AT64777B - Einrichtung zum Empfang hochfrequenter elektrischer Ströme. - Google Patents

Einrichtung zum Empfang hochfrequenter elektrischer Ströme.

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  Einrichtung zum Empfang hochfrequenter elektrischer Ströme. 



   Den   grossen Vorzügen   der ungedämpften elektrischen Wellen bei der drahtlosen Telegraphie steht der Nachteil gegenüber, dass sie in. dem Empfangsapparate im allgemeinen Energieschwingungen nicht hervorbringen, so dass sie durch ein Telephon nicht als ein harmonischer   Ton wahrgenommen werden können,   oder auf ein entsprechend abgestimmtes Saitengalvanometer nicht einwirken können. 



   Es sind schon Versuche gemacht worden, durch künstliche Überlagerung der angekommenen Wellen mit   Hochfrequenzströmen von   etwas verschiedener Frequenz Schwebungen hervorzubringen. Bei diesen Schwebungen sind aber immer Hochfrequenzströme vorhanden. die beispielsweise ein Telephon nur mit   äusserst   geringem Nutzeffekt betätigen können. 



   In dem österreichischen Patente Nr. 55328 ist schon darauf hingewiesen worden, dass es wesentlich günstiger ist, die Frequenz der ankommenden Wellen in einen   möglichst   reinen Niederfrequenzstrom umzuformen. In der erwähnten Patentschrift ist vorgeschlagen worden. die   Frequenz mittels asynchroner Umformer auf Nieder- und Mittelfrequenz zu reduzieren. Hiebei   
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 Prinzip der sogenannten Kommutatormaschinen (Commutstrices) verwenden. 



   In der Starkstromtechnik ist besonders von Leblanc ihre Einführung   versucht worden.   zu dem Zweck, Wechselstrom in Gleichstrom umzuformen und umgekehrt, ohne   dass es wpgpn   der Funkenbildung gelungen wäre. auf diese Weise   grössere Energiemengen   zu   bewältigen  
Bei Empfang der auf der Empfangsstation ankommenden schwachen elektrischen Ströme ist von irgend welcher Funkenbildung nicht die Rede, so dass diese Maschinenart hier Aussicht auf erfolgreiche Einführung als Detektor für   elektrische Welien bietet.   
 EMI1.2 
 frequenz   umzuwandeln,   soll im nachstehenden beschrieben werden. 



   In   Fig. l stellt J   einen mit Wicklung versehenen Eisenkern dar An mehreren Punkten von a, nämlich a, b, c. d sind mit Hilfe von Schleifringen die Kommutatorsegmente 1, 2, 3, 4 
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 so   sehne ! ! rotieren, dass   er während der Zeit einer Periode des Wechselstromes eine Umdrehung macht, so entsteht zwischen C und D Gleichstrom, Durch Fig. 1 wird das Prinzip der Commutatrices"dargestellt. 



   Zur   Anpassung   an den Erfindungszweck ist es vorteilhaft, den bewickelten Eisenkern A als dem Sitz des remanenten   Magnetismus,   fortzulassen und die Zahl der Kommutatorsegmentt möglichst zu verringern. Bei den reinen Commutatrices verwendet man nämlich möglichst viel 
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   Kommutatorsegmente   anschliesst. Es möge aber au dieser Stelle besonders hevorgehoben werden, dass die Einrichtung grundsätzlich nicht geändert wird, wenn mit Hilfe von Drosselspule oder Kondensatoren eine Spannungsteilung vorgenommen und weitere Kommutatorsegmente an die Spannungsteilungspunkte angeschlossen werden. 



   Die hiedurch entstandene Anordnung wird durch Fig. 2 dargestellt. Der Strom wird mit Hilfe von Schleifringen den beiden Segmenten   1   und 2 zugeführt und von den Bürsten   C und   D abgenommen. Natürlich kann man das Prinzip auch umkehren und den Kommutator feststehen und die Bürsten rotieren lassen. Rotiert der Kommutator synchron und haben die Bürsten C und D die richtige Einstellung, 80 entsteht aus dem Wechselstrom (Fig. 3 a) der Gleichstrom (Fig. 3 b). 



   Die Erzeugung von Gleichstrom   : iuf   diese Weise ist bekannt, aber ausserordentlich schwierig durchzuführen, insbesondere bei sehr hoher Frequenz, wie sie in der drahtlosen Telegraphie verwendet wird. Nicht nur die synchrone Rotation ist Vorbedingung für die Erzeugung von Gleichstrom, sondern auch eine so scharfe, sich immer gleichbleibende Einstellung der Bürsten. dass die Gleichstromerzeugung mit dieser Einrichtung praktisch unmöglich erscheint. 



   Lässt man den Kommutator etwas langsamer oder schneller rotieren, als dies der synchronen
Geschwindigkeit entsprechen würde, so erhält man an den Klemmen c, d eine Spannung, wie sie in Fig. 3 c   dargestellt ist. Schliesst man   an C'und D ein Telephon an oder ein Saitengalvanometer, 
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 Diese Zacken lassen sich aber leicht durch Einfügung von Drosselspulen und andere Abstimmungmittel beseitigen, so dass man einen reinen Wechselstrom von der gewünschten Periodenzahl erhält. Eine Egalisierung wird in den meisten Fällen nicht notwendig sein, da   der,.   zackig" Wechselstrom vollständig gut genug ist, um die Membrane oder die Saite zu betätigen. Reinen Wechselstrom sekundär kann man in der oben geschilderten Art mit Hilfe von Spannungsteilung und Phasenspaltung erzielen. 



   Nachstehend ein Zahlenbeispiel : Der umzuformende Strom habe eine Frequenz von 50. 000 pro Sekunde. Der Kommutator habe 1000 Segmentpaare. Dann ist   die "synchrone'. Touren-   zahl des Kommutators, bei der also Gleichstrom entstehen würde, gleich 50 pro Sekunde oder 
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 verschieden. 



   Man kann nun   bei Wechselstromkommutatormaschmen   den in der Frequenz durch den    Kommutator   umgeformten und nach dieser   Umformung der Roturwicklung zugefühnen   Primärstrom als   Sekundärstrom   auffassen. Bei den   Wechselstromkommutatormaschinen   wird der Strom dem Rotor   zugefuhrt,   um dort die Felder zu erzeugen, bei der vorliegenden Erfindung wird er statt dessen   einem Telephon oder dgl zugefuhrt   In seiner Wirkung ist dieser Sekundärstrom einem reinen   Wechselstrom   gleich, wie er strichpunktiert in Fig. 3 c eingezeichnet ist.

   Begnügt man sich mit einem geringeren Wirkungsgrad der Kommutatormaschme, ao kann man die Konstruktion wesentlich dadurch vereinfachen, dass man von den beiden Kommutatorsegmenten je eins weglässt Dadurch tritt an die Stelle des vollständigen Kommutators ein gewöhnliches Zackenrad. Das Zackenrad und seine Schaltung ist in Fig dargestellt. Jede Zacke entspricht einem Segment, jeder Zwischenraum einem weggelassenen Segment,   Natürlich   kann der Empfangsapparat, z. B. Telephon, auch parallel zu ('D geschaltet, oder induktiv oder kapazitiv gekoppelt sein usw. Der bei dieser Anordnung erzielte Strom nimmt die Form Fig. 4 an. Man erkennt, dass durch den Fortfall des   zweiten Kommutatorsegmentes etwa 50@ der vorhandenen   Energie nicht ausgenutzt wird. 



   Da die Tourenzahl bei nur zwei oder einem Kommutatorsegment sehr hoch sein würde, so   w     n'd man   die Zahl der Segmente vermehren und dementsprechend die Umdrehungszahl reduzieren. 



   Hatte man in obigem Zahlenbeispiel ein Rad mit nur einem Segmentpaar (oder mit nur 
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 reduktion unterworfen zu werden. 



   Am deutlichsten würde die Wirkung sein, wenn man die beiden Umformer synchron rotieren lassen würde. d. h. wenn man versuchen würde, nicht niederfrequenten Wechselstrom. sondern Gleichstrom zu erzeugen, entsprechend der Fig. 3 b. In Wirklichkeit lässt man die Rotoren asynchron rotieren. Die Stromkurven in Fig. 7 a bis 8 b erfahren durch den Asynchronismus 
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 sind. Fig. 7 a zeigt den Strom nach der ersten Umformung, Fig. 7 b nach der zweiten. 



   Wählt man die Form der Maschine, bei der jedes zweite Kommutatorsegment ausgelassen ist, so nimmt der Strom nach der ersten Umformung die Form Fig. 8 a an, nach der zweiten Umformung Fig. 8 b. 



   Eine Vereinfachung einer derartigen Kaskadenschaltung lässt sich in der Weise vornehmen, dass man den   sekundär   gewonnenen Wechselstrom den primären Klemmen so oft wieder zuführt und wieder durch die Maschine laufen lässt, bis man die gewünschte Frequenz erlangt hat. Diese Anordnung zeigt Fig. 6. Der Antennenstrom wird den Schleifringen   S zugeführt   und den Bürsten B1 und B2 entnommen.   Pber die Abstimmittel aj geht   er wieder an die Schleitringe S zurück, wird in der Maschine wieder umgeformt und über die Abstimmittel   U2   nochmals zurückgeführt. 



  Schliesslich geht er in den Empfangsapparat T, dessen Kreis durch die Abstimmittel   aa   auf die betreffende Tonfrequenz abestimmt sein kann. Die Stromformen sind. abgesehen von der durch die Abstimmittel hervorgerufenen Rektifikation in reine   Sinugströme,   dieselben wie für die K askadenanordnung.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI3.3 Kaskade die Hochfrequenz in eine für den Empfangsapparat passende Nieder-und Mittelfrequenz umgewandelt wird, wobei der Kommutator auch durch eine einfache Zackenscheibe ersetzt werden kann.
AT64777D 1911-10-18 1912-10-17 Einrichtung zum Empfang hochfrequenter elektrischer Ströme. AT64777B (de)

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