen und gepresst wird, so dass sie die unteren Walzen h, i bereits in Tafelform verlässt, welche durch eine Druckwalze m in der Weise auf die Tafelglasplatte c gedrückt wird, dass man die Tafelglasplatte, welche sich noch auf der zum Kühlraum fahrenden Unterlage d des Streckofens a befindet, unter der Walzvorrichtung hindurchfährt, so dass sie die nach dem beschriebenen Verfahren auf die angedrückte Gussplatte beim HllI'l1sfahren der Unterlage mitnimmt. Da dieser Vorgang sich unter der Einwirkung der Oberhitze des Streckofens abspielt und auch die Tafelglasplatte sich noch in genügend heissem Zustande befindet, so wird nicht nur ein inniges Verschmelzen der beiden Platten hervorgerufen, sondern die Tafelglasplatte behält auch das dem geblasenen Tafelglas eigene Aussehen. Auch wird nach diesem Verfahren das Zerspringen der Tafelglasplatte, wie es bei gleicher Herstellung auf dem Giesstische der Fall wäre, verhindert. Nach vorliegendem Verfahren im Streckofen hergestellte, verstärkte Tafelglasplatten zeigen einseitig die eigenartigen Eigenschaften des geblasenen Tafelglases gegenüber den auf den Giesstischen hergestellten dicken Gussplatten.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Glasplatten durch Aufwalzen einer Schicht geschmolzener Glasmasse auf eine durch Blasen und Strecken erhaltene Tafelglasplatte, dadurch gekenn- zeichnet, dass im unmittelbaren Anschluss an das Plätten der Tafelglasplatte im Streck-oder Flammofen eine gleichfalls im Streckofen gewalzte Glasplatte aufgelegt und in derselben Streckofenhitze mit der geplätteten Tafelglasplatte zusammengepresst wird.
Applications Claiming Priority (1)
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| DE65290X | 1912-12-20 |
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| AT65290B true AT65290B (de) | 1914-06-10 |
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|---|---|---|---|
| AT65290D AT65290B (de) | 1912-12-20 | 1913-06-09 | Verfahren zur Erzeugung von Tafelglasplatten. |
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1913
- 1913-06-09 AT AT65290D patent/AT65290B/de active
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