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Einrichtung zur Verstärkung von Wechselströmen, insbesondere für die Zwecke des
Sendens und des Empfanges in der Telegraphie und Telephonie.
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kommt in der Telegraphie und Telephonie nur selten in Frage und möge al ? der theoretisch einfachere Fall nicht eingehend behandelt werden.
Der Sekundärkreis werde mittels Drosselspulen und Kondensatoren (C) so abgestimmt, dass praktisch nur Ströme von der Wechsel geschwindigkeit des Schlupfes t- (jl
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der Frequenz m, fliessen können. Dann wird
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Diese Gleichung sagt aus, dass der Sekundärstrom einer Maschinenkonstanten, dem Primärstrom und der Schlupffrequenz #0 - #1 proportional und dem äquivalenten
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Gleichung 1) in 2) eingeführt ergibt
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Ist E die von der primären Stromquelle M aufgedrückte Spannung, so herrscht in P die Gesamt-EMK. E + E.
Die beiden elektromotorischen Kräfte sind phasengleich, weil durch die Abstimmung des Rotors alle wattlosen Komponenten, die überhaupt auftreten können, beseitigt sind, so dass ein Grund für Phasenungleichheit gar nicht vorhanden ist.
Es ist somit, wenn R1 gleich äquivalenter Primärwiderstand, einschliesslich Nutzwiderstand :
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ein sehr kleiner Wert, da E als äusserst klein angenommen werden muss. Durch die Rotation von 8 wird der äquivalente Primärwiderstand vermindert auf den Betrag
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Der Widerstand des Primärkreises wird zu Null bei einem bestimmten Schlupf :
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Die diesem Schlupf entsprechende Geschwindigkeit der Asynchronmaschine ist eine kritische. Der kritische Schlupf selbst kann auch bezeichnend Resonanzachlnpf genannt werden, weil er die Vorbedingung für eine Art Resonanz zwischen Widerstand und Asynchrongenerator ist. Dieser erzeugt eine EMK., die stets dem Spannungsabfall im Widerstand gleich ist.
Danach würde theoretisch bei Resonanzschlupf eine noch so kleine #Anstossspannung" E des kleinen Primärgenerators M einen unendlich grossen Strom hervorrufen und damit eine Empfindlichkeit erzielt werden, wie sie von keiner anderen Anordnung bekannt ist. Praktisch wird dieser Strom durch Sättigung und Erwärmung der Maschine begrenzt.
Tatsächlich ist der Charakter des Asyncbrongenerators ganz verändert worden ; er wird selbsterregend, wenn der Schlupf grösser ist als der Resonanzschlupf.
Wenn der Schlupf etwas kleiner ist als der zur Widerstandsresonanz erforderliche, bevor also die eigentliche unabhängige Selbsterregung einsetzt, wird die Maschinenleistung durchaus von der kleinen Anstossspannnng E kontrolliert.
Bei Telephonie wird man an der Gebestation die Spannung E, also die anregende Wechselspannung mikrophonisch beeinflussen und kann damit ganz beträchtliche Energie-
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mengen in unmittelbar dem Anstoss nachfolgende Schwingung versetzen. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass man in die Erregung von M ein Mikrophon legt. Durch die mit der Sprache schwankenden Widerstandsänderungen des Mikrophons wird in dem gleichen Rhytmus dann die Anstossspannung Schwankungen ausführen und diese Schwankungen werden im gleichen Masse verstärkt, wie das vorher in bezug auf Telegraphierströme ausgeführt worden ist.
Bei telephonischem und telegraphischem Empfang steht die Verstärkungsmaschine auf der Sekundärstation. Der Anstossgenorator M befindet sich auf der Primärstation.
Die ankommenden oder ausgesandten Ströme können entweder direkt verwendet werden oder auf eine passende Spannung oder Frequenz aufwärts oder abwärts umgeformt werden.
Die Verstärkungsmaschine ist in erster Linie ein ntelephonisches Relais und als solches dazu bestimmt, mit dem Telephon zusammen geschaltet zu werden, wo dies auch verwendet werden möge und auf welche Art die Fernübertragung der Zeichen auch erfolgt. Natürlich können auch. andere Apparate und Einrichtungen, die zur Aufnahme oder Weitergabe von Zeichen geeignet sind, mit der asynchronen Verstärkungsmaschine zusammen benutzt werden.
Anstatt die beiden Wicklungen relativ zueinander rotieren zu lassen, können beide feststehen und mittels eines rotierenden Eisenkerns die Selbstinduktion oder gegenseitige Induktion verändert werden, worauf es allein ankommt. In dem letzteren Falle können beide Wicklungen zu einer einzigen zusammenschrumpfen.
Denkt man sich die Maschine mit Gleichstrom erregt, dann wird durch die Rotation des Eisenkerns eine bestimmte Periodenzahl im Stator hervorgerufen. Erregt man andererseits den Stator mit einem Wechselstrom von dieser Periodenzahl, so ist die Tourenzahl, welche bei Gleichstromerregung zu ihrer Erzeugung dienen würde, die synchrone. Lässt man den Rotor schneller oder langsamer laufen, so ist der entstehende Schlupf auf die eben definierte Tourenzahl zu beziehen.
Ob der Anstossgenerator M nun die Form eines eigentlichen Synchrongenerators, eines Lichtbogen-oder Funkengenerators annimmt, ist für die Wirkung an sich gleich- giltig. Im allgemeinen dürfte eine richtige Synchronmaschine am vorteilhaftesten sein, da die von ihr gelieferten elektromotorischen Kräfte vollkommen konstant sind.
Die Schaltung von M, Asynchrongenerator und Nutzwiderstand, kann Serienschaltung (Fig. 2) oder Parallelschaltung sein. Die Apparate werden unmittelbar oder induktiv in den Kreis eingeführt. Mund N können auch an besonders auf der Verst. irkungsmaschine befindliche Wicklungen angeschlossen werden. Verstärkungsmaschine und Anstossmaschine können auf derselben Welle sitzen oder sogar den Eisenkörppr ganz oder teilweise ge- meinsam haben.
PATENT AN SPRÜ ('HE :
1. Einrichtung zur Verstärkung von Wechselströmen, insbesondere für die Zwecke der Telegraphie und Telephonie, mittels einer Wochseistrommaschine, bei der im magnetischen
Bereich einer feststehenden von Wecbsetströmen durchnossenen Erregerwicktung eine zweite Wicklung oder ein Eisenkern, der den magnetischen Kraftfluss nach einer zweiten
Wicklung vermittelt, libersynchron angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass der
Sekundärkreis auf die Schlnpffreq') en/ elektrisch abgestimmt ist.