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Elektromagnetische Umsteuerung für zweimotorige Fahrzeuge, insbesondere für Hängebahnen mit Hub-und Fahrmotor.
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zweite Motor durch einen mechanisch betätigen Schalter in einer bestimmten Lage des Triebwerkes oder durch einen elektromagnetischen Schalter in einer bestimmten Kontakstellung
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schalten des Fahrmotor benutzt. Hiebei ist die Schaltung in der Weise getroffen. dass die Vorwärtsfahrt nur in der hochsten Lage des Forderkübels - Stellung II des Hubendumaschalters o stattfinden kann. während die Rückwärtsfahrt nur in den tieferen Lagen des Förderkübels in Stellung I möglich ist.
Letzteres genugt für den praktischen Betrieb, da man bei Kreiaufbetrieb einer Hängebahn selten und dann nur wenig rückwärts zu fahren braucht, wenn der Führer einmal
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ausser Tritt gesetzt werde.
Der Stromlauf ist beim Heben wie folgt : Von + über die Aruasswiderstände c und die Kontakte des Kontrollers nach der Leitung p, von dort über den Stromabnehmer ei, nach dem obersten Kontakt des mechanischen Umschalters 0 und in-Stellung 7 über dessen zweiten Finger nach dem-von oben gerechnet-dritten Finger des magnetischen Hubwendr * , der
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von der mit + verbundenen Trolleyleitung p über den Stromabnehmer u, den ersten und fünften- Kontakt des Umschalters o und von dort durch den Anker l des Fahrmotors und dessen Hauptstromfeld n sowie über den Dauervorschaltwiderstand In nach-. Der Fahrmotor ist als
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Soll gesenkt werden, so wird der Kontroller a in die Stellungen "Senken" gedreht und die Leitung q an den Kontroller angeschlossen. Hiedurch wird zunächst der Magnet d'des Hub- wenders bl erregt, der mit dem Spulenanfang am Stromabnehmer v und mit dem Spulenende an-angeschlossen ist. Der Hubwender wird nun hiebei aus Stellung 111 in Stellung IV umgelegt und es fliesst dann der Hauptstrom vom Stromabnehmer v durch den spälter zu besprechenden Senksperrausschalter t, den Senkwiderstand s, den Anker des Hubmotors, und zwar in umgekehrter Richtung wie beim Heben, und dann durch das Feld f und die Spule des Bremslüfters h nach-. Der Widerstand g liegt beim Senken parallel zum Anker e und bewirkt dadurch eine Bremsung.
Nach Ausschalten der Senkbewegung kehrt der Hubwender infolge Einwirkung eines Gewichtes oder einer Feder wieder in die Stellung 111 zurück.
Zum Rückwärtsfahren muss die Umschaltwalze al des Kontrollers a aus der Stellung 0 in die Stellung I für "Fahren rückwärts" gedreht werden. Es wird hiebei sowohl die Leitung p als die Leitung q an + angeschlossen, so dass sich der Hubwender bl infolge Erregung der Spule d'aus Stellung 777 in die Stellung IV bewegt. Falls nun gewünscht wird, dass hiebei kein Senken eintritt, obwohl das bei roheren Verladebetrieben mit Rücksicht auf die sehr kurze Zeit der Rückwärtsfahrt nichts schaden würde, ist ein elektromagnetischer Senksperrausschalter t angeordnet, dessen Spulenanfang mit dem zweitobersten Kontakt des mechanischen Umschalters o an die mit + verbundene Leitung t angeschlossen ist, während das Spulenende an-bzw. hinter dem Anker e des Hubmotors am untersten Finger des Hubwenders bl liegt.
Die Erregung der Spule y hat ein Öffnen der Kontakte t und damit eine Unterbrechung des Senkstromkreises zur Folge.
Die Rückwärtsfahrt geht nun, sobald der Umschalter o in Stellung I steht, in der Weise von statten, dass der Strom von + über die Leitung p und Stromabnehmer u und von den obersten beiden Kontakten des Umschalters o zu dem dritten und untersten Kontakt des Hubwenders bl und zum dritten Kontakt des Umschalters o führt, von dort fliesst der Strom m dem Anker 1, jedoch in umgekehrter Richtung wie in Stellung 11 während er durch das Hauptstromfeld n und das Nebenschlussfeld r in der gleichen Richtung liegt.
Damit nur eine Bewegung nach der anderen ausgeführt werden kann, ist die Umschaltwalze al des Kontrollers in der Weise mit der Hauptsätze (t vemegett, dass das Einschalten von "Heben" und "Senken" nur in der Nullage der Umschaltwalze und das Einschalten von "Fahren rückwärts'nur in der Nullage der Hauptwalze möglich imbu.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 wird der Fahrmotor/, welcher hier beispielsweise nur die Hauptstromwicklung it besitzt, vom Hubendumschalter o mittels eines von diesem gesteuerten besonderen Umschalters b2 umgesteuert. Dieser Fahrtwender b2 ist ähnlich wie der
Hubwender bl ausgebildet. Jeder der beiden Umschalter und wird bei unerregtem Magneten d' bzw. d2 durch Gewicht oder Feder in der Schaltstellung 111 bzw.
V für die eine Drehrichtung
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lauf ist beim Heben wie folgt :
Von + über die Anlasswiderstände c und die Kontakte des Kontrollers a nach der Leitung p von dort über den Stromabnehmer u, die-von oben gerechnet-ersten beiden Kontakte desin der Stellung I befindlichen Hubendumschalters o, die beiden ersten Kontakte des in der Stellung V befindlichen Fahrtwenders b2, den dritten bis sechsten Kontaktfinger des in Stellung III befindlichen Hubwenders bl, in den Anker e und das Feld f des Hubmotors zur Sehienenrück- leitung nach-. Die Widerstände c werden mit fortschreitender Einschaltung der Hubstellungen allmählich kurzgeschlossen.
In der höchsten Lage der Förderkübels wird wieder der Rubend- umschalter 0 von I nach II gedreht und damit die Hubbewegung unterbrochen und gleichzeitig der Fahrmotor nn'v orwärtsfahrt angeschlossen. Der Strom fliesst von der mit + verbundenen Trolleyleitung p über den Stromabnehmer u, den ersten und dritten Kontakt des Hubendumschalters o und den dritten bis sechsten Kontakt des Fahrtwenders b2 in den Anker l und das Feld n des Fahrmotors und schliesslich über den Dauervorschaltwiderstand m nach-.
Soll gesenkt werden, so wird der Kontroller a wieder in die Stellungen "Senken" gedreht und die Leitung q an den Kontroller angeschlossen. Hiedurch wird zuerst der Magnet t des Hub-
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Bremamagneten h nach-. Der Widerstand 9 liegt beim Senken parallel zum Anker e und bewirkt dadurch eine Bremsung. Nach Ausschalten der Senkbewegung fährt der Hubwender bl infolge Einwirkung eines Gewichtes oder einer Feder in die Stellung III zurück.
Zum Rückwärtsfahren muss wieder die Umschaltwalze al des Kontrollers a, die mit der Hauptwalze in der gleichen Weise verriegelt sein mag, aus der Stellung 0 in die Stellung I für "Fahren rückwärts" gedreht werden und es wird hiebei wieder sowohl die Leitung p als die Leitung q an + angeschlossen. Die Spule d2 des Fahrtwenders b2 erhält in der Stellung l des Hubendumschalters o Verbindung mit dem an der Trolleyleitung q liegenden Stromabnehmer v und dreht den Fahrtwender aus der Stellung V in die Stellung VI. Hiedurch wird die Verbindung des Ankers 1 mit dem zweiten Kontakt des Hubendumschalters o und damit der Anschluss an die Trolleyleitung p hergestellt.
Die Verbindung des Stromabnehmers u mit dem Hubwender 1J wird aufgehoben, weil der oberste Finger des Fahrtwenders b2 bei der Stellung VI kontaktlos ist.
Auch die Spule y des Senksperrausschalters t erhält Strom und damit wird die Spule d'des Hub- anders M abgeschaltet, welcher somit die Lage III einnimmt, in welcher der von q über den Stromabnehmer v kommende Strom am obersten Finger des Hubwenders unterbrochen ist.
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vorhanden, als der Senksperrausschalter nicht unmittelbar den Stromkreis des Hubmotors. sondern den Steuerstrom des Hubwenders unterbricht. Beim Ausschalten der Umschaltwalze al nach 0 gelangt der Fahrtwender b2 infolge seines Gewichtes oder seiner Feder wieder aus der Stellung VI in die Stellung V und die Fahrtbewegung wird stillgesetzt.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Elektromagnetische Umsteuerung für zweimotorige Fahrzeuge, insbesondere Hängebahnwagen, mit Hub-und Fahrmotor nach Patent Nr. 53926, dadurch gekennzeichnet, dass der mechanisch betätigte Schalter (z. B. Hubendumschalter o) unmittelbar (Fig. 1) oder mittels eines von ihm gesteuerten besonderen Fahrtwenders ( & in Fig. 2) die Fahrtrichtung des Fahrmotors umsteuert, derart. dass, je nachdem durch den Handsteuerapparat nach Belieben die eine oder beide Schleifleitungen eingeschaltet werden, das Fahren in der einen Richtung (z. B. Vorwärtsfahrt) nur m einer bestimmten Lage des Triebwerkes, z. B. in der höchsten Kübellage (Stellung II des Schalters o), das Fahren in der anderen Richtung in den übrigen Lagen (Stellung Z des Schalters o) stattfindet.