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Selbsttätige Kupplung für Fahrzeuge aller Art
Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Kupplung für Fahrzeuge aller Art. bei der ein mit einem Kopf versehener Stempel des einen Wagens zwischen selbsttätig sich schliessende Backen des anderen Wagens eintritt, die in ihrer Schliesslage durch beim Einkuppeln selbsttätig zur Wirkung kommende Organe gesichert werden. Erfindungsgemäss werden die zum Halten der Sicherungsorgane in ihrer unwirksamen Lage dienenden Sperrorgane mit ihren vom Kupplungsstempel zu betätigenden Anschlägen hinter den Kupplungsbacken und unabhängig von denselben angeordnet, wodurch einerseits die Einkupplung erleichtert und andererseits eine rasche Abnutzung der Kupplung vermieden wird.
Zwischen den Kupplungsbacken wird zweckmässig ein federnder Gegenstempel angeordnet, der beim Lösen der Kupplung den Kupplungsstempel vor die Backen herausstösst und der in seiner Lage vor den Kupplungsbacken festgestellt und als Kupplungsstempel angewendet werden kann.
In der Zeichnung ist die Kupplung nach der Erfindung in einem zum Verbinden von Wagen bestimmten Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. l zeigt den einen Kupplungsteil in einer Seiten-
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nach der Fig. 1 dar. Fig. 7 zeigt einen bei einem Eisenbahnwagen angewendeten, zum Verbinden mit einer üblichen Eisenbahnwagenkupplung bereitgestellten Kupplungsteil.
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feder 11 gegen diese Wand 7 gedrückt wird. In der Platte 9 sind diametral gegeneinander zwei Winkelhebel 12, 13 gelagert, die mit ihren nach auswärts gerichteten. kürzeren Armen 13 an die Wand 7 anliegen und mit ihren anderen, längeren Armen 12 nach vorne ragen.
Die Enden der Hebelarme 12 sind als den Stempel 4 umgreifende, halbkreisförmige Backen 14 ausgebildet, die an ihrer Stirnseite schräg nach einwärts verlaufen, während sie an ihrer Innenseite der halbkugeligen Form des Stempelkopfes : 2 angepasst sind. Durch die Wirkung der Feder 11 werden
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auch radial geführte federnde Backen angewendet werden.
Vor den Backen 14 ist in einer an der Wand 7 befestigten, den ganzen Kupplungsteil umschliessenden Führung 15 ein Ring 16 angeordnet, der zwischen dem äusseren Führungsteil J'J und seinem nach einwärts und zurück bis vor die Backen 14 umgebogenen Ende 17 geführt ist.
Die Stirnfläche 18 der Führung 15, 17 verläuft gegen das zylindrisehe Fiihrungsende 17 trichter- förmig. Der innere Durchmesser des Ringes 16 ist um ein wenig grösser als der Durchmesser der
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gebracht, hinter die Haken greifen, welche in mit der Führung 15 verbundenen Hülsen 23 geführt und in diesen gegen ein Verdrehen gesichert werden. Am inneren Ende der Hakenbolzen, hinter den Kupplungsbacken 14, sind Platten 24 angeordnet, wobei zwischen diesen Platten und den Hülsen 23 Federn 25 eingeschaltet sind, die die Haken 22 gegen die Stangen 20 ziehen. Durch die Haken 22 wird der Ring 16 entgegen der Wirkung der Federn 19 in der Führung 15, 17 ausser dem Bereich der Backen-M gehalten.
Beim Einkuppeln werden die Haken 22 durch den zwischen die Platte 24 eintretenden Stempelkopf 3 von den Stangen 20 ausser dem Bereich der Bunde 21 gehoben, wodurch der Ring 16 freigegeben und durch die Federn 19 über die Backen 14 geschoben wird. Anstatt des Ringes 16 können zum Feststellen der Backen auch einzelne Schieber, Keile oder dgl. Organe angewendet werden. Ebenso können die Haken 22 beim Wegfallen des Kopfes 3 durch den Anschlag des Kopfes 2 gehoben werden.
Der Bund 10 des Führungsrohres 5 ist mit seitlichen Zapfen 26 versehen, an denen Zugorgane 27 angreifen, die die an beiden Stirnseiten des Wagens befindlichen Kupplungsteile verbinden.
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ragenden Stempels 4 (Fig. 1) auf und drückt diesen entgegen der Wirkung der Feder 6 gegen die Backen 14, die dadurch voneinander gedrängt werden und beide Stempelköpfe 2 und 3 durchlassen, wonach sie sich durch die Wirkung der Feder 11 wieder schliessen. Der Stempelkopf J stösst mit seiner Rückseite an die Platten 24 und bewirkt das Freigeben des Ringes 16 und die Sicherung der Kupplung.
Zum Lösen der Kupplung ist an der Führungswand 7 oberhalb des Rohres 5 eine Welle 28 gelagert, auf der zwei Arme 29 befestigt sind, die an den Stangen 20 angreifen (Fig. 1, 2 und 6).
Zur Betätigung der Welle 28 dient eine auf dieser befestigte Kurbel 30. Bei der Verwendung der Kupplung als Eisenbahnwagenkupplung wird die Welle 28 bis zu einer Wagenseite geführt, so dass sie von der Wagenseite aus betätigt werden kann. Durch ein Verdrehen der Welle 28 mittels der Kurbel 30 wird der Ring 16 durch die Arme 29 entgegen der Wirkung der Federn 19 ausser dem Bereich der Backen 14 gestellt, wonach der durch die Feder 6 gedrückte Stempel 4 den Kupplungsstempel 7 aus den Backen 14 und der Führung 17 herausstösst und vor den Backen 14 seine Ruhelage einnimmt.
Gleichzeitig schliessen sich die dabei geöffneten Backen 14 hinter dem Kopfe 3 und die Haken 22 werden durch die Federn 25 gegen die Stangen 20 gezogen, so dass sie hinter die Bunde 21 greifen und den Ring 16 ausser dem Bereich der Backen feststellen (Fig. 1).
Bei Tramwaywagen oder dgl. können an beiden Stirnseiten gleiche Kupplungsteile 4, 14 angeordnet werden. In dem Falle werden die Stempel 3, 4 derart angeordnet, dass sie vor die Führung 17 herausgezogen und in dieser Lage festgestellt werden können (Fig. 1, strichpunktierte Lage). Zum Einkuppeln wird der Stempel 4 des einen Kupplungsteiles herausgezogen und festgestellt und dient dann als Kupplungsbolzen 1, 2, der nach erfolgtem Einkuppeln durch die Backen 14 des anderer Kupplungsteiles festgehalten wird. Die Feststellvomchtung für den Stempel3, 4 kann z.
B. aus einer in diesen eingedrehten Nut 31 (Fig. und 6) und einem durch einen Ausschnitt 32 des Rohres 5 gegen den Stempel 4 geführten, durch die Wirkung von Federn 3,) ausser Eingriff mit der Nut.'11 des Stempels gehaltenen Schieher 34 bestehen, der mittels eines auf der Welle 28 befestigten Armes, 35 durch Verdrehen der Kurbel 30 betätigt wird. Die Kurbel 30 ist in drei Lagen in bekannter Weise an einem Segment 36 feststellbar. Bei der ersten Lage 37 der Kurbel 30 werden die Arme 29 vor die Stangen 20 gestellt, so dass sich der Ring 16 nach erfolgtem Einkuppeln über die Backen 14 frei schieben kann. Die zweite Lage 38 der Kurbel 30 sichert die Auslösung der Kupplung und verhindert ein unbeabsichtigtes Einlösen derselben.
1 n die letzte Lage 39 wird die Kurbel : 30 nach dem Herausziehen des Stempels 3, 4 in seine vorderste Stellung gebracht ; oei diesel Lge der Kurbel 30 greift der Schieber 34 in die Nut 31 des Stempels 4 und stellt diesen fest.
In dem Falle, als die Kupplung als Eisenbahnwagenkupplung angewendet wird, wird sie noch mit einem besonderen Hilfsstempel 40 ausgerüstet (Flg. 7), der an seinem einen Ende mit dem Kupplungskopf 2 versehen und an seinem anderen Ende als Haken 41 einer üblichen Eisenbahnwagenkupplung ausgestaltet ist und die üblichen Zug- und Sicherungsorgane 42 trägt. Dieser Hilfsstempel wird angewendet, falls die beschriebene Kupplung mit einer gewöhnlichen Eisenbahnwagenkupplung verbunden werden soll.
Die beschriebene Kupplung kann für Eisenbahnwagen, Tramwaywagen oder dgl. angewandt \\erden. Bei den Wagen einer elektrischen Tramway können in den Stempeln 1 und 4 isolierte elektrische Leitungskabel eingebaut und in den Köpfen , Steckkontakte angeordnet werden, die sich beim Anstossen der Köpfe 2, 3 aneinanderschliessen. Auf diese Weise wird beim Kuppeln zugleich auch der Anschluss der elektrischen Leitung, z. B. des Bremskabels, selbsttätig hergestellt.
Die Kupplung kann jedoch auch in anderen Gebieten der Technik angewendet werden, z. B. in allen Fällen, wo es sich um das Heben eines Gewichtes handelt, das sodann frei fallen gelassen werden soll, wie es bei Rammen, Fallhämmern oder dgl. der Fall ist. Bei derartigen
Einrichtungen wird auf dem Hebeorgan der Raekenteil 4 der Kupplung und auf dem zu
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bewirkt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Kupplung für Fahrzeuge aller Art, bei der ein mit einem Kopf versehener Stempel des einen Wagens zwischen selbsttätig sich schliessende Backen des anderen Wagens eintritt, die in ihrer Schliesslage durch beim Einkuppeln selbsttätig zur Wirkung kommende Organe gesichert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Halten der Sieherungsorgane (16) in ihrer unwirksamen Lage dienenden Sperrorgane (22) mit ihren vom Kupplungsstempel (1, 2) zu betätigenden Anschlägen (24) hinter den Kupplungsbacken (14) und unabhängig von ihnen angeordnet sind.