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Selbsttätige Leitungskupplung für Schienenfahrzeuge
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die Luft aus der Hauptluftleitung in den pneumatischen Zylinder strömen lässt, der einerseits über eine Leitung die Kabelkupplungen in die Kuppelstellung drückt und anderseits das Absperrventil für die Kabelkupplungen öffnet und wobei weiters beim Entriegeln des Kuppelverschlusses der einen selbsttätigen Kupplung der Hebel durch manuelle Betätigung eines Druckstabes gegen die Kraft der Druckfeder und gleichzeitig durch den Stössel, der Stössel der Gegenkupplung und damit dessen Hebel ebenfalls in eine, der Schliessstellung des Steuerventils am andern Kupplungskopf entsprechende Lage verschwenkbar ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen : Fig. l das Steuerorgan bei einer kuppelbereiten Kupplungshälfte, Fig. 2 bei einer Kupplungshälfte in gekuppelter Stellung, Fig. 3 bei zwei anliegenden Kupplungshälften in der entkuppelten Stellung und Fig. 4 bei einer Kupplungshälfte nach ungewollter Trennung.
Das Steuerorgan befindet sich in einem lösbar im Kuppelkopf angeordneten Gehäuse--l--und besteht aus einem drehbaren, zweiarmigen Hebel-2-mit angelenkten Stösseln-3 und 4-und einem unabhängig vom Hebel --2-- verschiebbaren Stempel --5--. In der kuppelbereiten Stellung gemäss Fig. 1 ragt der Stempel--5--, bedingt durch die ihm nachgeschaltete Druckfeder--6--, über die Stirnfläche --7-- des Kuppelkopfgehäuses hinaus. Der Hebel-2--ist in seiner Drehbewegung blockiert, indem er mit einer Nase --8-- über einen mit dem Stempel--S-- verbundenen Anschlag --9-- greift, wodurch die mit dem Hebel --2-- verbundenen Stössel --3 und 4-mit ihren freien Enden in der Stirnfläche des Kuppelkopfgehäuses liegen.
Der Stössel --4-weist in seiner Verlängerung eine Stange --10-- auf, deren freies Ende als Federplatte-11-- ausgebildet ist, die in einem Gehäuse-12-geführt ist und gegen die eine Druckfeder --13-- zur Anlage kommt.
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im Bereich der Federplatte--11--liegt. Eine Leitung --23-- führt von dem Steuerventil--21-zu einem Zylinder-24-, dessen Leitung --25-- zur Betätigung der Kabelkupplung führt. Die unter Wirkung einer Druckfeder --25-- stehende Kolbenstange --27-- des Zylinders --24-- ist über ein Hebelgestänge --28-- mit dem in Schliessstellung befindlichyen Absperrventil --32-verbunden.
Beim Kuppeln zweier Kuppelköpfe werden, wie aus Fig. 2 ersichtlich, durch die Stirnfläche --7-- des einen Kuppelkopfes der Stempel --5-- des andern Kuppelkopfes gegen die Wirkung der Feder--6--zurückgedrückt. Hiedurch kommt die Nase--8--aus dem Bereich des Anschlages - heraus, so dass die Druckfeder --13-- zur Wirkung kommt, indem sie die Federplatte --11-- aus dem Gehäuse --12-- herausdrückt, wodurch der über eine Stange--10--mit der Federplatte --11-- verbundene Stössel zurückgezogen wird und hiebei den Hebel-2verschwenkt.
Gleichzeitig wird durch die Druckfeder--13--die Federplatte--11--gegen den Stössel --22-- des Steuerventils --21-- gedrückt, so dass die Luft aus der Hauptluftleitung - über die Leitungen-17, 20 und 23-unter gleichzeitiger Beaufschlagung des Kolbens
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bewegt, da keine manuelle Betätigung des Kuppelverschlusses der mechanischen Kupplung erfolgte.
Zum Entkuppeln wird, wie in Fig. 3 dargestellt, der Kuppelverschluss der mechanischen Kupplung in bekannter Weise manuell betätigt, wodurch der mit dem Kuppelverschluss verbundene Druckstab --30-- verschoben wird und über einen Ansatz--31--den Hebel--2--gegen die Kraft der
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schliesst sich und entlüftet den Zylinder --24--, so dass die Druckfeder --26-- den Kolben - 29-- nach vorn drückt und die Kolbenstange --27-- das Hebelgestänge --28-- verdreht, wodurch das Absperrventil --32-- geschlossen und die Luftkupplung drucklos wird. Gleichzeitig wird die Kabelkupplung entkuppelt.
Fahren die beiden Kuppelköpfe auseinander, schnellt der Stempel
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- unter der Wirkung der Druckfeder --6-- nach vorn und der Anschlag --9-- legt sich unter die Nase-8--, so dass die kuppelbereite Stellung des Steuerorgans entsprechend der Fig. 1 wiederhergestellt ist.
Beim ungewollten Trennen zweier Fahrzeuge, beispielsweise infolge Bruches eines Kuppelgliedes, tritt unter Wirkung der Druckfeder-6-der Stempel-5-aus der Stirnfläche-7-heraus, wodurch der Anschlag-9-, wie in Fig. 4 dargestellt, über die Nase --8-- greift und den Hebel - festlegt. Der Zylinder --24-- wird weiterhin durch die Federplatte --11-- in der geöffneten Stellung gehalten, so dass die Luft aus der Luftleitung --14-- entweichen kann und in bekannter Weise eine Schnellbremsung erfolgt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbsttätige Leitungskupplung für Schienenfahrzeuge mit durch den Kuppel-bzw.
Entkuppelvorgang der selbsttätigen Kupplung gesteuerten Kabel-und Luftkupplungen, wobei die
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Kupplung entgegen der Kraft einer Feder (6) axial verschiebbaren Stempel (5), einen bekannten, im Gehäuse drehbar gelagerten zweiarmigen Hebel mit zwei angelenkten, wahlweise aus der Stirnfläche (7) des Kupplungsgehäuses herausragenden Stösseln (3, 4), eine am Hebel (2) angeordnete Nase (8) und ein durch den Stössel (4) im Öffnungssinne betätigbares Steuerventil (21) aufweist und dass der eine Stössel (4) unter der Wirkung einer den Stössel ins Gehäuse zurückziehenden Druckfeder (13) steht, wobei in dieser zurückgezogenen Stellung die mit dem Stössel (4) verbundene Stange (10) den Ventilstössel (22) des Steuerventils (21) betätigt und damit das Steuerventil (21) in die öffnungsstellung bringt, wobei der Hebel (2)
bei auseinandergefahrenen Kupplungsköpfen durch Zusammenwirken eines an dem Stempel (5) befestigten, die Nase (8) hintergreifenden Anschlages (9) festgelegt ist, jedoch in Kuppelstellung der Stempel (5) durch die Stirnfläche (7) der Gegenkupplung zurückgedrückt ist und der Anschlag (9) die Nase (8) freigibt, so dass der Hebel (2) durch die Druckfeder (13) verschwenkt wird und das Steuerventil (21), durch die Stange (10) in seine Öffnungsstellung gebracht, die Luft aus der Hauptluftleitung (15) in den pneumatischen Zylinder (24) strömen lässt, der einerseits über eine Leitung (25) die Kabelkupplungen in die Kuppelstellung drückt und anderseits das Absperrventil (32) für die Kabelkupplungen (14) öffnet und wobei weiters beim Entriegeln des Kuppelverschlusses der einen selbsttätigen Kupplung der Hebel (2) durch manuelle Betätigung eines Druckstabes (30)
gegen die Kraft der Druckfeder (13) und gleichzeitig durch den Stössel (4), der Stössel (3) der Gegenkupplung und damit dessen Hebel (2) ebenfalls in eine, der Schliessstellung des Steuerventils (21) am andern Kupplungskopf entsprechende Lage verschwenkbar ist.
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